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  • Die verdrängung Österreichs aus dem deutschen bund

    Die Liberalen vermochten sich der Faszination des Sieges über Dänemark nicht zu entziehen. Sie begannen sich aufzuspalten in Linksliberale, die am Vorrang der bürgerlichen Freiheitsrechte festhielten, und in Nationalliberale, die für die nationale Einigung auch bürgerliche Freiheitsideale preisgeben wollten. Auch im Bereich der Wirtschaft baute Preußen seine Vormachtstellung aus. Er schloß 1862 einen Handelsvertrag mit Frankreich ab, der es an ...

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  • Der bruderkrieg von 1866

    Österreich versuchte, den Frankfurter Bundestag für seine Zwecke zu mobilisieren, mit der Folge, daß Preußen den Bundesvertrag für gebrochen erklärte. Die seit 1815 bestehende staatliche Ordnung Deutschlands wurde somit nicht durch die bürgerlich - liberale Bewegung gesprengt, sondern durch den preußisch - österreichischen Gegensatz. Dreizehn "bundestreue" Staaten, neben Österreich die Königreiche Bayern, Württemberg, Sachsen und Hannover, stan ...

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  • Der norddeutsche bund als vorstufe einer kleindeutschen einigung

    Dem 1867 gegründeten Norddeutschen Bund gehörten außer Preußen seine Bundesgenossen von 1866 an, aber auch die früheren Gegner Sachsen und Hessen nördlich der Mainlinie. Als Zentralbehörde wurde der Bundesrat aus Vertretern der einzelstaatlichen Regierungen geschaffen. Preußen stellte den Bundeskanzler, der dem Bundesrat präsidierte. Das Präsidium führe die Geschäfte des Bundes und vertrat ihn völkerrechtlich nach außen. Die Truppen unterstande ...

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  • Der preußische machtzuwachs als europäisches problem

    Der preußische Sieg von Königgrätz über Österreich wurde von Frankreich als außenpolitische Niederlage empfunden. Bismarck hatte es verstanden, Kaiser Napoleon III. Die preußischen Vorstellungen über einen Frieden aufzudrängen. Das Begehren Napoleons, die bayerische Pfalz für die Machterweiterung Preußens in Norddeutschland zu erhalten, konnte Bismarck zunächst mit Aussichten auf das Großherzogtum Luxemburg ablenken. Nach dem erzwungene Rückzu ...

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  • Der deutsch - französische krieg 1870 / 71

    Die süddeutschen Staaten zögerten im Juli 1870 keinen Moment, um den Krieg gegen Frankreich von Anfang an mitzutragen. Die Regierungen sahen den Bündnisfall der Verträge von 1866 gegeben und mobilisierten ihre Heere. Soldaten, die sich vier Jahre zuvor noch als Gegner in Deutschland gegenüber gestanden hatten, kämpften nun miteinander. Frankreich war für den Krieg schlecht gerüstet. Die Opposition gegen die autoritäre Regierung des Kaisers wi ...

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  • Die kommune in paris

    Die Anfänge der Dritten Republik in Frankreich waren durch die Niederlage im Krieg und durch innere Unruhen belastet. Die Bevölkerung von Paris, die unter der deutschen Belagerung einen Winter des Hungers und harter Entbehrungen zu überstehen hatte, widersetzte sich den Verhandlungen der Regierung Thiers mit den Siegern. Im März 1871 führte der Versuch der Regierung, 227 Kanonen aus Paris herauszuholen, zu einem Aufstand der städtischen Arbeit ...

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  • Die reichsgründung

    Die Hoffnung Kaiser Napoleons III. Der Krieg mit Preußen werde die Kluft zwischen Nord- und Süddeutschland vertiefen, erwies sich als Fehlspekulation. Die Waffenbrüderschaft rief eine Welle nationaler Begeisterung hervor, der sich auch die süddeutschen Staaten nicht zu entziehen vermochten. Nach dem Sieg in Sedan entfaltete Bismarck eine rege diplomatische Aktivität im deutschen Süden. Bei Verhandlungen in Versailles gelang es ihm im Oktober u ...

