Startseite   |  Site map   |  A-Z artikel   |  Artikel einreichen   |   Kontakt   |  
  


biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Das meer als nahrungsquelle



Die Erträge der Weltfischerei belaufen sich im Jahr auf ca. 100 Mio. Tonnen. Bei gleichbleibendem Bevölkerungswachstum würde in 10 - 15 Jahren eine Versorgungslücke entstehen. Diese zu verhindern bedarf es einem besseren Fischereimanagement und einer Verstärkung der Aquakulturproduktion.

Die Schelfgebiete betragen ca. 7,8 % der gesamten Meeresfläche und machen 99 % der Weltfischerei aus. Durch die ständige Durchmischung des Meeres entstehen konstantere Temperaturen als auf dem Festland, somit bieten die Ozeane einen sehr stabilen Lebensraum.

Biosphäre gegliedert in:
- pelagisches Reich (gesamter Wasserkörper)
Tier -u. Pflanzenwelt als Nekton bezeichnet

- benthisches Reich (Meeresboden)
Tier -u. Pflanzenwelt als Benthos bezeichnet

Produktion ist der Aufbau organischer Verbindungen aus anorganischen Bestandteilen. Die meisten Organismen ernähren sich von Zoo- od. Phytoplankton.


Die Weltfischerei

Bei der aktiven Netzfischerei werden Grundschleppnetze und Ringwaden für den Fang von Schwarmfischen benutzt. Passive Netzfischerei benutzt Stell- u. Treibnetze. Angelfischerei mit Einzelhaken werden bei der Thunfischerei eingesetzt, Langleinenfischerei hat in größen Tiefen Vorteil. Reusen, sind Fallen in die die Fische mit bestimmten Ködern gelockt werden.

Seit dem 2.Weltkrieg nahmen die Erträge mit enormen Anstieg zu. Den größten Fangertrag mit 24,4 Mio. Tonnen / Jahr verzeichnet der Nordwestatlantik, darauffolgend Südostpazifik , Nordostatlantik und mittlerer Pazifik.
85 % aller Fänge sind Fische, 9,6 % Weichtiere, 5,3 % Krebse.

Die Meeresfischerei erlitt jedoch einen bedeutenden Rückgang in letzter Zeit, aufgrund der starken Entwicklung der Aquakulturen (besonders in China). Der Pollak ist der meistgefangene Fisch der Welt, er wird an Bord der Fabriksschiffe gleich zu Tiefkühlfisch und künstlich gepreßtem Krabbenfleisch verarbeitet. Die zweitgrößte Häufigkeit weist die Sardine und Sardelle auf.
Die Fischereierträge werden verarbeitet zu: - Frischfisch

- Frostware
-Konservenware

-Fischmehl (als Tierfutter)

Den höchsten pro Kopf Anteil an Fischverzehr verbuchen die Länder Japan und Island mit 86 kg / Jahr. Der Durchschnitt liegt bei 12,3 kg / Jahr.


Aquakulturen

Aquakulturen werden im Brach - u. Meerwasser betrieben. Die Produktion (1991) liegt bei 16,6 Mio. Tonnen im Jahr, mit einer Zuwachsrate von 3,8 %, wobei China am Weltmarkt eindeutig führend ist vor Japan, USA und Frankreich.

Unter kontrollierten Bedingungen werden aquatische Organismen gezüchtet, es gibt 3 Arten von Bewirtschaftungsformen:

-italienische Vallikultur (sehr flächenextensive Kultur, die Fische werden durch ein Dammsystem in flachen Küstenlagunen zurück gehalten)
-Teiche (Tropen in Mangrovengebieten für die Zucht von
Milchfischen, Meeräschen und Krebsen. Teiche werden zugefüttert, sehr starke Intensivierung, oft auch Netzgehege, dann nur künstl. gefüttert.)

-Sea ranching (Zucht von Fischen, bis sie zu Fingerlingen werden im Teich, dann werden sie im Meer ausgesetzt. Dieses Verfahren nutzt dem Orientierungssystem der Fische, die zum Ableichen in Heimatflüsse zurückkehren und so gefangen werden können.)

Intensivierung der Aquakulturen ist mit der Gefahr der Verschmutzung und Störung des biologischen Gleichgewichts im aquatischen Milieu verbunden. Es ist zwar 71 % der Erdoberfläche mit den Ozeanen bedeckt, allerdings stammen nur 8 % der Nahrungsmittel vom Meer. Eine Steigerung der Ausbeutung des Meeres als Nahrungslieferant wäre nicht möglich, da sonst die Fischbestände stark gefährdet wären. Deshalb bieten Aquakulturen eine gute Alternative zum Fischfang.

