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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Mich erinnert dieser roman an den Ödipuskomplex


1. Drama
2. Liebe



Erklärung: Ödipuskomplex- Der Mythos/ Im griechischen Mythos wird einem König durch ein Orakel verkündet, dass sein erstgeborener Sohn ihn töten und seine Mutter heiratet. Das Königspaar gebar einen Sohn und sie setzen ihn aus. Doch es wird von Hirten gerettet und vom König von Korinth adoptiert. Durch das Orakel wird dem jungen Ödipus vorhergesagt, dass er seinen Vater töten und die Mutter heiraten werde. Da er denkt, dass seine Eltern, das Königpaar von Korinth sind. Verlässt er diese Stadt. Unterwegs hat er einem Kampf mit seinem leiblichen Vater, den er auch tötet. Er kommt in eine andere Stadt und heirate dort die Witwe, seine eigen Mutter. Doch erst das Orakel erzählt ihm die Wahrheit. Er ist total am Boden zerstört und sticht sich die Augen aus.

Erklärung: Ödipuskomplex
Kleine Mädchen haben eine intensive Bindung zu ihrem Vater und bei den Jungen ist es genau umgekehrt. Sie brauchen in den ersten Jahren eine Bezugsperson, die ihnen die nötige Wärme und Sicherheit gibt. Man fühlt sich schon in jungen Jahren zum anderen Geschlecht hingezogen.

Genau dieser Ödipuskomplex spiegelt sich im Roman wieder. Faber und Sabeth sind im Grunde total verschiedene Charaktere und doch lieben sie sich. Vor Sabeth hatte Faber zwar schon einige Beziehungen, aber so richtig verliebt war er bis jetzt noch nicht. Er kann es selber gar nicht verstehen, dass er dieses Mädchen so ins Herz geschlossen hat. Doch am Ende des Romans weiß er, warum ihm Sabeth so fasziniert hat, denn die eigene Tochter ist immer etwas Besonderes.

3. Ebenfalls will uns Max Frisch mit diesem Roman zeigen, dass wir uns nie auf Statistiken verlassen können. Wir sollen unsere Leben leben, ohne uns von mathematischen Formeln beeindrucken zu lassen. Wir können unsere Leben nicht vorherbestimmen. Gefühlskalte rationale Menschen werden in unserer Gesellschaft kaum zu überleben, da sie immer wieder von der Wirklichkeit eingeholt werden.

Schauplatz
Dieser Bericht erzählt über das Leben Walter Fabers in den späten 50-er Jahren an den verschiedenen Plätzen der Welt, vor allem in Nord- und Mittelamerika, in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Italien und Griechenland ab.


Sprache

Die Sprache des Romans ist die von Walter Faber, eines Wissenschaftlers. Seine Sätze sind kurz und präzise. Es kommen sehr viel technische Ausdrücke und Vergleiche auf. Frisch verwendet auch veraltete Wendungen, die oft vom Englischen beeinflusst sind. Auf Fragen, deren Antwort offensichtlich ist, geht der Erzähler ohne die Antwort zu erwähnen mit der Handlung weiter.
Es ist auffällig, dass im Laufe des Buches sehr oft englische Aussagen einfach als Zitate übernommen werden. "Your attentions please - Passenger Faber, Passenger Faber"
Weiters gibt esspanische und französische Zitate, diese jedoch oft und ohne großer Bedeutung.

Konklusion

1. Im Großen und Ganzen hat mir dieses Buch sehr gut gefallen: Vor allem hat mich die Geschichte und die Ironie beeindruckt. Ich denke, dass dieses Buch das Problem Wahrscheinlichkeit, Zufall und Schicksal ziemlich gut beschreibt. Es unterscheidet sich grundsätzlich von den anderen Büchern zum Thema Wissenschaft da es eher den mathematischen Teil der Wissenschaft beschreibt. Der Stil von Max Frisch ist angenehm zu lesen und es gibt keine störenden Nebengeschichten. Mehrmals in diesem Buch werden die Gedanken von Faber über Wissenschaft und Statistik beschrieben und es hat mich fasziniert wie dieser Mensch denkt, handelt und Schlüsse zieht. Max Frisch hat die Persönlichkeit und die Eigenart dieser Gestalt wirklich gut beschrieben und klar gemacht.
Homo Fabers Wandel hat sicher seinen Bezug auf die Gegenwart. Es gibt immer mehr Menschen die sich von der Umwelt abschirmen. Der Computer, eine Einrichtung die es damals noch nicht gegeben hat, trägt sicher wesentlich dazu bei. Trotzdem ist es sicher nicht schlecht, neuen Technologien gegenüber offen sein.

2. Homo Faber ist anfangs ein rationaler Mensch, der glaubt alles basiere auf Wissenschaft. Das Leben sei vollkommen erklärbar und nichts entstehe aus dem Zufall. Genau diese Einstellung Fabers ändert sich im Laufe des Romans, hervorgerufen durch mehrere Ereignisse wie z.b. die Begegnung mit Sabeth seiner Tochter. Sie ist irgendwie das genau das Gegenteil von ihrem Vater. Sie ist sehr wissbegierig und schlau. Gerade dieser Gegensatz zieht ihn so zu dieser Frau. Dieser Roman hat direkt kein glückliches Ende, da beide sterben. Aber es ist ein großartiger Erfolg, dass dieser gefühlskalte Mensch Homo Faber am Ende erkennt, dass man das Leben ohne diese ganzen Statistiken und mathematischen Berechungen besser meistern kann.

Man kann diesen Roman sehr vielseitig auslegen, jedoch scheint sich in der Person Walter Faber der Autor selbst wiederzuspiegeln.

 
 



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