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wirtschaft artikel (Interpretation und charakterisierung)

Markt

Sony





Sony ist einer der weltweit führenden und innovativsten Hersteller im Bereich der
Unterhaltungselektronik. So wurden zum Beispiel von Sony der Walkman, die CD
und die MiniDisc erfunden. Doch die Entwicklung geht weiter. Immer wieder wird
in den Medien für neue Produkte von Sony geworben. Da ich selbst auch einige Geräte
besitze, habe ich mich entschlossen, noch mehr über diese Firma zu erfahren.

Die Geschichte beginnt noch zu Zeiten des 2. Weltkrieges in Japan. Damals arbeitete ein gewisser Herr Ibuka mit einer Reihe von Ingenieuren in einer japanischen Firma für Präzisionsinstrumente, um neue militärische Ausrüstungen zu testen und zu produzieren. Die Angestellten dieser Firma hatten armselige Bedingungen und arbeiteten so hart, dass sie manchmal sogar vergaßen, zu schlafen oder zu essen. Dennoch versuchten sie stets, durch gemeinsame Arbeit die Aufgaben zu erfüllen.
Nach Beendigung des Krieges wurde die Firma aufgelöst. So entschlossen sich Masaru Ibuka und Akio Morita, zwei junge, ehrgeizige Ingenieure, in Tokio eine eigene Firma zu gründen. Das erste und wichtigste Motiv für die Gründung dieser Firma war das Erschaffen eines stabilen Arbeitsmilieus, wo einsatzfreudige und würdige Ingenieure mit tiefgründigem Sinn für Technologien und mit zufriedenem Herzen daran arbeiten konnten, ihre gesellschaftliche Mission zu erfüllen. Wichtig war den beiden Gründern auch, diese einzelnen motivierten Ingenieure auf einem Personalniveau zu vereinigen und ihnen die Notwendigkeit der Gemeinschaftseinstellung aufzuzeigen. Am 7. Mai 1946 wurde dann schließlich die Telekommunikationsgesellschaft Tokio unter dem Namen " Tokio Tsushin Kogyo Kabushiki Kaisha " gegründet.
Akio Morita, Mitbegründer der Firma Sony, war ein japanischer Geschäftsmann, der 1921 geboren wurde. 1955 hatte er seinen ersten weltweiten Erfolg mit der Einführung des Miniatur- Transistorradios. Fabriken, die Morita in Kalifornien errichtete, machten Sony auch in den USA so stark, dass deren Aktien 1970 bereits an der New Yorker Börse gehandelt wurden. 1971 wurde Akio Morita Präsident von Sony und 1976 Generaldirektor der Firma. Außerdem war er Mitglied einer japanisch - amerikanischen Verhandlungsgruppe und Leiter des japanischen Spitzenforums der Wirtschaft. 1994 gab Morita aus gesundheitlichen Gründen einige seiner Spitzenpositionen auf. Akio Morita starb im Jahre 1999.
Mit einer knapp bemessenen Zahl von Prüfgeräten und Teilen, erhalten von "Japan Präzisionsinstrument", und einem Kapital, das aus Beihilfen bestand, nahm die Firma ihre Arbeit auf. Die Ingenieure verfassten einen Plan, der ihnen irgendwie ihren Weg zeigen sollte.
Vielmehr hofften sie aber darauf, dass ihr großes Streben und das eigene Selbstvertrauen, verbunden mit technologischem Know-how zum Durchbruch verhelfen könnte, obwohl der
Betrieb nur klein war. Außerdem begannen die Ingenieure in einer schwierigen Zeit, in der man es nicht voraussehen konnte, ob die Firma Erfolg haben würde. Sie merkten sehr schnell, dass sie auch mit dem Ministerium für Post und Telekommunikation, dem Ministerium für Transport und anderen Regierungsbehörden zusammenarbeiten mussten. Diese Ministerien kündigten beispielsweise eine Liberalisierung und Aufnahme von privaten Rundfunkstationen sowie das Beaufsichtigen der Fernsehübertragungen und einen schnellen Wiederaufbau des Kommunikationsnetzwerkes an. Die zuvor genannten Aktivitäten hatten einen direkten Einfluss auf die Firma, denn dadurch erhielten sie einen großen Auftrag zur Lieferung von Vakuumröhren-Voltmetern und dergleichen. Daraufhin wuchs auch der Bedarf an Radios tageweise. Es entstand eine Zusammenarbeit mit Universitätsgelehrten und mit Forschungslaboratorien, für die Qualitätsteile hergestellt wurden. Während kurzer Zeit war eine Erhöhung der Produktion zu verzeichnen. Viele der Kunden wussten bereits von der guten Qualität der Produkte und den fleißigen Bemühungen der Angestellten. Die Firmengründer waren froh und glücklich darüber, dass die Wünsche nun in Erfüllung gehen konnten.
Sie wussten aber auch von ihren Aufgaben, die noch zu bewältigen waren. Eine der wichtigsten war die Festigung ihres Betriebes, in dem gut motivierte Ingenieure auf höchstem Niveau arbeiteten. Außerdem ging es darum, beim Wiederaufbau Japans und der Erhöhung der Nationalkultur mitzuhelfen. Eine schnelle Vermarktung neuer technologischer Entwicklungen an Universitäten und Forschungsinstituten war ebenso wichtig wie die Einführung von Radios und anderen technischen Geräten in den einfachen Haushalten. Auch lag ihnen die Förderung der wissenschaftlichen Bildung der Öffentlichkeit am Herzen. Alle Formen von Profitstreben mussten beseitigt werden. Es war wichtig und nützlich, den einmaligen Charakter der Firma zu nutzen, um wählerisch bei der Produktpalette zu werden. Im Mittelpunkt sollten hoch entwickelte technische Produkte stehen, die von großem Nutzen für die Gesellschaft waren. Eine sorgfältige Auswahl bei den Angestellten sowie Überschussbeteiligung wurden ebenfalls bedacht.

