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geschichte artikel (Interpretation und charakterisierung)

Afghanistan - leben in not



Afghanistan- Leben in Not Fläche: 652 090 km² Einwohner: 17,7 Mio. Hauptstadt: Kabul Staatsform: Republik Religion: Islam Klima: Kontinentales Steppen- und Wüstenklima mit wenig Niederschlägen. Bodenschätze: Erdgas, Erze, Lapislazuli, Bevölkerungswachstum: 3% Lebenserwartung: Männer:41, Frauen 42 Jahre Das unwirtliche Gebirgsland ist seit alters Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Auch heute sind keine friedlicheren Zeiten in Aussicht. Terroranschlag An einem Dienstagmorgen starteten zwei Boeing 767 in Boston mit dem Ziel Los Angeles. Entführer rissen das Flugzeug in ihre Gewalt in dem sie wahrscheinlich die Cockpitbesatzung ausschalteten und das Flugzeug übernahmen.

     Der 11. September 2001. Das erste Flugzeug rammte ca. um 9 Uhr den Südturm des World Trade Centers, der eine Stunde später zusammenstürzte und tausende von Menschen unter sich begrab. Nachdem das erste Flugzeug den Südturm rammte, stürzte ein zweites Flugzeug in den Nordturm - dann wurde sofort klar dass es sich hier nicht um ein Unglück handelte, sondern um einen Terroranschlag. Fast zur selben Zeit stürzte ein drittes Flugzeug in das US-Verteidigungsministerium.

     Als Reaktion auf die Angriffe vom 11. September 2001 greift die \"Globale Koalition gegen den Terror\" unter Führung von USA und GB die Taliban und Al Qaida an und treibt diese zur Flucht Afghanistan unter den Taliban Es scheint, als tragen die Anschläge die Handschrift des Terroranführers Osama bin Laden. Der jedoch ist nur schwer greifbar: Er soll bei den Taliban in Afghanistan Unterschlupf gefunden haben und von dort aus ein Netzwerk des Terrors steuern. Als Reaktion auf die Angriffe vom 11. September 2001 greift die \"Globale Koalition gegen den Terror\" unter Führung von USA und GB die Taliban und Al Qaida an und treibt diese zur Flucht. Taliban ist eine Terrororganisation, die 70% von Afghanistan in ihrer Gewalt hat und kontrolliert.

     Die Taliban-Miliz entsteht 1993 mit pakistanischer Unterstützung. Dostum und Hekmatyar kämpfen gegen die Regierung Rabbanis. Die Taliban unter Mullah Omar ergreifen die Macht. Osama bin Laden und seine Organisation Al Qaida gewinnen zunehmend Einfluss auf dessen Politik. Zuerst ließen die Taliban die Mohnfelder abbrennen und die Heroinlabors zerstören, da Drogen gegen den Islam verstießen. (Inzwischen haben sie den finanziellen Nutzen der Opiumproduktion erkannt und den Drogenexport wieder aufgenommen.

    ) Sie einigten als drei Viertel des Landes unter ihrer Führung, womit die Zerstückelung Afghanistans zum Teil rückgängig gemacht und die Instabilität verringert wurde. Und in ihren Herrschaftsgebieten wurde tatsächlich der Krieg beendet - kein kleines Verdienst nach mehr als 1,5 Millionen Toten. Aber ihre Art des Islam hatte von Anfang an stark repressive Züge. Männer wurden gezwungen, sich Bärte wachsen zu lassen, Frauen verstärkt unterdrückt: Berufstätigkeit und Schulausbildung für Frauen sind verboten. Das Tragen der burqa - ein Ganzkörperschleier - wird den Frauen aufgezwungen. Brutalste Bestrafungsformen und Willkür sind an der Tagesordnung.

     Was viele Afghanen zuerst als die letzte Hoffnung auf Frieden begrüßt hatten, entwickelte sich schnell zu einer terroristischen Gewaltherrschaft hinter religiösen Rechtfertigungsformeln. Afghanistan war vom Regen in die Traufe gekommen. Probleme des Wiederaufbaus Nach 23 Jahren Bürgerkrieg und dem Sturz der Talibanregierung war das Land physisch und gesellschaftlich zerstört. Anhaltende Gewaltbereitschaft mancher militanter Gruppen und Einzeltäter erschweren in weiten Teilen des Landes auch Anfang 2005 noch den wirtschaftlichen Wiederaufbau. . Zerstörung des schwachen modernen Wirtschaftssstruktur. Viele Industrieanlagen müssen vollkommen neu errichtet werden, das gilt auch für Stromerzeugung und Wasserbewirtschaftung; . Mangel an und Zerstörung von Bildungsstätten; . Hohe Arbeitslosenquote bei gleichzeitig akutem Fachkräftemangel; . Niedrige Agrarproduktion.

     Durch die Kriege kam es vielerorts zu einem Rückfall in mittelalterliche Strukturen (zerstörte Bewässerungsanlagen, Ausbeutung der Wälder, zerstörte Obstgärten, zerstörte Verkehrsverbindungen); . Abhängigkeit vieler Bauern vom Opium-Anbau (Monokulturbildung in bestimmten Regionen); . Fehlen der Erschließung der Bodenschätze bzw. deren Nutzung; . Viele Menschen sind in unproduktiven Tätigkeiten wie dem Handel mit Schmuggelwaren beschäftigt; . Hohe Inflation; Mitarbeiter von Hilfsorganisationen bezahlen ihren selbstlosen Einsatz in Unruhegebieten häufig mit dem Leben. In Afghanistan sind Mitarbeiter von Hilfsorganisationen zum zweiten Mal in 48 Stunden zur tödlichen Zielscheibe von Extremisten geworden. Sechs Mitarbeiter einer Hilfsorganisation wurden von mutmaßlichen Taliban-Kämpfern getötet. Drei von vier Mädchen und Frauen können weder lesen noch schreiben. Nur ein Drittel der Kinder kann zur Schule gehen In Afghanistan starben hunderttausende Menschen.

     Millionen wurden in die Flucht getrieben. Die Infrastruktur ist völlig zerstört. Das Land gehört heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Afghanistan und seine Menschen dürfen nicht wieder in Vergessenheit geraten. Nur so kann Gewalt und Terrorismus der Nährboden entzogen werden.

 
 

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