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  • Die kirchen und das reich

    Die 1871 verwirklichte kleindeutsche Lösung wirkte sich auch auf da Verhältnis der beiden großen christlichen Kirchen aus. Waren im Deutschen Bund noch 52% der Bevölkerung Katholiken, so sank ihr Anteil im neuen Reich auf 37 %. Seit der Reformationszeit waren die deutschen evangelischen Kirchen an die jeweiligen Landesherren und Territorien gebunden. Insgesamt 39 evangelische Landeskirchen im Reichsgebiet stellten sich der Obrigkeit vielfälti ...

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  • Staat und kirche arrangieren sich

    Der Widerstand von Papst Pius IX. , der Anfang 1875 alle preußischen Kirchengesetze für ungültig erklärte, die breite Unterstützung der Kirche in den Gemeinden und die Kritik des Auslandes ließen nach 1876 Bismarcks Kampf gegen die Kurie scheitern. Die meisten Gesetze wurden nach und nach aufgehoben, unter der Bedingung, daß die staatliche Schulaufsicht und die Zivilehe bestehen blieben, zeigte sich Bismarck zu einem Ausgleich mit der Kirche be ...

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  • Die konservative wende in der deutschen innenpolitik

    Die Jahre 1878 / 79 markierten einen tiefen Einschnitt in der Entwicklung des noch jungen Reichs. In der Außenpolitik trat Bismarck als Vermittler und Friedensstifter auf, im Innern versöhnte er sich mit dem katholischen Bevölkerungsteil. Dieses Bild des Friedens trog jedoch.. Die Gemeinsamkeiten zwischen Bismarck und den Liberalen waren nach dem Ausbau einer einheitlichen Reichsgesetzgebung und mit dem Ende des Kulturkampfes erschöpft. Der ...

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  • Staatliche sozialpolitik

    Bismarck kündigte die Vorlage eines umfangreichen Gesetzgebungswerks zur Verbesserung der Situation der Arbeiter an. Dieses Vorhaben erregte Aufsehen. Einerseits lag es auf der Hand, daß die Regierung damit de aufstrebenden Arbeiterbewegung den Wind aus den Segeln nehmen wollte. Zum anderen machte nunmehr der Staat deutlich, daß er bereit war, über die herkömmlichen Forderungen de Liberalen nach einer rechtlichen und konstitutionellen Absicheru ...

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  • Das sozialistengesetz-

    Einen neuen politischen Gegner machte Bismarck in der politischen Arbeiterbewegung aus. Erste Bemühungen Bismarcks um ein Ausnahmegesetz gegen die Sozialdemokratie waren 1874 und 1875 noch am Widerstand der liberalen Reichstagsmehreit gescheitert. Doch in der Zwischenzeit hatte das politische Gewicht der Sozialdemokraten erheblich zugenommen. Nun gewann diese Auseinandersetzung für Bismarck Vorrang vor dem Kulturkampf. Dabei kamen ihm zwei A ...

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  • Preußens aufstieg und untergang

    Preußen hat, verglichen mit Ländern wie Bayern und Sachsen, keine lange Geschichte gehabt. Wenn man den Beginn sehr früh ansetzt, waren es etwas mehr als drei Jahrhunderte. Aber ein preußischer Staat im eigentlichen Sinne hat nur knapp zweihundertfünfzig Jahre lang bestanden. Einem dynastischen Zufall war es zu verdanken, daß das Herzogtum Preußen (später Ostpreußen genannt) 1618 in den Besitz der Kurfürsten von Brandenburg aus dem Hause Hohen ...

