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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Biografie. ein spiel


1. Drama
2. Liebe

2.1 Die Entstehung Frisch geriet nach zahlreichen ähnlich gestalteten Werken in eine Sackgasse und versuchte, in den folgenden Texten eine neue Dramaturgie zu schaffen und eine neue Form des Theaters zu kreieren. Vor allem von Parabeln, die dem Zuschauer oder Leser unweigerlich eine Lehre einbläuen, distanzierte er sich. Laut Frisch wiederspreche jegliche Belehrung, die Parabeln auf der Bühne erzeugen, den alltäglichen Erfahrungen.

"Es geht nicht darum, dass ich mich in der Parabel nicht mehr wohlgefühlt habe... die Parabel hat doch immanent etwas Didaktisches; sie will etwas zeigen, oder die Form drängt zu einer Message, die mir gar nicht so sehr am Herzen liegt."[2]

Frisch rückte von seinen bisherigen Grundpositionen ab, indem er dem modernen Theater durch Rollenspiele, Zufälle und unglaubliche Überraschungen eine neue Struktur gab.

Biografie sollte eine Komödie werden und den Trott, in den Frischs Werke gefallen waren, endlich durchbrechen. Tatsächlich zeigte das Theaterstück einen veränderten Max Frisch, denn zum ersten wies Biografie, ähnlich wie dem vorangehenden Werk Mein Name sei Gantenbein, einen tagebuchartigen Aufbau auf, was beim deutschen Theater neu war. Zum zweiten basierte das Stück nicht auf einer epischen Struktur, sondern war nur an deren Form angenähert, ansonsten verzichtete Frisch auf das epische Grundgerüst.





2.2 Das Möglichkeitsspiel



Max Frisch ging von der These aus, dass der Verlauf des Lebens nicht auf Vorbestimmung beruhe, sondern nur eine Möglichkeit von vielen Varianten sei und durchaus ganz anders hätte verlaufen können. Zwar habe man unweigerlich mit der Zeit eine Biografie[3], aber die Variantenvielfalt verändere sich dadurch nicht.

Mit diesen Thesen stellte er sich gegen die politischen Weltbilder der 60ger Jahre. Damals war die Ansicht verbreitet, dass sich hinter jedem Ereignis eine Gesetzlichkeit verstecke.

Frisch wollte diese scheinbar altmodischen Ansichten durch moderne Anschauungen ersetzen. Durch die Hauptperson Kürmann versucht er in Biografie. Ein Spiel, die Weltbilder komödiantisch zu hinterfragen. In Biografie geschieht nämlich, was die Realität nicht gestattet: den Lebensfaden zurückzuspulen und ihn an jeder beliebigen Stelle neu zu spinnen. In einem Brief an Walter Höllerer beschrieb er Biografie. Ein Spiel als "Variantentheater" und "Möglichkeitsspiel". So erhält Kürmann, die Hauptfigur, die Möglichkeit, Szenen aus seinem Leben zu wiederholen und einen anderen Verlauf herbeizuführen. Auf Grund Frischs Wunsch, alte Ansichten zu überwinden, müsste man meinen, Kürmann könnte alle seine Fehler beim zweiten Versuch ausmerzen. Doch es gelingt ihm nur wenige Male, sein Leben wirklich zu ändern, alle anderen Abänderungen bleiben Variationen des Banalen.

Deshalb wurde dem Stück die parabelhafte Aussage entnommen, dass sich die Biografie auch im Wiederholungsfalle nicht abändern lasse. Doch dies hatte Frisch gar nicht vermitteln wollen, im Gegenteil. Biografie wurde wegen seiner missverständlichen Aussage, die laut Frisch komödiantisch aufgefasst werden müsste, oft falsch gedeutet. Frisch sagte, er habe "es als Komödie gemeint"[4], doch das Publikum nahm sein Werk als Tragödie auf, da ihnen Kürmanns Geschichte nicht heiter, sondern tragisch erschien. Es kostete Frisch einige Mühe, die falschen Interpretationen des Publikums und der Kritiker richtig zu stellen.





2.3 Die Handlung



Hannes Kürmann, ein erfolgreicher Verhaltensforscher, erhält die Chance, seinen Lebenslauf nach Belieben abzuändern. Er darf eigens bestimmen, welche Szenen er wiederholen möchte, um einen jeweils anderen Lebensverlauf zu bezwecken. Seine Reise in die Vergangenheit muss er nicht alleine bestreiten. Der objektive Betreuer, der im Theaterstück als "Registrator" bezeichnet wird, begleitet Kürmann durch alle Szenen, berät ihn und weist ihn auf Fehler und Wiederholungen hin. Hat Kürmann eine Situation anders bestritten als in seiner ´ersten Biografie´, notiert der Registrator die Abänderung in das Dossier, in welchen Kürmanns Lebensdaten als eine Art Tagebuch festgehalten werden.

