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wirtschaft artikel (Interpretation und charakterisierung)

Lohn

Globalisierung

Deutschland im globalen wettbewerb (globalisierung, standort deutschland)





Inhaltsverzeichnis ~~~~~~~~~~~~~~~~~~ I. Was ist Globalisierung I.1 Vorteile und Nachteile der Globalisierung I.2 "Gewinner und Verlierer" II. Was bedeutet Standortfaktorqualität? II.1 Standortfaktorenbeispiele II.

    2 Standortfaktor Deutschland III. Verbesserungsvorschläge I. Was ist Globalisierung? Globalisierung ist ein Schlagwort der Politik, Ökonomie und Soziologie. Unter dem Begriff Globalisierung versteht man im Allgemeinen die vollkommene Liberalisierung und Vernetzung der Welt, bzw. des Weltmarktes, in weiterer Folge die Kontrolle desselben durch riesige transnationale Konzerne und des Weiteren die Entmachtung des Staates durch eben jene Wirtschaftsimperien. Der Staat hat das "ökonomische Gleichgewicht" nicht zu beeinflussen.

     Dieser Rückzug des Staates geschieht teils freiwillig (z.B.: die Vereinigten Staaten von Amerika), oft aber auch gezwungener Maßen: Große profitorientierte Unternehmen, die ohne Rücksicht auf die Folgen der dort lebenden Bevölkerung, die für sie günstigsten Produktionsstandorte auswählen. Globalisierung lässt sich in viele verschiedene Aspekte einordnen: 1. kulturelle Aspekte (kulturelle Homogenisierung) 2. soziale Aspekte (globale Verteilung des Wohlstandes) 3.

     politische Aspekte (Auswirkungen auf das politische System) 4. rechtliche Aspekte (wachsende Bedeutung internationaler Organisationen) 5. Aspekte internationaler Kommunikation (Internet) 6. ökonomische Aspekte ("global players" [Standortdisskusionen]) 7. naturwissenschaftliche, ökologische Aspekte (Chancen und Gefahren) 8. ethische Aspekte (Ethik des Wirtschaftens) I.

    1 Vorteile und Nachteile der Globalisierung Der größte Vorteil den es gibt ist, dass die Chancen der Dritte-Welt-Länder wirtschaftlich zu den bestehenden Industrienationen aufzuschließen. Jedoch kann sich daraus auch ein Nachteil entwickeln, wenn große Konzerne in Niedrigst-Lohnländern etwas aufbauen kann es zu einer Ausbeutung der Arbeiter kommen und somit wird der Graben zwischen Wohlstand und Armut noch weiter auseinander gerissen, das heißt die Reichen noch reicher und Armen noch viel ärmer. Das muss eindeutig festgehalten werden. (Darüber gab es 1999 von der UNDP ein Bericht der "Menschlichen Entwicklung", in der berichtet wurde, dass die drei Reichsten Menschen der Welt über ein Vermögen verfügen das größer ist als das gesamte Bruttoinlandsprodukt aller am schlechtesten entwickelten Länder mit ihren 600 Millionen Einwohnern zusammen.) Desweiteren bilden sich noch andere Gesichtspunkte heraus, zum Beispiel bei der Kommunikation. Positiv kann man sahen, dass es eine Vertiefung der internationalen Kontakte und Beziehungen gibt und das Vorurteile schnell abgebaut werden könnten.

     Negativ aber, dass schon sehr bald eine Überflutung von Informationen geben wird und dass sich auch sehr rasch eine Informationselite herausbildet. Ein anderer Aspekt ist die Gesellschaft. Die Chancen, die sich bieten wären eine Demokratisierung und globale Handlungsmöglichkeiten gesellschaftlicher Gruppen. Jedoch die Gefahren die sich dabei herauskristallisieren wären, dass es zu einem Verlust von Heimat und Identität kommen würde, außerdem könnte es einen neuen Nationalismus als Gegenbewegung geben. Eine sehr große und wichtige Frage ist auch: Was passiert aus der Kultur und den diversen Sitten der einzelnen Länder? Soll es einen Kultur- und Sittenaustausch oder aber eine Kultur- und Sittengleichschaltung geben?! I.2 "Gewinner und Verlierer\" Zu den Gewinnern gehören die Schwellenländer mit ihrer hohen Attraktivität für Auslandsinvestitionen die sich am Weltmarkt mit ihren Produktionsgütern beteiligen können.