3.1Marine Aquakulturen - ökologisch zwiespältig

Aquakultur - Projekt sollte eigentlich die Lösung für die Überfischung sein. Doch in Wirklichkeit werden dadurch die Meeresbestände indirekt geschädigt.

- oft werden Aquakulturen mit Fischmehl gefüttert, das aus konventionellen

Fängen stammt.
- Jungtiere bzw. Larven werden oft wild gefangen, da die Züchter die
nachgezüchteten Larven für weniger widerstandsfähig halten.


Fallbeispiel Lachszucht
Es stammen jährlich etwa 800 000 Tonnen Lachs aus Aquakulturen (größte Produktionen in Norwegen, Chile, Schottland, ...). Lachse leben im Meer, kommen aber zum Ableichen in das Süßwasser zurück, wo sie selbst geschlüpft sind. Für die Zucht werden die Eier händisch aus den Tieren entfernt, künstlich befruchtet und die schlüpfenden Jungtiere in einem Süßwasserbecken gehalten. Später werden sie in Meeresbuchten gebracht, wo sie in Netzkäfigen gehalten werden, bis sie verkauft werden.

Ein sehr großes Problem tritt auf, wenn sich Krankheiten in Fischbestände einschleichen. Wenn sie freigelassen werden infizieren sie andere Bestände.
Ein weiteres Problem ist, dass Raubfische sehr oft über die Netzbestände herfallen und so eine ganze Zucht ausrotten können.
Allerdings hat sich nicht, wie erhofft der Wildbestand durch Aquakulturen erholt, weil Laichplätze auch sehr oft durch Staumauern, Wehre und Verschlammung unzugänglich für die Fische gemacht worden sind.


Projekt Lachs 2000
Das Ziel soll ein weiterer Aufbau der Gründerpopulation sein, es gibt 2 Strategien um dies zu erreichen:
1. Man fängt Lachse die eine Ablaichstelle suchen ein, zieht die Eier einige
Wochen auf und setzt sie dann wieder aus.
2. Eier werden importiert und später ebenfalls ausgesetzt.
Die Gefahr bei importierten Eiern sind Erkrankungen, die in letzter Zeit sehr häufig auftreten sind und deshalb die EU den Import aus Ländern, bei denen Krankheiten nachgewiesen wurden, einstellen wird.

 
 

Datenschutz
Top Themen / Analyse
Arrow Der Schwefel (Sulphur)
Arrow Bier
Arrow Geothermische Energie
Arrow HIV/AIDS - Herkunft des HI-Virus
Arrow Erdölchemie
Arrow Evolutionstheorien von Lamarck und Darwin
Arrow Charakteristik der Ungeschlechtliche Fortpflanzung - vegetative Vermehrung
Arrow Mesohippus und Merychippus
Arrow Modifikation - Photosynthese
Arrow LANDES - BERGWERKMUSEUM SCHNEEBERG RIDNAUN


Datenschutz
Zum selben thema
icon Verdauung
icon Drogen
icon Pubertät
icon Enzyme
icon Erbkrankheiten
icon Rauchen
icon Luft
icon Immunsystem
icon Parasit
icon Verdauung
icon Gedächtnis
icon Ökosystem
icon Genetik
icon Biotop
icon Radioaktivität
icon Hygiene
icon Gehirn
icon Tier
icon Botanik
icon Pflanzen
icon Gen
icon Chromosomen
icon Lurche
icon Depression
icon Dinosaur
icon Infektion
icon Auge
icon Allergie
icon Alkohol
icon Insekte
icon Herz
icon Proteine
icon Wasser
icon Ozon
icon DNA
icon Ökologie
icon Spinnen
icon Blut
icon Klonen
icon Hepatitis
icon Fotosynthese
icon Krebs
icon Hormone
icon Schmerz
icon Fortpflanzung
icon Röteln
icon Mutationen
icon Diabetes
icon Antibiotika
icon Eiweißsynthese
icon Körper
A-Z biologie artikel:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z #

Copyright © 2008 - : ARTIKEL32 | Alle rechte vorbehalten.
Vervielfältigung im Ganzen oder teilweise das Material auf dieser Website gegen das Urheberrecht und wird bestraft, nach dem Gesetz.
dsolution