Doch auch diese verlockende Gelegenheit hat ihre Spielregeln. Kürmann kann ein Geschehnis nicht allein durch seinen Wunsch ändern, im Gegenteil, er muss die Szene selbst spielen und die Änderung eigenhändig herbeiführen. Nur was er selber ändert, notiert der Registrator im Dossier. Zudem kann Kürmann das Verhalten seiner Mitmenschen nicht beeinflussen, diese sind in ihrer Wortwahl und Handlung frei. "Was sie wählen können, ist ihr eigenes Verhalten."[5], sagt der Registrator zu seinem Schützling.

Eine weitere Einschränkung ist, dass Kürmann seine Fähigkeiten nicht leugnen kann. Alles, was ihm als Persönlichkeit gegeben ist, darf er nicht verändern. Immerhin besteht aber die Möglichkeit, Vorhandenes nach Gutdünken einzusetzen. So darf er beispielsweise seine Intelligenz nicht vermindern, aber es steht ihm frei, sie zu gebrauchen oder nicht, oder sie zu spezialisieren, beispielsweise als politische Intelligenz oder als Fachintelligenz.

Kürmann versucht als erstes, seine Ehe mit der gescheiten und schönen Antoinette zu verhindern, da er ihr die Schuld für sein unglückliches Leben gibt. Er wiederholt die Szene des ersten Treffens mehrmals, bewirkt jedoch keine Veränderung. Welche Massnahmen er auch ergreift, seine Ehe kann er nicht verhindern. Kürmann merkt, dass nicht seine Frau, sondern er selbst für sein Unglück verantwortlich ist.

Er resigniert und versucht als nächstes, seine Jugend zu ändern. Kürmann begegnet seinem Mitschüler Rotz, dem er einen Schneeball ins Gesicht geworfen hatte, und der deswegen blind geworden war. Später trifft er seine damalige Geliebte namens Helen und gleich danach seine erste Gattin Katrin, die sich nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Thomas umgebracht hat. Doch auch hier gelingt es ihm nicht, eine einschneidende Veränderung zu bezwecken.

Enttäuscht über sein Unvermögen, die zweite Biografie besser zu gestalten, tritt er in die Kommunistische Partei ein. Dieser Schritt kostet ihn zwar die Professur, wirkt sich aber nur wenig auf seinen Werdegang aus. Auch die weiteren Versuche, sich von Antoinette zu trennen, scheitern. Um Antoinette endgültig aus seinem Leben zu scheuchen, weiss er keine andere Lösung, als sie umzubringen. Er schiesst fünf Mal auf sie, doch er lässt die Abänderung der Biografie nicht im Dossier eintragen, folglich bleibt die erste Biografie die definitive. Am Ende des Stückes unterscheidet sich die endgültige Lebensvariante nur geringfügig von der ersten Biografie, doch immerhin gelang es Kürmann, überhaupt eine Veränderung durchzusetzen. Kürmann ist von allen Werken Frischs die einzige Person, der eine Änderung der Biografie gelingt. Hier zeigt sich wieder Frischs Absicht, sich von früheren Werken zu distanzieren.



2.5 Der Aufbau und die Sprache



Das Stück besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil kehrt Kürmann in die Vergangenheit zurück, im zweiten erforscht er die Zukunft. Die Unterbrechung zwischen dem ersten und dem zweiten Teil ist absichtlich gesetzt: hier ist die Pause einkalkuliert. Das Stück sieht dreiunddreissig Sprechrollen vor, daneben werden aber auch noch Bühnenarbeiter, Armeesoldaten und Balletttänzerinnen gebraucht.

Das Stück setzt sich aus vielen Komponenten zusammen: nebst den Schauspielern, die den aktiven und folglich unübersehbaren Part übernehmen, werden viele dramaturgische Hilfsmittel eingesetzt. Das häufig wechselnde Bühnenbild schafft nicht nur Abwechslung, sondern symbolisiert den Lebensverlauf, der sprunghaft wechseln kann und dessen Schauplatz der steten Veränderung unterliegt. Auch das Spiel mit zwei verschiedenen Lichtsorten und die wiederkehrenden Hintergrundgeräusche, zum Beispiel die Klaviertakte, erzeugen Spannung und bieten Auge und Ohr ein abwechslungsreiches Bühnenbild.

Die Sprache ist modern und gut verständlich. Da Kürmann von der Mittelschicht stammt, spricht er gesittet und nur sehr selten ausfallend. Auch Antoinette und der Registrator sprechen eine gepflegte Sprache. Die kurzen und prägnanten Sätze tragen zum Verständnis bei und verdeutlichen die gespannte Stimmung, in der Kürmann sich befindet.

 
 
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