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philosophie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Wie die fürsten ihr wort halten sollen





. Es ist lobenswert, wenn ein Fürst sein Wort hält. Dennoch haben viele Fürsten durch Wortbruch viel vollbracht.
. Für den Fürsten gibt es zwei Vorgehensweisen: durch das Gesetz oder durch die Gewalt. Das Erste sollte eigentlich dem Menschen zukommen, das Zweite den Tieren. Wenn das Erste aber unwirksam ist, muß man zum Zweiten greifen.
,,Daher muß der Fürst gut verstehen, Mensch oder Tier zu spielen.``
,,(...), eines ohne das andere birgt keine Dauer.``
Ein Fürst muß wortbrüchig werden, wenn sein Versprechen für ihn ein Nachteil ist und wenn die Gründe, warum er es gegeben hat, wegfallen.
,,Wenn alle Menschen Engel wären, wäre dieser Vorschlag nicht gut; aber sie sind es leider nicht und würden dir nicht Wort halten; daher brauchst du es ihnen auch nicht halten.``
Außerdem findet ein Fürst immer viele Gründe, Vertragsbruch zu rechtfertigen. Ein Fürst braucht nicht alle guten Eigenschaften zu haben, er sollte sie bloß vortäuschen können. Alle guten Eigenschaften sind schädlich, wenn man sich streng an sie hält. Also sollte man sie solange praktizieren, bis die Not schlecht Eigenschaften fordert. Diese müssen in Notzeiten vorhanden und anwendbar sein. Ein Fürst muß, vor allem in neugegründeten Staaten, oft gegen die Menschlichkeit, Milde, Treue, Aufrichtigkeit und Frömmigkeit verstoßen, um den Staat am Leben zu erhalten.
,,Daher muß er [der Fürst] einen Geist besitzen, der sich nach dem Wind und nach dem Wechsel des Schicksals drehen kann, und der, falls es möglich ist, nicht vom Wege des Guten abweicht, aber in Zwanglagen auch das Böse zu tun vermag.``
. Menschen urteilen meist eher nach ihren Augen als nach ihren Gefühlen. Deshalb muß der Fürst den Anschein der absoluten Tugendhaftigkeit erwecken. Nur Wenige werden dein wahres Ich erkennen, und jene werden nicht handeln können, da sie nicht gegen die Masse antreten werden wollen. Beurteilt wird ein Fürst nur nach seinen Endergebnissen: ob er siegreich war, ob er den Staat erhalten konnte. Denn jede schlechte Tat wird scheinbar gut, wenn der Pöbel die Tat als Erfolg bewertet. Die klugen Leute kommen nur dann zur Geltung, wenn der Pöbel ratlos ist und die Klugen um Hilfe bittet.

 
 




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