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philosophie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Wahrnehmung

Tolstois frühe jahre; sein weg zum dichter





28.08.1828 - Leo Nikolajewitsch Tolstoi wird in Jasnaja Poljana (250km südlich von
von Moskau) als 2.jüngstes von 5 Kindern des Grafen Nikolaj Tolstoi geboren.
Familie war wohlständig, hatten viele Leibeigene.

1830 - Tod der Mutter

1837 - Tod des Vaters (mysteriöse Umstände)

Umzug der 5 Kinder (4 Jungen, 1 Mädchen) nach Kasan (750km östlich von Moskau)

Zu ihrer entfernten Verwandten Tatjana Jewogolskaja (Tantchen)


Kinder bekamen Unterricht von ausländischen Lehrern in allen Gebieten.

Auch Französisch und Englisch.

Frühjahr 1844 - T. bewarb sich an der Uni in Kasan (bedeutendes wissenschaftliches Institut)
 fiel jedoch durch.

Herbst 1844 - Aufnahme an der Uni. Studierte erst orientalische Sprachen, wechselte dann
zu Jura.

T. war weit davon entfernt ein guter Student zu sein. Obwohl schlechter Student, dachte er viel über das Leben nach und las sehr viel, wurde beeinflusst durch Jean-Jacques Rousseau und Charles Dickens u.a. russische Dichter. Er war sehr aktiv mit Mädchen. (Hatte viel Sex bis ins hohe Alter). Zog sich eine Geschlechtskrankheit zu. T. beginnt Tagebücher zu schreiben, von nun bis zu seinem Tod.

1847 - T. bricht sein Studium wg. Erfolglosigkeit ab.

Zog zurück nach Jasnaja Poljana

 wollte sein Leben ändern
 wollte sich zum besseren wenden

1848 - mit 19 Jahren wohnte in dem Landhaus seiner Eltern.

Beschäftigte sich mit LW, Jura, Mathe, Sprachen, Musik, Medizin

Half seinen Leibeigenen.

 war finanziell gesichert

Frühjahr 1849 - Bauern wollten nichts mit ihm zu tun haben
 Enttäuschung, begab sich nach Moskau

 Verfall ins verwegene Leben
 Hohe Spielschulden

Sommer 1849 - Rückkehr nach Jasnaja Poljana

T. dachte er würde sein Leben in Griff bekommen und nahm eine Arbeitsstelle an
 Nahm sie jedoch nicht ernst und ging wieder nach Moskau
 Wieder Verfall ins liederliche Leben
Während seines Moskauers Aufenthalts kam er auf die Idee, sein Glück als Autor zu versuchen.

Jan. 1851 - Erstmalige Erwähnung in seinem Tagebuch, dass er eine Kindheitsgeschichte

Schreiben wolle.

April 1851 - Rückkehr nach Jasnaja Poljana

Besuch seines Bruders Nikolaj aus dem Kaukasus.
 plötzliche Idee, dass T. mit seinem Bruder der Armee beitreten will
Erklärung : viele Enttäuschungen, hohe Schulden, zerschlagene Hoffnungen,
große Unzufriedenheit mit sich selbst.

Tagebuchnotizen während seiner Soldatenzeit :

".. mit sieben Jahren verwaist, in die Obhut von Frauen und Fremdem gekommen, habe weder eine gesellschaftliche und wissenschaftliche Erziehung genossen, bin mit 17 mein eigener Herr geworden, ohne ein großes Vermögen, ohne eine soziale Position und ohne Prinzipien .."

" .. ich bin hässlich, unordentlich, gesellschaftlich unterzogen, lästig für andere, unbescheiden, intolerant, schüchtern wie ein kleiner Junge, unkeusch, unentschlossen, unbeständig, unzusammenhängend, unsystematisch, nicht mutig, nicht methodisch, träge, .. "

Kaukasus : Gebiet in Russland, nahe dem schwarzen Meer.

T. gefiel es im Kaukasus, dachte darüber nach dort zu bleiben, unterhielt sich viel mit Jepischka Sechin, der ihm viele Geschichten aus seinem Leben erzählte.
 Daraus folgte sein Buch "Die Kosaken"

1852 - Wie im Tagebuch erwähnt, schrieb er seine erste Geschichte "Kindheit"
 großer Erfolg in Russland
 weitere Erzählungen aus seiner Kindheit folgten

Erfolg der Bücher brachte T. persönlich etwas weiter, da seine militärische Karriere eine Enttäuschung war.

Februar 1854 - endlich Beförderung zum Offizier

Nutzte die Gelegenheit und nahm Urlaub, begab sich nach Jasnaja Poljana.

Anschließend Einzug in den Krim-Krieg. (Krieg zwischen der Türkei und Russland, später noch England und Frankreich, alle bekämpften Russland, weil es sehr stark im Balkan expandierte)

1855 - Aufenthalt in Sevastopol.

Erscheinung zweier Kriegsbücher über den Krimkrieg in Sevastopol.
 Damals, bahnbrechend und einmalige Darstellung des Krieges

 Nationaler Ruhm
 Sah die Literatur als seine Berufung

Musste sein Elternhaus verkaufen, da er zu hohe Spielschulden hatte.
Oktober 1855 - Tagebucheintragung : "Meine Laufbahn ist die Literatur. Schreiben,
Schreiben. Von Morgen an will ich mein Leben lang arbeiten oder alles
aufgeben - Regeln, Religion, Anstand, alles"

Erstmals Andeutungen, zur Gründung einer neuen Religion : "Die Religion Christi, nur gereinigt von Dogmen und Mystik, eine praktische Religion."

November 1855 - Er begann langsam Ansehen seiner russischen Dichter zu bekommen.

(Turgenev u. Grigorovitsch)

 
 




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