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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Gelenksverletzungen:



Die meisten Gelenksverletzungen, etwa ein Viertel, passieren im Kniegelenk.
Das Knie ist eigentlich nur ein Kompromiß zwischen großer Beweglichkeit und großer Stabilität und ist bei Sportarten wie Skifahren oder Fußball sehr gefährdet.
Die wichtigsten und zugleich verletzlichen Teile des Gelenks sind die Seitenbänder, die Kreuzbänder und die Menisken.



Bandrupturen:
Das seitliche Umknicken des Fußes gehört zu den häufigsten Unfallmechanismen im Sport.
Dabei kommt es oft zu einem Riß der Gelenkkapsel sowie der Bänder, die von der Außenknöchelspitze zum Sprungbein und zum Fersenbein ziehen. Entsprechende Symptome sind Verfärbung, Schwellung und Schmerzen.


Die Seitenbänder stabilisieren das gestreckte Bein gegen Bewegungen nach innen oder außen. Sie sind bei gestreckten Bein maximal gespannt und bei gebeugten Bein entspannt.
Ein typischer Verletzungsmechanismus bei einem Seitenbandriß ist die seitliche Gewalteinwirkung bei gestrecktem Bein.


Die Kreuzbänder überkreuzen sich im Knie und stabilisieren bei der Beugung, bei der ja die Seitenbänder entspannt sind. So verhindern sie in dieser Stellung das Vor- und Zurückgleiten des Schienbeins. Verletzungen des Kreuzbandes passieren sehr häufig, wenn sich bei gebeugtem Knie und fixiertem Unterschenkel der Oberschenkel dreht.
Eine solche Bewegung findet beim Fußball und Skifahren statt.
Ist ein Kreuzband gerissen, so kann der Unterschenkel gegen den Oberschenkel verschoben werden, und das Kniegelenk verliert dadurch seine Stabilität.
Das Auftreten des sogenannten Schubladenphänomens kann mit einem einfachen Griff überprüft werden, wodurch man mit großer Sicherheit den Riß des vorderen- oder hinteren Kreuzbandes diagnostizieren kann.

Unmittelbar nach dem Unfallereignis sollte gekühlt und ein komprimierender Verband angelegt werden. Stabilisierungsschienen oder stabilisierende Schuhe können ein nochmaliges Umknicken im Sprunggelenk verhindern.


Meniskusverletzungen:
Die Menisken liegen zwischen Ober- und Unterschenkel und haben die Aufgabe, die Kontaktflächen zwischen den Knochen so groß wie möglich zu machen.
Dadurch wird der Gelenksknorpel geschont, das Gewicht im Knie gleichmäßig verteilt, sowie Stöße abgefangen und außerdem stabilisieren sie das Gelenk.
Wenn keine Menisken vorhanden oder abgenützt sind, kommt es zu einer frühzeitigen Abnützung des Gelenks. Bei Beugung und Streckung des Knies, auch bei der Drehung werden die Menisken verschoben. Bei sehr schnellen Streckbewegungen oder bei Drehbewegungen des Unterschenkels können die Menisken ein- oder durchreißen.
Bei den Meniskusverletzungen findet der Diagnostiker einen Druckschmerz über dem betroffenen Gelenkspalt sowie einen Rotationsschmerz.
Während man früher einen verletzten Meniskus völlig entfernte, wird heutzutage nur der abgerissene Teil mittels Arthroskopie entfernt.




Gelenkluxation: (Verrenkung)
Bei einer plötzlich auf ein Gelenk einwirkenden Kraft kann es zu einer Verschiebung der Gelenkflächen gegeneinander kommen. Bei der Gelenkluxation kommt es immer zu Verletzungen der Kapselbandstrukturen. Bei demUnfallmechanismus wird häufig auch der Knorpel verletzt. Eine sofortige Reposition ist dringend erforderlich, wobei die Ruhestellung von 1-3 Wochen eine erneute Verrenkung in dem Gelenk verhindern soll.


Durch chronische Über- und Fehlbelastungen werden im Sport gehäuft Knorpelschäden beobachtet. Da der Knorpel nicht von sensiblen Nervenfasern versorgt wird, werden die Überlastung und Mikrotraumen des Knorpels anfangs gar nicht wahrgenommen.
An den Gelenken kommt es im Verlauf der Knorpelschädigung unter Belastung zu Reizergüssen und zu Druckschmerzen.
Die Ursachen für diese Schäden sind vielfältig, wobei jedoch endogene und exogene Ursachen unterschieden werden.


- Endogene Faktoren
individuelle Belastbarkeit des Knorpels
altersabhängiger Strukturwandel des Knorpels
Störung des zellulären Stoffwechsels vom Knorpel

- Exogene Faktoren
Über- und Fehlbelastungen durch unphysiologisch angelegtes Krafttraining
forciertes Ausschöpfen der Gelenkbeweglichkeit

Bei den therapeutischen Maßnahmen geht es einerseits darum, die Ursachen für die Knorpelschädigung zu beseitigen.
Gelenkergüsse müssen punktiert werden, aber auch Kälteanwendungen sowie Krankengymnastik zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit stellen weitere therapeutische Maßnahmen dar.



Allgemein zeigt der menschliche Bewegungsapparat eine erhebliche Toleranz gegenüber sportlichen Höchstleistungen. Bei Belastungsspitzen, die innerhalb physiologischer und gewebsspezifischer Toleranzgrenzen liegen, ist mit keiner Schädigung des Bewegungsapparates zu rechnen. Die Grenze der sportlichen Leistungsfähigkeit wird in vielen Sportarten durch die Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes bestimmt.

Bei oftmaliger Belastung knapp unter Toleranzgrenze kommt es zwar zu keiner Sportverletzung, aber im Laufe der Zeit zu den sogenannten Sportschäden.
Das ist eine allgemeine Bezeichnung für leistungsverminderte Veränderung des Bewegungsapparates.
Es handelt sich um ein Mißverständnis der individuellen möglichen Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes und der tatsächlichen Belastung durch das Training. Kommt es bei Reduzierung der Belastung und adäquater Behandlung wieder zu Beschwerdefreiheit, so spricht man von primären Sportschäden.

Der sekundäre Sportschaden ist dagegen von bleibenden Defekten und bleibender Belastungsminderung gekennzeichnet, wobei die Übergänge jedoch fließend sind.
Die Häufigkeit von Sportschäden hat mit der Zeit erheblich zugenommen.
Das wird durchaus erklärlich, wenn man bedenkt, daß heutige Amateursportler Trainingsbelastungen auf sich nehmen, die vor einigen Jahrzehnten im Leistungssport gefordert waren.

 
 

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