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  • Prinzregent luitpold von bayern 1886 - 1912

     Biographie - Geboren am 12. März 1821 in Würzburg - 1828: Beginn der Militärlaufbahn - 15. April 1844: Heirat von Erzherzogin Auguste Ferdinande von Neapel - 10. Juni 1886: Ernennung zum Prinzregenten - 12. Dezember 1912: Tot Luitpolds  Luitpolds Leben bis zur Machtübernahme - Luitpold verbrachte seine Kindheit hauptsächlich in Unterfranken - Erziehung durch Offiziere der bayrischen Armee - 1828: Ernennung zu ...

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  • Problematisierung des themas

    \"So lange ich Reichskanzler bin, treiben wir keine Kolonialpolitik. Wir haben eine Flotte, die nicht fahren kann [...] und wir dürfen keine verwundbaren Punkte in fernen Weltteilen haben, die den Franzosen als Beute zufallen, sobald es losgeht\"1, sagte Bismarck 1881. Angesichts dieses Zitats ist es verwunderlich, dass das deutsche Reich unter Bismarcks Kanzlerschaft eben doch kolonialen Besitz in Übersee erworben hat. In diesem Zusammenhang ist ...

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  • Biographie bismarcks

    Otto Eduard Leopold von Bismarck wurde am 1.4.1815 in Schönhausen geboren. Er entstammt einem altmärkischen Adelsgeschlecht. Nach seinem Studium in Göttingen und Berlin 1832-35, seiner Referendarzeit in Aachen 1836-39 und der Bewirtschaftung seiner Güter in Pommern wurde er 1847/48 Mitglied des Vereinigten Landtages, nach 1848 dann Abgeordneter in der 2. Kammer und im Erfurter Parlament. Nach Gesandtentätigkeit in St. Petersburg (1859-62) und e ...

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  • Politik bismarcks 1871-1884

    2.2.1. Innenpolitik Bismarcks wesentlichstes Ziel der Innenpolitik war es, den machtpolitischen und gesellschaftlichen Status Quo zu erhalten. Am Anfang seiner Kanzlerschaft arbeitete er mit den Nationalliberalen zusammen, die ihn im "Kulturkampf" gegen die katholische Kirche und auch in der Wirtschaftspolitik unterstützten, bis sich nach dem Pontifikat Leos XIII. von 1878 - 1903 das Verhältnis Deutschlands zur Kirche entspannte. Im Fokus der ...

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  • Gründe für die entscheidung bismarcks für kolonien

    3.1.1. Innenpolitik In der Innenpolitik der Jahre 1871-1884 gab es für Bismarck, der auf den Erhalt des Status Quo im Reich bedacht war, einige schwerwiegende Probleme zu lösen. 2 Aus: Weinmeister, Mark: Die Krise der deutschen Kolonialpolitik. Die großen Aufstände in Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika 1904-07, Online im Internet: URL: http://members.aol.com/haukehaien/ Durch die Industrielle Revolution hatte sich die Arbeitersc ...

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  • Kolonialgesellschaften

    Wie lief nun die Inbesitznahme der deutschen Kolonien ab? Bismarck zeigte eine besondere Raffinesse, er vermied es, Ländereien in Afrika zu besetzen und als deutsche Kolonien zu deklarieren. Das wäre auch fatal gewesen, da es Frankreich und vor allem England auf den Plan gerufen hätte. Auch hätte ein solches Vorgehen im Widerspruch zu Bismarcks vorherigen Aussagen gestanden, somit wären er und das Deutsche Reich unglaubwürdig geworden, was die de ...

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  • Resultate der bismarckschen kolonialpolitik

    Seit Bismarck 1884 damit begann, deutsche Handelsstützpunkte unter deutschen Schutz zu stellen, stieg die Fläche des Deutschen Reiches durch eben diesen Kolonialbesitz rapide an. Zu Spitzenzeiten (z.B. vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges) betrug die Fläche der deutschen Schutzgebiete in etwa das 8fache der Fläche des Mutterlandes, dies entspricht einer Größe von 2.962.882 km². Wenn man sich jedoch die Bevölkerungszahlen ansieht, stellt man fest ...

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