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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Die doppelkrise 1886/87


1. Drama
2. Liebe



März 1884 Drei-Kaiser-Bündnis wird um 3 Jahre verlängert
- im Februar 1885 stoßen russische Truppen mit afghanischen Truppen zusammen
- bedrohen damit indische Grenze

Þ Kriegsgefahr mit England
Þ England forderte die Öffnung der türkischen Meerengen für englische Kriegsschiffe
Þ Bismarck teilte der Türkei mit, daß dies eine Verletzung des Berliner Vertrages sei und es eine Intervention
Rußlands zur Folge hätte
Þ Isolierung Englands Þ diplomatische Lösung mit Protokoll über Nordgrenze Afghanistans

- 18. September 1885 Aufstand in Ostrumelien
- Aufständische wollen die Vereinigung mit Bulgarien und verjagen die Türken
Þ 20. September 1885 Bulgarien übernimmt Ostrumelien in sein Herrschaftsgebiet
- Bulgarien war unter russischer Kontrolle
- der Fürst von Bulgarien Battenberg machte jedoch eine immer nationalistischer und von St. Petersburg
unabhängigere Politik
Þ Rußland drohte Gefahr zu laufen die Kontrolle über Bulgarien zu verlieren
Þ Rußland sah die Vereinigung als Verstoß gegen die Berliner Verträge an

· Das geheime Zusatzprotokoll des Drei-Kaiser-Abkommens sagte nämlich: "Die drei Mächte werden sich der etwaigen Vereinigung Bulgariens und Ostrumelien in den Gebietsgrenzen, die die Länder durch den Berliner Vertag angewiesen sind, nicht widersetzen, wenn diese Frage sich durch die Macht der Dinge erheben sollte."

Þ man mußte dies nicht als Bruch des Berliner Verträge ansehen
- Serbien hatte eigene Großmachtansprüche auf dem Balkan und wollte Kompensationen für die Gebietsgewinne
Bulgariens
Þ 14. November 1885 Einmarsch serbischer Truppen in Bulgarien
- Bulgarien hatte jedoch wieder Erwarten militärischen Erfolg
- Bulgarien konnte nur noch durch österreichische Drohungen davon abgehalten werden Serbien zu besetzen
Þ Rußland gelang es nicht mehr in Bulgarien eine rußlandfreundliche Regierung einzusetzen
Þ Verschlechterung der österreichisch-russischen Beziehungen, da Österreich die Unabhängigkeit Bulgariens
förderte
- Rußland erwog die Aufgabe Österreichs und engere Beziehungen zu Frankreich
Þ Gefahr eines russisch-österreichischen Krieges
- Bismarck erklärte gegenüber Rußland er könne keinesfalls garantieren, daß Deutschland in einem russisch-
österreichischen Krieg neutral bleibt
- gegenüber Österreich erklärte er, wenn Österreich einen Krieg mit Rußland provoziert so sehe er die
Bündnisverpflichtungen nicht für gegeben
® Rußland wollte das Drei-Kaiser-Abkommen nicht mehr
- er wurde 1887 nicht weiter verlängert
- Bismarck wollte das gescheiterte Drei-Kaiser-Bündnis durch neue Bündnisse ersetzen
· er wollte jedoch kein antirussisches Bündnis und eine eingleisige Politik zu Österreich um einen Zweifrontenkrieg zu verhindern

- Bismarck verfolgte auch keine militante Politik gegenüber Frankreich
- er versicherte Rußland sogar, daß er es selbst im Falle eines Angriffs auf Deutschland als Großmacht erhalten
wolle
- 20. Februar 1887 Verlängerung des Dreibundes
- 12. Februar 1887 die von Bismarck geförderte Mittelmeerentente zwischen Italien und England kam zum

Abschluß
· gegenseitige Hilfe bei Angriffen im Mittelmeerraum

· status quo im Mittelmeer bewahren
- 23. März 1887 trat Österreich dieser Entente bei

· status quo im Orient
Þ Bismarck wollte England an der Seite von Österreich und Italien, damit Österreich auf dem Balkan gestärkt

wird
Þ so daß Deutschland bei einem russisch-österreichischen Krieg nicht eingreifen muß, damit Österreich nicht

unterliegt
- so konnte Deutschland neutral bleiben und seine Kräfte für eine Konfrontation mit Frankreich sparen

