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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Erscheinungsformen von süchten





Der heroinspritzende Jugendliche, der Drogentote, der auf der Bahnhofstoilette gefunden wurde - Bilder, die den meisten von uns vor Augen stehen, wenn es um das Thema Sucht geht. Diese Extrembeispiele spiegeln aber nur einen kleinen Teil der Suchtwirklichkeit wieder. Sucht bedeutet nicht nur Drogenabhängigkeit. Sucht kann viele Formen und Auswirkungen haben. Das Suchtproblem in unserer Gesellschaft ist sehr vielschichtig und vor allem auf den ersten Blick oft nicht sichtbar.

Wenn wir nun die Erscheinungsformen von Süchten betrachten, müssen wir zwischen zwei Arten von Abhängigkeit unterscheiden.

Körperliche Abhängigkeit
Körperliche Abhängigkeit ist das Ergebnis eines längerfristigen Prozesses und entsteht durch die Gewöhnung des Organismus an ein bestimmtes Suchtmittel. Mit der Zeit "verträgt" der Körper immer mehr des jeweiligen Suchtmittels. Um eine gleichstarke Wirkung zu erzielen, muss der Abhängige mit der Zeit die Dosis steigern. Der Körper kann durch solch eine Gewöhnung an ein Suchtmittel immer höhere Mengen verarbeiten. Dies kann sogar soweit gehen, dass der Körper ohne weiteres Mengen verarbeiten kann, die für einen Normalmenschen tödlich sind.

Wird das Suchtmittel abgesetzt, treten körperliche Entzugserscheinungen auf. Diese können sich durch Schmerzen am ganzen Körper, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Zittern, Frieren, Schweißausbrüchen etc. äußern.
Die körperliche Abhängigkeit kann bei den meisten Suchtmitteln relativ schnell überwunden werden, so wie sich der Körper an ein Suchtmittel gewöhnt, kann er auch wieder entwöhnt werden.
Körperliche Entzugserscheinungen können aber auch im Extremfall lebensbedrohlich werden, vor allem wenn ein Süchtiger von mehreren Stoffen abhängig ist. In solch einem Fall sollte ein Entzug unbedingt unter ärztlicher Aufsicht in einer Klinik durchgeführt werden.

Nach einem Entzug, auch Entgiftung genannt, baut sich die Gewöhnung des Körpers an die hohe Menge des Suchtmittels ab. Bei einem Rückfall ist die Gefahr groß, dass sich der

Süchtige eine tödliche Überdosis verabreicht, da der Körper nicht mehr an die großen Mengen des Suchtmittels gewöhnt ist.


Psychische Abhängigkeit
Der entscheidende Knackpunkt bei einem Suchtverhalten ist die psychische Abhängigkeit. Sie besteht in dem zwanghaften, unbezwingbaren Verlangen, ein Suchtmittel ständig und wiederholt einzunehmen. Die Abhängigkeit entsteht in einer Art Lernprozess, in dem der Abhängige den Stoff so in sein Leben "integriert" hat, dass er ihn als "Lebenskrücke" in seinem Alltag braucht.
Das Suchtmittel hilft, das seelische Gleichgewicht des Abhängigen zu halten, verschafft Entspannung und Wohlbefinden, hilft, Unlustgefühle abzubauen, Stimmungstiefs und schlechte Laune besser zu überwinden. Es ist erwiesen, dass nicht die körperliche, sondern die psychische Abhängigkeit eines Süchtigen der entscheidende Faktor ist, um ein Suchtverhalten aufrecht zu erhalten. Psychische Abhängigkeit ist bei allen Formen von Suchtverhalten gegeben.

Stoffgebundene und stoffungebundene Sucht
Süchte werden eingeteilt in stoffgebundene und stoffungebundene Sucht.
Zu den stoffgebunden Süchten zählen Alkoholsucht, Nikotinsucht, Medikamentensucht, sowie alle Arten von Drogensüchten. Der Abhängige bindet sich an ein bestimmtes Suchtmittel, das er konsumiert. Bei den meisten dieser Suchtmittel ist neben der psychischen auch eine körperliche Abhängigkeit möglich.

Zu den stoffungebundenen Süchten zählen Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa), Fettsucht (Adipositas), Spielsucht, Arbeitssucht, Sexualsucht, Kaufsucht, Kleptomanie. Hier ist der Abhängige nicht an einen bestimmten Stoff gebunden, sondern seine Sucht besteht in einem zwanghaften, abnormalen Verhalten. Bei dieser Art von Sucht ist keine körperliche Abhängigkeit vorhanden, dafür aber oft eine um so stärker psychische.

