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informatik artikel (Interpretation und charakterisierung)

Windows

Der datei-manager hoch zwei: der explorer


1. Java
2. Viren



Viele Anwender werden die bangen Fragen quälen: Wie komme ich mit dem neuen Betriebs¬system zurecht? Wie schnell habe ich den Stand an Effizienz wieder erreicht, den ich vorher bei der Arbeit mit Windows hatte?
Nachdem Sie den Explorer kennengelernt haben, kann die Antwort darauf nur positiv ausfal¬len, denn wer mit diesem zentralen Werkzeug zur Verwaltung und Erkundung des PCs ein¬mal gearbeitet hat, merkt schnell, daß der Explorer mehr ist als der Nachfolger des Datei Managers.
Dabei ist einer der wichtigsten - doch bei wei¬tem nicht der einzige - Unterschied zum Dateimanager von Windows 3.x, daß der Explorer Ihnen den Zugriff auf alle Ressourcen des Rech¬ners erlaubt, also nicht nur auf alle Laufwerke, sondern auf den Papierkorb, die Systemsteue¬rung und auf den Drucker-Ordner.
Tip: In das Startmenü einbinden Wenn Sie den Explorer öfter benutzen, sollten Sie ihn in das Startmenü einbinden, wie wir es in Kapitel Das Startmenü Konfigurieren beschrieben haben.
Doch auch Windows-95-intern gibt es Unterschiede:
Da sich der Arbeitsplatz in der gleichen Ebene befindet, wie die auf dem Desktop abgelegten Objekte (also auch Ordner und Dokumente), können Sie im Fenster Arbeitsplatz nicht ohne weiteres auf einen Ordner oder ein Dokument zugreifen, das Sie auf dem Desktop abgelegt haben.
Anders der Explorer: Er zeigt Ihnen alle Ebenen des Systems und erlaubt somit einen sequen¬tiellen Zugriff auf die einzelnen Objekte. Wenn man genau sein will, ist der Arbeitsplatz ei¬gentlich eine Untermenge des Explorers.

EINE NEUE PHILOSOPHIE
\"Die oberste Ebene ist das Laufwerk. Das Laufwerk enthält Verzeichnisse, darin befinden sich die Dateien.\"
So haben wir es einmal gelernt, weil man den PC für uns so organisiert hatte. Ob wir das so wollten, hat uns niemand gefragt.
Also haben wir dieses abgestufte (hierarchische) System zwar irgendwann kapiert, doch sehr praktisch fanden wir es nie. Denken Sie einmal daran, wie viele Mausklicks Sie ausführen müssen, um auf eine Datei auf einem anderen Laufwerk Möglicherweise sogar ein Laufwerk im Netz zuzugreifen.
Und nach mehrfachem Anklicken haben wir dann kapituliert und die Datei kopiert, sie exi¬stierte fortan zweimal - mit den bekannten möglichen Folgen der Inkonsistenz, denn was, wenn beide Dateien parallel bearbeitet werden?
Das ist mit Windows 95 zuerst einmal nicht anders geworden: Der Explorer zeigt Ihnen die Laufwerke in der obersten Ebene, darunter die Verzeichnisse, die jetzt folgerichtig Ordner heißen und darin die Dateien.
Doch wie wir beim Projekt \"Lange Straße\" bereits erwähnt haben, ist dieses starre, von rei¬nen physikalischen Bezügen abhängige Modell aufgeweicht worden und wird - Stichwort ist hier das objektorientierte Betriebssystem Cairo - später wohl ganz aufgegeben.
Denn wenn Sie in Ihrem Ordner CorelDraw auf den Ordner mit den Fonts zugreifen wol¬len, so können Sie sich - falls Sie ein eingefleischter \"DreiElfer" sind - natürlich noch durch alle Ordner hindurchklicken.
Der eingefleischte "Fünfundneunziger"` wird dies anders lösen: Er hat im Ordner von Corel-DRAW eine Verknüpfung zu Schriftarten und ist mit einem Doppelklick in diesem Ordner, um sich eine Schrift anzusehen und ggf. zu installieren.
Daß er diese Verknüpfung möglicherweise auch im Ordner WinWord eingerichtet hat und es auch ganz praktisch fand, diese Verknüpfung gleich auf dem Desktop abzulegen, weist ihn als ganz besonders arbeitsscheue Spezies aus, denn warum zehn Mausklicks, wenn es einer auch tut.
Und in fünf Jahren wird er auf einen Ordner Fonts hinter dem Windows-Verzeichnis stoßen und überrascht feststellen, daß sich alle seine Verknüpfungen auf diesen physikalischen Ord¬ner bezogen haben- und er hat es nicht gewußt.
Positiv ist: Er mußte es nicht wissen.
Denn einmal ehrlich: Wenn Sie Ihre Schriftart-Dateien auf einem bestimmten Rechner im Netz in einem Verzeichnis ALLEFONT gespeichert haben, so kommt es doch der normalen menschlichen Arbeitsweise sehr entgegen, wenn Sie auf diesen Ordner so zugreifen, als befände er sich auf Ihrem eigenen Rechner, nicht wahr?
Und genau das können Sie unter Windows 95 so einrichten: Sie legen einen Ordner mit einer Verknüpfung an, der auf einen Ordner auf einem Netzwerkrechner verweist, doch in zwei Wochen können Sie den physikalischen Aufbewahrungsort gern vergessen haben - der PC kann sich das viel besser merken? Sie brauchen Ihren Kopf für wichtigere Dinge.
Dieses mehr objekt- und dokumentorientierte Arbeiten wird natürlich überall in Windows 95 unterstützt.
Wählen Sie einmal in einer Windows-95-Anwendung den Menüpunkt Speichern unter. Na¬türlich hat sich das Gesicht dieser Dialogbox dem neuen Arbeitsstil angepaßt, doch wahr¬scheinlich nur zufällig werden Sie die Schaltfläche Neuer Ordner entdecken, mit der Sie ei¬nen neuen Ordner anlegen und beschriften, wenn Ihnen beim Speichern auffällt, daß Sie ja einen benötigen.
Und dieser Denkansatz wird im Explorer an allen Ecken und Enden unterstützt: Es ist nicht unbedingt der physikalische Speicherort, sondern der sinnvolle Zugriff während der täglichen Arbeit, der wichtig ist für die Ablage der Datei.
UND SO BEDIENEN SIE DEN EXPLORER
Sie können den Explorer am einfachsten öffnen, indem Sie das Symbol Arbeitsplatz mit der rechten Maustaste anklicken und den Menüpunkt Explorer anwählen.
Als erstes zeigt Ihnen der Explorer den In¬halt des Ordners Arbeitsplatz im Fenster (Sie haben ja auch das Symbol angeklickt):

