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geographie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Handel

Bevölkerung

Erdöl

Wüste

Wüste

Erdbeben

Industrie

Wirtschaft

Landwirtschaft

Ägypten artikel-





Inhaltsverzeichnis 1) Geographische Lage

2) Topographie
a) Kulturland

b) Wüste
3) Klima

4) Bevölkerung
a) Allgemeines

b) Schulsystem
5) Flora und Fauna

6) Wirtschaft
7) Landwirtschaft

8) Fischerei
9) Bodenschätze/Bergbau

10) Energie
11) Industrie

12) Außenhandel
13) Infrastruktur

a) Suezkanal
b) Verkehr

14) Tourismus
15) Besonderheiten

a) Kairo
b) Die Pyramiden

c) Assuan-Staudamm
16) Politik

17) Der Glaube
a) Götterwelt

b) Totenkult
c) Mumien

18) Geschichte
a) Allgemein

b) Vorzeit
c) Frühe dynastische Zeit (Vorzeit)

d) Altes Reich
e) Goldenes Zeitalter

f) Beginn des Niedergangs
g) Erste Zwischenzeit

h) Mittleres Reich
i) Wiedervereinigung

j) Zweite Zwischenzeit
k) Neues Reich

l) Die Könige der 18. Dynastie
m) Die Zeit der Pharaonen Ramses

n) Dritte Zwischenzeit
o) Spätzeit

p) Griechische und Römische Zeit
q) Das Haus der Ptolemäer

r) Römische und Byzantinische Zeit
s) Ägypten unter dem Kalifat

t) Interne Auseinandersetzungen
u) Abfolge autonomer Dynastien

v) Dynastie der Fatimiden
w) Dynastie der Aijubiden

x) Mameluckenherrschaft
y) Türkenherrschaft

z) Wiederaufstieg der Mamelucken
aa) Die Zeit des Mehmed Alis

bb) Staatsbankrott und Fremdherrschaft
cc) Ägypten unter britischer Vorherrschaft

dd) Ägypten als britisches Protektorat
ee) Formelle Unabhängigkeit und Monarchie

ff) Der Staatsstreich von 1952
gg) Die Ära der Republik

hh) Die Ära Nasser
ii) Die Suezkrise

jj) Arabischer Sozialismus
kk) Die Kriege der Sechziger Jahre

ll) Die Ära Sadat
mm) Jom-Kippur-Krieg

nn) Annäherung an Israel
oo) Ermordung Sadats

pp) Ägypten unter Mubarak


Lage

Ägypten liegt im Nordosten Afrikas zwischen dem 22. und 32. Grad östlicher Länge und dem 25. und 35. Grad nördlicher Breite.
Es wird im Norden durch das Mittelmeer (995 km Küste) begrenzt und erstreckt sich nordöstlich auch auf Asien (Sinai). Im Osten grenzt das Land an Israel ( 265 km Grenze) sowie an das Rote Meer. Der Sudan begrenzt es im Süden (1280 km) und im Westen Libyen (1115 km).
Die Abmessungen des Staates betragen in Nord-Süd Richtung etwa 1085 km und in Ost-West-Richtung etwa 1255 km.
Ägypten ist in etwa doppelt so groß wie Frankreich. Die Gesamtfläche beträgt 1 001 450 km² , davon beträgt die Landfläche 995 450 km² und die Wasserfläche 6000 km².
Das Land besteht jedoch zum größten Teil aus Wüsten, so daß die meiste Bevölkerung auf einer Fläche lebt, die kleiner ist als die Schweiz.
(Q1 ; Q2 ; Q3)

Topographie

Ägypten gliedert sich in 5 Großlandschaften: die Westliche oder Libysche Wüste, die Östliche oder Arabische Wüste, die Sinaihalbinsel sowie das Niltal und Nildelta.

Weniger als 5% der Staatsfläche sind besiedelt oder werden landwirtschaftlich genutzt:
Lebensraum ist die Stromoase des Nil, die Ägypten auf 1550 km durchzieht, gegliedert in Unterägypten (das bei Kairo beginnende, stark besiedelte Nildelta) und Oberägypten( mit dem Becken von Al Faijum).
Das von 3 bis zu 20 Kilometer breite Niltal ist in die, aus Kalk bestehende, Wüstentafel eingesenkt. Es verbreitert sich nördlich von Kairo zum Nildelta, das sich etwa 160 km weit nach Norden bis zum Mittelmeer erstreckt, wo es eine Breite von ca. 250 km erreicht. Schwebstoffe, die von vielen Flußarmen angeschwemmt werden, machen das Gebiet zur fruchtbarsten Gegend des Landes. Durch einen Seitenkanal des Nils wird auch die Oase Al Faijum bewässert.

Mehr als 95 % des Landes bestehen aus Wüsten:
Westlich des Nils erstreckt sich die Libysche Wüste, die mit rund 690 000 km² zwei Drittel der Fläche Ägyptens einnimmt. Das leicht gewellte Plateau, bis zu 300 Meter hoch, wird von Senken wie der Kattara-Depression (bis zu 134 Meter unter dem Meeresspiegel), aber auch der Oasen Siwa, Bahariya, Farafra, Dakhla und Kharga unterbrochen und steigt im Süden im Gilf Kebir auf 1000 Meter an.
Die Arabische Wüste, die etwa 220 000 km² mißt, liegt zwischen dem Nil und dem Roten Meer. Sie besteht aus Basalt und Granit und erreicht ihre größte Höhe im Gebel Shayib al-Banat mit 2187 Metern.
Die Halbinsel Sinai (ca. 50 000 km²) liegt bereits in Asien und wird durch den 161 km langen Suezkanal von Ägypten getrennt. Sie ist in ein nördliches Wüstengebiet und ein südliches Gebirge unterteilt, dessen höchste Erhebung gleichzeitig diejenige ganz Ägyptens ist, der Djebel Katarina mit 2642 Metern.
(Q2 ; Q3 ; Q4 ; Q5 ; Q6 ; Q7; Q13)

Klima

Ägypten liegt in der subtropischen Hochdruckzone.
Das Klima wird von einer heißen Jahreszeit zwischen Mai und September (durchschnittlich 35°C ) und einer kühlen Jahreszeit von November bis März (durchschnittlich 12°C ) bestimmt.
In den Küstenregionen liegen die Temperaturen zwischen einem durchschnittlichen Höchstwert von 37,2 °C und einem durchschnittlichen Tiefstwert von 13,9 °C . In den Wüstenregionen kann es zu extremen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht kommen - von einem Jahreshöchstwert von 45,6 °C tagsüber zu einem Jahrestiefstwert von 5,6 °C während der Nacht.
Im Winter fallen die Temperaturen in der Wüste oft auf 0 °C.
An der Mittelmeerküste befinden sich die niederschlagsreichsten Gebiete Ägyptens, dort liegt die jährliche Niederschlagsmenge etwa bei 200 Millimetern. Die Niederschlagsmenge nimmt jedoch nach Süden hin schnell ab, so daß sie in Kairo nur noch etwa 24 Millimeter pro Jahr beträgt. In vielen Wüstenregionen kommt es nur alle paar Jahre zu Niederschlägen.
In den Frühjahrsmonaten von März bis Juni wehen aus Südwest die heißen Sandstürme (Khamsin) mit Geschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometern, die mehrere Stunden oder auch Tage andauern.
(Q3 ; Q5 ; Q6 ; Q8)

Bevölkerung

Die Menschen in Ägypten sind verschiedener Rasse und Herkunft. Araber, die man oft mit Ägyptern verwechselt ,sind erst im 7. Jahrhundert in das Land gekommen und machen heute 25 % der gesamten Bevölkerung aus. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung sind nichtarabischer Abstammung und können als direkte Nachfahren der pharaonischen Ägypter angesehen werden.
Eine weitere Gruppe in Ägypten sind die Kopten (7-12% der gesamten Bevölkerung ). Sie sind aber keine Rasse, sondern eine kulturelle Sondergruppe. Sie sind schon im 5. Jahrhundert von der byzantinischen Reichskirche abgefallen und bilden seither eine eigene christliche Glaubensrichtung.
Den Kopten wird eine überdurchschnittliche Intelligenz nachgesagt. Und es halten auch viele von ihnen einen hohen Anteil an den ägyptischen Spitzenberufen.
Die Juden spielen in Ägypten auch eine große Rolle. In jeder ägyptischen Stadt gab und gibt es ein Judenviertel, die sogenannte Melah.
Die drei Kriege mit Israel seit 1948 haben die Zahl der Juden in Ägypten drastisch sinken lassen. Trotzdem aber blieb Kairos Judentum bis heute aktiv. Ägyptens heute schon 40 Millionen Menschen leben jedoch nicht im Sand der Sahara, sind nicht gleichmäßig über das Land verteilt, sondern siedeln dicht gedrängt im Niltal, das an seiner breitesten Stelle, bei Kom Ombo, 15 Kilometer erreicht, sonst aber zwischen einem und fünf Kilometer mißt.
Niltal wird in der Statistik mit 35 577 Quadratkilometer angegeben.
Außer dem Niltal und Deltagebiet gibt es in Ägypten auch noch andere kleine besiedelte Gebiete (kleine Städte und Oasen).
Berücksichtigt man auch die zwei, drei Städte am roten Meer und an der Mittelmeerküste, ergibt sich im Niltal eine Bevölkerungsdichte von weit über 20 000 Menschen pro Quadratkilometer.
Im Delta leben bis zu 2500 Einwohner pro Quadratkilometer (in dörflichen Verhältnissen).
Das Niltal gehört somit zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Erde überhaupt.
Doch auch im Niltal ist die Bevölkerung nicht gleichmäßig verteilt.
In den beiden Großstädten Kairo und Alexandrien lebt fast ein Drittel der Ägypter.
Die Verstädterung in Ägypten schreitet rasch fort.
Von 1960 bis 1977 stieg der Anteil der städtischen Bevölkerung von 37% auf 45%.
Seit 1800 erfolgte in Ägypten jeweils eine Verdoppelung der Bevölkerung innerhalb von 50 Jahren.
Eine Verdoppelung wird innerhalb von 25 Jahren erwartet.
In der letzten Zeit betrug das relative jährliche Bevölkerungswachstum 2,7%.
Die Entwicklung der Bevölkerungszahl in Ägypten mit den Prognosen für die Jahre 2000, 2010 und 2020 sind in diesem Diagramm verdeutlicht.



