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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Krebstiere



Krebse Bevor wir jetzt mit dem Interessantesten aller Referate beginnen haben wir als erstes eine Bitte an euch, dass ihr während des Referates das Kartenspielen einstellt und ausnahmsweise mal aufpasst, wir ich das natürlich auch immer mache... Danke!

Krebse gehören zu der Klasse der Krustentiere. Der Krebs ist ein kiemenatmendes Wassertier. Die meisten Arten besiedeln das Meer. Ihr Lebensraum liegt im Meer an zahlreichen und verschiedenen Stellen, wie z.B. im dichten Pflanzengewirr des Meeresbodens, in flachen Küstengewässern oder auch in Meerestiefen von über 10.000m. Entsprechend vielfältig und verschieden ist daher auch die Lebensweise der einzelnen Krebse. Durch die Vielfältigkeit von Lebensraum und Lebensweise, besteht eine sehr hohe Gestaltenfülle der Krebse. Durch diese Vielgestaltigkeit unterscheiden sie sich von sämtlichen anderen Klassen der Gliederfüßer.

Der Taschenkrebs ( Cancer pagurus ) kommt in der deutschen Nordsee in tieferen Gewässern vor. Seine Zellstruktur ist so aufgebaut, dass er Wassertiefen von ca. 20 Meter benötigt. Zu erkennen ist der Taschenkrebs an seinem braunroten Rückenpanzer, der bis zu 30 cm lang wird.



Der Bauplan der Krebstiere

Folie 2

Es ist schwer, den Krebs mit nur einigen Merkmalen zu kennzeichnen, da die einzelnen Unterklassen und Ordnungen dieser Klasse in Anordnung von Gliedmaßen und Bauplan stark variieren. Das einzig durchgängig ausgeprägte Merkmal sind die beiden Antennenpaare, wie am Beispiel der europäischen Languste (Palinurus vulgaris) und des Flusskrebses (Pota mobiidae).

Die Grundgestalt kann durch einen langgestreckten Körper gekennzeichnet werden, wie bei den Garnelen. Das Vorderende bildet der Kopflappen und das Hinterende der Schwanzlappen. Beide tragen keine Gliedmaßen. Zwischen den Lappen befindet sich eine große Anzahl von unterschiedlichen Segmenten, die je ein Paar Gliedmaßen tragen können. Die Segmentierungsverhältnisse variieren im einzelnen in den Unterklassen und oft sogar in den einzelnen Ordnungen.

Im typischen Fall ist der Körper in drei Teile aufgeteilt: In Kopf (Cepharon), Brust (Thorax), und Hinterleib (Pleon). Hierbei sind meist nur Kopf und Brust mit Gliedmaßen ausgestattet.

Die Körperstruktur des Krebses ist sehr kompliziert und ist sonst nirgends im Tierreich zu finden. Zum Schutz des Krebses wächst vom hintersten Kopfsegment aus, über den Körper auf dem Rücken und an den Seiten eine Art Schutzschale (Carapax) aus eingelagertem Kalk. Diese Schale liegt wie ein Dach locker auf dem Rücken auf. Die Schutzschale (Carapax) kann jedoch auch verwachsen sein. Dann bildet er mit der Brust einen unbewegliche Einheit, oder er ist in der Mittellinie des Rückens geknickt und umgibt den Körper als Zweierschale fast vollständig. Bekanntes Beispiel: der Wasserfloh und die Muschelkrebse. Die Extremitäten des Körpers sind die beiden Antennenpaare und die Mundgliedmaße. Die ersten Fühler sind einästig und dienen als Tast- und Geruchsorgan. Das zweite, hintere Fühlerpaar, dient ebenfalls hauptsächlich als Sinnesorgan (oder als wichtiges Ruderorgan).

Die Gliedmaße der Krebstiere

Folie 4

Der Krebs besitzt drei verschiedenen Typen von Gliedmaßen: Spaltbein (links oben), Stabbein (rechts oben) und Blattbein (unten - löffelförmig und ausgebreitet). Einige längst ausgestorbene Gliederfüßer des Altertums besaßen Spaltbeine. Deshalb werden diese heute als Grundtyp des Krebsbeines angesehen. Keine anderen heute lebenden Gliederfüßer haben Spaltbeine. Dieses Bein besteht aus einem dreigliedrigen Stamm mit einem Innenast und einem Außenast. das Stabbein eines Krebses dient hauptsächlich als Schreitbein, zum Greifen oder selten als Flosse zum Schwimmen. Blattbeine dagegen sind ungegliedert und platt. Sie rudern den Körper vorwärts, saugen dabei Wasser an und entnehmen dem Wasser Sauerstoff, um daraus Nahrungsteilchen aufzunehmen.