BILD
Tip: Mehrere Instanzen des Explorers
Da Sie nahezu jedes Objekt im Explorer-Mo¬dus öffnen können, können Sie mehrere Fen¬ster des Explorers nebeneinander betreiben und auf diese Weise beispielsweise alle Lauf¬werke nebeneinander sichtbar machen.
UNTERORDNER EIN- UND AUSBLENDEN
Klicken Sie im linken Fenster auf die Pluszeichen, um untergeordnete Ordner einzublenden oder auf die Minuszeichen, um die untergeordneten Ordner wieder auszublenden.
Das ist gegenüber Windows 3.x eine mehr als kosmetische Änderung: Da Sie dieses Symbol anklicken und nicht in den Ordner wechseln, bleibt der Inhalt des derzeit aktiven Ordners auf der rechten Seite erhalten - sehr wichtig zum Kopieren oder Verschieben von Dateien!
Klicken Sie einen Ordner mit der linken Maustaste an um seinen Inhalt auf der rechten Seite des Fensters darzustellen.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Ordner im rechten oder linken Fenster oder auf eine Datei, um das Kontextmenü zu diesem Objekt zu öffnen, das stets die wichtigsten Tätigkeiten bereithält:
In der obigen Abbildung sehen Sie, daß das Leeren des Papierkorbs - wir gehen im nächsten Kapitel darauf ein - auch für den ungeübten Anwender kein Problem darstellt, wenn er die rechte Maustaste konsequent einsetzt.
Bewegen Sie sich mit der Schaltfläche Übergeordneter Ordner oder der Taste RÜCK eine Ebene höher.
Klicken Sie auf die Begrenzung zwischen den beiden Fensterhälften und verändern Sie die Breite der jeweiligen Fensterhälften. Auch hier keine Änderung bewährter Handhabungen.
Blenden Sie mit den Taste + und - auf der numerischen Tastatur die Ebenen unterhalb des aktiven Ordners ein und aus.
Wie Sie bereits an diesen wenigen Beispielen sehen können, hat Microsoft an den unter Win¬dows 3.x bewährten Bedienungstechniken so gut wie nichts geändert, aber über weiterge¬hende Möglichkeiten sehr intensiv nachgedacht.
Sie werden es sehen: Schon nach kurzer Zeit fühlen Sie sich im Explorer so heimisch, daß Ih¬nen das Arbeiten mit dem Datei-Manager regelrecht steinzeitlich vorkommen wird!