Die Säuglingssterblichkeit ist aufgrund der verbesserten medizinischen Versorgung stark gesunken. 19950 starb noch fast jedes zehnte Kind im Säuglingsalter, 1994 nur noch ungefähr 4 % der Neugeborenen. Die Lebenserwartung nach dem vollendeten 5. Lebensjahr betrug 1991 bei Frauen 66,4 Jahre ( wobei sie durchschnittlich 3-4 Kinder zur Welt bringen) und bei Männern 62, 5 Jahre.
Die Bevölkerung setzte sich 1995 wie folgt zusammen :

unter 15 Jahren

38 %
15-30 Jahre 26 %

30-45 Jahre 19 %
45-65 Jahre 12 %

65Jahre und älter 4 %


Die Amtssprache ist Arabisch, Umgangssprache ist der ägyptisch-arabische Dialekt, der von 98, 8% der Bevölkerung gesprochen wird. Die Handelssprachen sind Englisch und Französisch



Das Schulsystem

Seit 1923 besteht Schulpflicht. Das Schulsystem wurde 1952 reorganisiert und ausgebaut. Für alle Staatsbürger ist der Schulbesuch ein Grundrecht und somit kostenlos. 1991 wurde die gesetzliche Schulpflicht um ein Jahr auf 5 Jahre verkürzt,(6. bis 11. Lebensjahr), aus Mangel an Lehrern und Räumlichkeiten bei steigender Schülerzahl. 1990 gab es in Ägypten 16 045 Grundschulen und 289 Grundschullehrer. Auf den Land wird jedoch immer noch nicht jedes Kind zur Schule geschickt, da ihre Arbeit auf den Feldern für den Erhalt der Familie als wichtiger angesehen wird.
An den 12 Universitäten (drei darunter in Kairo) studierten 1993 620 000 Studenten. Doch auch dort gibt es einen großen Lehrermangel.
Insgesamt gab es trotz des ausgebauten Schulwesens in Ägypten 1996 eine Analphabetenrate von 49,5%, wobei der Anteil der Frauen fast doppelt so hoch ist wie der der Männer.
(Q1 ; Q4 ; Q6 ; Q10)


Flora und Fauna

Abgesehen von einzelnen Oasen, beschränkt sich die Vegetation Ägyptens hauptsächlich auf das durch den Nilschlamm fruchtbare Niltal und das Nildelta.
Die Dattelpalme ist die am häufigsten vertretene Baumart. Daneben gibt es noch eine geringe Anzahl weiterer einheimischer Bäume. Dazu zählen Akazie, Maulbeerbaum, Tamariske und Johannisbrotbaum. Dazu kommen noch die eingeführten Arten, wie Eukalyptus, Zypresse Mimose und einige Obstbäume (z.B. Mango). Als Windschutz werden teilweise Keulenbäume angepflanzt. Auf den Schwemmböden im Deltagebiet wachsen unter anderem Wein und Gemüse sowie Blumen ( z.B. Rosen und Jasmin).
In den Trockengebieten beschränkt sich die Vegetation zum größten Teil auf Dornsträucher und Halfgras. Die einst so typisch ägyptische Papyrusstaude des Nilufers findet man heutzutage nur noch im äußersten Süden.
Die vorherrschenden Tiere Ägyptens sind Kamele und Affen.
Die Wildtierarten, deren Anzahl aufgrund des trockenen Klimas gering ist, umfassen in den Wüsten vor allem Gazellen. Hauptsächlich im Deltagebiet, sowie in den Bergen und entlang des Roten Meeres leben Wüstenfüchse, Hyänen, Schakale, Luchse, wilde Esel und Mungos. Krokodile und Nilpferde findet man nur noch am Oberen Nil.
Durch Ägypten fliegen im Jahr ungefähr 200 Zugvögelarten. Die meisten der etwa 200 einheimischen Arten, wie Pelikane, Flamingos, Reiher, Adler, Falken und Bussarde leben im Niltal und Nildelta.
Etwa 100 verschiedene Fischarten leben im Nil und den Seen des Deltagebiets. Im Roten Meer findet man Haifische, Schildkröten, Rochen und einige große Korallengebiete.
(Q3 ; Q4 ; Q9)

Wirtschaft

Unter der Regierung von Präsident Nasser wurde 1961 Ägyptens Außenhandel, das Banken- und Versicherungswesen sowie der Großteil der regionalen Industriebetriebe durch eine Reihe von Gesetzen radikal verstaatlicht. In Privatbesitz blieben die Landwirtschaft, die Immobilienwirtschaft und einige bestimmte Produktionsbranchen - jedoch streng Überwacht durch die Regierung. Diese neue Ordnung, der \"arabische Sozialismus\" sollte durch die Einschränkung des privaten Sektors und die wirtschaftliche Entmachtung der ägyptischen Kapitalisten eine größere soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliches Wachstum bringen. Der entwickelte Fünfjahresplan brachte zunächst auch beachtliche Fortschritte in der Industrieproduktion doch langfristig fehlten die ausländischen Investoren. Der Tourismus nahm durch Nassers anti-westliche Haltung und die mangelnde touristische Infrastruktur enorm ab. Auf den Sechstagekrieg gegen Israel ( 1967) folgte aufgrund der Verluste und einer allgemeinen Wirtschaftskrise ein Stagnieren der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes.
Seit der Einleitung der Öffnungspolitik (Infitah) 1974 unter Präsident Sadat entwickelte sich neben dem staatlichen Sektor ein in- und ausländischer Privatsektor, den die Regierung zunehmend fördert. Das Hauptziel der \"Letter of Intent\" von 1991 ist die Umwandlung von der Staatswirtschaft in eine Volkswirtschaft .Die Staatsunternehmen sollen privatisiert werden, die bürokratischen Hürden für Investoren verringert und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt verbessert werden.
Trotzdem beherrscht der Staatssektor etwa 300 Unternehmen sowie Bergbau, Infrastruktur und Banken. Er kontrolliert noch immer 70 % der gesamten Industriekapazität und erwirtschaftet ca. 40 % des Bruttosozialprodukts ( Angaben von 1995). Der riesige \"informelle Sektor\", der vielen Arbeitslosen als letzte Zuchflucht dient, soll fast ein Drittel der wirtschaftlichen Aktivität ausmachen. In den offiziellen Statistiken wird er jedoch nicht berücksichtigt.
Die vier tragenden Säulen der ägyptischen Wirtschaft sind:
. der Tourismus

. die Einnahmen durch den Suezkanal
. das Erdöl
. die Überweisungen der im Ausland arbeitenden Ägypter
. Kennzeichnend für die Ägyptische Wirtschaft ist der stetig wachsende Dienstleistungssektor ( vor allem Handel und Tourismus), in dem 1997 38 % der Erwerbstätigen beschäftigt waren, und der im gleichen Jahr etwa 66% des BIP ausmachte ( 1987 waren es noch 51 %). In der Industrie waren 1997 21 % der Beschäftigten angestellt und erwirtschafteten ca. 18 % des BIP. Die Landwirtschaft erzeugte rund 16 % des BIP und ist mit 43 % der Beschäftigten der größte \"Arbeitgeber\" des Landes.
. Abgesehen von der vorübergehenden Krise, die 1990 aufgrund des Golfkriegs auftrat und der immer noch sehr hohen Arbeitslosigkeit, die von unabhängigen Beobachtern 1997 auf bis zu 20% geschätzt wurde, machte die ägyptisch Wirtschaft seit den 70er Jahren kontinuierlich Fortschritte. Sie erreichte 1996 eine jährliche Wachstumsrate von 4,7 % (1994 waren es nur 2,9%) ein Haushaltsdefizit von weniger als 2 % (1990/91 waren es noch 17% )und eine Inflationsrate von 6,2 % ( 1990 waren es noch 25 %).
. Das Steigen des realen BIP (BIP 1997: US$ 42,9 Mio.), die sinkenden Inflationsrate und das verringerte Haushaltsdefizit, kennzeichnet folglich die momentane Wirtschaftslage. Die Gründe für den Wachstum der Hauptsektoren der Wirtschaft (im Durchschnitt 4- 6 %) sind hauptsächlich die Investitionen des privaten Sektors und des Auslands.
. Doch liegt in Ägypten weiterhin eine große negative Handelsbilanz vor(1996 war es ein Minus von US$ 9234 Mio.) , da gegenüber den leicht steigenden Exporten die Importe stärker angestiegen sind. Die Auslandsverschuldung lag 1995/96 bei US$ 31,0 Mrd.