12. Der Rückversicherungsvertag mit Rußland

- um ein russisch-französisches Bündnis zu verhindern war Ersatz für das Drei-Kaiser-Abkommen nötig
- Schuwalow (russischer Botschafter in Berlin) bot am 6. Jannuar 1887 ein antiösterreichisches Bündnis an
Þ Bismarck lehnte ab
- am 11. Mai legte Schuwalow erneut einen Zweibund vor, in etwas abgeschwächter Form
- am 18. Juni 1887 wird der Rückversicherungsvertag zwischen Deutschland und Rußland unterzeichnet
· versichern sich gegenseitig wohlwollende Neutralität im Falle eines Angriffs einer Großmacht
· bestätigte Rußlands Einfluß in Bulgarien
· Unterstützung der russischen Politik in der Meerengenfrage (keine Öffnung für feindliche Aktionen)
· auf drei Jahre abgeschlossen, geheim gehalten

· ganz geheimes Zusatzprotokoll:
· Neutralität Deutschlands bei der Besitzergreifung eines Teils oder der ganzen Meerengen zwischen Mittelmeer und Schwarzen Meer durch Rußland; "Schlüssel des Reiches"
- Widerspruch zum status quo am Mittelmeer der Mittelmeerentente
- kein völkerrechtlicher Widerspruch, da Deutschland nicht beigetreten
- "Schlüssel zum Reich" sehr vage formuliert und Frage der Auslegung; juristisch nicht relevant
- man setzte in Deutschland nicht all zu viel Vertrauen in den Vertrag

· Herbert von Bismarck sagte: er bilde immerhin "eine Art Druck auf den Zaren" und würde den Deutschen "im Ernstfall die Russen wohl doch 6-8 Wochen länger von Halse" schaffen
· Otto von Bismarck meinte dem Kaiser gegenüber: "Wäre Rußland für die nächste Zukunft ganz ohne Vertag mit uns oder Österreich, so würde uns jede Kontrolle der Bahnen, welche die russische Politik gehen könnte fehlen."

- es gibt auch weiterhin Spannungen zwischen Deutschland und Rußland (Wirtschaft)
- Rußland erhöht die Abgaben in Polen für Ausländer
Þ November 1887 der deutsche Reichstag beschließt die Erhöhung der Schutzzölle auf dem Agrarsektor
Þ deutsche Presse verkündete: die Hälfte der russischen Staatsverschuldung in den Händen Deutschlands

Þ Rubel sank
Þ 10. November 1887 Lombardverbot Þ deutsche Banken dürfen keine russischen Wertpapiere als Pfand für

Kredite annehmen
Þ Preiskrieg

- Spannungen über Thronfolge in Bulgarien
- am 14. August 1887 wird Ferdinand zu Sachsen-Koburg-Gotha als Fürst von Bulgarien gekrönt (mit der
Unterstützung von Österreich, Italien, England)

- Rußland lehnt den Thronfolger ab
Þ auf Grund des Rückversicherungsvertrages Deutschland auch
Þ Rußland verlegt Truppen an die österreichische Grenze
Þ in Österreich und Deutschland kommen Gedanken über einen Preventivkrieg gegen Rußland auf
- Bismarck lehnte dies jedoch ab, weil er glaubte, daß man Rußland nicht zersplittern könne und daß selbst bei
einem Sieg Rußland später immer Revancheabsichten haben würde
- Deutschland erließ 1887 eine Wehrvorlage, die das Heer um 700.000 Mann verstärkte


13. Das Ende Bismarcks


- 9. März 1888 starb Kaiser Wilhelm I.
Þ 99 Tage Regierung von Kaiser Friedrich III.
- 15. Juni 1888 Tod von Kaiser Friedrich III.
Þ Wilhelm II. wurde Kaiser von Deutschland
- in den 80iger Jahren wieder verstärkt Interesse an Kolonien in Deutschland
- für Bismarck war die europäische Politik wichtiger, als Kolonien

· Bismarck: "Die Freundschaft Lord Salisbury ist mir mehr wert, als zwanzig Sumpfkolonien in Afrika."

Þ er ließ sich aufgrund der verschlechterten Sicherheitslage für Deutschland
- Revancheabsichten von Frankreich auf dem Vormarsch
- verschlechterten Beziehungen zu Rußland
nicht auf Experimente ein und lehnte die Gründung von neuen Kolonien ab
Þ er wollte einen Vertrag mit England gegen einen französischen Angriff Þ England lehnte ab
Þ Bismarck wollte eine Verlängerung des Rückversicherungsvertrages mit Rußland 1890
Þ Abschwächung des wirtschaftlichen Drucks
- Preventivkriegstrategen in Deutschland befürchten Rußland könnte sein Militär ausbauen
Þ üben Druck auf den Kaiser aus
- Bismarck kann sich zwar durchsetzen, aber erster Bruch mit Kaiser
Þ Anfang vom Ende
Þ der Kaiser nimmt eine rußlandfeindliche Haltung ein und ein österreichfreundliche ® er tritt offen gegen
Bismarck auf

· Kaiser sagt zu Österreich: "Aus welcher Ursache immer Sie mobilisieren, ob wegen Bulgarien oder sonst - der Tag Ihrer Mobilisierung ist auch der Mobilisierungstag für meine Armee, und da können die Kanzler sagen was sie wollen."

