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  • Welche anderen funktionen außer "sehen" (d.h. bewußt optisch zu reagieren) werden vom auge aus mitbeeinflußt?

    1. extrastriatrisches Sehsystem, d.h. Auslösung von Augenbewegungen, wenn sie über den Colliulus sup. läuft. 2. circadianer Rhythmus (Tag- Nacht) über Nucleus supraopticus 3. circanularer Rhythmus (hormonelle Steuerung), z.B. über die Menge des Lichtes (Jahreszeiten) 4. Auswirkungen auf Stimmung und Aktivität 5. Auslösung der optischen Folgebewegung (Starre- Nystagmus) über Hirnstamhormone (entnommen aus dem Otto- Kataog; Version Februar 1 ...

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  • Was ist der adäquate reiz für stäbchen und zapfen?

    Stäbchen und Zäpfchen liegen in der Schicht der Photorezeptoren, in der Netzhaut, im Neuropithel - Zäpfchen: haben bei einer bestimmten Frequenz ihr Absorbtionsmaximum - : wird Farbempfindlichkeit zugeschrieben (Sehen am hellen Tag) - : Dabei gibt es drei verschiedene Typen: Blau, Rot und Grün - : haben unterschiedliche Sehfarbstoffe und Absorbtionsmaxima - Stäbchen : Hell- Dunkel- Empfindlichkeit in der Dämmerung : Sehfarbst ...

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  • Es gibt funktionell blinde areale auf der netzhaut. welche sind es?

    blinder Fleck: - Austritt des N. opticus und der Gefäße = keine Gefäße Fovea centralis: - kein Nachtsehen, da nur Zäpgchen = farbiges, heles Sehen Peripherie der Netzhaut: - kein Farbsehen, da nur Stäbchen = schwarz- weiß, Sehen in der Dämmerung, hell- dunkel- Kontrast - die Retina enthält 120 Mio. Stäbchen u. 6 Mio. Zäpfchen - ihre Verteilung ist regional verschieden - in der Fovea Centralis befinden sich nur Zäpfchen - Zentralgrube ...

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  • Wie kommt die kontralaterale gesichtshälftenrepräsentation im visuellen cortex zustande?

    - Die Sehbahn kreuzt nur zum Teil im Chiasma. - Ein Teil zieht ungekreuzt vm Auge zum Cortex der nasale Teil der Sehbahn kreuzt zur gegenüberliegenden Hemisphäre. - der tempooarale Anteil bleibt ipsilateral (Gleichseitig) - Dem entspricht die Kontrole und Repräsentation der linken Gesichtshälfte durch den rechten Cortex und umgekehrt. (entnommen aus dem Otto- Kataog; Version Februar 1993, modifiziert mit Hilfe der Karteikarten) Die S ...

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  • Welche zellen gibt es in der netzhaut?

    - Photo- Rezeptorzellen: Zäpfchen, Stäbchen - Horizontalzellen: Assoziationszelle schafft Querverbindung - bipolare Nervenzellen: on- off- Zentrum - Ganglienzellen: große Zelle mit On- Off- Zentrum - Amakrine Zellen: schafft Querverbindungen, Assoziationszelle - Stützzellen und Pigmentepithel (Ganglienzellen) (entnommen aus dem Otto- Kataog; Version Februar 1993, modifiziert mit Hilfe der Karteikarten) Von innen nach außen, entgegenge ...

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  • Wie wird farbe im visuellen system der primaten codiert?

    - periphere Codierung über Rezeptoren für Blau, Rot, Grün - der Rest ist normale Codierung - Ausgangszellen der Retina haben Gegenfarbensystem sichtbar über Nachbilder (intensive Rotheit führt zu grünem Nachbild); Gegenfarben rot- grün, blau- gelb, schwarz- weiß verhalten sich antargonistisch (Sukzessivkontrast) - blaues Bild im Nachbild gelb - 4 Grundfarben und Schwarz/weiß - im Thalamus schon Farbkanal, der die Farbe meldet; - im visue ...

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  • Welche antworttypen corticaler, visueller neurone aus area 17 gibt es?