(Q1 ; Q4 ; Q8 ; Q9 ; Q11)

Landwirtschaft

Ägypten gehört zu den landwirtschaftlichen Hauptproduzenten von Afrika.
Die Landwirtschaft bleibt trotz aller Industrialisierung mit 43 % der Beschäftigten( 1997) der wichtigste Arbeitgeber. Mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 2,5 % erwirtschaftete sie 1997 etwa 18 % des BIP.
Bei einer nur zu 50 % im eigenen Land zu deckenden Nahrungsmittelversorgung ( Ägypten gibt jährlich etwa $ 3 Mrd. für Nahrungsmittelimporte aus), einer weiterhin stark steigenden Bevölkerungszahl und einem immer noch großen Mangel an Arbeitsplätzen, bildet die Landwirtschaft eine zentrale Säule in der ägyptischen Volkswirtschaft.
In den letzten 15 Jahren haben immer mehr ausländischen Investoren in die Landwirtschaft investiert.. Mit der Verabschiedung neuer Gesetze, die u.a. den Landbesitz durch Ausländer erlauben wird mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung gerechnet.
Nur ca. 3 % der Staatsfläche können agrarisch genutzt werden, der Rest des Landes besteht aus Wüsten. Die klimatischen Bedingungen (milde Winter ; hohe Anzahl der Sonnenstunden) sind für die Agrarwirtschaft sehr günstig. Der Druck der wachsenden Bevölkerung fordert die Intensivierung der Kultivierung. Arbeitsaufwendige Bewirtschaftung mit einfacher Technik, Staudämme und weitverzweigte Kanäle ermöglichen durch ganzjährige Bewässerung der fruchtbaren Alluivalböden an vielen Orten 2-3 Ernten im Jahr. Der 1971 fertiggestellte Assuan-Hochdamm hält jedoch den fruchtbaren Nilschlamm zurück, der sich zuvor als nützlicher Bodendünger ablagerte. Deshalb muß zunehmend Kunstdünger eingesetzt werden. Außerdem ist das Nildelta wegen des ausfallenden Schlamms vom Verfall bedroht. Da praktisch das gesamte Land bewässert wird, wächst vielerorts durch die hohe Verdunstungsrate und mangelhafte Entwässerung die Gefahr einer Versalzung der Ackerböden.
Die wichtigsten Kulturen, die nahezu 92 % der Gesamternte des Landes ausmachen sind Baumwolle, Weizen, Reis, Durra, Futterklee, Tomaten, Zuckerrohr und Kartoffeln.
Der Wert der landwirtschaftlichen Produktion ist von 1982 bis1995 von US 7 Mrd. auf US $ 12,2 Mrd. gestiegen. Die bebaubare Fläche wuchs im gleichen Zeitraum von 2,9 Mio. ha auf 3,5 Mio. ha. Seit 1991 hat sich der Agrarexport von US$ 226 Mio. auf US$ 616 Mio.(1995) nahezu verdreifacht.
Die wichtigste Agrarexportware Ägyptens ist die Baumwolle ( seit der Aufhebung des Baumwoll-Exportverbots Anfang 1996). Sie wird auf mehr als einem Fünftel des bewirtschafteten Landes während einer Saison angepflanzt und bringt dem Land harte Devisen und versorgt die Textilindustrie. Anfang der neunziger Jahre brachte der Export von Rohbaumwolle US$ 306 Mio. und somit die Hälfte des Exportgewinns aller Agrarprodukte.
Die Viehaltung, vor allem Büffel- und Rinderzucht (1990 jeweils 3 Millionen), macht rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Produktion aus. Neben der Geflügelhaltung hat in den letzten Jahren auch die Fischerei an Bedeutung gewonnen.

(Q4 ; Q5 ; Q6 ; Q8 ; Q9)


Fischerei

In Ägypten gibt es eine bedeutende Fischereiindustrie. Zu den fischreichsten Gewässern gehören die flachen Seen im Deltagebiet, der See Birkat Qarun und das Rote Meer. Die früher ergiebigen Sardinenschwärme entlang der Mittelmeerküste sind seit der Fertigstellung des Assuan-Hochdammes und den nachfolgenden ökologischen Veränderungen größtenteils verschwunden.


Bodenschätze/Bergbau

In Ägypten gibt es zahlreiche Bodenschätze, darunter Eisen- und Manganerze, Rohphosphat, Titan, Asbest, Gips, Buntmetalle, Bausteine, Schwefel und Salz.
Gold und roter Granit wurden neben anderen schon seit dem Altertum abgebaut.
Die größte Rolle spielen heute die Erdölvorkommen am Golf von Suez, in El Alamein am Mittelmeer, in der Kattara-Depression in der Libyschen Wüste und auf der Sinai Halbinsel. Alexandria, Kairo und Suez, die Raffineriezentren, haben eine derzeitige Tagesproduktion von 860 000 Barrel.
Die Erdölförderung, die neben dem Tourismus der größte Devisenbringer des Landes ist, stieg seit der Entdeckung riesiger Erdölfelder im Gebiet Al Alamein und am Golf von Suez in den 50er und 60er Jahren, von 1974 7,5 Mio. Tonnen auf 44,6 Mio. Tonnen 1995 an . Exportiert werden davon über 50 % (1992/93 für über 2 Mrd. US$ ).
Die Erdölvorräte werden voraussichtlich maximal bis zum Jahr 2005 reichen, deshalb wird der Inlandsverbrauch gezielt auf Erdgas umgestellt, dessen aussichtsreichstes Vorkommen im Off-shore-Bereich des Nildelta liegt. Jährlich werden etwa7,8 Mrd. m³ Erdgas gefördert. Über die Hälfte davon entfällt auf die Stromerzeugung, der restliche Teil auf Privathaushalte und die Industrie. Die Reserven werden auf 24 Billionen Kubikfuß geschätzt.
Weitere wichtige abgebaute Bodenschätze waren zu Beginn der neunziger Jahre (mit den Daten von 1990): Eisenerz ( 2,4 Mio. Tonnen), Phosphat ( 2,4 Mio. Tonnen), Gips ( 1,3 Mio. Tonnen) und Salz ( 1,1 Mio. Tonnen) .
Mit dem Uranabbau wurde 1991 in Assuan begonnen.
(Q4 ; Q6 ; Q8)

Energie

Vor 1970 wurde die elektrische Energie in Ägypten vorwiegend über Wärmekraftwerke erzeugt. Durch die 1970 fertig gestellten zwölf Turbinen am Assuan-Hochdamm steigerte sich die Leistung des Landes auf dem Energiesektor drastisch. Die Hochdammturbinen erzeugen 10Mrd. Kilowattstunden pro Jahr. Ein normaler Haushalt verbraucht ca.2500Kwh im Jahr. Die gesamte Elektroenergieerzeugung beträgt 32,5 Mrd Kwh im Jahr. Ein großer Teil des seit 1975 geförderten Erdgases wird für die Produktion von Energie verwendet.

Industrie

Die ersten Schritte zur Industrialisierung des Landes im 19. Jahrhundert wurden von den europäischen Mächten - allen voran Großbritannien - behindert, da die Europäer mehr an einem Absatzmarkt für ihre eigenen Produkte interessiert waren als an der Entstehung konkurrierender Industrien. Während und nach dem 1. Weltkrieg entwickelte sich eine kleine industrielle Produktion, die sich auf den nationalen Markt konzentrierte. Während des 2. Weltkrieges erlebte das produzierende Gewerbe, insbesondere die Textilindustrie, einen großen Aufschwung. Nach dem Sturz der Monarchie zu Beginn der fünfziger Jahre hatte die industrielle Entwicklung des Landes für die neue Regierung absolute Priorität. Nach Ablauf des ersten Fünfjahresplanes 1965 hatte der Gesamtwert der industriellen Produktion einschließlich des Energiesektors und der Förderung von Bodenschätzen ein jährliches Volumen von etwa 2,71 Milliarden US-Dollar erreicht. Danach konnte der Bruttoertrag aus verarbeitendem Gewerbe und Rohstoffindustrie kontinuierlich gesteigert werden. Die Zahl privat organisierter Unternehmen hat seit den siebziger Jahren ständig zugenommen.
Zu den wichtigsten industriellen Erzeugnissen des Landes gehören Baumwollgarn, Jutegarn und -stoffe, Wollgarn, Zucker, Schwefelsäure, Stickstoffdünger, Papier, Zement, Autoreifen und Schläuche sowie Fernsehgeräte. Weitere wichtige Produktionszweige sind die Schwerindustrie (in Hulwan), die Kraftfahrzeugindustrie und die Erdöl verarbeitende Industrie. In diesen und anderen Branchen des produzierenden Gewerbes sind etwa 21 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt.
Zu den kleineren Gewerbebetrieben mit gesamtwirtschaftlicher Bedeutung gehören Gerbereien, Brauereien, keramische Werkstätten und Parfümfabriken. Daneben spielen das Kunstgewerbe sowie die Herstellung von Asphalt, Baumwollsamenöl, Mehl und anderen Nahrungsmitteln eine Rolle. Die Industrie konzentriert sich vorwiegend auf die Großräume Kairo und Alexandria.

