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Globalisierung und standortkonkurrenz





Ein Standort, an dem Zuliefer-, Lohnfertigungs- und Dienstleistunsunternehmen sowie unterstützende Institutionen für eine Branche existieren, kann nicht innerhalb kurzer Zeit geschaffen werden, sondern entsteht als Ergebnis eines längerfristigen Entwicklungsprozesses. Ein solcher Standort bietet Vorteile, die woanders nicht ohne weiters nachgeahmt werden können.

In Bezug auf Standortkonkurrenz gibt es drei Konstellationen.
Zum einen gibt es besonders in alten Industrien, die Konkurrenz zwischen alten und neuen Standorten. Alte Industrien sind zum Beispiel die Stahl- und Chemieindustrie und die Automobilindustrie. Bei diesen Industrien sind die Anforderungen an Standorte geringer, weil die Bedeutung des Informationsaustauschs und der Lernprozesse geringer ist als in neuen Industrien, in denen ein Teil des Wissens noch nicht formalisiert und niedergeschrieben ist, sowie in mittelständischen strukturierten Industrien. Dort sind die Unternehmen aufgrund des hohen Innovationsdrucks auf Lernprozesse und die Unterstützung durch externe Institutionen angewiesen sind.
legen Unternehmen auch immer weniger Wert. Allgemeine Vorteile wie qualifizierte Arbeitskräfte, eine ausreichende Infrastruktur und Flächen ohne Altlast genügen. Die Auswahl an Standorten ist groß, und wenn es keine Subventionskontrolle gibt, wird zwischen diesen Standorten ein Subventionswettlauf ausbrechen, denn die Ansiedlung von Betrieben aus alten Industrien ist vorteilhaft, denn sie bringen Arbeitsplätze. Der Eintritt in diese Art von Standortkonkurrenz ist besonders für die Regionen ein Vorteil, in denen es nicht gelungen ist, einen spezifischen Standortvorteil zu schaffen.
Die zweite Konstellation besteht zwischen Regionen, denen es gelungen ist, spezifische Standortvorteile zu schaffen. Ihre Entwicklung beruht am Anfang auf der Mobilisierung lokaler Ressourcen, sodaß zunächst zwischen diesen Regionen keine Standortkonkurrenz entsteht. Zuerst spielen die Aktivitäten von lokalen Unternehmen die Hauptrolle. Anschließend beginnt die Einrichtung von Ausbildungs- oder Beratungseinrichtungen und die Unternehmen organisieren sich politisch, um sich die Unterstützung des lokalen Staates zu versichern. Alles das geschieht, bevor eine Region von Unternehmen, die ursprünglich anderswo beheimatet sind, wahrgenommen wird. Erst dann wächst das Interesse externer Unternehmen an Investitionen in dieser Region. Sie werden auch versuchen, daß ihre Ansiedlungen subventioniert werden und die Regionen werden häufig darauf eingehen.
Die dritte Konstellation wirft die Frage auf was in den Regionen geschieht, aus denen alte Industrien abwandern. Hier ist es wichtig, wie schnell diese Regionen den notwendigen Strukturwandel in Angriff nehmen. Es gibt jedoch selten eindeutige Indikatoren für den strukturellen Niedergang einer Region, dosaß strukturkonservative Akteure lange Zeit die Feststellung einer Strukturkrise zurückweisen können. Die lokalen Akteure neigen auch dazu, den Niedergang zuverlangsamen, etwa durch Unterstützung an Unternehmen, die nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Ferner sind die Interessen der Erhaltung alter Industrien politisch besser organisiert als andere Interessen, etwa die von neu entstehenden Unternehmen in neuen Branchen. Es gibt auch das Phänomen der bounded reality. Wirtschaftliche Akteure haben eine spezifische Sichtweise im Kopf, worüber nachgedacht werden soll und was akzeptable Optionen sind. In alten Industrieregionenexistiert meist ein von vielen Akteuren geteiltes Paradigma, in dem Handlungsoptionen in der Region definiert sind. Informationen, die in das vorherrschende Paradigma nicht hineinpassen, werden erst einmal ignoriert.

Standortpolitik hängt also nicht nur von der Verteilung von Subventionen, sondern auch von handlungs- und strategiefähigen Akteuren ab.
Mit der Öffnung von Märkten geht der mögliche Absatzmarkt über den regionalen und nationalen Rahmen hinaus, und mit der gestiegenen Bereitschaft von Unternehmen zur Internationalisierung steigt die Chance, externe Investoren anzuzuiehen.

 
 




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