Nach der Einführung der Rundfunkempfänger und der Fernsehapparate in der Gesellschaft und speziell in den Haushalten galt es, die Serviceleistungen zu verbessern. Damals existierte nur ein Serviceanbieter, der wiederum nur schwache Leistungen für Radiohändler bot. So entschloss man sich, kompakte Servicewagen einzusetzen, die mit technischem Geschick und modernen Messinstrumenten ausgestattet wurden. Durch einen Telefonanruf konnten diese Wagen auch für die Reparatur von Haushaltsgeräten geordert werden. In ländlichen Gebieten, wo die Zahl der hochwertigen Geräte noch gering war, sollten diese über Radio-Shop an bestimmten Terminen vermarktet werden. Doch die Reparatur von Radios sollte nicht zweitrangig werden. Wichtig war vor allem, den Menschen die Mängel an den Geräten mit einfachen Worten zu erklären und ihr Interesse dafür zu fördern. Geplant waren ebenfalls die Einrichtung von Bibliotheken, welche Informationen und Bücher über Radios enthielten und die Durchführung von Workshops.


Aufgrund der Erlaubnis durch die japanische Regierung, die "Alle-Wellenempfänger" auch für Handels- und Werbezwecke nutzen zu dürfen, entschloss man sich, diese zu produzieren. Leider fehlte es an genügend Material, so dass die Herstellung noch einige Zeit in Anspruch nahm. Um aber trotzdem auf den Bedarf zu reagieren, wurde ein Gerät entwickelt, welches sich leicht von einem tragbaren Empfänger zu einem "Alle-Wellenempfänger" umwandeln ließ. Trotz des noch fehlenden Materials nahm man schon Bestellungen von privaten Kunden und Radiogeschäften entgegen, so dass die Herstellung von erst einmal 500 dieser Produkte mit einem Gesamtwert von 400.000 Yen feststand.
Ein weiterer Mangel lag in den vorhandenen Messinstrumenten. Einerseits gab es nur recht wenige, die schwierig im Gebrauch waren. Andererseits waren nur sehr wenige Firmen vorhanden, die solche Instrumente herstellten. So entschloss man sich, der " Nihon-Messgesellschaft" beizutreten.
Das erste große Ergebnis war die Herstellung eines Vakuumröhren-Voltmeters. Vom Ministerium für Kommunikation erhielt die inzwischen neu gegründete Firma "Totsuko" über 150 Bestellungen mit einem Gesamtwert von über 300.000 Yen. Geplant war außerdem eine Erweiterung der Angebotspalette, von der auch andere kleinere und größere Hersteller profitieren sollten. Und wenn die Fernsehapparate von der Öffentlichkeit gut angenommen würden, wäre auch die finanzielle Sicherheit der Firma gewährleistet.