Die Industrie ist vor allem abhängig von billigen Rohstoffen aus eigener Produktion der
Landwirtschaft und Energie. Mit dem Assuanstaudamm wurde die Energieerzeugung als Grundlage
für eine Erweiterung der Industrie entscheidend erhöht. Die Hochdammturbinen erzeugen 10Mrd.
Kilowattstunden pro Jahr. Ein normaler Haushalt verbraucht ca.2500Kwh im Jahr. Die gesamte
Elektroenergieerzeugung beträgt 32,5 Mrd Kwh im Jahr.
Traditionsgemäß ist der wichtigste Industriezweig in Ägypten die Textilindustrie.Sie konzentriert
sich in Kairo und in Unterägypten. Es werden pro Jahr ca. 320.000t Baumwollgarne und ca. 700Mio
m² gewebte Baumwollmaterialien hergestellt.
Durch die relativ hohe Elektroenergieereugung kann unter anderem auch ein Stahlwerk, das von der
BRD finanziert wurde, betrieben werden. Es wurde von den Russen vielfach erweitert und ist heute
das größte Stahlwerk auf dem Kontinent.
Weiterhin gibt es ein Aluminiumschmelzwerk, das ebenfalls einen hohen Energieverbrauch hat.
Sowie eine Düngemittelfabrik.
In Ägypten gibt es bedeutende Erdöllager und jedes Jahr werden ca. 45Mio t gefördert. Damit
gehört Ägypten zu den mittleren Erdölproduzenten.
Der Erdölexport ist eine wichtige Deviseneinnahmequelle.
Das Bruttosozialprodukt (Summe aller Güter und Dienstleistungen sowie der produzierten und noch
nicht verkauften Halb- und Fertigprodukte und die selbst hergestellten Anlagen zuzüglich dem Saldo
aus Im- und Export) betrug in Ägypten 1990 50,4 Mrd DM und wuchs jährlich um ca 0,5 %. Pro
Kopf der Bevölkerung beträgt es 915 DM. Zum Vergleich weist das BSP in Deutschland pro
Einwohner eine Höhe von 26.489 DM auf. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf das wirtschaftliche

Niveau Ägyptens ableiten.
Auf Grund der Rückständigkeit Ägyptens ist dieses Land in hohem Maße abhänig von Importen. Vor
allem werden Nahrungsmittel, Maschinen, Fahrzeuge, Treibstoffe, Chemikalien , Dünger und
Nutzholz importiert. Durch diese Importabhängigkeit ist die Handelsbilanz Ägyptens negativ (1,7

Mrd DM 1988).
Der Vergleich wichtiger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Daten Ägyptens mit anderen
afrikanischen Staaten zeigt, daß Ägypten relativ entwickelt ist (Führende Stellung im
Elektroenergieverbrauch, hohe Anzahl von Ärzten).

(Q1 ; Q4 ; Q8 ; Q9 ; Q11)


Außenhandel

Zu den wichtigsten Importgütern gehören landwirtschaftliche Produkte, Fahrzeuge, chemische Stoffe, Maschinen für den Bergbau sowie Metallwaren. Die wichtigsten Lieferstaaten dieser Produkte sind die USA, Deutschland, Italien, Frankreich und Japan. Aufgrund des rapiden Bevölkerungswachstums wurde das Land immer mehr von Lebensmittelimporten abhängig, insbesondere von Weizen, Mehl und Fleisch. Zu den wichtigsten Exportgütern zählen Rohöl und Erdölprodukte, die mehr als die Hälfte der Einnahmen ausmachen; darüber hinaus werden auch Rohbaumwolle, Baumwollgarn und -stoffe sowie Nahrungsmittel ausgeführt. Die Hauptabnehmerländer für diese Erzeugnisse sind Italien, Rumänien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Japan.
Trotz umfangreicher Investitionen und strikter staatlicher Kontrolle hat Ägypten eine negative Handelsbilanz. Ende der siebziger Jahre stiegen die Staatseinnahmen nach der Wiedereröffnung des Suezkanals. Mit dem Abschluß des Friedensvertrags mit Israel und der allmählichen Rückgabe der besetzten Gebiete auf der Sinai-Halbinsel (einschließlich der Ölfelder) stiegen die Staatseinnahmen durch den verstärkten Tourismus und die Ölproduktion rasch an. Mitte der neunziger Jahre war Ägypten bei den westlichen Industrienationen mit insgesamt 14 Milliarden US-Dollar verschuldet. Die Handelsbilanz Ägyptens ist defizitär.

(Q1 ; Q4 ; Q6 ; Q8)


Infrastruktur


Der Suezkanal
Im Nordosten Ägyptens verbindet der Suezkanal das Mittelmeer mit dem Golf von Suez, einem Arm des Roten Meeres. Der 195 Kilometer lange und 160 Meter breite künstliche Kanal stellt eine wichtige Abkürzung des Schiffswegs zwischen Europa(und Amerika) und Asien und Südafrika dar. Der französische Diplomat und Ingenieur Vicomte Ferdinand Marie de Lesseps entwarf die Pläne, und nach 10 Jahren des Baus wurde er am 17. November 1869 fertiggestellt. Ab 1888 wurde der Kanal für den internationalen Schiffsverkehr geöffnet.
Als Folge der Konflikte mit Israel im Sechs-Tage-Krieg wurde der Kanal zwischen 1967 und 1975 gesperrt.
Heutzutage sind die Gebühren für die Durchfahrt eine wichtige Einnahmequelle. Bei Durchfahrten von 16 370 Schiffen 1994 und einer Nettotonnage von 364,5 Mio. NRT, betrugen die Kanaleinnahmen im Finanzjahr 1994/95 ca. US$ 920 Mio..
Im größten Teil des Kanals kann nur ein Schiff passieren, daß aber bis zu 150 000 Tonnen schwer sein kann. Da keine Schleusen die Durchfahrt behindern, dauert sie im Schnitt nur 15 Stunden. Der Kanal soll jetzt aber so verbreitert werden, daß Gegenverkehr auf der gesamten Strecke möglich ist. Außerdem sieht ein Entwicklungsprogramm eine Freihafen- und Industriezone bei Port Said und Suez vor.


Verkehr
Die Gesamtzahl des Straßen und Fernstraßennetzes betrug 1996 ungefähr 64 000 km, davon waren 78% befestigt. Zwei Fernstraßen verbinden Kairo und Alexandria. Außerdem wird Kairo mit Port Said , Suez und Al Faiyum verbunden.
In ganz Ägypten gibt es (Stand 1997) 89 Flughäfen von denen 70 geteert sind. Die beiden internationalen Flughäfen liegen in Kairo und Alexandria. Alexandria gehört ebenfalls zu den wichtigsten Hafenstädten neben Port Said und Suez.
Das staatliche ägyptische Eisenbahnnetz, deren Hauptlinie Assuan und verschiedene Orte im nördlichen Niltal mit Alexandria( am Mittelmeer) verbindet, umfaßt eine Länge von etwa 8831 Kilometern. Der Nil ist auf seiner gesamten Länge in Ägypten schiffbar und ist deshalb die wichtigste Binnenwasserstraße des Landes. Daneben gibt es 1610 km Kanäle und 17 700 Bewässerungskanäle, die intensiv zum Transport genutzt werden. Auch die Karawanen in den Wüstengebieten gehören, wenn auch nur als sehr kleiner Teil, zum Transportwesen Ägyptens.
(Q1 ; Q4 ; Q6 ; Q10)


Tourismus

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Devisenbringer Ägyptens. 1995 /96 waren über 140 000 Menschen in diesem Sektor beschäftigt (2,9 % mehr gegenüber 1994/95). Die Einnahmen aus der Tourismusindustrie betrugen US$ 3,3 Mrd. mit einer Wachstumsrate von 26,9% gegenüber 1995/96.
Doch ist diese Branche sehr anfällig für Krisen in der Region und Ägypten, wie zum Beispiel die Golfkrise 1990/91. Auch ist sie ein effektives Druckmittel fundamentalistischer Extremisten. Aufgrund diverser Übergriffe sanken zwischen 1992 und 1993 die Einkünfte aus dem Tourismus um 42%. Nach der Hauptwelle der Anschläge( 1992 bis1994) nahm der Tourismus aber wieder stark zu. 1996 besuchten fast 4 Millionen Touristen das Land. Die deutschen Besucher stellten mit 436 809 Menschen den größten Anteil( 11,2%).
Die wichtigsten Tourismusarten Ägyptens sind : historischer Tourismus, religiöser Tourismus, Sporttourismus, Safari-Tourismus, Erholungstourismus sowie Konferenz- und Messetourismus.
Ein Jahr nach dem großen Massaker bei Luxor am 17. Oktober 1997, hatte Ägypten schätzungsweise US$ 700 Mio. verloren, und die Hotels waren trotz der Dumpingpreise vieler Reiseveranstalter nur bis zu 25% belegt.

