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wirtschaft artikel (Interpretation und charakterisierung)

Afghanistan - land in not







Zum Land:
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Afghanistan liegt in Südwestasien zwischen Pakistan und Russland. Auf einer Fläche von 652.225 Quadratkilometern leben 18,6 Mio. Menschen. Hauptstadt ist Kabul.

Das Land ist ein sogenannter Vielvölkerstaat. Die größten Volksstämme sind die Pashtunen, die Tadschiken, die Hazara und die Usbeken. Durch die Herkunft wird auch die soziale Stellung festgelegt. Die Pashtunen gelten als "echte Afghanen". Sie bilden die Mehrheit im Lande mit circa 50% der Bevölkerung und sind hauptsächlich in Verwaltung, Politik und Militär vertreten.

Die Mittelschicht des Landes bilden die iranisch abstammenden Tadschiken. Ihr Anteil an der Bevölkerung liegt bei etwa 25%. Meist sind Tadschiken Händler und Handwerker.

Auf der niedrigsten Stufe der Gesellschaft stehen die Hazara und Usbeken. Sie sind Kleinbauern, Industriearbeiter und Diener. Sie sind mit jeweils 9% die kleinste lang dort angesiedelte Völkergruppe. Durch den Reichtum an den vielen verschiedenen Völkergruppen existieren unzählige Sprachen. Die Landes- und somit auch die Amtssprachen sind Paschtu und Dari. Englisch ist die Handelssprache und seit 1980 gilt Russisch als Bildungssprache.

Afghanistan ist durch seine schlechte geographische und topographische Lage eines der ärmsten Länder des Erdballs. Der Agrarstaat besitzt zwar riesige Erdgasvorkommen, diese sind aber durch die schlechte Zugänglichkeit wenig erschlossen

Ein soziales Sicherungssystem besteht fast nicht, nur in großen Städten existieren Krankenhäuser.

Die Staatsreligion ist Islam. 98% der Afghanen sind Moslems. Davon sind fast 90% Sunniten, eine Hauptkonfession des Islam. In Afghanistan ist die Religion der Nationalität gleichgestellt, sodass diese alle Lebensbereiche bestimmt.






Geschichtliche Entwicklung:



Afghanistan ist durch die vielen Pässe und Durchgangsstraßen ein zentraler Handelspunkt zwischen Ost und West. Seit Jahrtausenden ist es deswegen umkämpft und lag unter anderem schon unter der Herrschaft Indiens, Griechenlands, Arabiens, Persiens und der Mongolei.


Ich möchte die geschichtliche Entwicklung allerdings erst ab dem Anfang des 20. Jahrhunderts thematisieren, da ab dort die Schwerpunkte für das heutige Afghanistan gesetzt wurden.

1919 besiegt der damalige König Da Amman Ullas das britische Imperium und gewinnt 1921 die völlige Unabhängigkeit für sein Land. Der reformfreudige König unterstützte die Emanzipation der Frauen und versuchte nach iranischem und türkischem Vorbild, wirtschaftliche und kulturelle Verbesserungen durchzuführen.

Bis zum 2. Weltkrieg wechselt die Regierung, sowie auch die Machtaufteilung des Landes häufig durch Putsche und Korruption. Während des 2. Weltkrieges verhielt sich Afghanistan neutral und wurde 1946 in die UN aufgenommen.

Bis zum Jahre 1973 wurde Afghanistan als Monarchie geführt, als es durch Mohammed Daoud, den Cousin des letzten Königs zur Republik gemacht wurde. Dadurch verbesserte sich die Situation jedoch nicht. Die kommunistischen Machthaber setzten die Verfassung außer Kraft und bauten einen wissenschaftlichen Sozialismus auf, womit die gläubigen Muslimenvölker des Landes nicht klar kamen.

Durch diese Reform brach Bürgerkrieg aus und einige islamistisch-fundamentalistische Milizen entwickelten sich. Die berühmteste und stärkste Gruppierung dieser Zeit war die Mujahedin.

Wegen des bewaffneten Widerstandes der Bevölkerung bat die Regierung die UdSSR um Hilfe. Diese putschte allerdings die Regierung und besetzte das Land. Der neue Gegner der islamischen Milizen war nun die Sowjet Union. Die Milizen bekamen Unterstützung durch die USA, China, Pakistan, dem Iran und anderen arabischen Ländern.

1988, nach jahrelangen Kämpfen ohne Aussicht auf ein Ende zog sich die Sowjet Union wieder zurück. Das war allerdings noch nicht das Ende des Leids. Innerhalb des Landes gingen Bürgerkriege vor sich, die anarchistische Zustände mit sich brachten.

Im April 1992 marschieren Mujahedin Verbände unter Ahmed Schah Massoud in Kabul ein und stürzen die kommunistische Regierung. Der Bürgerkrieg wird durch einen Friedensvertrag als beendet erklärt. Die Fundamentalisten führen islamische Rechtssprechung, die Scharia, ein. Gesetze wurden nach Jahrtausend alten Schriften gemacht und so wurde zum Beispiel auf Ehebruch Steinigung verhängt, auf Gebetsverweigerung der Tod.

Ab 1995 gehen die Kämpfe der Rebellen weiter. Mittlerweile hat sich die radikal-muslimische Taliban, gut ausgerüstete Patshunen, die in Pakistan ausgebildet wurden, zur stärksten rebellischen Miliz entwickelt. Sie haben bereits große Teile des Landes in ihrer Herrschaft.

1996 nehmen sie Kabul ein und stürzen die Regierung. Neuer Staatschef wird Mullah Mohammed Rabbani. Unter seiner Führung wird der islamische Staat perfektioniert. Noch extremer als die Mujahedin setzen sie ihre religiösen Ziele durch. Für Frauen herrscht seitdem Arbeitsverbot, die internationale Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" gab an, herausgefunden zu haben, dass in zwei bis vier großen Kliniken des Landes Frauen gar nicht mehr behandelt werden.

Bis heute liegen 90% Afghanistans unter der Taliban-Regierung. 7

 
 




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