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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Der pinguin





Der Pinguin
Wieso heißt der Pinguin "Pinguin"?
-Eine der Erklärungen für den Namen der Pinguine lautet so:

Ursprünglich kommt der Name aus dem walisischen und heißt dort "Pen Gwyn" (gesprochen wie das englische Pinguin). Es bedeutet so viel wie "weißer Kopf". Seeleute aus Wales sollen die Tiere als erstes gesehen und so genannt haben.

-Es heißt aber auch, das ursprünglich der Name "Pinguin" eine Bezeichnung für den 1844 ausgesprochen, ebenfalls flugunfähig Riesenalk der Nordhalbkugel war.

-Eine andere These lautet, dass der Name vom lateinischen "penguis" stammt. Dies bedeutet "Fett" und für die Seefahrer war Fett sehr wichtig und es ließ sich aus den Pinguinen gewinnen.






Seit wann gibt es Pinguine?

-Die Entwicklicklung der Pinguine begann vor etwa 65 Millionen jahren. Ihr Ursprung wird in der Umgebung von Neuseeland vermutet, wo damals subtropische Bedingungen vorherrschten. Die Pinguine entstanden lange bevor der antarktische Kontinent vereiste (die Antarktis war sogar noch vor 3 Millonen Jahren bewaldet).

-Der älteste bekannte Pinguin ist Pachydypes simpsoni aus Südaustralien (Priabon = oberes Eozän, vor 55 Millionen Jahren). Die Funde fossiler Pinguine (17 fossiele Arten sind bekannt) verteilen sich über das gesamte Tertiär (65 Millionen Jahre bis 1,5 Millionen jahre). Oft wurden nur wenige Knochenreste gefunden, die in mühsamer Arbeit den Pinguinen zugeordnet werden konnten. Ein Großteil der Fossilien wurden in Patagonien (Argentinien) und Neuseeland gefunden, manche auch in Australien und Südafrika, ein Fossil auch in der Antarktis.

-Der größte aller Pinguine, der ungefähr 1,5 m groß war, ist aus dem Oligozän (38 Millionen Jahre) und frühen Miozän (25 Millionen Jahre) bekannt. Diese Pinguinen sollen gegen Ende des frühen Miozän ausgestorben sein.

-Die Pinguine unterscheiden sich derart grundlegend von allen anderen lebende Vögeln, dass ihre Stammesgeschichte jahrelang kontrovers diskutiert wurde.





Können Pinguine fliegen? Sind Pinguine Vögel?
Es gibt keine Pinguinart die fliegen kann. Pinguine sind Vögel, die vor Millionen von Jahren die Fähigkeit zum Fliegen verloren haben.

Pinguine gehören wegen des totalen Verlustes der Flugfähigkeit in der Luft und dem hohen Grad der Spezialisierung an das Leben auf und unter Wasser zu den am höchsten spezialisierten Vögeln. Sie haben die grundlegenden Strukturen und Funktionen fliegender Vögel beibehalten, aber ihr "Flug" geschieht unter Wasser und nicht in der Luft.

Die Knochen sind bei den Pinguinen, im gegensatz zu den flugfähigkeiten Vögeln, mit Knochenmark gefüllt und schwer. Der Pinguin hat einen riesigen Magen, der, wenn er voll ist, bis zu einem Drittel des Körpergewichtes des Tieres ausmacht. Aus diesem Grunde liegt er tief im Wasser - nur Rücken, hals und Kopf schauen heraus. Dadurch sind die ihm entgegenwirkenden Auftriebskräfte gering und er kann ohne großen Kraftverlust problemlos abtauchen. Pinguine besitzen Luftsäcke, diese ermöglichen es ihnen , ohne Anstrengung an die Wasseroberfläche zurückzukehren. Die Flügel schlagen im Wasser von vorn oben nach hinten unten, sie "fliegen" also praktisch durchs Wasser. Die weit hinten am Körper befindlichen Beine arbeiten als Höhenruder und der kurze Stummelschwanz dient als Seitenruder. Bei größerer Geschwindigkeit tauchen sie wie Tümmler abwechselnd auf und nieder. Das ermöglicht ihnen ohne Geschwindigkeitsverlust regelmäßig zu atmen und durch "Schmiren" der Gefiederoberfläche mir Luftblasen die Reibung zu verringern.

Bei der "Landung" an Land, gehen sie entweder die letzten Meter aufgerichtet zu Fuß oder sie schießen pfeilschnell aus dem Wasser, um z.B. auf einer Eisschorle oder einem Felsen zu laden.