(Q4 ; Q5 ; Q6 ; Q8 ; Q12)


Besonderheiten


Kairo


Kairo ist mit seinen ca. 15 Mio. Einwohnern die größte Stadt Afrikas und zugleich kulturelles Zentrum des Mittleren Osten. Zu dieser immensen Einwohnerzahl kommen noch ca. 2,5 - 3 Mio. Pendler die täglich in die Hauptstadt Ägyptens strömen.

Kairo ist diesen Menschenmassen nicht mehr gewachsen. Die Infrastruktur ist unzureichend und die Wohnungsnot bedingt durch die Landflucht ist außerordentlich groß. Strom- und Wasserversorgung sind unzureichend und es vergeht kaum ein Tag an dem nicht bauläufige Häuser einstrürzen. Der Smog und die Zersiedlung historisch bedeutender Areale zerstören viele Kulturdenkmäler Kairos.
Die Stadtväter Kairos versuchen dem entgegen zu wirken. Demnach dürfen keine Industriebetriebe mehr angesiedelt werden und der Bau von Hochhäusern und großen Hotels soll gestoppt werden.
Trotz alledem ist und bleibt Kairo einer der bedeutensten Kulturstätten überhaupt, beeindruckt durch seinen unverwechselbare Skyline von Minaretten, ebenso wie sein Reichtum an pharaonischen und islamischen Kulturdenkmälern



Die Pyramiden

Wohl kaum ein Monument in Ägypten ist so umstritten wie die Pyramiden. Um sie ranken sich zahlreiche Gerüchte und Mysterien. Schon über die Bautechniken wird seit Jahrhunderten gerätselt, auch gibt es zahlreiche Spekulationen über den Sinn oder Unsinn der Pyramiden, die von Gräbern für Pharaonen über aus Stein gebaute astronomische Meßgeräte bis hin zu Bauten von Außerirdischen reichen.
Die moderne Ägyptologie vertritt erstere These: es handelt sich um Grabbauten. Wie diese jedoch genau errichtet wurden, darüber streiten die Gelehrten wie eh und je. Am geläufigsten dürfte die Theorie des Rampenbaus sein, doch auch hier gibt es genug Gegenargumente.
Die bekanntesten Pyramiden sind die sieben großen Pyramiden des Alten Reiches:


Stufenpyramide


König Djoser ist der eigentliche \"Erfinder\" der Pyramiden. Neu war nicht nur die Form, auch das Material war revolutionär. Zwar wurden Steine bereits in Teilen früherer Gräber genutzt, doch hier wurde erstmals ausschließlich Stein verwendet. Imhotep, sein Bauherr, unterstütze ihn tatkräftig und wurde später als Gott verehrt. Ursprünglich wurde eine gewaltige Grabkammer gebaut, die aus zwei Stockwerken bestand. Um diese Mastaba zog man schließlich eine 10 m hohe Mauer, die ein Areal von 554 x 277 m umschloss. Zunächst wurde die Mastaba allseitig um 3 m, dann um weitere 8,5 m erweitert. Dann wurde sie erneut um 3 m angebaut. Die spätere Form der Pyramide zeichnete sich jedoch erst ab, als Imhotep Mastaba auf Mastaba setzte, bis schließlich eine Höhe von ca. 60 Metern erreicht war,die aus sechs Stufen bestand. Der Grundriss maß jetzt 125 x 110 m. Unterirdisch verlaufen Schächte und Stollen, von denen jedoch die \"echten\" von denen, die Grabräuber angelegt haben, kaum zu unterscheiden sind. In diesen Stollen wurden die Familienmitglieder bestatten, von Djoser selbst fand man nur einen mumifizierten linken Fuß.
Die Stufenpyramide ist jedoch nur Mittelpunkt einer riesigen Grabanlage, die Djoser erbauen ließ. So befindet sich dort auf der Südseite das Südgrab, dessen genaue Funktion nicht ganz geklärt ist. Dieses Grab ähnelt dem in der Pyramide, wobei besonders die Grabkammer Rätsel aufgibt: sie besteht aus Rosengranit, die Wände sind blau gekachelt und mit Darstellungen des Pharaos bedeckt. Sogar ein Sarkophag ist vorhanden. Dieser ist jedoch nur 1,60 m lang, also viel zu klein um einen ausgestreckten Körper aufzunehmen. Zudem hätte der Leichnam durch eine 80 x 40 cm weite Öffnung eingeführt werden müssen. Möglicherweise wurden hier die Eingeweide des Pharaos bestattet, aber dies ist reine Spekulation.
Im Osten der Pyramide befindet sich ein Gebäudekomplex, wobei es sich hier um Scheinbauten handelt. Ebenso findet man hier den Sedfest-Hof mit drei Pavillons, die jedoch nur Scheineingänge besitzen. Das Haus des Nordens und das Haus des Südens sind zwei größere Gebäude innerhalb des Komplexes, deren Sinn nicht klar ist. Der ganze nördliche Bereich könnte noch ein Leckerbissen für die Ägyptologie sein, denn er ist noch unter Schutt, Sand und Geröll begraben.



Pyramide von Meidum

Dies ist die erste \"echte\" Pyramide - zumindest sollte es die erste werden. Sie gilt als Werk Snofrus, dem Begründer der 4. Dynastie. Kurt Mendelssohn vermutet, dass beim Bau der Pyramide ein verheerendes Unglück geschah, weshalb das Bauwerk zusammengestürzt ist. Grund für diese Baukatastrophe könnte der steile Steigungswinkel sein. Heute ist uns nur eine Art Turm geblieben. Hier findet man zum ersten mal den klassischen Pyramidenkomplex, der seither immer in ähnlicher Form gebaut wurde. Die Anlage selbst hat einen Eingang in der Nordwand, auf der Ostseite befindet sich eine kleinere Nebenpyramide. Eine Art Damm führt zum Taltempel, der per Schiff erreichbar war. Eine weitere Neuerung ist die Lage der Grabkammer, die sich im Pyramidenkörper selbst, statt in einem Schacht befindet. Die Grabkammer war leer und enthielt nicht einmal einen Sarkophag, was zu der Überlegung geführt hat, dass hier nie ein Begräbnis stattgefunden hat. Eventuell wurde Snofru in einer seiner beiden weiteren Pyramiden beerdigt.


Knickpyramide

Die beiden anderen Pyramiden Snofrus befinden sich in Dahschur. Nach längerem Streit der Gelehrten geht man heute davon aus, dass die Knickpyramide die ältere der beiden ist. Die Knickpyramide erhielt ihren Namen aufgrund der merkwürdigen Änderung des Böschungswinkels von 54 auf 43 Grad, der zu vielen Spekulationen Anlass gibt. Diese Maßnahme verminderte die Höhe der Pyramide von ursprünglich 135 m auf 101 m bei einer Kantenlänge von 190 m. Der deutsche Ägyptologe Ludwig Borchardt (1863-1938) hat die Theorie aufgestellt, dass man diesen Knick einfügte um schneller fertig zu werden. Eine gängige Theorie von Kurt Mendelssohn spricht dagegen von einer Katastrophe der Pyramide von Meidum, die infolge des steilen Böschungswinkels zusammengestürzt sein soll und weshalb man hier einen niedrigeren Winkel wählte, damit sich die Katastrophe nicht wiederholt.
Zur Besonderheit dieser Pyramide zählt nicht nur der klassischen Eingang auf der Nordseite, sondern auch ein zweiter hoch oben in der Westfassade. Auch bei dieser Pyramide führt eine nach dem Polarstern ausgerichtete Zugangspassage zu zwei Kammern, die durch ein kompliziertes System von Gängen und Fallsteinen miteinander verbunden sind. Weiterhin gibt es einen zweiten Gang, der in die obere Kammer an die Westwand der Pyramide führt. Auch hier wurde keine Mumie gefunden, nicht einmal ein Sarkophag war vorhanden. Auch diese Pyramide besitzt einen Taltempel so wie einen Totentempel an der Ostseite.


Rote Pyramide

Die Rote Pyramide ist die erste \"echte\" Pyramide, wie sie auch von den Nachfahren Snofrus gebaut wurden. Sie wurde mit einem Winkel von 43\"36\' erbaut, was nur wenig von der späteren Norm (51°52\') abweicht. Ihren Namen hat die Pyramide aufgrund der Farbe der Steinquader erhalten, die im Abendlicht rötlich glänzen. Die Rote Pyramide wurde von den Ägyptologen bisher wie ein Stiefkind behandelt, ihr Inneres ist uns jedoch bekannt: Die Zugangspassage führt zu drei hintereinander liegenden Kammern, deren dritte und größte 9,50 m lang und gerade etwas über 4 m breit ist. Einen fast unschätzbaren Fund stellen die Markierungen auf Steinen an der Ostseite dar. Hier sind Daten angegeben, die Vermutungen über den Fortschritt der Arbeiten zulassen. Ansonsten darf man gespannt sein, was sich noch alles unter dem Wüstensand verbirgt.


