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philosophie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Das leben des buddha





Der Buddhismus hatte das zyklische Weltbild übernommen: Wenn alle Ereignisse ohne Ende und Anfang passieren und sich dies immer wiederholt, wird die Frage nach einer genauen Datierung unwichtig.
Darum ist die exakte Lebenszeit des Buddha unter den Wissenschaftlern noch immer nicht bestimmt. Das Geburtsjahr könnte man um 560 und das Todesjahr um 480 v. Chr. annehmen. In den ungefähr achtzig Jahren seines Wirkens hielt der Buddha sich bei relativ beieinander liegenden Orten im südlichen Himalayavorland auf. Geboren wurde er in Lumbini, als Sohn eines Adeligen. Er erhielt den nahmen Siddhartha Gautama und verbrachte seine Jugend ohne materielle Not, in der Hauptstadt der Shakya, an dessen Spitze sein Vater stand und herrschte.
Mit sechszehn Jahren musste Siddhartha eine gleichaltrige Cousine heiraten. Doch in seinem 29. Lebensjahr, unmittelbar nach der Geburt seines Sohnes Rahula, gab er Familie und Heimat auf. Die Gründe lagen in der Begegnung mit dem Leiden. Es heißt, dass der junge Siddhartha viermal sein Heim verließ, um sich zu vergnügen. Beim ersten Mal begegnete ihm eine greiser Mann, der mühsam voran schritt. Er fragt den Wagenlenker, ob das mit allen Menschen unausweichlich passiert und erhielt ein "Ja" als Antwort. Bei der zweiten Ausfahrt erblickt er einen Schwerkranken und bei der dritten einen Toten. Nun wusste er, dass Alter, Krankheit und Tod die unausweichlichen Folgen des menschlichen Lebens sind. Seine Vergnügungen verloren ihren Reiz und der Luxus eines Prinzen erschien ihm wertlos, durch deren Vergänglichkeit und den damit verbundenen Leiden. Bei der vierten Ausfahrt sah er einen Bettelmönch, der in heiterer Gelassenheit alles Irdische abgelegt hatte und Siddhartha sah einen Ausweg aus seiner traurigen Verfassung. Er beschloss sein sorgloses Leben gegen ein Leben ohne Heimat einzutauschen. Mittellos und nur in ein Gewand der Asketen gekleidet ging er.
Zwei Yogis verschafften ihm zwar höhere Bewusstseinszustände, aber das befriedigte ihn nicht. Er zog weiter und übte sich in strengster Enthaltsamkeit, die fast bis zum Tode führten:
"... Wenn ich meine Bauchhaut fassen wollte, fasste ich mein Rückgrat und wenn ich mein Rückgrad fassen wollte, fasste ich meine Bauchhaut:..." "...Und um meinen Körper zu beleben rieb ich mir die Glieder..." "...Wie ich da die Glieder mit der Hand rieb, fiel die Behaarung, deren Wurzeln verfault waren, mir vom Leib ab, infolge dieser geringen Nahrungsaufnahme."
"...Da sagte ich zu mir: »Alle Asketen und Brahmanen, welche durch asketisches Verhalten sich so sehr kasteit haben, sind höchstens bis zu dieser Stufe gelangt und nicht weiter. Durch diese harte Peinigung erlange ich nicht die Übermenschliche Vollkommenheit, die volle Herrlichkeit edlen Wissens und Schauens. Der Weg zur Erleuchtung muss wohl ein anderer sein. ...", *1
Schließlich nahm er unter einem Feigenbaum am Ufer eines Flusses, in der Nähe des heutigen Bodh - Gaya, Platz. Dort wurde ihm unter tiefer Meditation die ersehnte Erleuchtung zuteil, und seit dem Moment war er der Buddha, der Erwachte. Er ging nach Benares, wo er im Gazellenhain von Sarnath vor fünf Mönchen seine Predigt hält. Sie waren zuerst misstrauisch, doch der Buddha nahm sie durch seine Worte für sich ein. Sie hörten ihm zu. Seine Predigt beinhaltet Die Vier Edlen Wahrheiten und den mittleren Weg, dem, zwischen den Extremen, von hemmungsloser Genusssucht und harten Selbstzucht. Es ist eine Lehre für alle Menschen, über die Kastengrenzen hinweg. Zum Zeitpunkt der Erleuchtung war Buddha etwa 35Jahre alt. In den folgenden 45Jahren bis zu seinem Tod zieht er predigend durch das nördliche Indien und fand immer mehr Anhänger. Die Erkennungsmerkmale waren später der kahlgeschorene Kopf, die gelbe Robe und das dreimalige Rezitieren der Zufluchtsformel: "Ich suche meine Zuflucht beim Buddha, ich suche meine Zuflucht beim Dharma (der Lehre), ich suche meine Zuflucht beim Sangha (der Gemeinde). Als der achtzigjährige in Kushinara an einer Lebensmittelvergiftung stirbt, ist die Gemeinde bereits so weit etabliert, dass sie auch ohne ihren Meister weiterbestehen kann.

 
 



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