- dem Kaiser stand ein starker Kanzler von Anfang an im Weg
- 1889 muß das Sozialistengesetz verlängert werden
- Wilhelm ist für eine abgeschwächte Form; Bismarck will das nicht zulassen
Þ Sozialistengesetz wird gar nicht verlängert
Þ Kanzler wird immer stärker politisch isoliert
- 15. März 1890 wurde Bismarck von Wilhelm II. aufgesucht
- Wilhelm warf Bismarck Vertrauensbruch und Fehleinschätzung der außenpolitischen Lage vor
- Wilhelm II. ging davon aus, daß Rußland kriegerische Absichten habe und zum Angriff rüste
Þ man müsse Österreich warnen
- Bismarck bezeichnete die deutsch-russischen Beziehungen als gut und klar und daß man nicht von einem
solchen Angriff ausgehen könne
Þ Morgen 17. März 1890 verlangte der Kaiser den Rücktritt Bismarcks
- er sollte sein Rücktrittsgesuch noch am Nachmittag zum Gegenzeichnen ins Schloß bringen
- Bismarck lehnte dies ab, denn er müsse erst eine Begründung für den Rücktritt schreiben
- 18. März um 20 Uhr schickt Bismarck sein Entlassungsgesuch ab

- Begründungen:
· Regelung der misteriellen Verantwortlichkeit, er bestehe dabei auf seine verfassungsgemäße Verantwortung
· er sah sich nicht in der Lage die Außenpolitik Wilhelms in Bezug auf Rußland zu übernehmen
· er wies auf seine erworbene Autorität unter zwei Kaisern hin
- 20. März Entlassungsgesuch wurde angenommen
- Bismarck erhielt: Titel Herzog von Luxemburg + Erhebung zum Generalfeldmarschall
- nach am gleichen Tag bestellte der Kaiser Bismarcks Nachfolger: General Leo von Camprivi
Þ Camprivi hatte keinerlei politische Erfahrungen Þ Marionette des Kaisers
- in der Presse drückte der Kaiser sein Bedauern über den Rücktritt Bismarcks aus
- vor Generälen prangerte er seinen Ungehorsam an
- im Ausland wurde der Rücktritt Bismarcks mit Sorge um die Zukunft und Achtung für den "Garanten des
Friedens" aufgenommen
- auch sein Sohn Herbert reicht am 21. März sein Entlassungsgesuch ein


- Bismarck zog nach Friedrichsruh
- gab dort Interviews über Innen- und Außenpolitik an die Presse
- der Rückversicherungsvertrag wurde von Camprivi am 4. Juni 1890 nicht weiter verlängert
Þ Bismarck sah sein Lebenswerk "den Bach runtergehen"
- er sprach sich immer wieder für ein gutes Verhältnis zwischen Deutschland und Rußland aus
- Deutschland strebte nun ein Bündnis mit England an
- 1. Juli 1890 Kolonialabkommen wurde unterzeichnet
· regelte die Grenzen der Kolonien; er kam jedoch kein Bündnis zustande

· Bismarck: "Wenn man aber bei uns mehr Gewicht auf die Freundschaft Englands legt, als England auf die unsrige, so wird damit die Selbstüberschätzung Englands uns gegenüber und die Überzeugung, daß wir uns geehrt fühlen, wenn wir ohne jede Gegenleistung für englische Zwecke ins Feuer gehen können, befestigt."

Þ Rußland war isoliert und suchte neue Verbündete
- 1892 russisch-französischen Militärkonvention
Þ 1983 russisch-französischer Bündnisvertrag
- Sommer 1892 Hochzeit von Sohn Herbert in Wien
Þ Bismarck reist am 18. Juni nach Wien
Þ Erlaß: die deutsche Botschaft solle Einladung zur Hochzeit ablehnen
Þ Wilhelm schreib Franz Joseph er solle Audienz von Bismarck ablehnen Þ tat dies auch

- Bismarck in Wien gefeiert
Þ Bismarcks Verhältnis zu Wilhelm verschlechterte sich sehr stark
- die gesundheitliche Lage Bismarcks verschlechterte sich
Þ Kaiser sah sich zur Aussöhnung genötigt
Þ Besuch des Kaisers am 19. Februar 1994 in Friedrichsruh Þ Scheinaussöhnung
- Sticheleien des Kaisers gingen weiter
- Johannas gesundheitliche Lage wurde auch schlechter
- Frau Johanna starb am 27. November 1894

Þ Bismarcks Lebenswillen wird schwächer
- Bismarck stirbt am 30. Juli 1998 in Friedrichsruh

 
 




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