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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Autismus -





Zusammenfassung Autismus ist durch starke Selbstbezogenheit und Störungen im zwischenmenschlichen Verhalten und in der Kommunikation gekennzeichnet und betrifft 2-4 von 10 000 Kindern, Jungen etwa dreimal häufiger als Mädchen. Nach Schweregrad werden psychogener und somatogener Autismus sowie das Kanner- und das Asperger-Syndrom unterschieden. Die Ursachen dürften in erster Linie in körperlichen Faktoren wie genetischen und neurobiologischen Veränderungen liegen. Daneben können psychologische Aspekte eine wohl untergeordnete Rolle spielen. Die Kinder fallen oft schon im Säuglingsalter durch mangelnde Kontaktaufnahme zu Bezugspersonen auf. Später zeigen sie wenig Nachahmungsverhalten und Interesse, Freundschaften zu knüpfen. Auch die Entwicklung von Sprache und Kreativität ist gestört. Die Behandlung besteht aus Verhaltenstraining mit starker Einbindung der Eltern, Logopädie, Krankengymnastik und Medikamenten. In den letzten Jahren wurde mehrmals in der Presse von den guten Erfolgen durch das Spielen mit gezähmten Delphinen berichtet. Häufig ist auch im Erwachsenenalter noch eine Betreuung in speziellen Einrichtungen notwendig.

Allgemeines / Definition

Der Begriff \\\"Autismus\\\" wurde bereits 1911 von dem Schweizer Psychiater Bleuler geprägt, er bezeichnete damit \\\"die Loslösung von der Wirklichkeit zusammen mit dem relativen oder absoluten Überwiegen des Innenlebens. Damals wurde die Bezeichnung autistisch zur Beschreibung derjenigen schizophrenen Patienten gewählt, die sich insbesondere durch starke Selbstbezogenheit und sozialen Rückzug auszeichneten. Als eigenständige Krankheit, die sich von der Schizophrenie unterscheidet und in der Kindheit beginnt, wurde Autismus vom amerikanischen Psychiater Kanner 1943 beschrieben, aber erst in den achtziger Jahren allgemein als eigene diagnostische Kategorie anerkannt.
Autistische Störungen werden in vier Gruppen unterteilt. Neben psychogenem und somatogenem Autismus unterscheidet man das Kanner- und das Asperger-Syndrom. Diese beiden Syndrome bilden die Hauptformen des Autismus. Gemeinsam ist allen Formen, dass insbesondere das zwischenmenschliche Verhalten und die Kommunikation gestört sind. Für viele Eltern ist es deshalb nur schwer möglich, Kontakt zu ihrem autistischen Kind herzustellen, was für die betroffenen Familien eine große Belastung und Beunruhigung darstellt.
Auch einem breiteren Publikum ist die Störung durch den Film \\\"Rainman\\\" bekannt geworden. In diesem Film stellte Dustin Hoffman auf beeindruckende Weise die Schwierigkeiten eines erwachsenen Autisten dar.

Häufigkeit

Die Störung tritt bei etwa 2-4 von 10.000 Kindern auf, dabei sind Jungen drei- bis viermal häufiger betroffen. Insbesondere am Asperger-Syndrom erkranken fast ausschließlich männliche Kinder. Bei den meisten autistischen Kindern entwickeln sich die Symptome bereits vor dem 3. Lebensjahr.