Die Sinnesorgane des Krebses

Entsprechend der aktiven Lebensweise der meisten Krebse, sind auch ihre Sinnesorgane sehr gut entwickelt. Die Augen spielen eine wichtige Rolle bei der Orientierung

Sie sind einfach gebaut, leuchtend, glänzend und als seitliche Facetten oder Komplexaugen auch auf Stielen ausgebildet. Jedes Komplexauge besteht aus einzelnen Augenkeilen (Omnatidien). Aufgrund des Feinbaus der Augenkeile, reagieren die Augen auf einfallende Lichtstrahlen. Die sehr niedrige Zahl von Sehzellen macht die Augen wenig leistungsfähig. Sie nehmen hauptsächlich nur Helligkeitsunterschiede (Lage der Wasseroberfläche) und die Richtung des Lichteinfalls wahr.

Seitlich paarige ,zum Bildsehen eingerichtete, Facetten oder Komplexaugen sind bei der Mehrzahl aller Unterklassen der Krebstiere ausgebildet. Als Tastsinnsorgan dienen kleine Haare und Borsten auf Fühlerpaaren und Beinen die auch weniger zahlreich über den übrigen Körper verstreut sind. Zum Aufrechterhalten des Gleichgewichtes dienen Statocysten. Dies sind kammerartige Einstülpungen der Körperwand, die meistens durch eine von Haaren umstellte winzige Öffnung nach außen münden. Im Dschungel der Unterwasserpflanzen orientiert sich der Flusskrebs mit seinen Stielaugen, die unabhängig voneinander in alle Richtungen schauen können. Mitunter geben sie ihre ursprüngliche Lage an den Kopfseiten auf und rücken in der Mitte des Rückens aneinander oder verschmelzen hier sogar zu einer Kugel. Das Zentralnervensystem ist ein Strickleiternervensystem mit verschieden starker Konzentration am Vorderende. Es verarbeitet Sinneseindrücke.

Die Atmung

Viele Kleinformen der Crustacea nehmen den Sauerstoff zum Atmen aus der Haut auf. Kiemen- und Blattfüßer atmen mit ihren Blattbeinen (und denen als Kiemen dienende Epipoditen).



FOLIE 2

Freipräparierte Kiemen:

erster Fühler (1), zweiter Fühler (2),
dritter Kieferfuß (3), Basis der Schere (4),

Basis der Schreitfüße (5 -8)

Die Kiemen sitzen an der Basis des 2. und 3. Kieferfußpaares und an der Basis der Schreitfußpaare. Sie ragen aufwärts in die vom Rückenschild überdeckte Kiemenhöhle. Das 2. Kieferpaar strudelt das Atemwasser, das von hinten nachfließt, aus der Höhle. Im Unterschied zu Fischen bleiben die Kiemen der Krebse außerhalb des Wassers in feuchter Umgebung tagelang funktionsfähig. Die federähnlichen Kiemen legen sich nämlich nicht aneinander. Bei vielen Krebsen dient auch der Carapax selbst als Atmungsorgan.


Fortpflanzung

Krebse sind abgesehen von Ausnahmen meist getrenntgeschlechtig. Männchen und Weibchen sind nicht immer gleich zu unterscheiden.

Die Geschlechtsorgane liegen über oder seitlich neben dem Darm. Während der Paarung hält das Männchen das Weibchen fest. Mit seinen Begattungsorganen, den umgebildeten ersten beiden Beinpaaren des Hinterleibs, müht sich das Männchen, eine klebrige Masse, die die Spermien enthält und im Wasser sofort erhärtet, auf der Bauchseite des Weibchens anzuheften. Der männliche Krebs hat seinen Samenträger platziert. Zur Befruchtung kommt es erst etliche Tage später, wenn das Weibchen die Eier zusammen mit einem Sekret auspresst, das die Spermien aktiviert. Zwischen 60 und 300 befruchtete Eier haften an den Extremitäten des Hinterleibs, der zum Schutz der Brut nach vorn geklappt wird. Die Entwicklung dieser Eier beginnt mit einer Furchung. Der typische Verlauf der Embryonalentwicklung des Krebses liegt bei der Bildung von Keimstreifen und die spätere Entwicklung der Seitenwände und der Rückendecke. Von Ende Mai bis Mitte Juni schlüpfen aus den 2-3mm großen Eiern die Jungen Jungkrebse, geschützt vom Schwanzfächer der Mutter