MARKIEREN VON OBJEKTEN IN EINER LISTE
Wie Sie bisher gesehen haben, hat man alles getan, damit Sie als erfahrener Anwender von Windows sich sofort zurechtfinden.
Wenn Sie nun beispielsweise glauben, daß die Markierung von Objekten im Explorer auf die gleiche Weise vonstatten gehen müßte, wie im seligen Datei-Manager, so hat Sie Ihr Glaube nicht getrogen:
Wenn Sie ein Objekt markieren wollen, klicken Sie es einmal (mit einem Doppelklick wird eine Aktion gestartet) an.
Um eine zusammenhängende Gruppe von Dateien zu markieren, klicken Sie nach dem Mar¬kieren der ersten die letzte Datei der Gruppe zusammen mit [Umschalt] an; mit STRG werden Objekte markiert, die in der Liste nicht zusammenhängend angeordnet sind - es ist also wie gehabt.
Eine neue Funktion kann beim Markieren von Objekten sicher sehr nützlich sein: Wenn Sie eine Markierung gemacht haben, können Sie diese im Menü Bearbeiten umkehren. Markieren Sie also alle Dateien des Typs DOC und kehren die Markierung um - schon sind alle Ob¬jekte markiert, die nicht vom Typ DOC sind.

OBJEKTE VERSCHIEBEN UND KOPIEREN
Mit der guten alten Windows-Tradition Mit STRG wird kopiert, ohne STRG wird verschoben hat man natürlich auch nicht gebrochen, warum sollte man auch.
Doch da die Struktur von Windows 95 etwas mehr Differenzierung zuläßt, als das vorher möglich war, sind die Möglichkeiten des Kopierens und Verschiebens von Objekten auch et¬was differenzierter zu sehen:
Wenn Sie auf dem gleichen Laufwerk innerhalb des Explorers ein Objekt mit der Maus grei¬fen und in einen anderen Ordner ziehen, wird das Objekt dorthin verschoben. Wenn Sie bei diesem Vorgang die Taste STRG gedrückt halten, wird das Objekt kopiert, das Symbol des Mauszeiger wird während des Ziehens mit einem Pluszeichen versehen.
Wenn Sie dagegen ein Objekt auf ein anderes Laufwerk ziehen, wird standardmäßig nicht verschoben, sondern kopiert. Es ist also wie in (guten) alten Zeiten!
Beim Kopieren (nicht beim Verschieben!) wird der Vorgang von einer kleinen Animation be¬gleitet.
Tip: Das Fenster mit dem Zielverzeichnis bewegt sich selbsttätig! Wenn Sie die Maus mit dem Objekt nach unten bewegen, wird der Bildlauf nach unten selbsttätig durchgeführt. Das Zielverzeichnis muß also nicht sichtbar sein!
Doch anders ist das, wenn Sie Objekte auf das Desktop ziehen oder aber von einem Ordner auf dem Desktop in einen anderen Ordner ziehen, der sich ebenfalls auf dem Desktop befin¬det: dann wird immer kopiert.
Also: Innerhalb des Explorers gelten dieselben Spielregeln wie im guten alten Datei-Manager von Windows 3.x, auf dem Desktop wird normalerweise immer kopiert, es sei denn, Sie ar¬beiten mit der rechten Maustaste und wählen im Kontextmenü Verschieben.
Doch vielleicht möchten Sie nicht kopieren, sondern verschieben? Vielleicht möchten Sie ei¬ne platzsparende Verknüpfung einrichten?
In diesem Falle benutzen Sie eine neue Funktion von Windows 95: Sie ziehen das Objekt nicht wie gewohnt mit der linken Maustaste, sondern benutzen - zuerst sicher etwas gewöhnungsbedürftig - die rechte Maustaste. Wenn Sie loslassen, erscheint ein Kontextmenü, in dem Sie wählen können, ob Sie kopieren, verschieben oder eine Verknüpfung erstellen wollen.
Fassen wir noch einmal zusammen:
Innerhalb des Explorers gilt die alte Regel: Mit kopieren? ohne STRG verschieben. Außerhalb des Explorers wird immer kopiert. Achten Sie auf das Pluszeichen, es sei denn, Sie benutzen das Kontextmenü, das nach dem Verschieben des Objekts mit der rechten Maustaste geöffnet wird.
Wenn Sie auf ein anderes Laufwerk wirklich verschieben wollen, halten Sie während des Vorgangs die Taste USCHALT gedrückt.
Tip: Verschieben und Kopieren mit der Maus abbrechen
Wenn Sie unter Windows 3 x das Verschieben oder Kopieren mit der Maus abbrechen wollten, haben Sie das Objekt wieder an seinen Ur¬sprungsort gezogen - unter Win¬dows 95 müssen Sie nur zusätzlich zur gedrückten linken Maustaste kurz auf die rechte Maustaste klicken und der - möglicherweise bereits begonnene Vorgang wird folgenlos abgebrochen.