Cheopspyramide

Die zweifelsohne bekannteste Pyramide ist die Cheopspyramide, die auch Große Pyramide genannt wird.

Die größte Pyramide in der Geschichte der alten Ägypter erreicht stolze Ausmaße: die Grundfläche hat fast 230 m Seitenlänge, eine Höhe von 146,60 m (heute nur noch 137,50) und wurde aus ca. 6,5 Mio. Tonnen Kalkstein erbaut, was etwa 2.300.000 Steinquadern à 2,5 Tonnen entspricht. Die Grundfläche beträgt rund 5,3 Hektar, der Böschungswinkel wieder 51°52\'. Ein aufsehenerregendes Phänomen ist ihre einzigartige geometrische Eigenschaft, dass ihre Höhe zu ihrem Umfang im gleichem Verhältnis steht wie der Radius zum Umfang eines Kreises. Anders gesagt: das Verhältnis ist 1:2 Pi. Diese Tatsache regt immer wieder zu neuen Spekulationen an. War dies Absicht oder handelt es sich etwa nur um einen Zufall?

Das Innere der Pyramide ist recht verzweigt. Allem Anschein nach wurden die Pläne während der Bauarbeiten mindestens zweimal geändert. Der auf den nördlichen Himmelspol ausgerichtete Eingang führt über eine Passage unter die Oberfläche des Plateaus. Hier wurde zunächst eine Kammer erbaut, deren Fertigstellung jedoch aufgegeben wurde. Vermutlich lag dies an den unzumutbaren Arbeitsbedingungen, da hier kaum Sauerstoff hingelangte. Statt dessen entschied man sich dafür, diese Kammer in das Pyramideninnere zu verlegen und baute vom Eingangsstollen aus einen neuen Gang, der nach ca. 40 m in eine horizontale Passage übergeht, die zu einer weiteren Grabkammer führt. Sie ist unvollendet geblieben und wird - ohne Grund - als die \"Königinkammer\" bezeichnet. Von dieser Kammer aus führen zwei sogenannte \"Luftschächte\" in das Innere der Pyramide. Forschungen durch R. Gantenbrink mit Hilfe eines Roboters ergaben jedoch, dass sich am Ende des südlichen Schachtes eine Art Tür befindet, die bis heute jedoch nicht geöffnet wurde. Somit dürfte es sich hier nicht wie bisher angenommen um Luftschächte handeln. Die Welt darf gespannt sein, was sich hinter dieser Tür verbirgt.
Eine weitere Änderung der Urspungsplanung lässt sich beim Bau der Großen Galerie erkennen. Sie geht in einen horizontalen Gang über, der zur Königskammer im Zentrum der Pyramide führt. Drei Falltüren oder besser gesagt drei als \"Fallgatter\" funktionierende Steine schützen die Grabkammer am oberen Ende der Galerie vor unerwünschten Besuchern. Die Königskammer selbst ist ein schmuckloser, kahler Raum, in dem sich an der Westseite ein einfacher Granitsarkophag befindet. Er wurde bereits während des Baus hierher gebracht, da es nicht möglich gewesen wäre, ihn nachträglich durch die schmalen Gänge der Pyramide zu transportieren.
Cheops\' Pyramide ist umgeben von drei kleine Pyramiden, in denen Verwandte und hohe Beamte bestattet wurden. Weiterhin findet man in Reihen ausgerichtete Mastaben. 1954 wurden die Reste eines großen Schiffes gefunden, das sich in einer der Schiffsgruben befand.


Chephrenpyramide

Chephrens Pyramide steht auf einer leichten Anhöhe und wirkt deshalb größer als die Pyramide seines Vaters Cheops. In Wirklichkeit ist sie jedoch 10,20 m kleiner als die Große Pyramide und erreicht somit eine Höhe von 136,40 m. Die Grundkantenlänge beträgt 216 m, der Böschungswinkel ist mit 52°20\' etwas steiler. Zum Pyramidenkomplex gehört ein Totentempel an der Ostflanke, der durch einen Weg mit dem beindruckenden Taltempel verbunden ist - und natürlich der Sphinx, ein überlebensgroßes Abbild des Pharaos über das in letzter Zeit viele Spekulationen bezüglich seines Alters in die Welt gesetzt wurden.
Das Innere der Pyramide ist recht einfach gehalten. Der Zugang ist wie üblich nach dem Himmelspol ausgerichtet, ein Gang führt zu einer Grabkammer am Boden des Bauwerks. Es gibt zusätzlich einen zweiten Zugang ein Stück weiter nördlich unter dem Pflaster des Pyramiden-Vorplatzes. Der Ausgräber Giovanni Battista Belzoni fand 1818 in der Grabkammer einen schönen Granitsarkophag, doch enttäuscht mußte er feststellen, dass die Grabräuber mal wieder schneller waren. Da das Innere der Cheopspyramide recht komplex ist, vermutete man auch hier noch weitere Gänge und/oder Kammern und ließ das Bauwerk mit Hilfe spezieller Strahlen \"röntgen\". Doch die Mühe war vergeblich.

Mykerinospyramide

Die kleinste der drei Pyramiden bei Gizeh wurde von Pharao Mykerinos (Menkaure) gebaut. Im Vergleich zu seinen Vorgängern wirkt der Bau klein und unauffällig. Die Grundkantenlänge beträgt gerade 108 m, insgesamt erreicht die Pyramide eine Höhe von 70 m (146 m Cheopspyramide). Es ist gleichzeit die letzte Pyramide dieser Epoche, die weiteren Pyramiden sind nicht mit den drei Giganten zu vergleichen. Ansonsten unterscheidet sich auch dieses Bauwerk nicht großartig von denen seiner Vorfahren. Drei Grabkammern existieren im Felsuntergrund, ein blinder Gang, der von der oberen Kammer ausgeht, wird als Änderung des ursprünglichen Bauvorhabens gesehen. Colonel Howard Vyse fand hier im Jahre 1837 in der zweiten Kammer einen Basaltsarkophag, der eine Mumie enthielt. Diese ist heute im British Museum in London zu bewundern.
Die Pyramide wurde wahrscheinlich in größter Eile erbaut, denn einige Blöcke bleiben unbehauen und auch der Toten- und der Taltempel sind von minderer Qualität. Grund hierfür findet man in einer Inschrift, die davon berichtet, daß Mykerions\' Sohn Schepseskaf das Bauwerk vollenden ließ.


Wie und warum wurden Pyramiden gebaut?

1. Mythos und Fakten

Wie bereits oben auf meiner Seite beschrieben, gibt es viele Theorien zum Bau und Sinn der Pyramiden. Noch keine konnte 100%-ig bewiesen werden, Schwachstellen gibt es bei jeder These, nicht eine Behauptung konnte bisher alle Fragen klären.
Grund für dieses Rätsel-Raten ist die unerklärliche Tatsache, dass es weder Hinweise noch sonstige Aufzeichnungen über den Pyramidenbau gibt. Hierfür gibt es nur zwei Erklärungen: entweder war den Ägyptern das Pyramiden-Bauen so alltäglich, dass es keinen Grund für Aufzeichnungen gab, oder aber es war ein streng geheimes Projekt. Bekannterweise rühmten sich die Pharaonen gerne mit ihren Heldentaten - aber über die Errichtung solch enormer Bauwerke verlieren sie kein Wort, auch gibt es keine gezeichneten Szenen oder ähnliches. Aufzeichnungen und Pläne müssen jedoch existiert haben, denn ohne Bauplan hätte man keine Pyramide bauen können. Die Frage, wohin diese Pläne verschwunden sind, wird wohl noch lange das Geheimnis der Alten Ägypter bleiben. Eventuell wurde dieses Wissen in der Bibliothek von Alexandria aufbewahrt bis ein Feuer alles vernichtete.
Der Großteil der heutigen Ägyptologen hält die Pyramiden für Gräber der Pharaonen, wobei sie sich hierbei auf Erzählungen von Herodot und anderen Geschichtsschreibern des Altertums berufen. Astrologie-orientierte Wissenschaftler sehen in den Pyramiden Nachbildungen der Gestirne (Orion-Mystery) oder Einrichtungen, die das Vorhersagen der Zukunft ermöglichen. Eine weitere Theorie besagt, dass die Pyramiden gebaut wurden um das Volk zu beschäftigen, denn während der Überschwemmungszeit konnte kein Ackerbau betrieben werden. Mathematik-geneigte Wissenschaftler halten die Pyramiden für die Verkörperung mathematischer Formeln, also ein überdimensionales Nachschlagewerk. Die wohl für die Ägyptologie inakzeptabelste These sagt aus, dass die Pyramiden von Außerirdischen erbaut wurden. Wie man sieht, gibt es Spekulationen in alle nur denkbaren Richtungen.
Herodot, der griechische Geschichtsschreiber, war der erste, der von diesen Wunderwerken berichtete. Er bereiste Ägypten im 5. Jahrhundert vor Christus - aber da gab es die Pyramiden schon seit 2.000 Jahren. So stützte auch er sich nur auf Erzählungen der damaligen Bevölkerung. Folgendes gab es da zu hören:
Cheops, der böse Pharao, zwang alle Untertanen, beim Pyramidenbau zu helfen. Es arbeiteten je zehnmal zehntausend Mann drei Monate hindurch und das zwanzig lange Jahre - Sklaverei also. Herodot berichtet auch von Maschinen \"hergestellt aus kurzen Holzblöcken\", über die bis heute philosophiert wird. Vom Flaschenzug bis hin zum Kran sind auch hier alle Thesen vertreten.
Heute sind sich die Ägyptologen einig, dass es kaum möglich war, ein ganzes Volk mit der Peitsche zu bezwingen. Beweise hierfür finden sich auch in den Überresten der Arbeitersiedlungen, unweit der Pyramiden. Hierbei handelte sich um ganz normale extra für den Pyramidenbau erreichtete Dörfer, in die sich von den eigentlichen Städten nicht untscheiden. Es ist auch davon auszugehen, dass teilweise blinder Glaube die Menschen dazu trieb, unermüdlich an der Pyramide zu arbeiten, denn wer zu Lebzeiten dem Pharao half, bekam im Jenseits dafür Pluspunkte angerechnet. Abgesehen hiervon bot diese antike Baustelle viele Arbeitsplätze, was Brot und vielleicht auch Ansehen mit sich brachte. An qualifizierten Arbeitern wird es jedenfalls nicht gemangelt haben.