Suchtmittel, ihre Wirkungsweise und Gefahren

Legale Suchtmittel
I. Alkohol
Formen: Alkoholische Getränke mit unterschiedlichem Alkoholgehalt.


Art der Einnahme: Trinken.

Wirkung: Hebt die Stimmung, wirkt entspannend, steigert das Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, entweder heiteres oder gereiztes und aggressives Auftreten, Verlust der Kontroll- und Steuerungsfähigkeit (torkeln, lallen), nachlassen der Konzentration, verminderte Reaktionsfähigkeit.

Gefahren: Psychische und körperliche Abhängigkeit, Alkoholvergiftung bei Überdosis, Schädigung der inneren Organe (z. B. Leber, Gehirn, Nervensystem) Persönlichkeitsveränderungen, im fortgeschrittenen Stadium Delirien und Wahnvorstellungen.


II. Nikotin
Formen: Zigaretten, Zigarren, Feinschnitt-Pfeifentabak, Schnupftabak, Kautabak.





Art der Einnahme: Rauchen, schnupfen, kauen.

Wirkung: stimulierende oder beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, Gefühl der Souveränität, bei hohem Konsum gegenteilige Wirkung, Lähmung von Nerven, Verengung der Blutgefäße.

Gefahren: Psychische und körperliche Abhängigkeit, Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße und äußeren Gliedmaßen durch Verengung und Verkalkung der Blutgefäße, erheblich erhöhtes Krebsrisiko.

III. Aufputschmittel
Formen: Tabletten, Kapseln, Tropfen.

Art der Einnahme: Trinken, schlucken, evtl. spritzen.

Wirkung: Je nach Medikament und Dosis leistungs- uns stimmungssteigernd, Rededrang, Einschränkung der Kritikfähigkeit und Konzentration, auch euphorische und ekstatische Gefühle, vereinzelt Psychosen und Sinnestäuschungen.

Gefahren: Schnelle psychische und körperliche Abhängigkeit, anfangs wird die Leistungsfähigkeit gesteigert, auf Dauer führen sie zu Schlaflosigkeit, Unrast, vereinzelt zu Wahnvorstellungen, der Körper muss abends mit Schlafmitteln beruhigt werden, es entsteht ein Teufelskreis.


IV. Schlaf- und Beruhigungsmittel
Formen: Tabletten, Kapseln, Tropfen.

Art der Einnahme: Trinken, schlucken, evtl. spritzen.

Wirkung: Je nach Medikament und Dosis vorübergehend endspannende, beruhigende, schlaffördernde Wirkung, Unterdrückung von Angstgefühlen und Krampfanfällen.

Gefahren: Schon nach kurzer Zeit psychische und körperliche Abhängigkeit, häufig "low-dose-dependence" (Abhängigkeit von einer kleinen Dosis, die aber über sehr lange Zeiträume stetig eingenommen wird), Angstzustände, Depressionszustände.

V. Schmerzmittel
Formen: Tabletten, Kapseln, Tropfen.

Art der Einnahme: Trinken, schlucken, Zäpfchen, teilweise spritzen oder rauchen.

Wirkung: Schmerzstillend, anregend, manchmal euphorische Wirkung.

Gefahren: schnelle psychische Abhängigkeit, vereinzelt körperliche Abhängigkeit.


VI. Schnüffelstoffe
Formen: Lösungsmittel, Farben, Klebstoffe, Reinigungsmittel, Sprays, vereinzelt auch Benzin.



Art der Einnahme: Inhalieren der Dämpfe.

Wirkung: Phasenartige Wirkung: Zuerst Übelkeit, Kopfschmerzen, Atemnot, dann Veränderung der Wirkung in höhere Empfänglichkeit für optische und akustische Eindrücke, Sinnestäuschungen, Gefühl der Schwerelosigkeit, dann Schlaf bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Gefahren: Erhebliche psychische Abhängigkeit und körperliche Abhängigkeit, akute Gesundheitsgefahren wie Bewusstlosigkeit, Atemlähmungen mit Todesfolge, Verätzung der Atemwege, spastische Lähmungen, starke Organschäden, bei längerem Konsum Verblödung.

 
 




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