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Das ende der goldenen zwanziger





Für viele gelten bis heute die Jahre zwischen der Inflation von 1923 und der Weltwirtschaftskrise von 1929 als eine Zeit der wirtschaftlichen und politischen Entspannung und neugewonnener Lebenslust. Zudem löste der enorme Modernisierungsprozess dieser Zeit vor allem aber auch eine schwere Existenzkrise bei vielen der Menschen aus, die noch ganz von den Traditionen des Kaiserreiches geprägt waren.


Nach der Inflation von 1923 befürchtete die amerikanische Finanzwelt, dass ein wirtschaftlicher Zusammenbruch Europas die Rückzahlung der Kriegskredite unmöglich machen würde und intervenierte dementsprechend. Der Bankier Dawes saß einer Konferenz vor, die im August die deutschen Reparationszahlungen erstmals an die tatsächliche Leistungsfähigkeit koppelte. Des weiteren wurde 1924 mit einer Währungsreform im Deutschen Reich auf strikte Stabilität hingeführt, zur Verhinderung der Inflation. Außerdem konnten ab sofort umfangreiche Kredite amerikanischer Banken an Regierungen, Kommunen und Unternehmen vergeben werden. Damit war es den deutschen Unternehmen möglich, sich Kapital für Investitionen in großem Stiel zu beschaffen. Diese Notwendigkeit der Kapitalanhäufung ließ außerdem die Macht der Großbanken wachsen und die Anzahl der Firmenzusammenschlüsse steigen, da ein Kapitalmarkt nach der Inflation praktisch nicht mehr existent war. \"Amerikanisierung\" war das Gebot der Stunde.


Allerdings muss betont werden, dass die Modernisierung sich nur auf einen kleinen Teil der deutschen Volkswirtschaft ausdehnte. Das Gros des Sozialproduktes wurde weiterhin in mittelständischen Fabriken, familiengebundenen Betrieben und Landwirtschaften erstellt und weiterhin blieb Deutschland hauptsächlich ein Land der kleinen Städte und Dörfer. Der \"moderne\" Mensch der Großstadt, wie es der Fließbandarbeiter, die Sekretärin, der Intellektuelle etc. war, wurde kritisch beäugt und als typisches Ergebnis einer Großstadt und einer fortschreitenden Kapitalisierung gesehen und häufig negativ bewertet. Widerstand wurde in einem großen Teil der Bevölkerung deutlich: Arbeiter und Angestellte wehrten sich gegen das Diktat der Maschinen, Gewerkschaften gegen die neuerstarkten Unternehmen, Mittelständler gegen die Konzerne und den \"amerikanischen\" Kapitalismus, durch den sie sich in ihrer Selbständigkeit bedroht fühlten. Vor allem der bürgerliche Mittelstand war aufnahmefähig für den Kulturpessimismus der Rechtskonservativen, der eine Ablehnung alles \"Westlichen\" propagierte.Der Boom auf Kredite fand sein jähes Ende im Oktober 1929. Wo er begann, dort endete er auch, an der Wall Street in New York. Nachdem sich schon 1928 eine Abwärtsbewegung der Konjunktur in Deutschland deutlich machte, kam nun der Zusammenbruch der Märkte in den USA hinzu.

 
 




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