Die Entwicklung

Bei jedem Übergang eines Entwicklungsstadiums findet eine Häutung statt. Hierbei treten neue Gliedmaßen auf. Eine Häutung gliedert sich in mehrere Abschnitte:
Die Nahrungsaufnahme wird zunächst eingestellt und es beginnt ein allmählicher chemischer Abbau des alten Panzers. Dieser wird äußerlich grau und fleckig. Tiere, die vor der Häutung ein Gewicht von 100g besaßen, und ca. 9 cm3 Körperflüssigkeit enthielten, wiegen nach der Häutung das Doppelte und enthalten über 80 cm3 Flüssigkeit. Zum Verfestigen eines neuen Panzers braucht der Körper eines Flusskrebses ca. 3 Wochen. In dieser Zeit ist der Krebs leicht zu verletzen und er versteckt sich unter Steinen und in kleinen Höhlen.Die äußere dünne Schicht besteht zum Teil aus Wachsen (wasserundurchlässig) und Polyphenolen (undurchlässig für Gase). Die inneren Schichten (Chitin) bestimmen die mechanischen Eigenschaften. Nach Häutung werden Proteine durch Enzymaktivität verhärtet. Bei größeren Krebsarten mineralisiert die Haut durch Einlagerung von Kalk (Ca2+) und bestimmten Salzen (CO3, PO4) zu einem harten Panzer. Dieser kann somit nicht mehr rückgängig gemacht werden. Das weitere Wachstum kann nur durch eine neue Häutung erfolgen. Die Zahl der Häutungen ist selbst innerhalb der Verwandtschaftsgruppen sehr unterschiedlich. Die Lebensdauer der verschiedenen Arten kann ein sehr hohes Alter erreichen. Flusskrebse z.B. können bis zu 20 Jahre alt, der europäische Hummer bis zu 25 Jahre alt werden.



Beispiele aus der Artenvielfalt der Krebstiere

Die Strandkrabbe (Carcinus maenas) ist hauptsächlich nachts aktiv, doch auch am Tage läuft sie auf dem Watt quer umher. Bei Gefahr spreizt sie ihre Scheren auseinander und gräbt sich sekundenschnell im weichen Watt ein. Im Winter verzieht sich die Strandkrabbe aus den flachen Küstengewässern in tiefere Priele und Seegats. Strandkrabben sind Allesfresser - selbst Muscheln können mit den Scheren geknackt werden. Die Paarung findet kurz nach der Häutung statt, indem sich das Männchen unter das Weibchen klammert und mitgetragen wird. Nach einigen Monaten werden bis max. 200 000 Eier gelegt, die das Weibchen schützend unter dem eingeklappten Schwanz trägt. Hebt man während der Zeit das Weibchen hoch und betrachtet es \"von unten\", so legt die weibliche Strandkrabbe schützend die Beine über die Eiklumpen.

Der Einsiedlerkrebs (Eupagurus bernhardus)selbst besitzt keinen Panzer, sodass er zum Schutz vor Feinden dazu gezwungen ist, sich anderweitig zu schützen. Hierzu verwendet der Einsiedlerkrebs \"unbewohnte\" Muschelgehäuse wie zum Beispiel das der Wellhornschnecke. Die Abbildung zeigt einen Einsiedlerkrebs in einer Wellhornschnecke, die mit Seepocken besetzt ist. Die Seepocken, die übrigens Tiere und keine Krankheit sind, nutzen die Nahrungsaufnahme des Einsiedlerkrebses mit und ernähren sich so. Mit seiner Schere schaufelt der Einsiedlerkrebs Nahrung in das innere der Muschel und verzehrt sie dort.

Die chinesische Wollhandkrabbe ist Viereckskrabbe aus der Familie der Grapsidae, mit typischer Krabbenform (großes ovales Kopfbruststück und kleiner, dreieckiger, eingeklappter Schwanz). Ihre Beine sind lang, schlank und befähigen die Krabbe schnell und weit zu laufen. Die beiden Scheren sind bei den männlichen Exemplaren mit einem dichten Haarpelz besetzt. Die Krabben sind von olivgrüner Farbe mit dunkleren Flecken. Der Körperpanzer wird bis zu 9 cm breit. Die Gesamtlänge kann bis zu 30 cm betragen. Ihre Nahrung besteht aus Fischlaich, Jungfischen, Plankton, Krebsen, Schnecken, Würmern, Muscheln und Wasserpflanzen. Sie tritt damit in Nahrungskonkurrenz zu vielen heimischen Fischarten, deren Bestände dadurch in zunehmendem Maße gefährdet werden. Hauptsächlich die Weibchen ziehen in jahrelangen Wanderungen flussaufwärts, wobei sie selbst unüberwindlich scheinende Hindernisse durch \"Märsche\" über Land überwinden. Die Krabben leben dann im Süßwasser der Flüsse und Seen. Sie graben sich dazu am Grund und im Uferbereich Wohngänge und sind auch deshalb wenig beliebt. Die erwachsene Krabben wandern nach ca. 5 Jahren zur Paarung wieder zurück in die Brackwasserbereiche der Mündungsgebiete und von da zur Eiablage noch etwas ins Meer hinaus. Die dort dann planktonisch lebenden, aus den Eiern geschlüpften Larven häuten sich mehrmals, bis sich ihre Form langsam der erwachsenen Tiere angleicht, woraufhin dann die Wanderung erneut beginnt.

 
 
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