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Saisonbeginn - elisabeth langgässer


1. Drama
2. Liebe

Elisabeth Langgässer - Saisonbeginn Die Kurzgeschichte "Saisonbeginn" von Elisabeth Langgässer beschreibt die Aufstellung eines Schildes zu Beginn der Judenverfolgung. Die Geschichte beginnt direkt mit der Beschreibung der Landschaft. Es ist ein typischer Spätfrühlingstag kurz vor Beginn der Urlaubssaison. Drei Arbeiter suchen einen Platz für ein Schild. Es kommt zu reichlichen Überlegungen, von denen jede aufgrund von schlechter Lesbarkeit verworfen wird. Auch in das Pflaster der Tankstelle konnte man das Schild nicht rammen, da sich das von selbst verbot.

     Also wird der Platz neben dem Herrenkreuz gewählt. Die Geschichte endet damit, dass man die Inschrift des Schildes erfährt, welche heißt, dass keine Juden im Kurort erwünscht sind. Man kann die Geschichte in vier Sinnabschnitte gliedern. Als erstes erfährt man etwas über den Ort und die Jahreszeit. Hier wird auch das Kreuz zum ersten Mal erwähnt. Der Zweite berichtet von den Problemen beim Aufstellen des Schildes und der Suche nach dem richtigen Ort.

     Was neben dem Kreuz geschieht und wie das Schild aufgebaut wird, erfährt man in Abschnitt 3. Abschnitt 4 führt uns auf das Schild zu, indem Langgässer ein Symbol wählt, um uns mit der Inschrift zu schockieren. Man erfährt wie in einer Kurzgeschichte üblich kaum etwas über die Protagonisten. Hierbei kann man spekulieren, ob die drei Arbeiter schon aufgrund ihrer Rolle im Dritten Reich besonders anonym dargestellt werden. Wie ein Soldat gilt für sie nur ihr Auftrag, alles andere ist Nebensache. In Zeile 66 ff.

     spiegelt sich die damalige Zeit sehr gut wieder. Die Schulkinder, die ganz und gar der Propaganda verfallen waren, und nichts anderes kannten, helfen breitwillig mit. Die Frauen geben ihrer Neugier freien Lauf und studieren das Schild gründlichst. Die Nonnen, die das Schild als Gotteslästerung betrachten gehen schnell vom Kreuz weg. Die Männer, die von der Arbeit kommen, zeigen gemischte Gefühle, da ja nicht jeder ein Freund der Propaganda war. Jedoch, und das fällt auf, gibt im ganzen Text keiner ein Wort von sich.

     Alles wird stillschweigen hingenommen. Genau daran sieht man, welche Angst in Deutschland zurzeit des Dritten Reiches herrschte. Überall konnte man in Gefahr laufen als Vaterlandsverräter auffällig zu werden. Man musste nur das Falsche sagen und der Falsche es hören. Schon war man mit einem Bein im KZ oder gleich tot. Das vorher genannte Symbol ist das Kreuz.

     Dessen Inschrift lautet: Josua Nazarea Rex Judea, was bedeutet, Jesus von Nazareth, König der Juden. Dass die Arbeiter hier das Schild aufstellen, ist quasi so zu verstehen, dass der König der Juden, der am Kreuz hängt, der Vorreiter aller Juden ist, die den Ort betreten. Es rechts aufzustellen, es ihm quasi vor Augen zu führen, ist eine Tat, die zeigt, wie rücksichtslos das Regime der Nationalsozialisten war. E. Langgässer gab dem Text den Titel "Saisonbeginn", wohl aus zwei Gründen. Den einen legitim als Beginn der Saison in einem, Kurort, die andere als Anklage des Dtritten Reiches und dessen Rassenwahn.

     Jeder, der sich mit dem Thema auseinandersetzt, weiß, welche Schmach die Juden mitmachen mussten. Langgässer will uns wachrütteln, uns zeigen, wie stumpf die Leute das Schicksal damals aufgenommen haben. Und auch heute wid in Sachen Rassismus wegsehen. Immer mehr Jugendliche sind rechtsextrem oder Rechts orientiert. Und wieso? Ihre Bildung ist teilweise nicht ausreichen um das Leid der jüdischen Bevölkerung zu sehen. Ich selbst habe halbjüdische Verwandte und weiß aus Erzählungen meiner Großmutter wie die Situation damals aussah.

     Solange man die Geschichte verfolgt, solange werden Juden bereits verfolgt. Der Rechtsextremismus sowie der Rassismus wird wohl erst enden, wenn selbst die größten Ignoranten verstehen, dass wir alle gleich sind. Und genau diese Gleichheit wollte Langgässer uns vermitteln. Sie spielt offen mit den Klischees der Zeit und des Themas. Was vor allem, wie bereits gesagt, in der Landschaft erkennbar ist. Denn selbst Hitler hatte sich seinen Wohnsitz in die gebirgige Landschaft des Berchtesgardener Lands bauen lassen.

     Und noch heute sind Bayern die konservativsten in der BRD. Andere Klischees sind z. B. das Stillschweigen und die Bereitwilligkeit jeden Befehl auszuführen. Das offene Ende ist typisch für die Kurzgeschichte und regt den Leser zu Überlegungen an.

 
 
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