PLATZSPARENDE VERWEISE: VERKNÜPFUNGEN
Wenn Sie sich in einem Brief auf einen Bericht beziehen, der dem Empfänger zugänglich ist: Würden Sie diesen Bericht von 100 Seiten als Anhang an den Brief hängen? Sicher nicht, denn das würde Ihnen Arbeit machen und würde den Platzbedarf des Empfängers für das Ar¬chivieren des Schriftstücks unnötig aufblähen.
Schlimmstenfalls wirft er ihn mit den Worten "Hab\' ich doch selbst!\" in den Papierkorb.
Genau diese Analogie zum normalen Büroalltag haben wir Anwender immer vermißt, denn wenn Sie Dateien eines Projektes in einem Verzeichnis zusammentragen wollten, so mußten Sie diese Dateien meist kopieren, denn in vielen Fällen wurden Dokumente in mehreren Projekten benötigt.
Windows 95 arbeitet objektorientiert - das ist der entscheidende Unterschied. Wo früher eine Datei oder ein Verzeichnis kopiert werden mußte, steht jetzt ein Dokument oder Ordner, auf den man einfach verweisen kann - ein Objekt halt.
Daß das mehr ist als ein kleines Spiel mit Bezeichnungen, können Sie an einem kleinen Bei¬spiel feststellen: Nehmen wir an, Sie hätten als Architekt derzeit ein Projekt, das in der Straße LANGE STRASSE erstellt wird.
Unter Windows 3.x hätten Sie im Datei-Manager ein Verzeichnis LANGESTR angelegt und dort die Dateien, die zu diesem Projekt erstellt werden, abgelegt - also dorthin kopiert.
Unter Windows 95 ist das anders: Sie legen auf dem Desktop einen Ordner namens Lange Straße an, der nicht in eine hierarchische Verzeichnisstruktur eingepaßt werden muß; Sie sind also der schweren Entscheidung enthoben, ob Sie das Verzeichnis LANGESTR hinter dem Verzeichnis von Excel oder dem von WinWord anlegen, denn von beiden Programmen aus werden dort Dateien abgelegt- Briefe, Kalkulationen etc.
In diesem Ordner nun befinden sich nicht etwa die Originaldateien - die sind möglicherweise (aber nicht zwingend) immer noch in den Verzeichnissen hinter den jeweiligen Programmen abgelegt, sondern in diesem Ordner befinden sich dauerhafte Verknüpfungen zu diesen Da¬teien.
Tip: Tastenkombination [Umschalt]+STRG erstellt Verknüpfung.
Wenn Sie während des Verschiebens eines Objekts die Tasten [Umschalt]+STRG gedrückt halten, wird eine Verknüpfung erstellt.
Übrigens: Dieses Konzept der Verknüpfungen ist in die neuen Office-Programme von Microsoft, die eigens für Windows 95 umgeschrieben wurden, mustergültig integriert!

NICHT NUR DATEIEN!
Ein schlauer Anwender, der den Ordner angelegt hat, würde auch noch daran denken, eine Verknüpfung auf den Drucker zu erstellen. Denn wenn Sie eine Datei auf das Druckersymbol ziehen, wird sie ausgedruckt.