Mit der Abteilung für Kommunikationsausrüstung wurde ein Bereich geschaffen, de bei der Durchführung der Forschung und der Entwicklung von Kommunikationsausrüstungen helfen sollte. Das Ministerium für Post und Telekommunikation sowie das Ministerium für Finanzen wussten, dass das Kommunikationsnetzwerk wichtig und wirtschaftlich in der Zukunft sein würde. Sie unterstützten diese Projekte, und die Abteilung reagierte darauf mit der Entwicklung folgender neuer Produkte und Verfahren: - Das Zeitmultiplexverfahren war ein Verfahren zur Übertragung mehrerer Einzelsignale bzw. Signalströme über einen einzigen Kanal oder eine Leitung. Die Entwicklung dafür begann bereits 1943, also während des Krieges, im Forschungszentrum der "Tohoku Teidai's Universität". Nachdem sich der Prototyp beim Eisenbahnministerium erfolgreich bewährt hatte, erfolgte die Bestellung von 12 Ultrakurzwellen-Radio-Telefon-Geräten. Diese hatten einen geschätzten Preis von insgesamt 5.600.000 Yen.

- Das vielfältige Telefon war ein einfaches Gerät, für das bereits vorhandene Telefonleitungen genutzt wurden. Dieses Gerät machte es möglich, die Menge von Mitteilungen zu verdoppeln.

- Das Gerät zur Aufzeichnung von Briefmitteilungen sollte für die Piloten während des Krieges dem erleichterten Einprägen von Verständigungssignalen dienen. Doch bevor das Projekt genutzt werden konnte, war der Krieg beendet. Bei dieser Methode benutzte der Absender eine Schreibmaschine, um seine Nachricht zu senden. Der Empfänger konnte dann nach Beendigung der Übermittlung die Nachricht auf einem Band lesen. Die Handhabung dieses Gerätes war einfach und das Empfangsteil auch nicht zu groß. In den Zeiten nach dem Krieg bestand die Möglichkeit, das Gerät in Telefongesellschaften zum Telegrafieren über Telefonleitungen zu benutzen. Außerdem war es möglich, bei Abwesenheit des Empfängers, Nachrichten auf Band zu hinterlassen. Weiterhin wurde das Gerät z.B. in Kontrollcentern auf Bahnhöfen eingerichtet.

- Methode zur Programmauswahl und - aufnahme Dabei begann ein Sender sein Programm mit einem Ton bzw. Geräusch, der sich vom aktuellen Programm unterschieden hat. Der Hörer benötigte einen Empfänger zur Programmauswahl und - wiedererkennung, um die verschiedenen Töne wahrzunehmen. Hatte man sich nun für ein bestimmtes Programm entschieden, musste man nur eine entsprechende Taste wählen, und das Radio schaltete sich automatisch an, wenn es den Ton wiedererkannte. Nach Beendigung des Programms schaltete sich das Radio auch wieder aus. Diese Methode konnte auch bei Uhren mit Zeitsignalen genutzt werden.

- Andere spezielle Teile
Stimmgabeloszillatoren und Oszillatoruhren sowie Wechselschalter wurden für die Anwendung im Krieg erforscht und entwickelt. Eine weiterführende Nutzung erfolgte in der Kommunikationstechnologie.
Obwohl die Anfangsjahre nicht immer leicht waren, hatte sich die Firma durch die sehr gute Qualität der Produkte und Serviceleistungen sowie der optimistischen und realistischen Einstellung der Angestellten eine stabile Stellung in der Wirtschaft erarbeitet. Doch mit dem bereits Erreichten gab sich niemand zufrieden, so dass bereits im Jahre 1950 Japans erstes Tonbandgerät, genannt "G-Type" auf den Markt kam. 1955 erfolgte die Einführung des ersten japanischen Transistorradios "TR-55".
1958 änderte dann die Firma ihren Namen in Sony Corporation. Der Name "Sony" ergab sich aus der Kombination von zwei verschiedenen Wörtern. Das erste kommt aus dem Lateinischen und heißt "sonus", welches der Ursprung der Wörter "sound" und "sonic" ist. Das zweite ist "sonny", was in der Bedeutung für "kleiner Sohn" steht. Diese Wörter wurden benutzt, um aufzuzeigen, dass sich hinter dem Begriff "Sony" eine kleine Gruppe junger Leute verbirgt, die die Energie und Leidenschaft für neue Produkte besitzen.

