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geographie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Die inuits, auch genannt eskimos





Inuits (Eskimos) 1.Einleitung Eskimo, Gruppe von Ethnien, deren Siedlungsgebiet sich von der Tschuktschen-Halbinsel Nordostsibiriens über die Beringstraße und die arktischen Regionen Alaskas und Kanadas bis nach Grönland erstreckt. Trotz ihres weiten und geographisch zerrissenen Siedlungsgebietes zeichnet die Eskimo eine bemerkenswert einheitliche Sprache und Kultur aus. Ihre Selbstbezeichnung, die meist "Mensch\" bedeutet, lautet in Sibirien und in Südalaska Yuit, in Nordwestalaska Inupiat, im Mackenziegebiet Inuvialuit, in Ostkanada und Grönland Inuit. Der Name "Eskimo\" geht wahrscheinlich auf das Wort ayaskimew aus der Sprache der Montagnais-Indianer zurück und bedeutet "Schneeschuhflechter\". Früher wurde als Ursprung des Namens eine Fremdbezeichnung aus der Algonkin-Sprache angenommen, die übersetzt "Rohfleischesser\" bedeutet; die Bezeichnung "Eskimo\" war daher einige Zeit verpönt.

     Doch diese Ableitung gilt heute als widerlegt. Gegenwärtig gibt es etwa 100 000 Eskimo. 2.Volksgruppen Das von den Eskimo bewohnte Gebiet ist außergewöhnlich groß und nur dünn besiedelt. Es gibt folgende geographisch nach Siedlungsgebieten getrennte Eskimogruppen: (1) im Süden Grönlands die Westgrönland-Eskimo und die Angmagssalik, im Nordwesten Grönlands die Polar-Eskimo; (2) in Nordamerika die Labrador-Eskimo; (3) im Norden Kanadas die Baffinland-Eskimo, die Iglulik, die Karibu-Eskimo, die Netsilik, die Copper-Eskimo und die Mackenzie-Eskimo; (4) in Alaska die Nordalaska-Eskimo, die Westalaska-Eskimo, die Chugash und die Beringstraßen-Eskimo; (5) in Sibirien die Yuit. 3.

    Geschichte Durch zahlreiche archäologische Funde und sprachliche Gemeinsamkeiten lässt sich vermuten, dass die Eskimo aus Sibirien über die Beringstraße in den arktischen Teil Nordamerikas wanderten. Die ältesten archäologischen Fundstätten liegen im Südwesten Alaskas sowie auf den Alëuten. Sie stammen aus der Zeit um 2000 v. Chr. Im 2. Jahrtausend v.

     Chr. dann hatten sich hoch entwickelte Eskimokulturen etwa in Sibirien und im Gebiet der Beringstraße herausgebildet. Im östlichen Kanada erlebte zwischen etwa 900 v. Chr. und 1200 n. Chr.

     die so genannte Dorsetkultur ihre Blüte. Das Volk der Dorset wurde von den Thule besiegt, die zwischen 1000 und 1200 n. Chr. Grönland erreichten. Die Thulekultur besaß bereits alle spezifischen Elemente der Eskimokultur. Später wurden die Eskimo von norwegischen Siedlern und nach 1700 von dänischen Siedlern beeinflusst.

     4.Sprache und literatur Die Sprachen der Eskimovölker bilden eine Unterfamilie des Eskimo-Alëutischen. In Alaska unterscheidet man zwei Gruppen, je nachdem, ob der Sprecher sich als Inuit (Singular: Inuk) oder als Yuit (Singular: Yuk) bezeichnet. Der östliche Zweig der Unterfamilie, der in Alaska und Kanada im Allgemeinen Inuktitut, und in Grönland Kalaallisut (Kalâdtlisut) heißt, erstreckt sich vom Osten Alaskas über Kanada und durch den Norden Grönlands bis nach Südgrönland. Dieser Zweig bildet eine Dialektkette, d. h.

    , er besteht aus vielen Dialekten, die für die Sprecher von Dialekten aus angrenzenden Gebieten verständlich sind, nicht jedoch für die Sprecher von Dialekten aus weit entfernten Gebieten. Zu dem westlichen Zweig, der als Yupik bezeichnet wird, gehören drei deutlich unterscheidbare Sprachen: in Alaska das Yupik Zentralalaskas und das Yupik, das am pazifischen Golf gesprochen wird, sowie das sibirische Yupik, das in Alaska und Kanada gesprochen wird. Jede dieser Sprachen hat wiederum mehrere Dialekte. In Grönland sprechen über 40 000 Eskimo einen Inupiaq-Dialekt, in Alaska und Kanada über 20 000. Etwa 17 000 Eskimo sprechen Yupik-Sprachen, darunter etwa 1 000 in der ehemaligen Sowjetunion. In manchen Teilen Sibiriens lernen die Kinder im ersten Schuljahr eine eskimo-alëutische Sprache, in den Eskimoregionen Alaskas findet der Religionsunterricht in einer solchen Sprache statt, in Kanada und Grönland wird sie in Schulen und in den Medien benutzt.

     Sowohl die Inupiaq-Sprachen als auch die Yupik-Sprachen kennen zahlreiche Suffixe, durch die eine begrenzte Anzahl von Stammformen modifiziert werden kann. Die Suffixe bestimmen die Flexion von Substantiven und Präpositionalobjekten: Zum Teil ersetzen sie semantisch , sogar ganze Teilsätze. Aus der Stammform eines Wortes können also unzählige neue Wörter gebildet werden, die oftmals sehr lang sind, aus vielen Silben bestehen und eine so spezielle Bedeutung haben, dass ein ganzer Satz aus nur einem Wort besteht. Die Sprachfamilie des Eskimo-Alëutischen ist eine der komplexesten und schwierigsten überhaupt. Händler benutzen deshalb zur Kommunikation mit den Eskimo meist einen Jargon, der Elemente des Dänischen, Spanischen, Hawaiischen mit solchen des Inupiaq oder Yupik mischt. In den Inupiaq- und Yupik-Sprachen gibt es mündlich überlieferte Literatur und einige grönländische Autoren pflegen das Inupiaq weiter.

