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philosophie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Verachtung und haß sind zu meiden





. Der Fürst muß alle Dinge meiden, die ihn verhaßt und verachtet machen. Verhaßt macht er sich durch den Zugriff auf Besitz und die Frauen seiner Bürger. Wenn er dies vermeidet, so wird er nur mit einigen wenigen Ehrgeizigen zu kämpfen haben. Verachtet wird jemand, der als verweichlicht, leichtsinnig, kleinherzig und unentschlossen gilt. Deshalb muß der Fürst dafür sorgen, daß seine Taten Größe, Mut, Ernsthaftigkeit und Tapferkeit widerspiegeln. Seine Beschlüsse müssen als unwiderruflich gelten, damit kein Bürger versuchen kann, ihn zu betrügen.
. Der Fürst hat zwei Arten von Gegnern: die innerhalb und die außerhalb des Landes. Gegen äußere Feinde hilft eine gute Truppe und ein oder mehrere gute Bündnispartner. Ist die auswärtige Lage gesichert, so wird es auch im Inland zu weniger Unruhen kommen. Gibt es Krieg, wir der Fürst, der sich wie im vorherigen beschrieben benommen hat, jedem Angriff standhalten. Bei Frieden sind nur geheime Verschwörungen zu fürchten, denen der Fürst vorbeugt, indem er Haß und Verachtung vermeidet und das Volk zufriedenstellt. Haß muß vor allem vermieden werden, da ein Verschwörer zumeist glaubt, dem Volk einen Gefallen zu erweisen, wenn er den Fürsten beseitigt. Wird es durch dessen Tod aber erbost, so schadet der Verschwörer sich selbst. Deshalb nehmen auch eher weniger Verschwörungen ein gutes Ende, da sie sich nur auf die Basis der eventuell Unzufriedenen stützen.
Eine standfeste Herrschaft, pragmatische Gesetzgebung, Truppen, Bündnispartner und das Wohlwollen des Volkes nehmen jeder Verschwörung die Grundvoraussetzungen.
. Als Beispiel: Die Canni erschlugen Messer Hannibal Bentivoglio, den Fürsten von Bologna. Aufgrund des Wohlwollens gegenüber dem Ermordeten, erschlug das Volk daraufhin alle Canni und schickte sogar bis nach Florenz, für ein Familienmitglied der Bentivoglios, welches für den unmündigen Erben die Regentschaft übernahm.
. Ein Fürst braucht nicht viel zu fürchten, ist ihm das Volk wohlgesonnen. Haßt es ihn aber, so muß er jeden Menschen fürchten. So haben wohlgeordnete Staaten und kluge Fürsten darauf geachtet, die Mächtigen nicht zur Verzweiflung zu bringen und das Volk zufriedenzustellen. Als Beispiel: In Frankreich wurden die Parlamente (Gerichtshöfe) eingerichtet, damit sie den Ehrgeiz des Adels und des Großbürgertums beschränkten und die weniger Mächtigen stützten. Sie haben sich als eine wichtige Stütze des Königs erwiesen. Auf eine einfache Formel gebracht bedeutet dies:
,,Ein Fürst muß auf die Großen achten, aber darf sich nicht beim Volk verhaßt machen.``
. Die Gegenbeispiele, die römische Kaiser geliefert haben mögen, können widerlegt werden. Im römischen Staatsgebilde kamen zu dem Mächtigen und Schwachen auch noch die Soldaten. Das Volk bevorzugte gemäßigte Kaiser, während die Soldaten einen verbrecherischen und räuberischen Kaiser wollten, über den die ihren Sold und ihre Beute auf Kosten des Volkes vergrößern konnten. Die Kaiser, die keine starke Persönlichkeit hatten und keine Taten vollbrachten, die Heer und Volk gebändigt hätten, gingen unter. Solche Kaiser bevorzugten es, sich an die Armee, als die stärkere beider Parteien, anzubiedern. Dies gelang ihnen, oder nicht, je nachdem, wie sie mit ihren Soldaten umsprangen.
,,So ist, (...), ein Fürst, der den Staat erhalten will, häufig gezwungen, nicht gut zu handeln, denn wenn jene Partei, mag es das Volk, die Soldaten oder die Großen sein, die du deiner Meinung nach zur Erhaltung nötig hast, verdorben ist, so mußt du wohl ihrer Laune folgen, um sie zu befriedigen, und dann wären dir gute Handlungen schädlich.``

. (...)

. (...)

. (...)

. (...)

. (...)

. (...)

. (...)
. Fürsten unserer Zeit haben weniger Mühe, Soldaten zufriedenzustellen, da die Heere weniger mit den Regierungen und den Provinzialverwaltungen verflochten sind, als im alten Rom. Früher mußte man eher das Heer, heute eher das Volk zufriedenstellen.

 
 




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