2. Meisterwerk Organisation

Bevor jedoch der Bau der Pyramide beginnen konnte, - ich gehe hier nicht davon aus, dass Ausserirdische am Werk waren! - musste eine funktionierende Infrastruktur geschaffen werden. Diese Leistung für ein so gigantisches Projekt darf auf keinen Fall unterschätzt werden, auch wenn die Ägypter zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine langjährige Grabbautradition zurückblicken konnten. Sämtliche Facharbeiter, das Versorgungspersonal und die Bauarbeiter wurden aus allen Teilen des Landes gerufen, auch ihre Unterkunft musste organisiert sein. Eine riesige Baustelle entstand.
Eine Meisterleistung stellt die Organisation des Baumaterials sowie die zeitgerechte Anlieferung desselben dar. Ohne eine sehr gut durchdachte Materialverwaltung wäre der Pyramidenbau kaum möglich gewesen. Nicht zu vergessen der den Pyramiden angeschlossene Tempelkomplex, der auch noch erbaut wurde, ebenso die Unterkünfte der Arbeiter, wobei es sich um tausende Leute handelt. Schätzungsweise umfasste diese antike Baustelle 300.000 Quadratmeter.

3. Wie viele Menschen bauten an der Pyramide?

Fragen gibt es immer noch zur Anzahl der benötigten Arbeiter und wann und wie lange während eines Jahres an der Pyramide gearbeitet wurde. Herodot, der antike griechische Geschichtsschreiber berichtet, dass nur während der dreimonatigen Überschwemmungszeit gebaut wird, die heutige Ägyptologie vertritt jedoch zunehmend die These, dass ganzjährig gearbeitet wurde. Ausgrabungen an der Roten Pyramide zeigen Datierungen an den Verkleidungsblöcken, die diese Theorie bestätigen.
Herodot sprach von ca. 100.000 Arbeitern, aber so viele können es wohl doch nicht gewesen sein. Allein die Tatsache, dass die Baustelle keinen Platz für so viele Menschen bot, ist Beweis genug. Viele Forscher gehen von ca. 36.000 Arbeitern aus, einige tippen sogar auf nur auf 20.000 Menschen. Inschriften sagen aus, dass man Gruppen bildete, die man in einzelne kleine Unterabteilungen einteilte. Genaue Angaben findet man leider nirgends, man geht heute jedoch von etwa 200 Mann pro Mannschaft aus. Einige Hinweise deuten sogar darauf hin, dass nie mehr als drei Teams gleichzeitig im Einsatz waren. Also maximal 3000 Arbeiter. Eine Zahl, die staunen lässt und an die nicht jeder glauben mag. Zudem mußten auch die bereits oben erwähnten Siedlungen für die Arbeiter erbaut werden. Eine Siedlung für 100.000 Menschen zu bauen hätte auch viel zu viel Zeitaufwand gekostet und versorgt werden mußte die Bevölkerung auch.


4. Das Einmaleins des Pyramidenbaus

Nicht von der Hand zu weisen ist das großartige mathematische Wissen der Alten Ägypter, ohne welches die Pyramiden nie hätten gebaut werden können. Trotzdem ist nicht davon auszugehen, dass die Ägypter das ganze heutige mathematische Wissen hatten. Rätselhaft bleibt, wie die Berechnungen eines quadratischen Pyramidenstumpfes hergeleitet wurde: VPyr.stupf = 1/3h*(a2+a*b+b2) mit h:Höhe, a:Länge der Grundkante und b:Länge der Kante der Deckfläche.
Inzwischen ist man sich darüber einig, dass die Formel zur Berechnung des gesamten Pyramidenvolumens ebenfalls bekannt gewesen sein musste, sowie sämtliche anderen geometrischen Größen, die für den Pyramidenbau benötigt werden. Aufzeichnungen aus Rechenaufgaben für Schülern zufolge kannten die Ägypter allerdings den Tangens noch nicht, weshalb sie zwar komplizierte Rechenwege wählten, aber doch zum Ziel kamen.
Ein weiterer äußerst wichtiger Schritt zur perfekten Pyramide ist die Absteckung der Seiten, die einen hohen Grad an Messgenauigkeit verlangt. Bis heute bleibt unklar, wie die Ägypter diese Leistung vollbringen konnten. Hinweise, wie diese Messungen vorgenommen wurden, gibt es nicht. Hier ist man auf Spekulationen angewiesen. Die einfachste Möglichkeit wäre die Verwendung von überdimensional großen Geodreicken. Diese Methode wäre jedoch recht ungenau.
Eine weitere Besonderheit der Pyramiden ist deren genaue Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen. In der modernen Ägyptologie geht man heute davon aus, dass die grundlegende Ausrichtung der Pyramidenkanten nach Norden erfolgte, so wie bereits die Kammersysteme im Alten Reich angelegt wurden.
Der deutsche Ägyptologe Ludwig Borchard ist auf die Idee gekommen, die Ausrichtung beruhe auf der Bestimmung der Mitte zwischen dem Auf- und Untergangspunkt eines am Nordhimmer befindlichen Sterns. Der englische Pyramidenforscher I.E.S. Edwards schlug vor, einen künstlichen Horizont zu bauen, der aus einer halbkreisförmigen Mauer mit absolut waagerechtem oberen Mauerrand bestand. Mit einem Visirinstrument wurde im Mittelpunkt des Mauerhalbkreises der Auf- und Untergang eines horizontnahen Sterns gemessen. Diese beiden Punkte wurden auf dem künstlichen Horizont markiert. So entstanden drei Messpunkte, die miteinander verbunden wurden.
Das klingt zwar alles recht simpel, stellt sich jedoch in der Praxis als recht unrentabel heraus. Allein der absolut gerade künstliche Horizont stellt ein Problem dar, da bereits kleinste Bewegungen des Beobachters zu verfälschten Messungen geführt hätten. Dennoch ist dies die bekannteste, wenn auch gleich eine umstrittene Theorie, zur Ausrichtung der Pyramide.

5. Der Bau beginnt

Seit sich die Menschen mit den Pyramiden beschäftigen, wird über die Bauweise dieser Monumente gerätselt. Die Aussagen Herodots wurden von allen Seiten beleuchtet, gerade die beschriebenen \"Maschinen\" regten die Phantasie an. Doch keine Theorie konnte bisher überzeugen, weshalb man bei der verbreitetsten These, dem Rampenbau, geblieben ist. Allerdings stellt die Benutzung von Rampen unüberwindliche technische Schwierigkeiten dar, so dass fröhlich weiter spekuliert wird.
Fest steht, dass die Steine mit Hilfe von Schiffen zur Baustelle gebracht wurden. Es wurde ein Kanal angelegt, der vom Nil zum Fuße des Gize-Plateaus führte. Ein gigantischer Aufweg von 1.000 m Länge und 18 m Breite führte direkt vom Hafen zum Plateau, wo die Steine abgeladen und zur Pyramide gebracht wurden. Der Aufweg war unumgänglich, denn sonst wäre durch die schweren Steinblöcke die Straße zerstört worden.