Im Jahr 1960 brachte die Firma Sony den weltweit ersten Transistorfernsehapparat auf den Markt. Bereits 3 Jahre später folgte eine weitere Weltneuheit, der Videorecorder (VCR) auf Transistorbasis in Kompaktgröße. 1968 stellte Sony den ersten "Trinitron" -Farbfernseher vor. Durch die Entwicklung und Produzierung eines Videokassettensystems 1969 wurde die Nutzung der Bildwiedergabe für industrielle und schulische Zwecke möglich.
Aber auch die weltweite Firmenerweiterung schritt voran. Bereits 1960 wurden die "Sony Corporation of America" in New York und die "Sony S.A." in der Schweiz gegründet. 1961 wurden von Sony die ersten Aktien an der US-amerikanischen Börse angeboten und damit erstmalig von einer japanischen Stammfirma. Weiterhin wurden Tochtergesellschaften in Nord-, Mittel- und Südamerika, in Europa, dem Mittlerem Osten, in Asien und Australien eröffnet.
Auch in den 70er Jahren ging die Entwicklung rasant voran. So stellte Sony 1971 den ersten ¾ inch U-matic Videorecorder, eine Modernisierung ihres ersten Recorders, vor. 1972 kam der erste Trinitron- Pal- Farbfernseher (KV-1310) auf den deutschen Markt. Weitere neue Produkte von Sony in diesem Jahr waren das erste wassergeschützte Taschenradio, das kleinste Taschenradio der Welt sowie der erste direkt angetriebene Plattenspieler in Studioqualität. 1973 folgte ein Präzisions-Diktiergerät für Interviews u.ä..

