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philosophie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Psychosomatische phasen:



Erstes Lebensjahr: o Aufgabe: Entwicklung eines günstigen Verhältnisses zwischen Vertrauen und Misstrauen
o Urvertrauen: Wesenhaftes Zutrauen zu anderen als auch ein fundamentales Gefühl der eigenen Vertrauenswürdigkeit und Gefühl, dass es eine Übereinstimmung zwischen Umwelt und den eigenen Bedürfnissen gibt.
o Die Mutter vermittelt dem Säugling Urvertrauen, indem sie einfühlsam auf dessen Bedürfnisse eingeht und stets für ihn da zu sein scheint.
o Der Säugling gewinnt an Selbstvertrauen, indem er seine körperlichen Bedürfnisse immer besser kennenlernt.
o Das Vertrauen in sich selbst und seine eigene kleine Welt bildet die Grundlage für einen späteren religiösen Glauben an eine "kosmische Ordnung".

2.-3. Lebensjahr:
o Mit zunehmender körperlicher Unabhängigkeit ergeben sich neue Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung, aber das Kind läuft auch Gefahr Misserfolge zu erleiden.
o Das Kind bekommt erste kulturelle Normen vermittelt und lernt seine Handlungsmöglichkeiten innerhalb sozialer Ordnungen kennen und sich darin einzufügen  gesellschaftliche Sicherung auf Prinzip von "Recht und Ordnung".
o Scham und Zweifel im Hinblick auf die eigene Selbstkontrolle und Unabhängigkeit entstehen, wenn z. B. die Sauberkeitserziehung zu früh oder zu streng war oder sie Eltern versuchen den Willen des Kindes zu brechen.
o Wenn Eltern den Wunsch des Kindes nach Durchsetzung des eigenen Willens fest und sicherheitsgebend lenken und es ermutigen auf eigenen Füßen zu stehen, kann das Kind diese Phase leichter bewältigen.
4.-5. Lebensjahr:
o Identifikation mit Eltern, die als groß und mächtig wahrgenommen werden  Ödipuskomplex.
o Herausbildung des Gewissens, vieler Interessen, Einstellungen und geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen.
o Das Kind lernt, sich einen Weg zu bahnen, die Initiative zu ergreifen, Ziele zu entwickeln und zu verwirklichen und mit anderen zu konkurrieren.
o Es versucht alles zu erforschen, auszuprobieren und zu erfragen, was jedoch durch Überschätzung seiner eigenen Kräfte und durch soziale Normen eingeschränkt wird.
o Es hat einen ersten Einblick in Rollen, Funktionen und Institutionen und wird darin eingefügt.
Gefahren:
o Übergehorsam, übergenaues Befolgen von Verboten und Geboten.
o Resignation und Ressentiments, wenn die Eltern die aufgestellten Regeln selber nicht befolgen.
o Das Kind hat das Gefühl, es müsse ständig etwas tun, ständig konkurrieren, ständig etwas "machen", um als Person wertvoll zu sein.
o Tabuthemen verursachen Resignation, Schuld und Angst.

6. Lebensjahr bis zur Pubertät:
o Neue Erfahrungen (z.B. durch Schulantritt), neue Leistungsanforderungen; Konfrontation mit Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Rechnen
o Grössere Bezugsgruppe: Schule, Wohngegend, Freunde etc.
o Bei Erfolgen: Gefühl, geschickt und kompetent zu sein
o Bei Misserfolgen: Gefühl, minderwertig, unvollkommen und unfähig zu sein
o Ruhige Periode, "geistige" Phase

Adoleszenz:
o Problem der Identitätsfindung steht im Vordergrund, sie wird durch gelungenen Verlauf der vorangegangenen Phasen positiv beeinflusst.
o Die Identitätsfindung ist abhängig davon, ob es dem Jugendlichen gelingt den zum Teil widersprüchlichen Erwartungen, die an ihn als Träger verschiedener sozialer Rollen gestellt werden, gerecht zu werden.
o Der Jugendliche muss sich zwischen verschiedenen Rollenmodellen entscheiden  Freundeskreis, Clubs, religiöse Gemeinschaften oder politische Bewegungen helfen dabei neue Rollen auszuprobieren.
o Aus der Kindheit übernommene Identifikationen müssen zu einer vollständigen Identität integriert werden, um mit den neuen Bedürfnissen, Fertigkeiten und Zielen besser zurecht zu kommen.
o Bei nicht gelungener Integration entsteht ein innerer Zwiespalt, die Persönlichkeit scheint zersplittert zu sein  Identitätsdiffusion.
o Weitere Kennzeichen dieser Phase: Stärkere Beschäftigung mit eigener Person, physiologische Veränderung des Körpers, ungewohnte sexuelle Impulse treten auf.
Gefahren:
o Der Jugendliche ordnet sich totalitären Ideologien unter.
o Er flieht in eine irreale Welt, um sich nicht mit den unterschiedlichen Ansprüchen, die an ihn gestellt werden, auseinandersetzen zu müssen.

Junges Erwachsenenalter:
o Intimität ist nur möglich, wenn eine Identität ausgebildet wurde, ansonsten entsteht eine zu grosse Angst, sich in einer Partnerschaft zu verlieren.
o Entscheidende Bindungen zum anderen Geschlecht werden geknüpft, aber auch gleichgeschlechtliche Freundschaften und der Zugang zu den eigenen innersten Gefühlen und Gedanken sind charakteristisch für diese Phase.
Gefahren:
o Rückzug in die Isolation bei zu vielen Misserfolgen Intimität herzustellen.
o Soziale Beziehungen bleiben oder werden stereotyp, gefühllos und hohl.

Mittleres Erwachsenenalter:
o Generativität = Interesse an der Erzeugung und Erziehung der nächsten Generation oder an anderen kreativen oder produktiven Unterfangen.
o Voraussetzungen für eine Persönlichkeitsentwicklung in dieser Phase: Vertrauen in die Zukunft, Glaube an die Menschheit und Fähigkeit sich für andere Menschen einzusetzen.
o Mangelnde Generativität führt zu Stagnation, Langeweile und dem Gefühl der Sinnlosigkeit der eigenen Existenz.



Spätes Erwachsenenalter/Alter:
o Erreichen einer "Ich-Integrität" ist das Ziel dieser Phase
o Kennzeichen: Man akzeptiert seinen Lebensweg und begreift und bewahrt ihn als ein Stück von sich selbst, man akzeptiert seine eigene Begrenztheit und hat das Gefühl, ein Teil einer umfassenden Geschichte, die über mehrere Generationen verlief, zu sein.
o Bei Nichterreichen einer "Ich-Integrität" droht Verzweiflung: Man trauert um das, was einem im Leben misslungen ist oder was man verpasst hat, und fürchtet sich vor dem Tod.

 
 

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