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philosophie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Kreativität

Der inhalt:





Vorweg gesagt, ist dieses Buch eine fiktive Geschichte. Breuer und Nietzsche haben sich nie persönlich getroffen.

Die Geschichte fängt in Venedig an, dass Lou Salomé den bekannten Artzt Josef Breuer darum bittet einen Bekannten, Friedrich Nietzsche, zu heilen, denn sie hatte von einer neuen Heilungsmethode, der Redekur, gehört die Nietzsche vielleicht helfen wird.

Es ist Nietzsches Verzweiflung , die ich Sie zu heilen bitte, nicht seinen Körper.

Breuer konnte der jungen, attraktiven und selbstbewussten Frau die Bitte nicht abschlagen, und willigt ein zu Nietzsche zu helfen. Nach einer langen Unterredung mit Salomé über Nietzsche, wird auch Breuer auf den Menschen Nietzsche neugierig.
Nach einigen Gesprächen mit seinem Freund Sigmund Freud fühlt er sich bereit die Behandlung Nietzsches Aufzunehmen.
Die Leiden, die Nietzsche Breuer schilderte waren:

Zitat: rasende, unmenschliche Kopfschmerzen, Seekrankheit auf festem Boden- mit Schwindel, Gleichgewichtsstörungen., Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Ekel vor Speisen, Fieberschübe, Nachtschweiß, lähmende Erschöpfungszustände, gastrische Schmerzen, Blutbrechen, Darmkrämpfe, Darmstockungen, Hämorrhoiden, Sehstörungen.

Breuer vermutet zu Beginn, dass all diese Symptome Auswirkungen einer sehr schweren Migräne wären und will Nietzsche in die Lauzon- Klinik verweisen, wo er einige Wochen bleiben soll, doch Nietzsche verweigert, er will die Hilfsbereitschaft Breuers nicht länger ausnützen und will abreisen.
Doch Breuer denkt sich, dass, wenn Nietzsche nur weil ihm nicht um sonst geholfen werden sollte, weg will , dann könnte Nietzsche auch Breuer helfen und so kommt es, dass Josef Breuer Nietzsche ein Angebot macht das besagt: Breuer hilft Nietzsche in mit seinen gesundheitlichen Beschwerden und Nietzsche soll Breuer mit seinen, bis zu dem Zeitpunkt noch "erfundenen" psychischen Leiden helfen.
Nietzsche willigt ein und so beginnt die "Zusammenarbeit", doch mit der Zeit merkt Breuer, dass er von seiner Arzt- Position immer mehr in die Patienten- Position von Nietzsche hineingezwängt wird. Doch was vielleicht noch das unheimlichere ist, ist das , dass Breuer bemerkt, dass die anfangs erfundenen psychischen Symptome, wie die Angst von älter- werden,...
Nietzsche nimmt die Sache sehr ernst und bei den alltäglichen Treffen der Beiden, wird nur über Breuers Probleme gesprochen, und Nietzsche hatte schon bald eine Liste mit den Problempunkten Breuers aufgelistet.
Sie reicht vom Gefühl, dass die Ehe eine Falle sei bis zur Entfremdung seiner Frau. Und mehr und mehr kristallisiert sich Bertha Pappenheimer, eine ehemalige Patientin Breuers, in die Breuer verliebt war, als Verursacher dieser Psychischen Probleme heraus.
Breuer will am Beginn der Sitzungen mit Nietzsche nicht so viel von sich preisgeben, doch dann ist er selbst überrascht, wieviel er schließlich doch preisgibt.

Zitat: Breuer staunte über die verführerische Kraft der Redekur. Sie nahm ihn gefangen sich in die Rolle des Behandelten zu begeben; machte ihn zum Behandelten.

Doch es gibt auch Fortschritte auf Nietzsches Seite. Denn dadurch, dass die beiden sich immer näher kommen, spricht auch Nietzsche freier von sich und vielleicht ist genau das, was Nietzsche die ganze Zeit brauchte. Einfach reden.
Nietzsche sagte zum Beispiel, dass die Migräne ihn von einer tödlichen und ausweglosen Falle rettet, denn die Professur in Basel wäre sein Todesurteil gewesen.
Gegen Ende des Buches realisieren die Beiden, dass sie sich gar nicht so von einander unterscheiden, wie es am Beginn den Anschein hatte. Sie realisieren, dass Bertha Pappenheimer für Breuer genauso ausschlaggebend war, wie Lou Salomé für Nietzsche.