Im Jahr 1974 brachte Sony den ersten Trinitron-Farbfernseher mit 45 cm Bildschirmdiagonale auf den Markt. 1975 folgte der "Betamax"-Videorecorder für den Hausgebrauch, der auf einer Kassette eine Stunde Spielzeit speichern konnte. Die Kassetten, die eine Aufnahme und Wiedergabe möglich machten, waren wesentlich kleiner als bisher, weil die Bandbreite nur noch 12,5 mm betrug. Vergleichsweise hatten die ersten Aufnahmebänder eine Breite von 5,08 cm. Dieser erste marktreife Videorecorder mit dem Beta- Videokassettenformat wurde jedoch später vom VHS- Videokassettenformat (Video - Home - System) der Firma JVC abgelöst, und mit dem eine Aufnahmezeit von 2 Stunden möglich wurde. 1976 erfolgte die Einführung von Highband U-matic als Industriestandard und 1977 das erste Diktiergerät mit einer Micro - Cassette. Das Jahr 1979 brachte eine weitere Weltneuheit der Firma Sony, die Vorstellung ersten "Walkman", einen tragbaren Kassettenrecorder mit Kopfhörern. Der erste tragbare S/W - Fernseher mit drehbarem Bildschirm kam in diesem Jahr ebenfalls auf den Markt.
Die Firmenerweiterung ging in den 70er Jahren ebenfalls voran. Den deutschen Markt hat Sony mit der Gründung der "Sony Deutschland GmbH" am 28. Juli 1970 in Köln - Braunsfeld erobert. Damals nahmen dort 17 deutsche und 4 japanische Mitarbeiter den Betrieb auf.
Auch in den 80er Jahren machte Sony durch viele Neu - und Weiterentwicklungen, hauptsächlich im Bereich der Unterhaltungselektronik, auf sich aufmerksam. So kamen 1980 beispielsweise der erste Farbfernseher mit 68 cm-Bildschirm, die erste Farbvideokamera und der Walkman auf den Markt. Die 3½- Zoll- Diskette, eine als Datenspeicher dienende Magnetplatte, wurde von Sony erfunden. Bereits ein Jahr später, 1981, wurde die Compact Disc (CD) vorgestellt. Der Vorteil dieser optischen Speicherplatte gegenüber anderen magnetischen Speichermedien war die riesige Platzkapazität. Diese reichte z.B. bei einer CD für 270.000 DIN-A4 Seiten Text bzw. 1000 Disketten. Dr. Berthold Stukenbröker, Mitarbeiter bei Bertelsmann sagte einmal: "Der Inhalt eines schrankhohen Bücherregals voller Aktenordner ist komplett auf einer handlichen Scheibe unterzubringen." Deshalb entschieden sich auch beispielsweise das Europäische Patentamt (EPA) mit Sitz in München, die Bundesdruckerei in Berlin sowie das US-amerikanische Patentamt, ein Speichersystem der Firma Sony zu nutzen. Eine weitere Neuheit von Sony kam 1982 auf den Markt: der Sony "Watchman", ein Fernseher, der aufgrund seiner geringen Größe wie eine Armbanduhr getragen werden kann. Desweiteren wurden im gleichen Jahr das Betacam-System, das Farbfernsehsystem "Frogline" sowie das "High Definition Video System" vorgestellt. Sonys "Betacam-System" bildet noch heute den Standard für kommerzielle Senderausstattungen, welche weitaus aufwendiger gearbeitet sind als jene für den Hausgebrauch. 1983 erfolgte u.a. die Markteinführung des ersten CD-Players und des ersten Camcorders, einer mobilen Handkamera, bestehend aus einer elektronischen Kamera mit integriertem Videorecorder. Dadurch wurde es ermöglicht, dass man jederzeit bewegte Bilder aufnehmen und am Fernseher wieder betrachten konnte. Außerdem stellte Sony 1983 seinen ersten Homecomputer "Hit Bit" vor, womit der Einstieg in eine neue Produktkategorie vollzogen war. 1985 folgte von Sony der erste tragbare CD-Player. Super-Beta wurde der beste Videorecorder im Halbzoll-Format (12,7 mm) und Video8 war marktreif. Doch nicht nur Neuentwicklungen beschäftigen die Sony-Belegschaft. Wichtig war und ist vor allem die Teilnahme an Messen und Ausstellungen mit teilweise spektakulären Ausstellungsstücken, wie z.B. der Jumbo Tron - Fernsehbildschirm mit einer Größe von 24,3m x 45,7m. Dieser Fernseher wurde im März 1985 bei der "Tsukuba International Exposition" in Tokio ausgestellt und war damit noch im Guinness Buch der Rekorde 2001 vertreten. 1986 wurde dieser Fernseher auch in Deutschland vorgestellt. Im gleichen Jahr kam der erste CD-Wechsler der Welt auf den Markt, sozusagen ein "Disc-Jockey". Außerdem hatten die Verkaufszahlen des Walkman in Deutschland die 1 Million-Grenze erreicht. 1987 kam, nach 4 Jahren der Weiterentwicklung, der erste Camcorder mit PCM-Stereoaufzeichnung auf den Markt, ebenso das "Digital Audio Tape (DAT) deck". Unter DAT versteht man eine magnetische Bandkassette für die Tonaufnahme- und Wiedergabe. In den 70er Jahren wurden diese digitalen Tonbänder für den professionellen Einsatz entwickelt und kamen nun auf den Konsumgütermarkt. Der erste digitale Farbfernseher kam 1988 auf den Markt. Im gleichen Jahr stellte Sony die Hi8 Qualität vor. Bereits ein Jahr darauf kamen der erste Hi8 Camcorder und der kleinste Camcorder der Welt auf den Markt. In Deutschland kamen 1989 außerdem die ersten Sony-Telefone auf den Markt.
