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Angst





In diesem Kapitel werde ich versuchen, Ihnen näherzubringen, was man unter dem Begriff "Angst" versteht, wieso wir Menschen in bestimmten Situationen Angst haben und was passiert, wenn die Angst eines Menschen über den normalen Grad hinauswächst.



Angst ist ein Gefühl, das als beklemmend, bedrückend und unangenehm empfunden wird. In der Regel wird sie ausgelöst, wenn wir vor einer Situation stehen, die wir gedanklich als nicht bewältigbar einstufen. Deshalb wird sie als bedrohlich erlebt, obwohl die Bedrohung wohl existent sein kann, aber überhaupt nicht muss.

Jeder Mensch reagiert physiologisch anders auf eine Angstsituation. Typische körperliche Reaktionen sind jedoch:

· Schweissabsonderung

· Atembeschleunigung

· Herzklopfen

· Magendrücken

· Zittern

· Erröten / Erbleichen



Angst beeinflusst unser Verhalten in paradoxer weise: Sie kann unser Verhalten aktivieren, sie kann es allerdings ebenfalls lähmen.



Soviel dazu, wie wir Angst erleben. Dieses als eher unangenehm empfundene Gefühl hat allerdings - wie jede andere Körperfunktion auch - eine wichtige und positive Wirkung.

Die Angst ist nämlich eine teils angeborene, teils erworbene Schutzfunktion gegen existente Gefahren. Um das etwas näher zu verstehen, müssen wir eine kleine Reise in die Vergangenheit wagen. In der Steinzeit beispielsweise lauerten verschiedenste Gefahren auf den Menschen. Angenommen, ein Rudel wilder Tiere kam auf unseren Steinzeitmenschen zu, dann aktivierte sich dessen Angstreaktion. Sein Sympathicus-Nervensystem aktivierte sich, dadurch wurden seine in dieser Situation nebensächlichen Körperfunktionen wie Verdauung und Stoffwechsel auf ein Minimum reduziert und die überlebenswichtigen Funktionen wie Reflexe, Ausdauer und Athletik auf ein Maximum hochgetrieben. Ob die Angstreaktion unserem Steinzeitfreunden ausgereicht hat, um zu überleben, wissen wir nicht, aber seine Chancen sind jedenfalls erheblich gestiegen.



Nun ist es wahr, dass es heutzutage selten vorkommt, dass wir plötzlich vor einem Rudel angriffslustiger Wölfe stehen. Wozu ist die Angstreaktion also noch gut?

Sicherlich muss man konstatieren, dass die Angst heutzutage von weniger überlebenswichtiger Bedeutung ist als früher. Dennoch gibt es auch heute noch täglich Situationen, in denen wir - oft auch unbewusst - diese Angstreaktion durchmachen. Meist verstauen wir sie unter dem Begriff "Vorsicht". Beispielsweise spaziert wohl kein Mensch gerne an der Kante eines steilen Abhanges entlang. Man nimmt lieber etwas Abstand vom Abgrund, damit en Stolpern oder ein Fehltritt nicht zwangsläufig ein tödliches Ende nimmt. Auch eine Angstreaktion ist die, dass wir bei einem Gewitter nicht gerne draussen bleiben. Die Gefahr ist offensichtlich: Ein Blitz könnte uns treffen. Deshalb verziehen wir uns so schnell wie möglich ins nächste Haus und trauen uns erst wieder hinaus, wenn sich der Himmel gelockert hat.



Insgesamt ist die Angst also eine äusserst effiziente Methode, einer Gefahr aus dem Weg zu gehen. Gerät diese Methode allerdings ausser Kontrolle, kann die Angst von einem Schutz zu einer Qual mutieren. Dies ist dann der Fall, wenn eine Angst unnatürlich gross und allgegenwärtig wird und einen Menschen daran hindert, ein normales Leben führen zu können. In der Fachsprache wird in diesem Falle von "Phobie" gesprochen.

Ein noch einigermassen harmloser Fall davon ist der Folgende: Eine Person wurde vor einiger Zeit von einem Hund gebissen und fürchtet diese Tiere seither. Sie macht einen grossen Bogen um jeden Hund, auch wenn er noch so harmlos ist. Die Phobie in diesem Beispiel gilt lediglich Hunden, also einem greifbaren Objekt, dem man ausweichen kann und trotzdem ein einigermassen geregeltes Leben führen kann.



Viel schlimmer ist es, wenn die Phobie multipel wird und sich auf immer mehr Faktoren ausbreitet. Dieses (wahre) Beispiel zeigt eine solche Situation auf: Eine Frau, Friseurin von Beruf, hat einen eigenen Haarsalon in ihrem Haus. Eines Tages schneidet sie einem älteren Herrn die Haare, diskutiert mit ihm und plötzlich erleidet der Kunde einen Herzinfarkt und stirbt an Ort und Stelle. Die Frau ist verständlicherweise erst einmal geschockt. Doch es gelingt ihr nicht, dieses Trauma wieder loszuwerden. Anstatt allmählich wieder in ihren Beruf zurückzufinden und den Vorfall zu verarbeiten, schafft sie es nicht mehr, einem Kunden die Haare zu schneiden. Schlimmer noch: Sie kann sich nicht mehr dazu überwinden, ihren Coiffeursalon zu betreten. Diese, soweit noch spezifische Phobie breitet sich nun nach und nach aus: Sie bekommt zunehmend Hemmungen, mit älteren Leuten zu verkehren, da sie ständig fürchtet, die Person könnte jederzeit sterben. Später kommt die Furcht dazu, selbst in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, sie steigt deswegen in kein Auto mehr. Auch vor Menschenmengen fürchtet sie sich. Schliesslich kommt es soweit, dass die Frau vollständig arbeitsunfähig ist und sich kaum mehr aus ihrem Haus getraut.



Dieses Beispiel zeigt uns, welche Ausmasse eine Angststörung annehmen kann und wie weit Ängste von ihrem Ursprung abdriften können. Oftmals ist es so, dass sich die Patienten vor etwas fürchten, das überhaupt keinen Zusammenhang mehr mit dem ursprünglichen Auslöser besteht und eben dieser Auslöser in Vergessenheit gerät und aus dem Bewusstsein verdrängt wird.

 
 




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