     5.Nahrung und Jagd Traditionell ernähren sich die Eskimo vor allem von Fisch und vom Fleisch der Seesäuger (Robbe, Wal, Walross). Das Fleisch wird gekocht, getrocknet oder gefroren verzehrt. Im Winter ist der Seehund die Hauptnahrungsquelle. Außerdem werden Hundefutter, Kleidung, Boots-, Zelt- und Harpunenmaterial sowie der Tran für Lampen und Heizung aus Seehunden gemacht. In Alaska und Kanada jagen die Eskimo Karibus und in geringerem Umfang auch Eisbären, Füchse, Hasen oder Vögel.

     Zur Großwildjagd schließen sie sich zu größeren Verbänden zusammen, denen mehrere Familien angehören. Dabei durchqueren die Eskimo ihr gesamtes Siedlungsgebiet und treiben auf ihrem Weg oft auch Handel mit anderen Gruppen. Inzwischen haben zahlreiche Eskimo ihren traditionellen Lebensstil und das Jagen aufgegeben. Diese arbeiten z. B. als Angestellte oder Lohnarbeiter.

     6.Behausung, Transportmittel und Kleidung Manche Eskimo, die ihrer Tradition treu geblieben sind, bauen noch Iglus. Für den Sommer werden Zelte aus Walross- oder Seehundfell errichtet. Die Winterbehausungen haben in der Regel ein Gerüst aus Walknochen oder Treibholz. Die Wände sind aus Stein, das Dach ist mit Moos oder Torf gedeckt. Als Eingang wird ein langer, schmaler Durchgang benutzt, durch den man kriechen muss.

     Auf ihren Reisen bauen manche Eskimo in Kanada halbkugelförmige Winterhäuser aus Schnee. Früher wohnten sie ständig darin. Diese Schneeiglus sind in Grönland selten und bei den Eskimo in Alaska vollkommen unbekannt. Ohnehin leben heute viele Eskimo in modernen Stadthäusern. Die wichtigsten traditionellen Fortbewegungsmittel der Eskimo sind der Kajak, der so genannte Umiak sowie der Hundeschlitten. Kajaks sind leichte Jagdboote, die aus einem Holzrahmen bestehen, der mit Seehundfell bespannt ist und lediglich in der Mitte eine runde Öffnung für den Benutzer hat.

     In Grönland und Alaska wird das Fell um die Taille des Kajakfahrers fest zugebunden. So ist das Boot praktisch wasserdicht. Der Umiak ist ein etwa neun Meter langes und über zwei Meter breites offenes Boot, das aus einem mit Walrosshäuten bespannten Holzrahmen besteht. Der Umiak wird vorwiegend zur Robbenjagd benutzt. Die Schlitten der Eskimo werden von Schlittenhunden gezogen. Sie sind bei allen Eskimovölkern, mit Ausnahme der im Süden Grönlands, verbreitet.

     Ursprünglich bestanden die Kufen aus Stoßzähnen oder Fischbein. Erst als Händler Eisen einführten, baute man solche aus Metall. Seit etwa 50 Jahren sind auch das Motorboot und das Schneemobil wichtige Transportmittel. Die traditionelle Kleidung der weiblichen wie männlichen Eskimo besteht aus wasserdichten Stiefeln, doppellagigen Hosen sowie dem Parka, einem eng anliegenden, doppellagigen Anorak mit Kapuze. Alle Kleidungsstücke werden aus Tierhäuten und Pelzen hergestellt. 7.

    Religion Die Eskimo praktizierten (und praktizieren teilweise noch) eine Form von Animismus. Ihre Geister sind weder gut noch böse, können jedoch in das Leben der Menschen eingreifen. Zur Beeinflussung des Schicksals dienen Zauberformeln, Amulette und Talismane, die vor allem Schamanen verwenden . Diese heilen auch Krankheiten und helfen bei der Lösung von Konflikten. Bei den Eskimo gibt es gesellschaftliche Tabus, die eingehalten werden müssen, um die Tiergeister nicht zu erzürnen: So müssen etwa bei der Schlachtung bestimmte Regeln beachtet werden. Die Rituale und Mythen der Eskimo spiegeln den Kampf ums Überleben in der feindlichen Umwelt wider.

     Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod, von Seelenwanderung oder Reinkarnation sind zwar vorhanden, stehen jedoch nicht im Zentrum des Glaubens. Die meisten rituellen Zeremonien sind an Jagdvorbereitungen gebunden. Zu ihrer Untermalung wird die flache, tamburinähnliche Trommel des Schamanen verwendet. Heute allerdings sind viele Eskimo zum Christentum konvertiert. 8.Kunsthandwerk Seit alters her produzieren die Eskimo technisch durchdachte und kunstvoll geschmückte Werkzeuge.

     Aus den Stoßzähnen von Walrössern und Walen schnitzen sie u. a. Tier- und Menschenfiguren. Aus Treibholz und Fischbein werden kultische Masken gefertigt, die teilweise so klein sind, dass sie bei rituellen Tänzen auf den Fingern der Frauen getragen werden. Als im 18. Jahrhundert europäische und amerikanische Händler in die Gebiete der Eskimo vordrangen, begannen diese, auch Stöcke und Spielbretter für den Verkauf herzustellen.

    

 
 




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