Und Sie sehen noch etwas anderes: Jede Verknüpfung wird mit einem speziellen Symbol ge¬kennzeichnet: Ein nach oben rechts weisender Pfeil sagt Ihnen, daß es sich hier nicht um das Objekt selbst, sondern um eine Verknüpfung dorthin handelt, das Objekt selbst befindet sich ganz woanders.z.B. Verknüpfung zum Drucker: BILD
Die Verknüpfung wird durch eine Datei mit der Erweiterung LNK hergestellt, die ganz genau registriert, auf welche Datei verwiesen wird (und jede Bewegung dieser Originaldatei selbst natürlich auch festhält!) und welche Tätigkeiten bei OLE-Funktionen gestartet werden müs¬sen:
NICHT NUR EINE VERKNÜPFUNG!
Doch nicht nur der gesparte Platz ist das Argument für die Technik, auch eine andere Perspektive eröffnet dem phantasievollen Anwender ungeahnte Möglichkeiten:
Da es sich bei der Verknüpfung immer nur um einen Verweis handelt (etwa der Form Datei x in Ordner y), können Sie diesen Verweis natürlich beliebig oft anbringen, was gegenüber dem Kopieren der Datei selbst den Vorteil hat, daß bei einer Änderung der Originaldatei jeder Verweis wieder auf die geänderten Daten weist - Stichwort Inkonsistenz von Daten oder \"Die rechte Datei weiß von den Änderungen in der linken nichts\".
Wenn Sie also die Liste Ihrer Kunden unter Kundenliste.doc in einem WinWord-Ordner ab¬gelegt haben, können Sie Verknüpfungen auf diese Datei natürlich in vielen Projektordner an¬legen - und natürlich auch in den Windows-95-Programmen benutzen, etwa für die Definiti¬on eines Serienbriefes.
VERKNÜPFUNG ANLEGEN
Das Erstellen einer Verknüpfung auf dem Desktop oder in einem Ordner ist die einfachste Sa¬che der Welt:
Jede Programmdatei mit der Erweiterung EXE, jedes Laufwerk (auch Netzwerklaufwerk) wird sofort zu einer Verknüpfung, wenn Sie sie mit der linken Maustaste auf das Desktop oder in einen anderen Ordner ziehen. Das macht Sinn, da Sie in den wenigsten Fällen von den Programmdateien Kopien benötigen.
Wenn Sie für eine Datei oder einen Ordner eine Verknüpfung anlegen wollen, ziehen Sie das Objekt mit der rechten Maustaste auf das Desktop und wählen im Kontextmenü den Menüpunkt Verknüpfung(en) hier erstellen.
Sie sollten jedoch beachten, daß es eine Verknüpfung zu einer Verknüpfung nicht gibt!
Wenn Sie eine Verknüpfung in einen Ordner oder auf das Desktop ziehen, wird diese Ver¬knüpfung nicht kopiert, sondern sie wird - wie eine Datei - verschoben. Wollen Sie sie kopieren, müssen Sie beim Verschieben die Taste STRG betätigen.
VERKNÜPFUNG LÖSCHEN
Eine einmal eingerichtete Verknüpfung wird bei jedem Start des PCs wieder auf dem Desktop eingerichtet. Falls Sie sie nicht mehr benötigen, ziehen Sie sie auf den Papierkorb oder betäti¬gen Sie nach dem Markieren die Taste - ENTF.
Der Originaldatei, auf die die Verknüpfung zeigt, passiert selbstverständlich nichts, wenn Sie eine Verknüpfung löschen.
DATEIEN MIT DER ERWEITERUNG LNK NICHT LÖSCHEN!
Doch seien Sie bitte vorsichtig: Wenn Sie einmal mit der alten DOS-Version oder der alten Windows-Version arbeiten, so sehen Sie Ihre Verknüpfungen als Datei mit der Erweiterung LNK.
Diese Dateien sehen unter DOS möglicherweise etwas \"überflüssig\" aus, doch das sollte Sie keineswegs dazu verleiten, sie zu löschen? denn dann damit löschen Sie auch die Verknüp¬fung.
AUSSCHNEIDEN UND EINFÜGEN - NUN AUCH MIT OBJEKTEN
Dem Vernehmen nach hat es in Redmont heiße Diskussionen gegeben, ob das aus Windows 3.x bekannte Transfermodell auch für Dateien übernommen werden soll, also die berühmten Tätigkeiten Ausschneiden, Kopieren und das Einfügen. Anscheinend haben die Befürworter gewonnen, denn diese aus dokumentorientierten Anwendungen allseits bekannten Befehle sind nun auch für Objekte anwendbar.
Wenn Sie also eine Datei oder einen Ordner an einen Ort verschieben wollen, der so weit entfernt ist, daß Sie ihn über den Explorer nicht sofort erreichen können (das können wir uns gar nicht vorstellen!) markieren Sie sie und schneiden Sie sie mit dem Befehl Bearbeiten Ausschneiden oder der Tastenkombination STRG+X aus, wechseln Sie in den Zielordner und fügen Sie sie dort mit Bearbeiten Einfügen wieder ein.
Doch sollten Sie unbedingt beach¬ten: Wenn Sie über die Zwischenablage arbeiten, wird wie immer der vorherige Inhalt der Zwischenablage gelöscht.
"Wie das?\" werden Sie nun fragen. Nun, ein Blick in den Zwischenablage-Viewer (erreichbar über den Ordner Zubehör) macht es deutlich: Ein Objekt (Ordner oder Dokument) wird wirk¬lich in die Zwischenablage kopiert oder verschoben und befindet sich danach dort mit kom¬pletter Pfadangabe.
Was Sie jedoch beachten sollten - und am Dateinamen in der obigen Abbildung auch erken¬nen - ist dies: Es wird nicht der lange Dateiname angezeigt, sondern aus Gründen der Kompatibilität nur der Name nach der 8.3-Konvention, denn wenn Sie den Inhalt der Zwischenab¬lage in einem alten Windows-Programm verwenden, muß diese damit auch etwas anfangen können.
OBJEKTE VERSENDEN
Doch neben dieser Möglichkeit hat man noch eine andere Möglichkeit des Kopierens einge¬baut, die allerdings nur für eine Kopie auf Diskette geeignet ist: Wenn Sie eine Datei mit der rechten Maustaste anklicken, können Sie über das Menü Senden an auswählen, ob Sie die Datei(en) oder Ordner auf eine Diskette oder in den Aktenkoffer kopieren wollen, um sie auf einem anderen Rechner zu bearbeiten.
Doch die Sache hat einen kleinen Haken: Mit diesem Befehl wird nur in das Hauptverzeich¬nis der Diskette kopiert - wenn Sie einen anderen Ordner wünschen, müssen Sie diesen Ordner vorher im Explorer sichtbar machen, indem Sie das Symbol des Diskettenlaufwerks anklicken und daraufhin im linken Fenster einen Ordner anklicken. Doch dieses kleine un¬scheinbare Kontextmenü hat es in sich! Denn wenn Sie das Fax-Modul installiert haben, so sehen Sie in diesem Menü einen weiteren Menüpunkt: Faxempfänger
Doch das ist noch nicht alles! Sie können nämlich mit ein paar Handgriffen dafür sorgen! daß in diesem Menü bestimmte Ordner oder Ressourcen, auf die Sie immer wieder zugreifen wol¬len, angezeigt werden und Ihnen so ein direkter Zugriff ermöglicht wird.
Lassen Sie uns das anhand eines Beispiels einmal durchspielen. Nehmen wir an, Sie erstellen für einen Kollegen im Netzwerk Illustrationen, die Sie ihm auf seinen Rechner in immer den¬selben Ordner kopieren. Anstatt jedoch über den Explorer zu kopieren, gehen Sie wie folgt vor:

1. Machen Sie im Explorer den (Ordner auf dem gewünschten Laufwerk sichtbar - z.B. Grafiken.
2. Machen Sie nun auf der linken Seite (im Ordnerfenster) den Ordner Senden an sichtbar, der sich hinter dem Windows-Ordner befindet.
3. Ziehen Sie den Ordner Grafiken mit der rechten Maustaste auf der Ordner.
4. Im Kontextmenü wählen Sie den Menüpunkt Verknüpfung hier erstellen.
Wenn Sie nun ein Objekt mit der rechten Maustaste anklicken, so sehen Sie diesen zusätzli¬chen Menüpunkt und können mit einem Handgriff Objekte \"verschicken\".
Sie möchten die Beschriftung Verknüpfung mit Grafiken ändern? Nichts einfacher als das:
1. Klicken Sie im Explorer den Ordner Senden an.
2. Klicken Sie etwas länger auf die Beschriftung und ändern Sie sie im Fenster.
3. Betätigen Sie entweder ENTER oder klicken irgendwo im Fenster, um die Bearbeitung zu beenden.
Auch das Symbol kann einfach geändert werden:
1. Klicken Sie am Explorer den Ordner Senden an.
2. Klicken Sie die Verknüpfung mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Menüpunkt Eigenschaften.
3. Auf der Registerkarte Verknüpfung klicken Sie auf Anderes Symbol.
4. Wählen Sie ein Symbol aus der SHELL32.DLL oder suchen Sie sich über Durchsuchen ei¬ne andere Datei, deren Icon Sie benutzen wollen.
EIN OBJEKT SUCHEN
Der Viewer hat Ihnen bei der Suche nach dem Dokument nicht helfen können? Dann müs¬sen Sie die sehr komfortable Suchroutine von Windows 95 benutzen, um einen Ordner, ein Laufwerk oder Ihren gesamten Arbeitsplatz (mit allen Netzwerklaufwerken!) nach einer Datei zu durchsuchen. Dafür wählen Sie im Menü Extras des Explorers den Menüpunkt Suchen und geben an, daß Sie eine Datei oder einen Ordner suchen wollen.
In der folgenden Dialogbox will Windows 95 nun von Ihnen wissen, was und wo gesucht werden soll - dabei müssen Sie nicht mehr wie früher mit * und ? kunstvolle Suchdefinitio¬nen kreieren:
Wenn Sie den Suchauftrag nach dem Namen Depot geben, findet Windows 95 sowohl Depotübersicht als auch Depot Müller.
Natürlich können Sie auch mit Stellvertreterzeichen arbeiten: Die Definition