Können Pinguine im Wasser sehen?
Wärend des Tauchens haben die Pinguine die Augen weit geöffnet und vertrauen auf ihre Sehschärfe und Lichtempfindlichkeit. Die Lichtempfindlichkeit der Pinguine ist vergleichbar der einer Eule. Der Unterschied, an Land oder im Wasser zu sehen, ist sehr gering, da die Pinguine einen nur geringe gewölbte Hornhaut haben, der Rest wird von der Linse in Auge ausgeglichen. Durch die geringe Hornhautwölbung ist allerdings der Sehwinkel des Pinguins reduziert - im Wasser nur etwa 17 Grad. Durch Drehen des Kopfes erreichen die Pinguine aber einen Sehwinkel von 80 Grad, der sie zu so ausgezeichneten Jägern unter Wasser macht. Pinguine können keine roten Farben erkennen, sind dafür aber in blau-grünen Farbspektrum sehr empfindlich, das in Wasser vorherscht.






Überleben in der Antarktis
Ein Mensch könnte bei den dort herrschenden Temperaturen (bis 40°C unter Null) ohne Kleidung nur wenige Minuten überleben - einem Pinguin hingegen macht noch nicht einmal das kalte Wasser (-1°C) etwas aus. Pinguine haben eine Körpertemperatuer von 39°C. Wie schafft es ein Pinguin, diese temperatur zu halten?

Der Pinguin hat eine hervorragende Wärmeisolation - diese beruht auf seinem federkleid und dem unter der haut liegenden Fettgewebe. Ein dichtes Federkleid (bis zu 12 Stück pro cm²) bedeckt den ganzen körper. Die Federn sind ca. 3 cm lang, leicht gekrümmt und bestehen am Ansatz aus einem sehr hohen Dunenanteil. Die Federspitzen überlagern aneinander wie Dachziegel. Durch die regelmäßige Pflege, die die Tiere durchführen, bildet sich eine wasserundurchlässige Schutzschicht. Der Dunenanteil bildet darunter ein wasserdichtes Unterkleid, das eine isolierende Luftschicht direkt über die Haut festhält und damit zur Erhaltung der Körperwärme beiträgt. An Land kann der Pinguin durch Aufrichtung der Federn die Isolationswirkung noch verstärken. Bei Windstille ist die Oberfläche des Pinguins nicht wärmer als die Luft - so kann z.B. der Schnee, der einen brütenden Pinguin bedeckt, nicht schmelzen. Bei sehr eisigen Temperaturen bewegt sich der Pinguin manchmal ziehmlich heftig, schlägt mit den Flügeln oder zittert sogar, um den Stoffwechsel und damit die Wärmeproduktion zu erhöhen.





Warum sind Pinguine Schwarz-weiß?
Sie schützen sich durch diese Färbung vor der Entdeckung durch Feinde und Beuteltiere. Von unten ist der weiße Bauch gegen den hellen Himmel kaum zu sehen, von oben ist der schwarze Rücken gegen den dunklen Meeresgrund schlecht zu erkennen.






Ernährung der Pinguine
-Die meisten von ihnen fressen sardinengroße Schwarmfische und kleine Tintenfische - die antarktischen Arten (Adelie-, Esels-, und Zügelpinguin) fressen auch Krill. Krill ist eine kleine Garnele, die in antarktischen Gewässern sehr häufig ist. Kaiser- und Königspinguine fressen auch Krill, jagen aber hauptsächlich Leuchtsardinen und Tintenfische.
-Sie schwimmen direkt in einen Schwarm Fische (oder Krill) hinein und dort im Zick - Zack hin und her. Dabei schnappen sie sich alles, was ihnen vor den Schnabel kommt. Die erbeuteten Fische werden noch unter Wasser heruntergeschluckt, nur besonders große Beute wird erst an der Wasseroberfläche gefressen.

-Kaiserpinguine können bei einem beutezug bis zu 10 kg fressen. Pinguine können aber nur ¼ in ihrem Magen unterbringen, also müssen sie auf Hochtouren verdauen. Sie können die Verdauung aber auch "abschalten", um zur Fütterung ihrer Jungen unverdaute Nahrung im Magen zurückzubehalten.






Verschiedene Tauchetiefen
- Kaiserpinguin: bis zu 535 m

- Königspinguin: bis zu 325 m

- Brillenpinguin: 30 bis 130 m

- Adeliepinguin: bis zu 240 m

- Zwergpinguin: 10 bis 30 m

Die Tauchertiefe scheint in Zusammenhang mit der Körpergröße der Pinguine zu stehen.





Körpergröße und Lebensraum

Betrachtet man mal die Körpergröße der Pinguinarten und ihrem Lebensraum, dann wird man feststellen, dass die größten Tiere den kältesten Lebensraum haben. Die kaiserpinguine in der Antarktes sind über 100 cm groß, die Galapagospinguine nahe des Äquators dagegen nur 40 cm. Diesen Zusammenhang beschreibt die "Bergmansche Regel". Diese besagt, dass verwandte Arten in kälteren Klimazonen größe sind als in wärmeren Regionen. Der Grund liegt in dem Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpervolumen. Wenn sich das Volumen verdreifacht, dann wird die Oberfläche nur verdoppelt. Das bedeutet, dass ein größeres Tier mehr Wärme speichern kann und weniger Wärme verliert.





