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philosophie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Natur und mensch





Die Abwendung vom theozentrischen Lebensweg des Mittelalters war - historisch gesehen - der Beginn des Fremdwerdens von Natur und Mensch, zumindest auf der Ebene des harmonischen Zusammenlebens. Der Mensch begann sich die Natur zu "unterwerfen", nütze sie aus, anstatt zu versuchen sie zu verstehen. Die noch bleibende "unberührte Natur" hingegen geriet zum Exotischen. Sie ist dem Menschen Unbekannt geworden.

Die gegen diese Entwicklung ergriffenen Maßnahmen beschränken sich zur Zeit noch eher auf Reparatur- und Katastrophenverzögerungspolitik. Unter diesen Umständen kam es in den letzten Jahren zur verstärkten Hinwendung der Philosophen zu einer praktischen Naturphilosophie deren Ziel es ist, grundlegende Konzepte zu erarbeiten, die das menschliche Handeln in und mit der Natur bestimmen können.

Die Vorstellungen über die beste zukünftige Entwicklung der Menschheit gehen teilweise weit auseinander. Sie reichen von der Befürwortung eines Primitivismus, aus Furcht vor irreversiblen Folgeschäden, bis hin zur Überzeugung, solche Folgeschäden könnten immer noch durch weitere technische Entwicklungen "wieder gutgemacht werden". Auch in Betracht gezogen wurde natürlich die Möglichkeit der "Autoevolution", zur Erzeugung künstlicher Welten und genetisch verbesserter Menschen.

Zusammenfassend könnte man sagen, dass der Mythos des Natürlichen darauf Begründet ist, dass die Natur - sofern man sie "in Ruhe ließe" - alles wieder ins Gleichgewicht brächte. Die Benutzung und Zerstörung der Natur wird als Fehler und Verstoß gegen Verstand und Zweckdienlichkeit, außerdem als selbstzerstörerischer Akt gesehen, was sicher nicht von der Hand zu weisen ist.

Im Gegensatz dazu steht das mechanistische Naturbild, welches die Entwicklung und gewissermaßen oberflächliche Betrachtung und somit auch Erforschung der Welt vorzieht. Dieser Weg bringt die Menschheit zwar im technologischen Sinne weiter, jedoch sollte dabei auch nicht auf die Abhängigkeit des Menschen von der Natur vergessen werden. Wird dies nicht beachtet, so entwickelt sich die Evolution des Menschen vermutlich weiterhin immer mehr zum Wettlauf mit der Zeit.

 
 



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