Grundlagen und Ursachen

Psychologische Aspekte

Lange Zeit ging man davon aus, dass das Verhalten der Eltern, insbesondere der Mutter, eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Autismus spielt. Es wurde angenommen, dass die Eltern und insbesondere die Mutter ablehnend auf ihr Kind reagieren und sich das Kind deshalb in eine eigene Welt zurückzieht, in der es vor Enttäuschungen und Verletzungen geschützt ist. Inzwischen gilt diese Erklärung aber als unhaltbar. Zum einen konnte nicht nachgewiesen werden, dass sich die Eltern autistischer Kindern durch besondere Kälte oder Ablehnung auszeichnen, zum anderen treten die Symptome häufig schon im frühen Säuglingsalter auf, was eher auf biologische Ursachen hinweist. Außerdem stellt sich die Frage, ob die angenommenen Besonderheiten des Elternverhaltens nicht eher eine Folge als eine Ursache der Störung des Kindes sind.
Bei der Entstehung des psychogenen Autismus wird allerdings weiterhin vermutet, dass psychische Faktoren einflussreich sind. Es wird angenommen, dass bei Vorhandensein einer autistischen Veranlagung anhaltende emotionale Frustrationen und extreme Vernachlässigung zum Ausbruch der Störung führen. Bezeichnenderweise gehen die Symptome des psychogenen Autismus (gestörte Kommunikationsfähigkeit, emotionale Gleichgültigkeit) bei intensiver und dauerhafter Zuwendung rasch zurück.
Wenn auch die genauen Ursachen des Autismus bisher nicht vollständig geklärt sind, so wird heute doch von einer hauptsächlich biologisch bedingten Entstehung ausgegangen.

Genetische Faktoren

Die Tatsache, dass enge Blutsverwandte von Autisten eine erhöhte Anfälligkeit für autistische oder autismusähnliche Symptome haben, spricht dafür, dass Vererbung eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Autismus spielt. So haben Studien ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem autistischen Zwillingskind auch der andere Zwilling betroffen ist, sehr hoch ist. Sie beträgt bei eineiigen Zwillingen ca. 95,7% und bei zweieiigen Zwillingen 23,5%. Auch sind bei Geschwistern von autistischen Kindern, die selbst nicht an Autismus leiden, vermehrt Auffälligkeiten wie Sprachentwicklungsstörungen und geistige Defizite festgestellt worden.

Biochemische Befunde

Bei vielen Autisten ist ein erhöhter Spiegel des Hirnbotenstoffs Serotonin gefunden worden, wie er auch bei Kindern mit geistiger Behinderung auftritt. Darüber hinaus reagiert das Immunsystem einiger autistischer Kinder auf diesen körpereigenen Stoff mit einer Abwehrreaktion. Auch bzgl. der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin weisen manche Betroffene Auffälligkeiten auf. Die Störung des Haushalts dieser Botenstoffe wird zur Erklärung des problematischen Sozialverhaltens, der Aufmerksamkeitsdefizite und Lernschwierigkeiten autistischer Kinder herangezogen.

Neurologische Faktoren

Bei der Untersuchung autistischer Kinder sind in manchen Fällen gestörte Hirnwellenmuster und verminderte Hirndurchblutung festgestellt worden. Mit Verfahren, die es ermöglichen, das Gehirn abzubilden, ist nachgewiesen worden, dass bei einem Teil der Autisten bestimmte Hirngebiete unterentwickelt sind. Die Hirngebiete und -funktionen, bei denen eine Beeinträchtigung festgestellt wurde, stehen im Zusammenhang mit der Entwicklung von Sozialverhalten und Sprache. Das Ausmaß der Hirnveränderungen scheint mit der Schwere der Symptomatik im Zusammenhang zu stehen. Darüber hinaus treten bei bis zu 30% der Erwachsenen, die in der Kindheit schwere autistische Symptome zeigten, epileptische Anfälle auf. Erkrankt eine Mutter während der Schwangerschaft an Röteln, ist das Risiko, dass das Kind autistische Symptome entwickelt, gegenüber einem normalen Schwangerschaftsverlauf etwa um das zehnfache erhöht. Bei Erkrankungen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen, die zu einer Schädigung des zentralen Nervensystems führen, können in der Folge Störungen auftreten, die dem Autismus gleichen.

