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musik artikel (Interpretation und charakterisierung)

Diskographie

Mozart am abgrund


1. Konzert
2. Jazz



Mit großem Liebeskummer reiste er schließlich mit seiner Mutter nach Paris. 15 Jahre waren seit dem letzten Besuch in Paris vergangen und viele Verehrer von damals waren gestorben oder uninteressiert. Der einzige Auftrag war eine Ballett - Komposition (\"Les petits riens\") als Zwischenspiel in einer Oper. Mozart wollte eine neue Form entwickeln, die verschiedenen Opernstile - operia seria und buffa, die französische komische Oper - miteinander vermischen, um zu einer spannenden Musik zu kommen. Ein deutlicher Ausdruck seiner damals schlechten Verfassung war, dass er in Paris nur sehr wenig komponierte. Hier entstand aber eine Klaviersonate und einige Variationen über franz. Volkslieder, sowie die \"Pariser Sinfonie\", die ein Erfolg war.
Noch in Paris erkrankte die Mutter schwer und starb bald darauf am 3. Juli 1778. Anna Maria Mozart wurde in Paris begraben. Während Wolfgang Unterschlupf bei einem alten Pariser Freund fand, bemühte sich Leopold Mozart, aus Sorge seinen Sohn nach Salzburg zurückzuholen. Um nicht Wolfgangs Erfolglosigkeit im Ausland eingestehen zu müssen, beklagte er sein Los als Witwer: Er sei ohne seinen Sohn zu einsam und hilflos! Ende September 1778 wollte der 22 - Jährige schließlich in seine Heimatstadt zurückkehren. Währenddessen sich Wolfgang noch eine Weile in Mannheim aufhielt, drängte der Vater mit dem Wiedersehen. Der Sohn hatte jedoch ganz andere Pläne: Nach München zu reisen, um dort seine große Liebe, Aloysia Weber wiederzusehen. Nachdem er nach einem Heiratsantrag bitter abgewiesen wurde, verbarg er seinen Schmerz hinter Stolz und tobte seine Gefühle auf dem Klavier aus.
Erst vier Monate nach der Abreise nach Paris traf Mozart in Salzburg ein.
1781 zog Mozart nach Auftrag des Erzbischofs nach Wien, wo er 1782 auch ein neues Bühnenwerk schrieb, \"Die Entführung aus dem Serail\", eine Türkenoper in vier Akten. In Wien verliebte sich Mozart diesmal in eine andere Weber - Tochter, Konstanze Weber, die er ohne Einverständnis des Vaters am 4.August 1782 im Stephansdom heiratete. Erst nach der Hochzeit schickte der Vater seine Erlaubnis. Das junge Paar hatte eine glückliche Ehe, Mozart gab ein Konzert nach dem anderen. Im Juni 1783 kam das erste Mozart - Kind zur Welt, Raimund Leopold. Da Mozart sehr besorgt um Konstanzes Gesundheit war, nahm er eine Amme für das Kind. Als sich Konstanze Mozart wieder wohl fühlte, machte sich das Ehepaar auf die lang versprochene Reise nach Salzburg. Zu Nannerls 32. Geburtstag trafen sie dort ein. Die ersten Arien der Oper \"Die Gans von Cairo\" schrieb Mozart in Salzburg. Sehr freundlich begegnete Mozart seinem Nachfolger als salzburgischer Hoforganist: Michael Haydn, dem Bruder des berühmten Joseph Haydn.
In Wien konzentrierte sich Wolfgang wieder voll und ganz auf seine neue Oper, \"Figaros Hochzeit\", Die ein selbstständiges, spannendes und lustiges Musikdrama werden sollte. Die erste Aufführung dieser Oper verlief nicht gut, da das Orchester nicht genug Zeit zum Proben hatte. Auch später blieb der ganz große Erfolg in Wien aus.
Nach \"Le nozze di Figaro\" folgte die Arbeit an dem berühmten Meisterwerk \"Don Giovanni\". Im Herbst 1787 war die Arbeit so weit, dass Mozart sich mit dem Textdichter da Ponte auf die Reise nach Prag machte, um dort das neue Stück einzustudieren. Nach mühevoller und anstrengender Arbeit fand schließlich am 29. Oktober 1787 die Premiere statt. Nach einem halben Jahr wurde die Oper schließlich in Wien aufgeführt. Der Komponist erhielt dafür ein Honorar von 225 Gulden.

Konstanze kränkelte immer wieder und brauchte viel Geld für Ärzte und Apotheker. Im November 1789 kam eine kleine Tochter zur Welt, starb aber schon nach einer Stunde. Von den fünf bisher geborenen Kindern lebte nur der inzwischen fünfjährige Carl, ein munteres Kind, das im Vater seinen liebsten Spielgefährten sah.
Lange bekam Mozart keinen einzigen Auftrag, bis er sich im September 1790 entschloss, auf eigene Kosten nach Frankfurt zu fahren, wo Leopold zum deutschen Kaiser gekrönt wurde. Diese letzte Reise ging über Eferding, Regensburg, Nürnberg, Würzburg, Aschaffenburg bis Frankfurt. In Frankfurt meldete er sich gleich bei einflussreichen Leuten , bot seine Dienste an - vergeblich. Niemand hatte auf ihn gewartet, es gab berühmtere Namen in Frankfurt. Erst nach dreiwöchiger Wartezeit bekam Mozart die Genehmigung, ein Konzert zu geben. Da Mozart vor fast leerem Saal spielen musste, brachte ihm die Reise nach Frankfurt nichts ein, außer Schulden.
Nach Mozarts Werk \"Die Zauberflöte\" wurde sein Gesundheitszustand immer schlechter. Seine Hände und Füße waren geschwollen, fiebrig und unbeweglich. Im Bett erfuhr der Kranke mit großer Freude , dass das Theater jeden Abend ausverkauft war. Am 5. Dezember 1791 um ein Uhr früh starb Wolfgang Amadeus Mozart im 35. Lebensjahr und wurde schon am nächsten Tag an der Außenseite des Stephansdomes vor der Kreuzkapelle begraben.
Mozarts Name jedoch, war unvergessen und wurde immer berühmter - vor allem, als nach 1800 seine großen Werke im Druck erschienen.

 
 




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