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musik artikel (Interpretation und charakterisierung)

Melodik

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1. Konzert
2. Jazz



Op.1: Vierundzwanzig Capricen für die Violine allein:
Sie sind sein erstes und zugleich bestes Werk, das bis heutigen Tages noch als Bibel aller Geiger Geltung hat. Strotzt es auch von technischen Schwierigkeiten und bravourösem Raffinement, so weht daraus doch der lebendige Hauch eines echten und reichen Komponisten. Dies bezeugt schon der Umstand, daß dieses opus 1 stets andere Meister gereizt hat, ihre Kraft an seinem Inhalt zu entzünden. So haben Männer wie Robert Schumann und Johannes Brahms Themen daraus eigener Bearbeitung für würdig empfunden.
Schumann schrieb 1832 seine \"Studien für das Pianoforte nach Capricen Paganinis\" (op.3) und ein Jahre später \"Études de Concert d´après des Caprices de Paganini\" (op.10), in denen er im Gegensatz zu Franz Listz - den wohl das Technische zunächst angelockt hat - hauptsächlich das Virtuose und die poetische Seite jener Komposition zur Anschauung bringen wollte.
Brahms legt seinem op.35 das Thema von Paganinis vierundzwanzigster Caprice zugrunde und auch in der Variationenführung erliegt er wiederholt dessen Einfluß.

Op.6: Erstes Konzert in Es-Dur für Violine und Orchester:
In der äußeren Form folgt dieses 1811 komponierte, schwungvolle Stück noch ganz der herkömmlichen Weise, bietet aber in Einzelheiten (beispielsweise Flageolett, Pizzicato-Effekten und Spiel auf der G-Saite) schon sehr viel früher Ungekanntes. Gleich der Schluß des Allegro brachte durch die raffinierte Vereinigung von Flageolett und Pizzicato die Besucher von Paganinis Konzerten, die sich derartiges gar nicht zu erklären vermochten, außer Fassung. Nach einem tiefempfundenen Adagio beschließt ein feuriges Rondo mit einem pikanten Thema das Werk. Hierin riß Paganini durch Flageolett-Doppelgriffe, die an dieser Stelle zum überhaupt erstenmal auftreten, und ein eigenartiges Staccatospiel mit Springbogen die Hörer zum Taumel hin. Zur Erleichterung der technischen Schwierigkeiten und Erzielung eines besonderen Effekts wurde die Solovioline einen Halbton höher gestimmt, so daß der Solopart in D-Dur ausgeführt werden konnte.

Op.7: Zweites Konzert in h-Moll für Violine und Orchester:
Der erste Satz ist ein technischer Hexensabbat, in dem das ganze Feuerwerk seiner Kunstfertigkeiten, gipfelnd in seinem berühmten Doppeltriller in Terzen, losgelassen wird, es bleibt eine reine Bravourleistung. Das Adagio ist in schroffstem Gegensatz dazu von schlichter Einfachheit, ein gefühlvolles Cantabile. Es ist ein Zwiegespräch zwischen einer Saite und den drei übrigen, das ein Gebet eines Gefangenen zur Vorsehung um Befreiung ausdrücken soll. Den Schluß des Konzertes bildet das weltberühmte Glöckchenrondo.


Op.8: Le Streghe (Hexenvariationen):
Sehr schwierige Variationen über ein Thema aus dem Süßmayerschen Ballett \"Il Noce di Benevento\" (\"Die Nußbäume\"). Die Solostimme steht in D-Dur, die Partitur jedoch in Es-Dur.
Als er 1813 nach Mailand kam, besuchte er an einem der ersten Abende die Scala. Man gab das von Süßmayer in Musik gesetzte Ballett \"Il noce di Benevento\" von Vigano. Eine Szene daraus, in der ihn besonders die Oboenstelle die das Näseln der auftretenden alten Hexe komisch nachahmen sollte, belustigte, regte ihn zu seinen weltberühmten Variationen Le Streghe an, deren Thema er der Süßmayerschen Musik entnahm, und in denen auch die bewußte Oboenstelle, die er täuschend auf der Geige wiedergab, nicht fehlen durfte.

Op.11: Moto perpetuo. Konzertallegro für Violine und Orchester:
Eine unübertreffliche Bogenstudie, die in schnellstem Tempo und staccato zu spielen ist. 3040 Sechzehntel sind aneinandergereiht und dieses Werk kann neben jedem der zahllosen moti perpetui mit Ehren bestehen.

 
 




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