Symptome und klinische Unterformen

Die Symptomatik bei Autismus ist je nach Unterform unterschiedlich stark ausgeprägt und betrifft verschiedene Bereiche:
Beeinträchtigung der zwischenmenschlichen Beziehungen
Bei autistischen Kindern ist häufig zu beobachten, dass sie sich der Existenz oder Gefühle anderer Menschen nicht bewusst sind. So kommt es vor, dass ein autistisches Kind z.B. den Kummer seiner Mutter nicht bemerkt und nicht darauf reagiert. Sind autistische Kinder selber traurig, suchen sie meist nicht nach Trost, oder können ihren Wunsch nach Trost nicht angemessen ausdrücken. Im Vergleich zu gesunden Kindern fällt auf, dass Autisten kaum Nachahmungsverhalten zeigen, so erwidern sie z.B. zum Abschied kein Winken. Beim Spielen beziehen die Betroffenen nur selten andere Personen mit ein. Insgesamt ist die Fähigkeit autistischer Kinder, Freundschaften zu knüpfen, stark beeinträchtigt.
Beeinträchtigung der Kommunikation und Phantasie
Viele autistische Kinder verständigen sich weder verbal noch durch Körpersprache. So treten Autisten häufig weder durch Blickkontakt noch Lächeln mit anderen Menschen in Verbindung. Auch auf Versuche der Kontaktaufnahme von außen reagieren viele Betroffene abweisend; so sträuben sich autistische Kinder z.B. häufig gegen Umarmungen. Auffällig ist auch der Mangel an phantasievollen Aktivitäten und Spielen. Bei Autisten, die sprechen, fallen oft Besonderheiten der Sprache auf. Die Stimmmelodie ist durch ungewöhnliche Betonungen, Geschwindigkeit oder Tonhöhe geprägt. Weitere Sprachbesonderheiten sind das ständige Wiederholen bestimmter Worte oder Sätze, die Verwendung von \\\"du\\\", wenn \\\"ich\\\" gemeint ist und das Erfinden von Worten. Dadurch ist meist die Fähigkeit, ein Gespräch anzuknüpfen oder zu führen, trotz ausreichenden Sprechvermögens eingeschränkt.
Begrenzte Bandbreite von Aktivitäten und Interessen
Bei der Beobachtung autistischer Kinder fällt zunächst auf, dass viele Betroffene bestimmte Körperbewegungen, von Handbewegungen bis zu Bewegungen des gesamten Körpers, ständig wiederholen. Häufig zeigt sich auch eine starke Beschäftigung mit bestimmten, insbesondere mechanischen Objekten. Auf Veränderungen in der alltäglichen Umgebung, z.B. Umstellen von Möbelstücken, reagieren Autisten häufig mit großem Unbehagen. Auch bestehen sie oft darauf, dass wiederkehrende Aktivitäten immer genau gleich ausgeführt werden, z.B. dass beim Einkaufen immer derselbe Weg eingehalten wird. Insgesamt ist das Interessensgebiet der Betroffenen stark eingeschränkt, wobei sie den verbleibenden Interessen besonders beharrlich nachgehen.
Wie bereits am Anfang erwähnt unterscheidet man verschiedene


Unterformen des Autismus:

· Der psychogene Autismus zeichnet sich insbesondere durch Störungen der Kommunikationsfähigkeit mit Anzeichen von emotionaler Gleichgültigkeit und fehlender Initiative aus. Als Ursache wird starke Vernachlässigung angenommen. Nach intensiver Zuwendung werden die emotionalen Einschränkungen meist recht schnell ausgeglichen.
· Der somatogene Autismus wird durch schwere Schädigungen des Gehirns verursacht. Vor der Erfindung von Antibiotika trat diese Erkrankung häufig in Folge von Hirnentzündungen auf. Hervorstechendes Symptom des somatogenen Autismus ist eine mangelnde Kontaktfähigkeit, die durch die Isolierung von der Umwelt noch verstärkt wird.
· Beim Asperger-Syndrom treten die ersten Symptome ab dem zweiten bis dritten Lebensjahr auf. Das wesentlichste Grundsymptom dieser Störung ist die eingeschränkte Kontaktfähigkeit der Betroffenen, da sie aber erst ab dem Vorschulalter einsetzt, sind die Störungen der zwischenmenschlichen Beziehungen meist nicht so tiefgreifend wie beim Kanner-Syndrom, das früher auftritt. Bei Kindern, die unter dem Asperger-Syndrom leiden, ist die Sprachentwicklung zwar verzögert, aber meist ungestört. Viele Kinder zeichnen sich sogar durch eine in Grammatik und Wortwahl vollkommene Sprache aus. Allerdings neigen die Kinder zu Selbstgesprächen, auffälliger Sprachmelodie und passen sich dem Zuhörer wenig an, so dass die Kommunikation meist gestört ist. Die Betroffenen sind häufig durchschnittlich oder überdurchschnittlich intelligent, haben aber trotzdem oft Lernschwierigkeiten. Ein Grund dafür ist ihre mangelnde Aufmerksamkeit und die Tendenz, sich durch eigene spontane Ideen ablenken zu lassen. Besonders bemerkenswert sind auch die ungewöhnlichen Interessen dieser Kinder. wenn sie mit Regeln konfrontiert werden. Auf Anforderungen oder Einschränkungen reagieren sie häufig mit Wutausbrüchen und neigen dazu, humorlos und rücksichtslos ihren Willen durchzusetzen. In ihren Bewegungen sind die Kinder oft recht ungeschickt, wodurch auch die Körpersprache gering ausgeprägt ist.
· Beim Kanner-Syndrom treten die Symptome schon in den ersten Lebensmonaten auf. Die Kinder vermeiden schon im Säuglingsalter den Blickkontakt, begrüßen ihre Eltern nicht und suchen keinen Körperkontakt. Während beim Asperger-Sydrom die Mitmenschen als störend empfunden werden, scheinen Kinder mit dem Kanner-Syndrom ihre Mitmenschen in ihrer Existenz überhaupt nicht zu erfassen. Mit zunehmendem Alter sind diese sozialen Beeinträchtigungen nicht mehr so auffällig, die Kinder sind aber kaum fähig, mit anderen Kindern in Kontakt zu treten. Die zwischenmenschliche Kontaktfähigkeit ist auf wenige Bezugspersonen beschränkt, aber auch hier bleibt das mangelnde Einfühlungsvermögen für die Gefühle anderer bestehen. Schon sehr früh werden bei den Betroffenen Kommunikationsschwierigkeiten deutlich. Viele der Kinder, die unter dem Kanner-Syndrom leiden, schreien anhaltend und auf immer gleiche Weise, so dass für die Eltern nur schwer zu erkennen ist, was der Grund für das Schreien ist. Die Kinder lassen sich auch nur sehr schwer beruhigen. Etwa die Hälfte der Kinder erwerben nie eine sinnvolle Sprache, aber auch bei den anderen entwickelt sich die Sprache nur langsam und ist stark beeinträchtigt. Die Kinder sind in ihrem Sprachgebrauch sehr stark auf sich selbst bezogen und reden häufig eher auf ihr Gegenüber ein, als mit ihm zu sprechen. Das Spielverhalten dieser autistischen Kinder ist dadurch gekennzeichnet, dass sie sich ohne Bezug auf ihre Spielpartner mit Objekten beschäftigen. Häufig tritt ab der mittleren Kindheit eine ausschließliche Beschäftigung mit Eisenbahnlinien, Fahrplänen, Mustern etc. auf. Bei den meisten Betroffenen ist die Intelligenz stark unterentwickelt und reicht in den Bereich der geistigen Behinderung. Insbesondere bei diesen Kindern fällt ein starker Hang zu sich wiederholenden Bewegungen (vor allem drehende und fächelnde Handbewegungen) auf, auch verletzen die Kinder sich häufig selbst, indem sie sich beißen oder den Kopf anschlagen.
Die Unterscheidung von Kanner- und Asperger-Syndrom ist umstritten; es ist denkbar, dass das Asperger-Syndrom lediglich eine relativ milde Form des Autismus bei recht intelligenten Kindern darstellt.