*Unter*Bericht
findet beispielsweise alle Dateien oder Ordner, die an irgendeiner Stelle diese beiden Begriffe tragen, also etwa Untersuchungsbericht oder Unterhaltszahlungen werden nicht geleistet - ein Bericht.
Der * ist also nun (endlich) wirklich ein Platzhalter: Während früher die Definition
*A *
nutzlos war (der Stern repräsentiert eine beliebige Anzahl beliebiger Zeichen, also wird das A nicht mehr ausgewertet), bedeutet sie heute \"alle Dateien, die ein A enthalten\".
Nachdem Sie auf Starten geklickt haben, wird die Suche durchgeführt, wobei wieder einmal eine kleine Animation dafür sorgt, daß Ihnen nicht langweilig wird. Nach erfolgter Suche wird Ihnen das Ergebnis angezeigt:
Wäre das alles, wäre die Suche von Dateien und Ordnern eine nur wenig gelungene Verbes¬serung der Dateisuche in Windows 3.x. Doch was man dort nicht konnte, ist dies:
Auf den Registerkarten Änderungsdatum und Weitere Optionen können Sie die Suche auf Dateien beschränken, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums geändert oder erstellt wur¬den, oder Sie können nach Dateien eines bestimmten (registrierten) Typs suchen oder nach einem in der Datei enthaltenen Text.

Tip: Suche speichern
Und wenn Sie im Menü Datei den Menüpunkt Suche speichern wählen, wird die Suche für eine erneute Verwendung gespeichert und auf dem Desktop abgelegt - ein Doppelklick, und schon wird erneut gesucht.

TÄTIGKEITEN RÜCKGÄNGIG MACHEN
Eines der auffälligsten Negativmerkmale von Windows 3.x war sein intoleranter Umgang mit Fehlern von Anwendern. Wer einmal eine Reihe von Dateien in ein anderes Verzeichnis ver¬schieben wollte und zu früh losgelassen hat, weiß, was das bedeutet: manuelles Zusammen¬tragen der im falschen Verzeichnis befindlichen Dateien.
Mit Windows 95 kostet Sie das ein Lächeln, genauer gesagt: einen Mausklick!
Sie klicken auf die bereits aus den Microsoft-Anwendungen bekannte Schaltfläche für Rückgängig, und schon wird Ihre Aktion (Verschieben, Löschen, Kopieren, Umbenennen) zurückgenommen - und das nicht nur einstufig, sondern es sind bis zu zehn Schritte, die Sie einfach durch mehrfaches Klicken auf die besagte Schallfläche rückgän¬gig machen können.
Und damit Sie auch wissen, was Sie rückgängig machen, hat Microsoft Ihnen eine Funktion spendiert, die auch schon früher in Anwendungen benutzt wurde:
Klicken Sie mit der linken Maustaste auf die Schaltfläche Rückgängig und halten Sie die Maustaste gedrückt (nicht loslassen!!.
In der Statuszeile können Sie ablesen, was Sie rückgängig machen würden. Wenn Sie diesen Schritt nicht ausführen wollen, zie¬hen Sie den Mauszeiger bei gedrückter Maustaste wieder von der Schaltfläche: Der Knopf \"springt" wieder heraus, und al¬les bleibt beim Alten.
Was Sie nicht mehr verwundern wird: Auch über das Menü Bearbeiten können Sie wie ge¬wohnt Schritte wieder rückgängig machen. Traditionell ist im Menü Bearbeiten der erste Menüpunkt Rückgängig.
Sie haben sich in den Windows-Anwendungen daran gewöhnt, mit der Tastenkombination STRG+Z (Eselsbrücke: Zurück) zu arbeiten? Schön, dann können Sie das unter Windows 95 natürlich auch.
Tip: Tastenkombination überall benutzen!
Die durchgängige Nutzung dieser Tasten¬kombination für Rückgängig sollte Sie dazu veranlassen, sie auch in Ihren Anwendungen zu benutzen und sie nicht mit einer anderen Funktion - verführerisch wäre etwa zentriert - zu belegen.
WO IST DIE GRUPPE AUTOSTART GEBLIEBEN?
Sie werden langsam merken, daß der Umstieg von Windows 3.x auf Windows 95 für einen nicht unerfahrenen Anwender alles andere als problematisch ist, im Gegenteil: Sie stellen si¬cher an allen Ecken fest, daß Microsoft nicht nur den Unbedarften Anwender im Auge hatte, sondern auch den Umstieg oft sehr schön abgefedert hat.
Doch manchmal sucht man vergebens nach einem liebgewordenen Modul: Wo beispielswei¬se ist die Gruppe Autostart, mit der man früher so schön den Systemstart automatisieren konnte?