     Desweiteren auch höherqualifizierte Fachkräfte, die auf der Seite der Gewinner stehen (zum Beispiel in der indischen Softwareindustrie). Der größte Nutzen jedoch konzentriert sich auf die Industrieländer; sie Profitieren am meisten an den Folgen des weltweiten Globalisierungsprozesses. Zu den Verlierern gehören Dritte-Welt-Länder (wie z.B. Brasilien und Mexiko). Deren Wirtschaft kann wegen der immer härteren Konkurrenz, auf dem Weltmarkt nicht gerade gut "überleben".

     Auch in Industrieländern gibt es Verlierer denn durch die Verlagerung vieler Produktionsprozesse in Billiglohnländer, steigt der Anteil der Arbeitslosen stetig, weil viele Investoren ins Ausland abwandern und kleine Unternehmen können dem steigenden Druck der mächtigen Großkonzerne nicht mehr standhalten. Die Folge daraus ist, dass sie Konkurs anmelden müssen. II. Was bedeutet Standortfaktorqualität? Standortfaktorqualität bedeutet nicht nur quantitative und qualitative Einrichtungen einer geografischen Lage mit deren Ressourcen (dazu gehören Klima, Boden wie auch die lebende Umwelt), sondern auch staatliche Regelungen, die die Kosten, die Produktivität und die Flexibilität der Ressourcen beeinflussen. Zum Beispiel: Ein Land mit einer höheren Flexibilität hat es nicht so schwer bei Nachfrage- oder Preisänderungen schnell wirtschaftlich zu handeln. Ein Land mit geringer Flexibilität muss mit dem Verlust von Fähigkeit am internationalen Wettbewerb rechnen.

     II.1 Standortfaktorenbeispiele 1. Politische Rahmenbedingungen: . Stabilität des politischen Systems . Sozialer Frieden . Rechtssicherheit 2. Kulturelle Affinität zwischen Unternehmen und Gastland: . Sprachunterschiede . Soziale Akzeptanz ausländischer Unternehmen 3. Wirtschaftliche Rahmenbedingen: . Wirtschaftliche Entwicklung . Währungsrisiko . Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen 4. Absatzmarkt: . Marktgröße / Marktwachstum . Absatzpotenzial 5.

     Arbeitsmarkt: . Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte . Arbeitsproduktivität 6. Infrastruktur und technologische Rahmenbedingungen: . Verkehrssystem . Kosten für Energie II.2 Standortfaktor Deutschland Die Bundesrepublik Deutschland schneidet in ihrem momentanen Zustand in dem globalen Wettbewerb nur mittelmäßig ab. Für ein Land, das sich zu den führenden Industrienationen zählen möchte, liegt die BRD im Gesamtranking auf Rang 12 (von 49 Nationen). In diese Ranking fallen zum Beispiel: Ausgaben für Bildung und Wissenschaft (Rang 19), wirtschaftliche Gesamtleistung (Beschäftigung, Preise, internationaler Handel) (Rang 5), Infrastruktur (technologisch-wissenschaftliche Infrastruktur, Gesundheit und Umwelt) (Rang 10), Effizienz staatlicher Organe (Fiskalpolitik, Erziehung) (Rang 18), Unternehmenseffizienz (Arbeitsmarkt, Finanzmarkt, Auswirkungen der Globalisierung) (Rang 15). Nun möchte ich ein paar Argumente zu Standort Deutschland anbringen.