Zitat: Das Weib zu lieben, heißt das Leben zu verachten.

Am Ende des Buches kommt auch heraus, warum das Buch "...und Nietzsche weinte" heißt, denn bei der letzten Sitzung der Beiden fing Nietzsche 3-mal an zu weinen. Ich glaube, dass er deswegen weinte, weil er realisiert, dass Breuer ein wahrer Freund geworden ist.




Persönlicher Kommentar:

Ich habe leider schon im vorhinein gewußt, dass es eine fiktive Geschichte ist, aber ich muß sagen, dass ich bis zum Schluss(Nachwort) glauben hätte können, dass die Geschichte ein realer Bestandteil der Psychologie ist und dass sich Breuer und Nietzsche wirklich gegenseitig behandelt haben.
Denn Yalom schreibt so real und mit einer derartigen Leichtigkeit, ohne die Tiefgründigkeit und den Scharfsinn zu verlieren.
Obwohl das Buch auf den ersten Anblick ein Roman ist, was es auch ist, ist aus diesem Buch sehr viel Wahrheit herauszunehmen. Die Philosophischen Ratschläge oder Zitate Nietzsches sind sehr gut in die Handlung eingebaut und das macht das Buch auch so leicht zu lesen. Somit wird man quasi spielerisch mit der Philosophie Nietzsches konfrontiert.
....und Nietzsche weinte ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen, für Menschen die immer schon, etwas über Nietzsche erfahren wollten, sich aber nicht über seine schwierigen Bücher trauten, und ich bin mir sicher, wer das Buch gelesen hat der will mehr von Nietzsche wissen.


Wie ich Nietzsche kennengelernt habe(durch das Buch):

Ich bin der Meinung, dass Friedrich Nietzsche ein sehr introvertierter, verschlossener Mensch war, der nie zu viele Menschen an sich herangelassen hat. Wie in meiner Biographie schon erwähnt hatte er nie viele Freunde, aber die wenigen Freunde er hatte (am Ende von "...und Nietzsche weinte" ist meiner Meinung nach auch Breuer ein sehr guter Freund Nietzsche/ das wird auch am Schluß bestätigt) , die konnten auf ihn zählen. Denn er ist in seinem Leben oft hintergangen worden und will nie, dass ihn irgend jemand hintergeht, oder betrügt.
Ich glaube, dass Nietzsche bis zum Schluss seines Lebens gesucht hat. Ich weiß nicht genau, was er suchte, vielleicht eine Ideologie die ihm 100% gefiel, oder einen Gott, den er sich selbst schaffen will. Ich habe keine Ahnung, aber ich glaube, dass er sein ganzes Leben Suchender war.

Zitat:Mein ganzes Leben ist nur eine Reise geworden, und ich kann mich des Eindrucks nicht mehr erwehren, daß mein wahres Zuhause, der einzige Ort, an den ich unfehlbar zurückkehre, meine Krankheit ist.

Am Beginn des Buches beschreibt Breuer Nietzsche noch als Liebenswürdig und zurückhaltend, doch zum Schluss, oder besser mit Beginn der Redekur wird Nietzsche abschnittsweise sehr aufbrausend und emotional.

Meiner Meinung nach istdas auch wieder ein Indiz, dass man den "echten" Nietzsche nur dann kennt, wenn er will, dass man ihn kennenlernen soll. Das unterstreicht auch meine These, dass Nietzsche seinen gegenüber, egal ob es ein langer Freund , oder eine Zufallsbegegnung ist, sehr schnell "unter Kontrolle" hat. Ich meine damit Nietzsche eine sehr gute Menschenkenntnis hatte. Ich behaupte das, obwohl er Menschen im großen und ganzen gemieden hat und nur sehr wenige, oder gar niemand sehr lange sein Freund war.

 
 




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