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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Untersuchungen, maßnahmen zum schutz des auwaldes - Ökologisches praktikum



3.1. Wasseruntersuchungen 3.1.1. Protokoll - Wasseruntersuchung


Ort: Gewässer I: Pleißewehr Connewitz am Auwald

Schleußiger Weg
Gewässer II: Leipziger Auwald, Schleußiger Weg

Beipert

Datum:Gewässer I: 14. 04. 2003
Gewässer II: 16. 04. 2003

Zeit: Gewässer I: 9:55 Uhr
Gewässer II: 9.40 Uhr



Ergebnisse:

Untersuchung Elster- Pleiße Flutb. Paußnitz Wertung Wertung
I II I II

Farbe gelblich- braun gelblich, klar
Geruch modrig frisch, algig

Sichttiefe 25 cm 15 cm
Temperatur 8 °C 11 °C


Nitrat- Ionen 25 mg/l 0-10 mg/l IV II-III
Ammonium- Ionen 1 mg/l 0,2 mg/l II-III II
Nitrit- Ionen 0,5 mg/l 0,2 mg/l II-III II
Phosphat- Ionen 0,5 mg/l 0-0,5 mg/l II I-II
pH- Wert 7 8 neutral leicht basisch


Gesamtwasser- härte > 25 >25
Gesamtwasser- güteklasse 2,75 (II-III) 2 (II)


Auswertung:

Aus der Untersuchung der Gewässer auf die verschiedenen Ionen geht hervor, dass das Gewässer eins leicht stärker belastet ist als das Gewässer zwei. Das Gewässer zwei ist mäßig belastet, besitzt einen neutralen pH- Wert und zeigt vor allem bei den Nitrat- Ionen eine wenigere Konzentration (im Gegensatz zu Gewässer eins) auf, wobei das Gewässer eins kritisch belastet ist, einen leicht basischen pH- Wert besitzt und eine bei den Nitrat- Ionen übermäßigt verschmutzt ist.



Erklärungen:


Wasserhärte Verschmutzungsgrad

0 - 5° dh - sehr weiches Wasser I unbelastet bis sehr gering belastet
5 - 10° dh - weiches Wasser I - II gering belastet
10 - 18° dh - mittelhartes Wasser II mäßig belastet
18 - 25° dh - hartes Wasser II - III kritisch belastet
> 25° dh - sehr hartes Wasser III stark verschmutzt

III - IV sehr stark verschmutzt

IV übermäßig verschmutzt







3.1.2. Verschmutzungsgrad des Wassers


Nach der Filtration des Wasser der Paußnitz lässt sich anhand des Filterpapiers feststellen, dass die Paußnitz sichtbar mäßig verschmutzt ist.






































3.2. Luftuntersuchung


3.2.1. Flechten als Bioindikatoren

Flechten sind so genannte Lebensgemeinschaften aus Pilz und Alge, die in symbiotischer Verbindung leben. Sie reagieren sehr empfindlich auf Luftverschmutzung, insbesondere auf Autoabgase. Im Frühstadium ihres Lebens vertragen sie kein Blei, und auch andere Schwermetalle führen bei ihnen zu bleibenden Veränderungen.
Deshalb sind sie sensible Bioindikatoren, die durch ihr Wachstum Verunreinigungen der Luft anzeigen.

3.2.2. Beobachtung und Folgerung

Im gesamten Exkursionsgebiet konnten wir keinen Flechtenwuchs feststellen. Demnach wäre die Höhe des Deckungsgrades der Flechten nach M. Domrös mit einer O festzuhalten. Für den Leipziger Raum und die Höhe des Deckungsgrades nach Domrös hat P. Gutte Zonen für den Verschmutzungsgrad des Leipziger Raums festgelegt. Nach Gutte und unseren Beobachtungen handelt es sich also um einen Flechtenwüste, die als Folge einer sehr hohen Luftverunreinigung vorhanden ist.
Somit ist für die Luftuntersuchung festgestellt, dass es sich für das Exkursionsgebiet und den Raum Leipzig um eine starke Luftverschmutzung handelt.




3.3. Verschmutzungsgrad

Wir haben anhand von Blättern des Bärlauch an 5 verschiedenen Stellen den Verschmut-zungsgrad festgestellt.

1. Im Wald beim Herrn Fechner: 2. Am Pleißewehr bei Frau Gentzsch:






3. Am Pleißewehr direkt am Wasser: 4. Am Wegrand bei Frau Hähnel:







5. Direkt am Schleußiger Weg:







Die Verschmutzung direkt an der Straße ist aufgrund der Autoabgase am größten. Sobald man in den Auwald weiter hinein geht, nimmt die Verschmutzung stetig ab. Direkt am Wasser war sie dann am geringsten. Somit lässt sich Nachweisen, dass die Einwirkungen vom Schleußiger Weg allein schon ausreichen um den Wald zu verschmutzen.


4. Maßnahmen zum Schutz des Auwaldes


 Trennung von der Auenlandschaft angepassten Erholungs- und Erlebnisbereichen von den Naturschutzräumen durch weiträumige Pufferzonen
 Verbesserung der Wasserqualität der Elster, Pleiße und Parthe (Wiederbelebung des ehemaligen Luppenlands)

 Anlegen von Naturschutzgebiete
 künstliche Überschwemmungen der Auenlandschaft in der Südaue (Wiederherstellen der ehemaligen Frühjahrshochwasser)
 Aufforsten und Anpflanzen auentypischer Bäume z.B. Esche, Stieleiche und Ahornbäume
 Schaffung künstlicher Biotope durch das Liegenlassen des Altholzes
 Beendigung der Abwassereinleitung in das Flussnetz des Auwaldes
 Ausarbeitung von geeigneten Maßnahmen zu schnelleren Wiederherstellung der natürlichen Wasserqualität;
 grundsätzliche Vermeidung weiterem Flächenentzug durch gebietsverändernde Maßnahmen
 künstliche Verbindung stillgelegter Flussarme zur \"Wiederbelebung\" der Flussarme
 neue Verkehrswege nur noch auf bereits bestehenden Trassen bauen
 keine touristische Vermarktung
 brachfallendes Ackerland soll mit standortgemäßen Holzarten aufgeforstet werden
 Erhaltung des Gleichgewichts zwischen Wald und Wild (überhöhte Wildbestände schaden Wald und Wild selbst)

 
 

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