1988 erwarb Sony die die Firma CBS Records, Inc. und 1989 für 3,4 Milliarden US-Dollar die Firma Columbia Pictures Entertaiment, Inc.. Sony wurde so zu einer wichtigen Größe in der Platten-, Film- und Fernsehproduktionsindustrie.
Die 90er Jahre brachten Entwicklungen und neue Produkte, die größtenteils auch heute noch eine entscheidende Rolle spielen. 1991 kamen neben dem Data-Discman, der ersten elektronischen Bibliothek, auch Fernseher mit Super-Trinitron-Bildröhren. 1992 erfolgte dann die Markteinführung der Mini Disc (MD), der ersten bespielbaren Audio Disc. Die Entwicklung ging unübersehbar auf kleinere und technisch immer weiter ausgefeiltere Techniken zu. So kamen im gleichen Jahr der "Scoopman" als kleinster digitaler Mikro-Rekorder sowie ein Jahr darauf der erste Mini Disc-Walkman in den Handel. Im Bereich der Nachrichtentechnik und Telekommunikation tat Sony 1993 durch Weltpremiere des mobilen ISDN - Videokonferenzsystems TriniCom 2000 ebenfalls einen großen Schritt nach vorn. Durch diese Videokonferenzsysteme wurde es möglich, eine direkte Ton- und Bildkommunikation zwischen mehreren Personen an verschiedenen Orten zu gewährleisten. Man benutzt als Zusatzgeräte eine Videokamera, den PC, Kopfhörer und Mikrofon, ISDN- und Kodec- Karte sowie entsprechende Software, also alles Produkte, die auf dem damaligen Markt bereits vertreten waren. Der Datenaustausch erfolgt bei den Videokonferenzen größtenteils über das öffentliche ISDN-Telefonnetz. Im Jahr 1994 ging die Entwicklung im Bereich der Fernsehapparatetechnik wieder voran. Sony stellte den ersten Fernseher im 16:9/PAL plus vor. Das Jahr 1995 wurde in zweierlei Hinsicht zu einem besonderen Jahr. Zum einem feierten am 28. Juli die Mitarbeiter der Sony Deutschland GmbH das 25 jährige Bestehen des Kölner Unternehmens. Seit 1990 waren sie bereits die Nummer Eins der deutschen Unterhaltungselektronik und wurden nun außerdem zur größten Sony-Vertriebsgesellschaft in Europa. Zum anderen brachte Sony die PlayStation auf den Markt. Diese Videospielekonsole mit 32-Bit-Risc-Prozessor war der Beginn einer neuen Spielekonsolen-Generation in Europa In Kooperation mit anderen Firmen z.B. Philips, kam 1995 ein weiteres neues und wichtiges Produkt auf den Markt, die Digital Versatile Disc (DVD), eine Weiterentwicklung des CD-Standards. Durch ein neuartiges Doppelschichtverfahren erhöhte sich die Speicherkapazität der einseitig bespielten Disc erheblich. Auf der "Internationalen Funkausstellung" in Berlin zeigte Sony den "Plasmatron", den flachen Fernseher für die Wand. 1996 gelang Sony mit dem ersten PC in den USA eine Weltpremiere und ermöglichte damit eine weltweite Produkterweiterung. Der kleinste digitale Camcorder mit LCD-Bildschirm kam 1996 ebenfalls auf dem Markt. Obwohl er nur 500g wog und in jede Handfläche passte, bot er dennoch ein Optimum an technischem Know-how, z.B. einen Farbsucher, eine Drehvorrichtung für den herausklappbaren Bildschirm sowie einen DV-Ausgang, der es ermöglichte, einzelne digitale Standbilder aufzunehmen und ohne Qualitätsverluste in einem PC zu speichern. 1997 kam beispielsweise die "Mavica", die erste digitale Fotokamera mit 3,5" Diskette als Speichermedium auf den Markt. Man benötigte hierfür keinen Film mehr, folglich fiel auch das Entwickeln und Abzüge machen weg. Aufgenommene Fotos konnte man sich sofort auf einem kleinen Bildschirm ansehen. Das Überspielen auf den PC, das Ausdrucken mit Hilfe eines Druckers und die Bildbearbeitung wurden hierdurch möglich gemacht. Auf der CeBit Hannover wurde 1998 erstmalig der Memory Stick, Sonys neues AV-Speichermedium, vorgestellt. Im gleichen Jahr kam das erste Sony-Notebook auf den deutschen Markt. Ein weiteres, ganz anderes Produkt kam 1999 auf den Markt. Es war "Aibo" (japanisch für Kumpel), ein interaktiver Roboter-Hund. Als Aibo am 31. Mai 1999 auf Sonys Homepage