Wo schlafen Pinguine?
An Land dösen Pinguine normalerweise im Stehen, wenn es dann aber ab ins Reich es Tiefschlfes geht, kippen sie nach vorne und schlafen auf dem Bauch. Auf dem Wasser reicht es nur zum Minutenschlaf.





Kann man Männchen und Weibchen unterscheiden?

Ein direktes Unterscheidungsmerkmal zwischen den Geschlechtern gibt es nicht, allerdings kann man die Tiere beim Fortpflanzungsakt unterscheiden, denn das Männchen liegt dabei auf den Rücken des Weibchens. Manche Forscher können die Tiere z.B. beim Dickschnabelpinguin anhand der unterschiedlichen Größe und Dicke der Schnabels erkennen.




Die Balz

Pinguine nisten fast immer mit dem gleichen Partner. Die Partner der meisten Arten verbringen den Winter auf See getrennt voneinander, so dass sie sich zu Beginn der Brutsaison erst einmal wiederfinden müssen, dies geschieht durch lautes Rufen. Dazu werden die Köpfe hoch gestreckt und aus vollem Hals gekrächzt.

Wenn Jungtierte, zum ersten Mal brüten, odert Partner, deren anderer Partner gestorben ist, versuchen zu entscheiden, wer zu wem gehört, kommt es immer wieder zu Kämpen unter den Pinguinen. Aber nach einigen Wochen kehrt dann Ruhe in der Brutkolonie ein.






Die Schreie der Pinguine

Die Pinguine verständigen sich untereinander durch verschiedenartigste Bewegungen und zum Teil äußerst merkwürdig klingende Geräusche (Stöhn-, Snarr-, Quitsch- und Trompetenlaute). Wenn sich ein Pinguinpärchen nach längeter Abwesenheit wiedertrifft, begrüßen sie sich gegenseitig mit einer Art Ritual, dies besteht aus o.g. Bewegungen und Geräuschen.

Jede Art hat ihre eigenen, typischen Schreie, die sich zu dem noch von Tier zu Tier individuell unterscheiden. Die Pinguine können ihren Partner in einer Kolonie von zigtausend Tieren anhand des Geschreris erkennen.






Die Brutphase

Nachdem jeder seinen Partner und den geeigneten Nistplatz gefunden hat, beginnen die Pinguine mit dem Nestbau. Die erste Brut findet im Alter von mehreren Jahren (je nach Art, zwischen 2 und 6 Jahren) statt.






Die Mauser

Nach Aufzucht der Jungen bleiben den Pinguinen nur wenige Wochen, um ihre Fettreserven aufzufüllen. Danach müssen sie an Land zurückkehren, um ihre Gefieder komplett zu erneuern. Dies dauert je nach Art und Ernährungszustand zwischen 2 und 5 Wochen. Ihr endgültiges Federkleid bekommen die Jungtiere nach der Mauser am Ende ihres ersten Lebensahres.






Bedrohung durch den Menschen

-Der Bestand der Brillenpinguine in Südafrika nahm zwischen 1956 und 1978 um über 50% ab (z.B. wegen Überfischung ihrer Nahrungsgründe).

-Ende des 19. Jahrhunderts wurden Pinguine immer wieder wegen ihres Öls brutal abgeschaltet - das Ende dieses grausamen Gemetzels kam erst 1919.

-1897 berets wurden den Pinguinen die Eier aus den Nestern geraubt, so dass es nicht mehr genügend Nachwuchs gab. Noch heute werden auf den Falkandinseln Pinguineiner verzehrt.

-Doch auch noch 1982 wurde vorgeschlagen, aus der Haut der Pinguine Handschuhe und andere Leder-Luxusartikel herzustellen und das Fleisch als Delikatesse zu verkaufen. Zum Glück war der Absatzmarkt zu gering und die Firma ging pleite.

-Der seltene Gelbaugen- Pinguin ist in seinem Bestandbedroht, weil die bewaldeten Küstenregionen Neuseelands gerodet wurden und ihm somit die Brutplätze zerstört wurden.






Natürliche Freinde

Natürliche Feinde des Pinguins sind Seeleoparden, Peltzrobben und Seelöwen, Orca (Schwertwal), Haie und große Raubfische, Skua (Raubmöwe), Riesensturmvogel, Weißgesicht-Scheidenschnabel, Schwarzgesicht-Scheidenschnabel und Dominikanermöwe, Frettchen, Ratten, Mäuse, Katzen und Schlangen.






Pinguinarten

Es gibt 18 verschiedene Pinguinarten, die in 6 Gattungen unterteilt sind. Die Pinguine innerhalb der Art unterscheiden sich von den anderen Arten durch ihre Anpassung an die unterschiedliche Lebensbedingungen. Eine Fortpflanzung zwischen den verschiedenen Arten ist in der Regel nicht möglich.

 
 




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