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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Magersucht oder anorexia nervosa





Der Begriff \\\"Anorexia nervosa\\\"r /> ist im Grunde eine Fehlbezeichnung für die Krankheit. Jedoch hat sich dieser Begriff allgemein eingebürgert. \\\"Anorexia\\\" stammt aus dem neulateinischen und bedeutet Appetitlosigkeit. Obwohl die Nahrungsaufnahme erheblich eingeschränkt wird, liegt die Ursache der Magersucht nicht in mangelndem Appetit. Im Gegenteil, Magersüchtige verspüren meist einen sehr großen Appetit, verleugnen diesen aber.

Magersüchtige sind auffallend dünn. Sie stehen nicht mehr in Kontakt zu ihrem Körper, wichtig ist ihr Kopf, der kontrolliert und steuert. Der Körper ist ihr Feind, der gierig und bedürftig ist und bekämpft werden muss. Die Kontrolle gibt ihnen das Gefühl, autonom und unabhängig zu sein. Betroffene kochen gern und viel für andere, essen selbst davon jedoch nichts oder täuschen das Essen vor. Magersüchtige kommen meist - von außen gesehen - aus sehr harmonisch erscheinenden Familien und hatten in dieser überbehüteten Atmosphäre keine Chance, sich selbst auszuprobieren und eine eigene Identität zu entwickeln. Im Verlauf der Erkrankung kapseln sich Betroffene immer stärker ab. Niemand ist ihnen gut genug. Schwarzweißdenken und depressive Verstimmungen machen den Umgang mit ihnen schwer. Dringender Handlungsbedarf für Angehörige und Freunde besteht, wenn Betroffene apathisch reagieren, nur noch mit leiser Stimme sprechen, kraftlos sind und bei dem kleinsten Konflikt mit Weinen reagieren. Dies sind Alarmsignale, die als ersten Schritt einen Arztbesuch nötig machen. Doch: Auffallend schlanke Menschen sind nicht automatisch magersüchtig!



Symptome:


Gewichtsverlust
Der Gewichtsverlust ist das auffälligste Symptom der Magersucht. Die Abmagerung geht oft bis hin zu einer lebensbedrohlichen Kachexie. Sie ist begründet in der absoluten Nahrungsverweigerung oder Nahrungseinschränkung. Die Letalität (Wahrscheinlichkeit an einer Krankheit zu sterben) durch Verhungern zu sterben liegt leider sehr hoch. Sie liegt bei ca. 10-15 Todesfällen bei 100 diagnostizierter Magersuchtspatienten.

Haut und Haare
Magersüchtige bekommen eine sehr trockene und schuppige Haut die an Elastizität verliert. Dadurch wirkt die Haut junger betroffener Mädchen oft greisenhaft. Nägel und Haare werden brüchig und fahl, die Haare können sogar ausfallen. An einigen Körperpartien z.B. an den Unterarmen, am Rücken, selten auch an den Wangen, kann man eine feine, flaumartige Behaarung feststellen (Lanugobehaarung).

Muskelschwäche
Auch wenn Magersüchtige zu Beginn des Krankheitsverlaufes noch übermäßig Sport treiben, kommt irgendwann der Punkt, daß die Muskeln so geschwächt sind, daß Treppensteigen größte Anstrengungen bedeutet.
Konzentrationsstörungen
Die geistige Leistungsfähigkeit betroffener Mädchen und jungen Frauen ist meist überdurchschnittlich hoch. Dies liegt nicht immer an einem sehr hohen Intelligenzgrad, sondern kann auch durch großen Eifer, Überkorrektheit oder zwanghaften Fleiß erreicht werden. Sie benötigen für bestimmte Aufgaben immer mehr Zeit im Laufe des Krankheitsprozesses. Das Konzentrationsvermögen läßt deutlich nach. Die Magersüchtigen versuchen, dies durch erhöhte Anstrengung auszugleichen.
Störungen des Eßverhaltens
Wie erwähnt, wird die Nahrungsaufnahme abgelehnt. Sie sind süchtig danach, mager zu sein und haben große Angst, dick zu sein (Gewichtsphobie). Sie essen nur ein Minimum, obwohl sie Hunger verspüren. Sie teilen sich alle kleinen Bissen, die sie heimlich und alleine einnehmen, auf den ganzen Tag auf. Die aufgenommene Nahrung ist extrem kalorienarm. Sehr viele Magersüchtige sammeln auch Rezepte, decken den Tisch und schauen den Familienmitgliedern gerne beim Essen zu. Einige Patienten erleben auch sogenannte Heißhungeranfälle, in denen sie ganze Kühlschränke leer essen können.


Zahlen:
100 000 Menschen, insbesondere Frauen leiden demnach an Magersucht.
600 000 Frauen und Männer haben Bulimie. Die Zahl der Magersüchtigen verdreifachte sich in den letzten zehn Jahren.


Krankheit und Heilung
. 30% der Magersüchtigen sind chronisch krank
. 30% der Magersüchtigen sind nach einer Behandlung geheilt
. 30% der Magersüchtigen erfahren eine Spontanheilung
. 10% aller Magersüchtigen sterben an ihrer Magersucht
Schönheitsideal oder Schlankheitswahn?
. 8% der 6-17-jährigen Jungen und Mädchen wiegen zu wenig
. 50% aller Mädchen unter 15 Jahren halten sich zu dick, bei Normal- oder Untergewicht.
. 90% der weiblichen Teenager wollen abnehmen.
. 66% aller 11-19-jährigen Jungen und Mädchen möchten dünner sein
. 73% der Frauen finden ein Gewicht unterhalb des Normalgewichts am attraktivsten.

 
 




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