    - die meisten Neurone sind bewegungs- richtungs- und orientierungsspezifisch. Die Antworten aus Area 17 sind komplex (z.B. auf Linien), hyperkomplex (z.B. auf Kanten) oder konzentrisch (4%). (entnommen aus dem Otto- Kataog; Version Februar 1993) 1. - Area 17 = primäre Sehrinde; Endigungsgebiet der Sehstrahlung. 2. - die meisten Neurone reagieren auf Bewegung, Richtung, Konturen, Orientierung und Strukturen. 3. Antworten: 4% konzentrisc ...

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  • Welche corticalen areale sind in welcher form an der verarbeitung visueller information beteiligt?

    Area 7: - hochintegratives Areal, vestibulärer und arkustischer Input (Gleichgewichtsorgan im Zusammenhang mit dem Sehsystem), Raumwahrnehmung Area 8: - frontales Augenfeld, visuelle Erinnerungen Area 17: - Konturwahrnehmung, Richtungserkennung, Bewegungserkennung, optischer Ortssinn, optischer Ortssinn und vieles mehr Area 18/19: - sekundäre visuelle Verarbeitung = Erkennen, Farben und Dinge erkennen, Assoziationsareale Area 20/21: - ...

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  • Wie stellt man sich vor, daß die orientierungsspezifischen felder in area 17 aus den konzentrischen hervorgegangen sein könnten?

    Auf der Netzhaut sind die Rezeptorzellen konzentrisch angeortnet Orientierungsspezifikation durch Konvergenzschaltung z.B. auf einer Linie liegender Netzhautfelder. Erst bei Reizung der zusammmengeschalteten Zellen kommt es zur Auslösung eines ESP`s und dessen Weiterleitung. Konvergenz: Übereinstimmung, Zusammenhang (richtig, aber hier nicht relevant) = Stellung der Augen bei der sich die Blicklinien unmittelbar vor den Augen schneiden = Sea ...

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  • Nennen sie einige unterschiede zwischen cortikaler bewegungs-, raum- und figurwahrnehmung!

    Bewegungswahrnehmung: - Area 17 für richtungspezifische Antworten (Bewertungsspezifität) - Area 39/40 für die Augenfolgebewegung Raumwahrnehmung: - Area 17 oder 18 (Schicht 4) für Stereoskopie (Zusammenbringen der Information aus dem linken und rechten Auge = 3D- Sehen) , dort Punkt zu Punkt Verschaltung ; primitivste Form der Figurentstehung Figurwahrnehmung: - Area 17 Sehorgan, Konturen - Area 7 ...

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  • Was für unterschiede gibt es zwischen corticaler und subcorticaler bewegungswahrnehmung?

    subcortikal: - wird benötigt für die Orientierung z.B. Ganzfedverschiebung (Eisenbahnblick oder Sakkaden), subcortikale Antwort wäre der Nystagmus in Form des Starrens. cortical: wird benötigt für die Augenfolgebewgungen, kleineren Reizen wird auch entgegen anderslaufenden Ganzfeldverschiebungen gefolgt (z.B. Wespe am Eisenbahnfester, die sich entgegen der Fahrtrichtung des Zuges bewegt) Eisenbahnblick: Blick nach dr ...

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  • Nennen sie einige beispiele paralleler und serieller verarbeitung im striatalen sehsystem von primaten

    Seriell: mehrere Neurone der Hardware sind hintereinander verschaltet, ein Merkmal nach dem anderen wird abgearbeitet, z.B. Augenfolgebewegungen, Raum- und Figurwahrnehmung. Parallel: mehrere Ereignisse werden gleichzeitig abgearbeitet, z.B. Bewegungs-, Farb-, Konturwahrnehmung, das Erfassen einer Szene, Figur/ Grund. Julesche Textontheorie- Wahrnehmungen von Abweichungen werden parallel verarbeitet und auch erkannt. Das visuelle Feld wir ...

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  • Welche arten von augenbewegungen unterscheidet man?

    Sakkaden: Augenbewegungen in schneller Form langsame Augenbewegungen: Nystagmus Konvergenz und Divergenz: Entfernungsfixation (zur Fixation eines Fixpunktes) 1. Sakaden: schnelle Augenbewegungen 2. langsame Agenbewegungen: a: Augenfolgebewegungen b: optischer Nystgmus c: vestibulärer Nystagmus a: Konvergenz: zur Fixation in der Nähe, mit Hilfe beider Sehachsen. b: Divergenz: bei Blick in die Ferne, Sehachsen wieder parallel. ...

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  • Nennen sie eigenschaften sakkadischer augenbewegungen.