AUTOSTART IST EIN ORDNER
Nach der neuen Philosophie handelt es sich bei dieser Programmgruppe nunmehr um einen Eintrag im Startmenü, was Sie auch einfach überprüfen können: Dort befindet sich ein Ein¬trag Autostart.
Und so praktizieren Sie ein Programm oder eine Datei Dabei muß es sich natürlich um eine registrierte Datei handeln! in diese "Gruppe\", um das Programm beim Systemstart sofort zu starten:
1. Öffnen Sie im Explorer den Ordner, der das Programm, die Datei oder eine Verknüpfung darauf enthält.
2. Auf der linken Seite machen Sie den Ordner
\\WINDOWS\\STARTMENU\\PROGRAMME\\AUTOSTART sichtbar.
3. Schieben Sie das betreffende Programm mit der rechten Maustaste auf das Symbol des Ordners Autostart und lassen sie los.
4. Aus dem Kontextmenü wählen Sie den Menüpunkt Verknüpfung(en) hier erstellen.
5. Wechseln Sie in den Ordner Autostart und wählen Sie im Menü Ansicht die Option Klei¬ne Symbole.
6. Dies ist nötig, damit Sie bei mehreren Programmen oder Dokumenten dieser Gruppe die Reihenfolge festlegen können: Das zuletzt in der Reihenfolge auftauchende wird als letztes geladen.
Wenn Sie mit mehreren Konfigurationen arbeiten, so müssen Sie statt des Ordners
\\WINDOWS\\STARTMENU\\PROGRAMME\\AUTOSTART

den Ordner
\\WINDOWS\\PROFILES\\Name\\STARTMENU\\PROGRAMME\\AUTOSTART
wählen, damit diese Autostartkonfiguration wirklich nur dem betreffenden Nutzerprofil zugeordnet wird - Name steht für den Namen der jeweiligen Konfiguration.
NOCH EINFACHER: PROGRAMM IN DIE AUTOSTARTGRUPPE \"VERSCHICKEN\"
Wenn Sie öfter einmal ein Programm oder eine Datei in der Autostartgruppe als Verknüpfungen hinterlegen wollen, so können Sie sich das stark vereinfachen:
1. Öffnen Sie den Ordner Senden an hinter dem Windows-Ordner.
2. Ziehen Sie den Ordner Autostart mit der rechten Maustaste in den Ordner und wählen Sie aus dem Kontextmenü Verknüpfung(en) hier erstellen.
3. Sie können auch die linke Maustaste verwenden, doch dann müssen Sie die nachfolgende Dialogbox mit Ja beantworten:
4. Ändern Sie im Ordner Senden an den Namen der Verknüpfung, damit Sie im Startmenü eine sinnvolle Beschreibung sehen.
Wenn Sie mehrere Konfigurationen eingerichtet haben, können Sie auf diese Weise recht ein¬fach Objekte in die Gruppe Autostart schicken:

 
 




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