Startseite   |  Site map   |  A-Z artikel   |  Artikel einreichen   |   Kontakt   |  
  


philosophie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Denken

Kant

Sinn und zweck der erziehung





Laut Kant ist die Erziehung allein in der Lage, den Menschen zum Menschen zu machen. Dabei knüpfe sie zum Teil an seiner Natur an, um etwas zu entwickeln, lehre aber auch Neues (Kant in Cassirer, '22, S. 459). Sie allein sei fähig, die Menschheit durch die allmähliche Entwicklung der Naturanlagen in eine angemessene Form zu bringen und somit glücklicher zu machen (Kant in Cassirer, '22, S. 460), und "seine eigene Glückseligkeit sichern, ist Pflicht" (Kant, Reclam '61, S. 36). Kant geht bei seiner Erziehung also von der Idee der Menschheit aus, deren Form erreicht werden kann, wenn man die Naturanlagen "proportionierlich" entwickelt. Ist die Idee der Erziehung dabei richtig, ist es möglich, das Ziel der Gleichförmigkeit des Lebens der Menschen zu erreichen, wodurch die Menschen letztendlich den ganzen Zweck ihres Daseins erreichen könnten. Dazu müssten diese jedoch nach einerlei Grundsätzen, die zur menschlichen Natur werden müssten, handeln. (Kant in Cassirer, '22, S. 460)
Kant geht davon aus, dass der Mensch von der Geburt an Anlagen zum Guten, nämlich den Selbst- und Arterhaltungstrieb und den Geselligkeitstrieb besitzt. Beim Eintritt in den gesellschaftlichen Zustand entstünden daraus allerdings Laster (Niethammer nach Kant, '80, S. 200), da der menschliche "Hang zum Bösen" unausrottbar sei (Niethammer über Kant, '22, S. 238). Da der Mensch aber fähig sei, Vernunft zu gebrauchen, habe er das Vermögen, Prinzipien und Maximen, welche diesen Lastern entgegenwirkten, zu bilden (Niethammer über Kant, '80, S. 157). Besitzte man die Fertigkeit, nach diesen Maximen zu handeln, so habe man Charakter (Niethammer über Kant, '80, S. 172). Folglich solle man seine Natur beherrschen, seinen Maximen Dauer verleihen und immer den Wert der Menschen an sich sehen (Niethammer über Kant, '80, S. 202). Die besagten Maximen seien Regeln des Willens für dessen Freiheitsgebrauch. Sie entstünden im Menschen selbst und seien eine Art ,freiwilliger Gehorsam'. Das objektive Handlungsprinzip stelle dabei der Imperativ, also das Sollen, dar. (Niethammer über Kant, '80, S. 172)

 
 




Datenschutz

Top Themen / Analyse
Gestaltenpsychologie
MYTHEN UND MYTHOLOGIE - Definition
Dadaismus
Die vier edlen Wahrheiten und der edle achtfache Pfad
Ethik für Intellektuelle
Restriktionsenzyme
Minderheiten sind zum Tode verurteilt
Jugendlichkeit und Lebensstil
DIE GRIECHISCHE PHILOSOPHIE VOR DEN PERSERKRIEGEN:
Persönliche Stellungnahme / Meinung





Datenschutz

Zum selben thema
Kreativität
Philosophie
Rationalismus
Sokrates
Aristoteles
Faust
Epikur
Rousseau
Existenzialismus
Tolstois
Seneca
Wahrnehmung
Denken
Logik
Pragmatismus
Empirismus
Platon
Marxismus
Kant
Aufklärung
Freud
Konstruktivismus
Theorie
Leben
Mensch
A-Z philosophie artikel:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z #

Copyright © 2008 - : ARTIKEL32 | Alle rechte vorbehalten.
Vervielfältigung im Ganzen oder teilweise das Material auf dieser Website gegen das Urheberrecht und wird bestraft, nach dem Gesetz.