für c.a. 4.200 DM angeboten wurde, waren nach nur 20 Minuten 3.000 Stück verkauft. Als schnellstverkauftes Roboterspielzeug landete Sony mit Aibo im Guinnessbuch. Im Jahr 2000 wurde der Network-Walkman, basierend auf der Memory Stick-Technologie, in Deutschland eingeführt, ebenso das kleinste WAP-Handy der Welt. Auf die neue PlayStation 2 mussten die deutschen Kunden noch etwas warten, in Japan kam die neue Spielekonsole am 4. März 2000 auf den Markt. Innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Verkaufsstart waren bereits 980.000 Exemplare verkauft. Die PS2 läuft mit Programmträgern im DVD und CD Format. Sony hielt im März 2000 mit der PlayStation und PlayStation2 einen Weltmarktanteil an Computerspielkonsolen von 70%.
Im Geschäftsjahr 2000/2001 hatte Sony einen weltweiten Jahresumsatz von rund 60 Mrd. US-Dollar, umgerechnet über 7 Billionen Yen. Das war gleichzeitig eine Umsatzsteigerung von 9,4 %. Der Umsatz in Europa betrug ca. 20,2 % vom weltweiten Gesamtumsatz. Die Sony Deutschland GmbH hatte im Geschäftsjahr 2000/2001 einen Nettoumsatz von 2,9 Mrd. DM, einem Plus von 11,43 %. Weltweit waren 1999/2000 181.000 Mitarbeiter bei Sony beschäftigt, davon 1.113 in Deutschland.
Da die Weiterentwicklung der Produkte rasant voranschreitet, können im folgenden Abschnitt nur Beispiele für nennenswerte Produkte gegeben werden. In der digitalen Fotografie arbeitet Sony mit der Firma "Carl Zeiss" zusammen und bietet z.B. schwenkbare Objektive mit hohem Zoom-Faktor für Aufnahmen unter schwierigen Bedingungen (DSC-F505V). Es sind Fotokameras mit Memory Stick Einschub ebenso auf dem Markt wie die neuen CD-Mavicas, bei denen eine wiederbeschreibbare CD (CD-RW) verwendet wird. Um optimale Abzüge der Fotos zu ermöglichen, ist von Sony ein digitaler Fotodrucker auf dem Markt. Eine spezielle Oberflächenversiegelung schützt die Fotos vor Fingerabdrücken, Feuchtigkeit und Temperatureinflüssen. 2001 brachte Sony außerdem das Bandlaufwerk "AIT-3" (Advanced Intelligent Tape) auf den Markt, das sich durch seine Geschwindigkeit und Speicherkapazität von 100 GB (nativ) und 260 GB (komprimiert) auszeichnet. Im Bereich der Camcorder ist Sony jetzt mit dem Micro MV-System im Geschäft, welches wesentlich weniger Speicherplatz als bisher benötigt. Die Kassette konnte im Vergleich zu Mini DV um 70 % verkleinert werden Zwar mit dem Videosystem Mini-DV ausgerüstet, aber dennoch erwähnenswert, sind der Sony TRV 30 und der PC 120. Beide Camcorder sind mit hochwertigen Carl-Zeiss-Objektiven ausgestattet. Ihr Plus liegt in der hohen Pixelzahl von 1,5 Millionen.
Mit dem Kauf eines rund 26.500 qm großen Grundstücks am 26. Juni 1991 entschied sich Sony, mit einem Investitionsvolumen von ca. 1,5 Milliarden DM, der wachsenden Bedeutung Berlins Rechnung zu tragen. Ausschlaggebend für die Errichtung des europäischen Hauptsitzes in Berlin war aber auch die zentrale Lage hinsichtlich der Wachstumsmärkte in Mittel-und Osteuropa.
So wurde am 11. Oktober 1996 der Grundstein für den aus 7 Gebäuden bestehenden Arbeits-, Wohn- und Unterhaltungskomplex gelegt. Im September 1998 wurde Richtfest gefeiert. Bereits 1 Jahr später, am 18. Oktober 1999, bezog Sony Europa sein Hauptquartier im Bürogebäude am Kemperplatz. Mit dem Sony Style Store eröffnete am 28. April 2000 erstmals in Europa ein neuartiges "Sony-Kaufhaus". Am 14. Juni 2000 wurde das Sony Center am Potsdamer Platz feierlich eröffnet. Die visionäre Architektur trägt der fortschrittlichen und zukunftsweisenden Rolle des Unternehmens Rechnung und bildet gleichzeitig einen festen Bestandteil des "neuen" Berlin.
Sonys Firmenpolitik richtet sich nach wie vor auf die Innovation, zu der die Angestellten immer wieder aktiv ermuntert werden. Bereitgestellte Finanzmittel und Zeit für Neuentwicklungen gehören ebenso dazu wie Wettbewerbe zur Demonstration von Prototypen. Einige von ihnen werden dann ausgewählt und auf dem japanischen Markt getestet.
Das Ziel der beiden ehrgeizigen Ingenieure, die vor über 55 Jahren die Firma gründeten, ist noch heute aktuell Nur durch innovative Produkte mit exzellenter Qualität und außergewöhnlichem Design sowie durch herausragende Technologien kann man auf dem Markt bestehen. Der weltweite Erfolg ist Beweis für die Richtigkeit der Gedanken.

 
 




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