    Sakkaden: ruckartige Augenbewegungen (die Augen springen ruckartig von einem Fixpunkt zum nächsten). 1) hohe Geschwindigkeit 2) willkürliche und reizunabhängiege Ausführung möglich 3) während der Sakkaden unter Normalbedingungen keine Wahrnehmung 4) Sakkaden haben ein seperates neuronales System ...

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  • Welche arten von langsamen augenfolgebewegungen unterscheidet man?

    . Nystagmen: - optokinetischer Nystagmus: Eisenbahnblick, ausgelöst durch Bewegung des optischen Reizes. - vestibulärer Nystagmus: beim Drehen, versucht den fixierten Punkt im Auge zu behalten, dann Sakkaden in Richtung des neuen Fixpunktes. - Nachnystagmus oder Nacherregung, hat neuronale Erklärung - postrotatorischer Nystagmus hat physikalische Erklärung (Trägheit der Lymphe). Wird lange Drehung plötzlich gestoppt, so kommt es zu postmt ...

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  • Wie kommt es, daß unser ohr höhere schallfrequenzen hören kann als einzelne nervenzellen als entladungsfrequenz übertragen können?

    - auf der Basilarmembran kommt es zu einer Frequenzzerlegung d.h. nach dem Ortsprinzip eine tektonische Zuordnung innerhalb der Schnecke, ähnlich dem Ortsprinzip der Haut und deren Projektion im Cortex. - Auf der Basilarmembran ist ein Bereich des Corti- Organs zuständig für eine jeweilige Frequenz, z.B. Neurone des Bereichs 20 khz feuern nicht mit dieser Frequenz weiter, sondern nur mit 50- 500 Herz, je nach Lautstärke. - Tonfrequenz gibt ...

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  • Was ist der adäquate reiz für die haarzellen im cortischen organ?

    Haarzellen sind die Sinneszellen des cortischen Organs. Der adäquate Reiz für die Haarzellen: ___ die mechanische, seitliche Abscherung der Sinneshaare auf den Sinneszellen in eine Richtung = Depolarisation. -in die Gegenrichtung = Hyperpolarisation. - Cortsches Organ liegt im Innenohr, hier liegen Gleichgewichts- u. Hörorgan. Das Hörorgan ist die Schnecke od. Cochlea. Sie besteht aus drei Etagen od. Skalen: Skala vestibui, - media und -tym ...

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  • Was verändert sich im entladungsverhalten akustischer neurone beim aufsteigen in der hörbahn?

    - In der Hirarchie weit unten (bei Haarzellen) liegt durch Spontanentladungen ein total verrauschtes System vor. Hören ist also eine Rauschmodulaion - ab Colliculus inferior (2. von 4 Hügelplatten), (zuständig für die Verschaltung der Arkustik und das Richtungshören) ist das System rauschfrei. - die on/ off Antwort ist eine spezifische Antwort höherer Ordnung. - Amplitudenmodulation findet höher angesiedelt statt (Verrechnung der Schwingun ...

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  • Nennen sie beispiele für akustisch ausgelöstes verhalten beim empfänger!

    1. Richtungswahrnehmung startet Orientierungsverhalten 2. Schreckreflexe: Zusammenzucken beim Knall 3. Weinen: löst Empfindungen aus 4. Intonation: läßt Rückschlüsse auf Einstellungen o.ä. zu 5. Schimpfen löst Fluchtstimmung oder wenigstens Erregung aus 6. Anheben der Stimme löst Aufmerksamkeit aus 7. Stimme der Mutter vermittelt Sicherheit - Taubstumme sind ängstlicher, Hören beruhigt, Stimme der Mutter Signalisiert Sicherheit (entnomm ...

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  • Wie kann tonhöhe im neuronalen akustischen system kodiert sein?

    Die Kodierung erfolgt nach 2 Prinzipien: 1. Ortsprinzip: Frequenzzerlegung auf der Basilarmembran, jede Frequenz wird einem bestimmten Ort des cortischen Organs zugeortnet, d.h. bestimmte Tonhöhen haben bestimmte Orte im Innenohr. 2. Zeit- bzw. Phasenprinzip: Feste Phasenbeziehung zwischen zwischen dem Reiz und der neuronalen Entladung, Reize haben best. zeitliche Frequenzabfolge u. dementsprechende neuronale Entladung, z.B. Hupen ist wic ...

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