Verlauf

Die Symptomatik erreicht bei Autismus ihren Höhepunkt in der Kindheit und nimmt danach meist ab. Je nach Unterform und Ausprägungsgrad der Symptome sind die Chancen für einen günstigen Verlauf unterschiedlich. Es handelt sich aber um eine chronische Störung, bei der eine vollständige Normalisierung sehr selten ist. Betroffenen, die unter dem Asperger-Syndrom leiden, ist es als Erwachsenen aufgrund ihrer guten geistigen Fähigkeiten meist möglich, ein relativ normales und selbständiges Leben zu führen. Sie bleiben jedoch in den meisten Fällen stark isoliert und erfordern von ihren Angehörigen große Toleranz. Für andere Autisten sind die Aussichten weniger vielversprechend, sie benötigen meist starke Unterstützung bei der Lebensführung. Insbesondere Betroffene, deren geistigen Fähigkeiten eingeschränkt sind, müssen auch als Erwachsene noch in speziellen sozialen Einrichtungen betreut werden.


Therapie


Medikamentöse Therapie

Zur Behandlung von Autismus werden verschiedene Medikamente eingesetzt, so z.B. Präparate, die auch bei der Therapie Schizophrener angewendet werden oder Mittel, die den Serotoninspiegel senken. Bei einigen Kindern kann dadurch eine Verbesserung der geistigen Fähigkeiten und des Verhaltens erreicht werden, es treten aber auch unerwünschte Nebenwirkungen wie z.B. Reizbarkeit auf.


Verhaltenstraining

Bei der psychologischen Behandlung von autistischen Kindern wird vor allen Dingen mit Belohnungen gearbeitet. Jedes erwünschte Verhalten, wie z.B. Kontaktaufnahme zu einem anderen Kind, wird belohnt. Dabei ist es wichtig, auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Beschäftigt sich ein Kind beispielsweise besonders gern mit Spielzeugautos, ist es besonders wirkungsvoll, dem Kind ein Spielzeugauto als Belohnung anzubieten. Bei diesem Training werden die Eltern stark eingebunden, damit sie ihr Kind auch in der häuslichen Umgebung bestärken können. Außerdem kann sich dadurch, dass die Eltern für das Kind eine Quelle positiver Reaktionen auf das eigene Verhalten sind, dessen Beziehung zu den Eltern verbessern. Wichtiges Ziel ist es beim Verhaltenstraining das Sozialverhalten des Kindes zu verbessern, da davon ausgegangen wird, dass, wenn das Kind lernt, mit anderen Kindern zu spielen, diese wichtige Modelle beim Erlernen weiterer Fähigkeiten sein können. Allgemein ist insbesondere bei Autisten, die geistig beeinträchtigt sind, darauf zu achten, dass das Lernen in kleinen Schritten erfolgt, d.h. dass auch kleinste Fortschritte belohnt werden müssen. Bei Verhalten, bei dem das Kind sich stark selbst schädigt (z.B. Anschlagen des Kopfes an die Wand), kann es notwendig sein, Strafen, wie beispielsweise Wegnehmen des geliebten Spielzeuges, einzusetzen. Die Anwendung von Strafen sollte jedoch nur die Ausnahme sein, da sonst die Versuche, zwischenmenschliches Vertrauen aufzubauen, wenig vielversprechend sind. Bei der Behandlung von Autismus werden auch immer wieder Außenseitermethoden angewandt. Beispielsweise werden Mütter angehalten ihr Kind so lange zu umarmen, bis es seinen Widerstand aufgibt. In den letzten Jahren ist in der Presse wiederholt davon berichtet worden, welche Erfolge autistische Kinder durch das Spielen mit gezähmten Delphinen erreicht haben. Diese Methoden sind bisher nicht wissenschaftlich belegt worden, können aber im Einzelfall und im Rahmen eines vollständigen Behandlungsplans hilfreich sein. Der Behandlungsplan sollte in Abstimmung auf die vorliegende Symptomatik auch Krankengymnastik und logopädische Therapie umfassen. Nicht zuletzt ist es wichtig, die betroffenen Eltern zu unterstützen, für die die Erkrankung des Kindes eine große Belastung ist. Es ist wichtig, die Eltern umfassend über die Erkrankung zu informieren, insbesondere auch darüber, dass die frühere Annahme, dass ablehnendes Verhalten der Eltern Autismus verursacht, als widerlegt gilt, um dadurch möglichen Schuldgefühlen entgegenzuwirken.

 
 




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