     Positiv am Standort BRD ist zu bewerten, dass es eine ausgebaute Infrastruktur gibt, dass ein sozialer Frieden gewährleistet ist und des Weiteren existieren auch risikobereite Unternehmen und eine hohe Produktivität. Jedoch hat diese Münze zwei Seiten und so kann man als negativ bewerten, dass es zu hohe Lohn- und Lohnnebenkosten gibt, dass es kurze und sehr unflexible Arbeitszeiten in den meisten Branchen sind, dass langwierige Genehmigungsverfahren mit vielen Vorschriften existieren und dass Fachkräftemangel und fehlende Qualifikationsmöglichkeiten in IT-Bereichen herrschen. Negativ für den Standort Deutschland fallen die als gering eingestufte Flexibilität und Motivation der Mitarbeiter auf. Hier liegen Osteuropa und China/Indien in der Bewertung klar vorn. Dagegen wird der Standort Deutschland bei unternehmensexternen Faktoren wie Industrienetzwerke, Technologiezugang, Lieferzeiten und Know-how- Zulieferer im Vergleich zu Osteuropa bzw. Asien positiv beurteilt.

     Insgesamt ist die Bewertung von Osteuropa im Durchschnitt stets besser als die für China/ Indien. III. Verbesserungsvorschläge Um den Standortfaktor Deutschland noch weiter zu sichern, oder auszubauen schlage ich folgendes vor: Der Staat sollte noch mehr Geld in die Pharmaindustrie stecken, da diese Branche sehr gute Zukunftsaussichten hat und jeder Arbeitgeber sich über überaus gesunde Arbeitnehmer freuen kann, die dann seine/ihre Arbeit verrichten und weniger krank sein können. Das heißt also, dass Deutschland dadurch noch produktiver werden könnte. Die Arbeitsmoral sollte wieder gesteigert werden, in dem man zum Beispiel, wie schon vor etwa 60 Jahren wieder einen Titel/Preis als bester Arbeiter bekommt (in der DDR "Held der Arbeit"). Vielleicht reichen auch schon kleine Anreize, wie ein bisschen mehr Weihnachtsgeld aus, um die Arbeiter weiter zu motivieren.

     Das "ersparte" Geld von weniger Kranken Arbeitern ließe sich gut dafür investieren. Je höher der Lohn ist, den die Arbeiternehmer vom Arbeitgeber bekommen,  desto motivierter sind die gesamten Arbeiter,  desto besser die Preis/Qualitäts-Relation der, von ihnen erbrachten Leistung,  desto weniger soziale Konflikte am Arbeitsplatz. Ebenfalls sollten die Hort, bzw. Kindergartenplätze der jungen Eltern staatlich gesichert sein, damit nicht das Kind nur bei "Oma" aufgezogen wird. Außerdem könnten dann die Eltern auch viel beruhigter sein, wenn es um das Wohl der "lieben Kleinen" geht. Es würde auch schon etwas ausreichen, wenn man das Kindergeld etwas erhöht und somit den Geldmangel von Eltern ein bisschen löst.

     Wenn man diesen Schritt wieder wagen würde, dann würde es höchstwahrscheinlich zu einem raschen Bevölkerungswachstum kommen. Das hat dann zur Folge, dass in etwa 10-20 Jahren viel mehr junge Arbeiter auf dem Arbeitsmarkt sind, die viele neue Ideen und Innovationen haben können. (Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wurde bei dieser Überlegung nicht in den Vordergrund gestellt.) Es sollte das Innovationspotenzial der Industrie und Forschung weiter gesteigert werden, in dem der Staat nicht ständig durch neue Reglementierungen es auszubremsen versucht. Unsere Wissenschaft sollte weiter gestärkt werden. Dieses Problem könnte man durch bessere/gezielte und erhöhte Verteilung von öffentlichen Fördergeldern erreichen.

     Der Staat könnte zum Beispiel auch ein wenig sparen, in dem er einfach die Bürokratiekosten senken würde, das heißt nicht unbedingt wieder einen neuen Stempel kaufen mit der Aufschrift: "ABGELEHNT" oder 1000 Wege der Bürokratie erspart werden, wie zum Beispiel ein Bauantrag in Dortmund, wo die Unterschrift des zuständigen Bauleiters in Berlin kontrolliert werden muss, wo die Kopien erst in München vervielfältigt werden muss, wo die Behörde vom Bundesland Nordrhein-Westfalen erst ihr "Okay" geben muss. Um einen höheren Produktionsertrag zu gewährleisten, müssten die Arbeitszeiten von Arbeitnehmern viel flexibler sein.

 
 




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