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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Antigone - inhalt - personen - interpretation


1. Drama
2. Liebe



Personen: ANTIGONE, Verlobte von Hämon

ISMENE, Schwester Antigones
KREON, König von Threben

HÄMON, sein Sohn
EURIDIKE, Frau von Kreon
CHOR, Vermittlerrolle zwischen den Personen kommentiert Handlung
TEIRESTIAS, ein blinder, weiser Seher

WÄCHTER
BOTE



Personencharkterisierung



Antigone:

- handelt nach Gotteswille
- entschlossen, handelt nach religöser Motivation

- Hybris, Verstoß gegen Gesetzt
- widersetzt sich Kreon
- keicht blauäugig, nicht vorausschauend, stur, stolz
- keine Diplomatie, mit Kopf durch Wand
- beklagt sich nicht, dass sie sterben muss




Kreon:
- Staat wichtiger als Religion für ihn
- handelt nach Staates- und Gesetzteswille
- Hybris wirkt sich aufs ganze Volk aus
- nicht nur Konflikt zwischen Kreon und Antigone, auch mit Sohn und Frau
- Gesetz wichtiger als Moralvorstellung
- nimmt dafür auch Zerstörung seines eigenes Lebens in Kauf


Besonderer Konflikt ANTIGONE ist eine FRAU



Ismene:

- Schwester Antigones
- passiver als Antigone, vernünftiger

- ausgleichend, ruhig will keinen Ärger
- auf Seite der Irdischen Macht




Hämon:

- Antigones Verlobter
- verbissen, versucht Kreon zu überzeugen, A. leben zu lassen

- will sie selbst befreien
- würde alles für A. tun
- um endlich mit A. zusammen sein zu dürfen, ersticht er sich · starke, echte Liebe




Chor = Volk

_ einerseits auf Antigone′s Seite, andererseits Ratschläge
_ ängstlich, da Kreon strenger Herrscher
_ steht Kreon′s Handeln skeptisch gegenüber




Hämon:


_ mag Vater, hat viel Respekt vor ihm
_ widerspricht eigentlich nicht, da Kreon guter Herrscher
_ ist schockiert über Kreons Sturheit und Unbelehrbarkeit
_ versucht mit allen Mitteln Kreon zu besänftigen und sein Urteil zurückzunehmen
_ kann sein Handeln nicht nachvollziehen
_ erzürnt Kreon, da er ihm mit Selbstmord droht · trotzdem keine Umstimmung




Teiresias:

_ Freund und Ratgeber Kreons

_ gegenseitige Sympathie vorhanden
_ hält ihn für gut
_ lange für Kreon tätig · durch seinen Rat bestieg Kreon Thron
_ kann Handeln nicht nachvollziehen und ist dagegen
_ weiß, dass Kreon Zorn der Götter auf sich zieht
_ versucht, ihn umzustimmen · scheitert
_ weiß, dass Kreon Sohn verliert, wenn er Urteil vollstrecken lässt
_ will es ihm nicht sagen
_ erzürnt über Sturheit Kreons · erzählt von Hämon′s bevorstehenden Tod
_ kein Verständnis für Kreon′s Handeln / Sturheit · verärgert, dass Kreon nicht auf seine Prophezeiung reagiert



Aufbau
Prologos: Antigone erzählt Ismene von ihrem Vorhaben, ihren Bruder zu bestatten.
Parados: Einzugslied des Chors
Erstes Epeisodion: Kreon gibt sein Entscheid ab, Wächter berichtet von der Tat.
Erstes Stasimon: Lies des Chor
Zweites Epeisodion: Antigone wird erwischt, Auseinandersetzung Kreons und Antigones
Zweites Stasimon: Lied über das Unheil, die Macht der Götter, die Verblendenheit der Menschen und den Labdakidenfluch.
Drittes Epeisodion: Auseinandersetzung zwischen Haimon und Kreon
Drittes Stasimon: Über Eros und das Familienrecht
Viertes Epeisodion: Antigone wird zu Grab geführt
Viertes Stasimon: Grabgesang des Chores
Fünftes Epeisodion: Gespräch zwischen dem blinden Seher und Kreon
Fünftes Stasimon: Lied über Dionysos
Exodus: Bote berichtet Eurydike über die Ereignisse




Interpretationen
Antigone zeichnet der Modellfall eines Streites. Zwei Positionen stehen sich gegenüber. Kreon, der starke. Autoritäre Führer des Staates vertritt die Interesse des Gemeinwesens. Als der gegen die eigene Vaterstadt kämpfende Bruder Antigones vor den Toren der Stadt fällt, verbietet Kreon bei Todesstrafe seine Bestattung. Antigone als Schwester vertritt die Gegenposition und fühlt sich an das weit ältere Gesetz der Sippe gebunden, das den Familienangehörigen zur Pflicht macht, die eigenen Toten würdig zu bestatten, vor allem dann, wenn es sich um Geschwister handelt. Sophokles lässt keinen Zweifel daran, dass Kreon im unrecht ist. Zwar lässt er ihn durch den Mund des blinden Seher Teiresias las einen Herrscher bezeichnen, der \"den Staat auf gradem Kurs\" hielt. Aber der gleiche Seher verkündet dem Tyrann auch, dass er moralisch gefehlt hat, als er verbot den Leichnam zu bestatten. Kreon wird das Opfer der beiden schlimmsten Gefährdungen, die nach Meinung der Griechen den Menschen befallen können: Hybris, die menschliche Anmassung und Überheblichkeit, und ate, die Verblendung. Diese beiden größten Versuchungen stehen als positive Richtpunkte, die als Göttinnen verehrten sittliche Werte der Metis (Weisheit und guter Rat), Themis (Sitte und Ordnung) und Dike (Ausgleich und Gerechtigkeit), gegenüber, gegen alle drei hat Kreon verstoßen. Antigone ist auch nicht ohne Schuld. Vergebens mahnt Ismene sie zur Besonnenheit. Die trotzige Härte, mit der Antigone das ganze Stück hindurch ihrer Schwester gegenübertritt und mit der sie diese auch dann noch zurückstößt, als Ismene mit ihr den Tod gehen will, ist ihre tragische hamartia, ihr Fehlverhalten, das als moralischer Widerspruch in ihrem Handeln zum Ausdruck kommt. Und doch schleudert sie ihrer Schwester trotziger Anmaßung ihren Hass ins Gesicht. Auch sie verstößt das ethische Gebot der Wohlberatenheit und weisen Mäßigungen. Die Unfähigkeit, zu weichen und sich unterm Sturm zu ducken, wird vom Chor immer wieder warnend als Gefahr beschrieben. Diese Warnung durch zieht in wechselnden Bildern die ganze Tragödie, meist vom Chor vorgetragen, aber auch von Haimon und Ismene. Sie geht sowohl an Kreon als auch an Antigone. Beide gehen schließlich an ihrer Hybris zu Grunde.

 
 




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