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philosophie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Kreativität

Heute klonen - morgen unsterblich





Welcher Schüler spielte sich nicht schon mal mit dem Gedanken, einen Doppelgänger zu haben, der ihn an seinen Testterminen einfach vertreten würde. Vor einigen Jahren war es nur ein Gedanke - heute könnte es schon Realität sein.

Die besten Forscher der Welt arbeiten unermüdet an Projekten die es ermöglichen sollen Menschen zu klonen. Der Startschuss viel bereits im Jahre 1997. Dort ereignete sich ein Highlight der Klongeschichte. Schottische Wissenschaftler schafften einen ersten Klonversuch eines Schafes namens "Dolly". Die logische Folge war für alle klar - nun muss ein Menschenklon her. Jedoch will sich niemand an die missglückten Versuche von 1993 erinnern. Damals hatte ein US-Forscher - mit Genehmigung der Ethikkommission - aus 17 Embryonen 48 produziert, sechs Tage am Leben erhalten und dann einfach weggeworfen.

Auch du bist davon betroffen! Denn die Jugend von heute - ist die Zukunft von morgen! Es hängt von dir ab, ob du ein Befürworter für das Klonen bist oder strikt für das Menschenklonverbot. Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht? Es gibt keine Zweifel, dass man es machen kann. Die entscheidende Frage ist, ob man es machen will!

Klonen und Gentechnik regt die Phantasie des Menschen immer mehr an. Der beste Beweis dafür ist der Film "Jurassic Park". Seit dem Erscheinen diesen Filmes fand die Gesellschaft Gefallen an dem Gedanken "AUS EINS MACH' ZWEI".

Klonen in seiner bisherigen Form hat übrigens nichts mit Gentechnologie zu tun und sollte auf gar keinen Fall damit verwechselt werden.

Wie weit Forscher gehen könnten, zeigte eine Vision, die in den Vereinigten Staaten die Runde machte. Aus einem Katalog mit Bildern von Kindern und einem Begleittext über ihren akademischen und sozialen Erfolg, kann man deren geklonte Embryos, ähnlich wie einen Toaster bei Quelle, bestellen. In Samenbänken der USA ist es üblich, dass man schon Samen von anderen Menschen kaufen kann, dem eine Auskunft über die akademische \"Performance\" ihres Produzenten beteiligt.



Oder ein Kind ist mittlerweile schon etwas älter, wieso soll man nicht den Wunsch haben, seinen Zwilling sechs Jahre später auf die Welt zu bringen? Eine Frau kann so ihre eigene Zwillingsschwester gebären.
Was könnte Klonen nutzen?Manchmal scheint es, als würde nur aus wissenschaftlichem Ehrgeiz, ohne moralische Bedenken, geforscht werden. Aber sieht man genauer hin, würden sich da schon einige mehr oder weniger sinnvolle Anwendungsgebiete finden lassen. Doch manchmal sind diese auch sehr fragwürdig...

In den USA weist eine Statistik auf die Zahl der "wartenden" Patienten auf eine Transplantation. Es steht außer Frage, dass diese Menschen Hilfe benötigen, aber sollen dafür tatsächlich sogenannte menschliche Ersatzteillager erschaffen werden?

Man hört viel in den Medien, doch was soll man darüber denken? Vor- und Nachteile, Voraussagen, Vermutungen... Wer weiß denn eigentlich so genau bzw. kann vorhersehen, was mit den Klonen später passieren wird? Das Risiko der Klon-Sterblichkeit ist einfach zu groß. Das Schaf Dolly wurde erst nach 277 vergeblichen Versuchen geschaffen. Wie wäre es dann erst beim Versuch von Menschenklonen? Sollte es ein Menschenklon dennoch überleben, weiß man nur sehr wenig über die medizinischen Folgen für die Überlebenden.

Wie soll man dieses heikle Thema wohl handhaben? Immer wieder tauchen neue Fragen auf. Die weltweite Resonanz auf das Klonen ist überwiegend ablehnend. Der französische Präsident, Francois Mitterand, war entsetzt, die vatikanische Hausgazette warnte, dass diese Entwicklung "in einen Tunnel des Wahnsinns führen" würde. Auch die Mehrheit der Gesellschaft in den USA ist definitiv gegen das Klonen.

Das mögliche Klonen von Menschen hat in vielen Ländern den Wunsch nach ethischer Bewertung und politischer Entscheidung ausgelöst. Wäre die Bundesregierung nicht gut beraten, sich für ein weltweites Verbot gegen das Klonen von Menschen auszusprechen?

Denn wer würde dann die Verantwortung für die Klonen übernehmen? Oder wäre er auf sich selbst gestellt? Stell dir doch mal vor du wärst ein Klon und jeder sieht dich nur als ERZEUGNIS eines PROJEKTS an. Kein schönes Gefühl was?


Es wäre ethisch nicht vertretbar, Menschen ohne Familie auf die Welt kommen zu lassen, Menschen, die keinen Vater und keine Mutter haben! Es gäbe nur den Hersteller, den Schöpfer, der den Auftrag für die Kopie erteilt hat. Aber wer würde dem Klon Liebe, Aufmerksamkeit, und Geborgenheit bieten können? Wer würde sich um deren Ausbildung kümmern, damit es später im Leben selbstständig zurecht kommen kann? Das sind alles Vorzüge die wir von unseren Eltern geschenkt bekommen - doch wer sorgt sich um das Klon? Das Klonen wirft Fragen über Fragen auf, doch keiner kümmert sich um die. Hauptsache es wird einmal herum experimentiert.

Es ist unter Wissenschaftlern, Medizinern und Philosophen heftig umstritten, ab welchem Zeitpunkt Leben beginnt und ob man schon mit der Befruchtung einer Eizelle von einem menschlichen Individuum sprechen kann. Doch andererseits wer ist denn dazu berechtigt, zu entscheiden wer leben darf und wer nicht.

Riskieren oder opfern wir nicht die Existenzberechtigung unserer genetisch, vielleicht nicht ganz, einwandfreien Kinder? Wer kann sagen, was es für die Psyche eines Menschen bedeutet, nur als "Kopie" auf die Welt zu kommen?




Was gibt´s für herrliche Geschöpfe hier!
Wie schön der Mensch ist! Schöne neue Welt,

Die solche Bürger trägt!

(Shakespeare: Der Sturm)

 
 




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