6. Theorien zum Rampenbau

Wie bereits erwähnt ist die Theorie des Rampenbaus die unter Ägyptologen verbreitetste Theorie zum Pyramidenbau. Hierbei gibt es verschiedene Modelle, doch bisher wurde an jedem ein Haken gefunden. Die nun folgenden Erklärungsversuche beziehen sich alle auf den Bau der Großen Pyramide des Cheops, sind aber durchaus auf die anderen Pyramiden zu übertragen. Das Hauptproblem stellen die oberen Steinschichten dar, da die Rampe für diese Steine entweder zu lang oder zu steil würde.
Generelle Problem aller Rampentheorien sind, dass die Arbeit an der Pyramide jedesmal hätte gestoppt werden müssen um die Rampe auszubauen und dass es keine Hinweise auf die Existenz dieser Rampen gibt. Auch Herodot berichtet ausschließlich von \"Stufen\", nicht jedoch von Rampen.
Die wohl bekannteste Theorie der geraden Rampe wurde von Lauer aufgestellt. Das Problem hierbei sind die gewaltigen Ausmaße und der enorme Aufwand für die Errichtung der Rampe. Schon der geringe Platz vor der Cheopspyramide spricht gegen diese Erklärung.
Goyon schlägt die umhüllende Rampe als Lösung vor, die sich um die Pyramide zieht. Hierbei wird weniger Material benötigt, auch der geringe Platz stellt kein Problem dar. Allerdings ist der Weg für die oberen Steine enorm lang, auch der Ausbau der Rampe würde viel Zeit verschlingen.
Dieter Arnold stellt eine These vor, die eine steile Rampe im Innenbereich vorsieht. Dies würde erklären, warum bisher keine Überreste einer Rampe gefunden wurden. Kritikpunkte finden sich in der großen Anzahl der Arbeiter, die aufgrund der steilen Steigung nötig gewesen wäre. Grundvoraussetzung für das Funktionieren einer solchen Rampe ist ein optimaler Reibungswinkel. Hierunter versteht man den Neigungswinkel, bei dem ein Körper von selbst abwärts rutscht. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Erklärung wie das Innere der Pyramide gebaut werden konnte.
Ein relativ junger Vorschlag ist die Nutzung von Schaukelaufzügen. Hierbei werden vier Schaukeln verwendet, die um den Stein herum befestigt wurden. So konnten die Steine die Rampe hinauf gerollt werden. Problematisch an dieser Theorie ist der weite Weg zur Spitze der Pyramide, aber auch der Personalaufwand, der mit dieser Bautechnik verbunden wäre. Auch kann hiermit nicht erklärt werden, wie die größeren Blöcke der Verkleidung transportiert wurden.
Eine etwas außergewöhnliche Theorie ist die von Davidovits und Morris. Sie besagt, dass die Steine erst an Ort und Stelle der Pyramide \"gebrannt\" wurden. Dies würde jedoch einen riesigen Vorrat an Holz voraussetzen, doch dieses Material war in Ägypten äußerst knapp bemessen. Allerdings könnte so erklärt werden, warum keine Rampen benötigt wurden. Kritikpunkte gibt es durch die verschiedenen Formen der Steine des Kernmauerwerks. Bei geformten Steine würden diese nicht auftreten. Auch kann mit dieser Theorie nicht erklärt werden, wie die aus Granit bestehenden Blöcke gefertigt wurden.
Bleibt noch die Vermutung, dass es wirklich \"Maschinen\" - in welcher Form auch immer - gegeben haben muss. Aber auch hierfür lässt sich kein Hinweis finden, außer der Aussage Herodots. So kann ich an dieser Stelle leider keine eindeutige Antwort auf die Frage nach den wirklichen Bautechniken geben.

Assuan Staudamm
1960 fing Bau des Assuan Staudamms an. Er hat eine Höhe von 111 m und ist 3800m breit. Er hat mit 164 Mrd. m³ Seevolumen das zweitgrößte Wasserreservoir der Welt.


Die Gründe für seinen Bau waren:
Ø Vervierfachung der Nilbevölkerung seit 1900

Ø Anstieg der Kulturfläche um 1/5
Ø Speichern von Wasser im Herbst für Frühjahr und Sommer

Die Nachteile des Baus sind:

Ø Zurückhaltung des Nilschlamms -> Abnahme der Fruchtbarkeit des Bodens
Ø Das schlammarme, mit Düngemittel angereicherte Nilwasser greift Steinbauten an und unterspült leichter Böschungen, Steinmauern und Brücken als das normale Nilwasser
Ø Fortschreitende Erosion der Delta-Küste durch Fehlen der Schlammsedimente -> Mittelmeer holt sich das Delta zurück
Ø Verschmutzung des Trinkwassers durch Düngemittelrückstände
Ø Anstieg des Grundwassers -> Statikprobleme beim Hausbau
Ø Verdunstung großer Wassermengen des Stausees
Ø Verlust von fruchtbarem Lehmboden durch traditionelle Lehmziegelherstellung aus dem Nilschlamm durch die Landbevölkerung
Ø Ausbleiben der Sardinenschwärme vor der Delta-Küste -> Arbeitslose Fischer
Ø Zunahme von Phyto-Plangton -> Trinkwasseranlagen müssen gereinigt werden
Ø Dünger statt Schlamm vom Vulkanisches Hochland aus Äthiopien
Ø Landwirtschaft mittlerweile stagnierend

Ø Überwässerung -> Versalzung
Ø Ausbreitung der Wurmkrankheit

Ø Veränderung des Jahresgangs

Folgende Vorteile gibt es durch den Bau:
Ø Umwandlung von 420000 Hektar Brachland in Ackerland durch neue Bewässerung
Ø Erreichen von mehreren Ernten pro Jahr in Oberägypten durch die Fellachen
Ø Eindämmung von Katastrophen wie Hungersnöten, Wassermangel und Hochwasser
Ø Nutzung der elektrischer Energie durch die Industrie


Politik

Ägypten ist eine präsidiale Republik. Die Nationalversammlung nominiert den Staatspräsidenten, der durch Volkswahl für sechs Jahre im Amt bestätigt wird. Er ernennt den Ministerpräsidenten und die Kabinettsmitglieder, außerdem ist er Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Das Land wird gemäß der Verfassung von 1971 als ein sozialistischer arabischer Staat mit dem Islam als Staatsreligion regiert. Besonderer Wert wird auf die Chancengleichheit und die soziale Solidarität gelegt. Seit 1977 besteht in Ägypten das Mehrparteiensystem (zwischen 1961 und1977 war die einzige zugelassene Partei die Arabische Sozialistische Union - ASU ). Zu den führenden politischen Parteien zählen zur Zeit die Nationaldemokratische Partei (NDP),die am stärksten vertreten ist , und die linksgerichtete Sozialistische Partei der Arbeit (SLP). Unter den führenden politischen Gruppen ist vor allem die nominell illegale fundamentalistisch-islamische Muslimbruderschaft dominierend.
Am 6. Oktober 1981 wurde der amtierende Staatspräsident Sadat von islamistischen Fundamentalisten ermordet. Seine Nachfolge trat der Vizepräsident Hosni Mubarak an. Er bemühte sich um eine Verständigung mit der gemäßigten Opposition und bessere Beziehungen zu den anderen arabischen Staaten. Seine politischen Erfolge waren der israelische Rückzug von der Sinai Halbinsel (am 25.April 1982) und die Herstellung der diplomatischen Beziehungen mit fast allen arabischen Staaten (1987-89). Jedoch konnte er die Zunahme der Auslandsverschuldung nicht verhindern. Dem Land wurden aber, nachdem es sich im Golfkrieg der von den USA angeführten Koalition gegen den Irak angeschlossen hatte, etwa die Hälfte der Auslandsschulden (20,2 Mrd. US$) erlassen.
Die Ursachen der schwersten Probleme des Landes liegen in der schwierigen Wirtschaftslage. Die Mehrheit der Bevölkerung ist unter 35 (1998 lag allein die geschätzte Anzahl der 0-14 Jährigen bei 36 %) und meist chancenlos auf dem Arbeitsmarkt. Die daraus entstehenden sozialen Unruhen stärken die militanten islamistischen Fundamentalisten. Deren Ziel ist der Sturz der Regierung Mubaraks und die Errichtung der Regierung auf strengen islamischen Gesetzen. Sie begannen 1992 mit Übergriffen auf Regierungsbeamte, koptische Christen und Touristen. Am 26. Juni 1995 entging Mubarak selbst nur knapp einem Anschlag. Trotz Maßnahmen der Regierung wie öffentlichen Hinrichtungen hielten die Anschläge an. So wurden bei einem Massaker in Luxor 1997 58 Touristen getötet.
(Q3 ; Q4 ; Q6 ; Q7)



Der Glaube


Götterwelt
Die Entstehungsgeschichte der Götterwelt:
Am Anfang war ein riesiger Ozean, aus welchem die geordnete Erde entstand. Und es tauchte ein Urhügel auf, aus dem der Sonnengott Re geboren wurde. Re gebar die Zwillinge, Schu (Luft) und Tefnut (Wasser). Die beiden Kinder vereinigten sich und zeugten Geb (Erde) und Nut (Himmel). Von diesen beiden wiederum entstanden gleich vier Nachkömmlinge: Osiris (Fruchtbarkeit), Isis (Fruchtland), Seth (Dürre) und Nephthys (Wüste). Osiris wird von seinem Bruder Seth aus Neid ermordet und in den Nil geworfen. Isis, seine Gemahlin und Schwester findet jedoch keine Ruhe und entdeckt den Leichnam schließlich in Byblos, wo er an Land gespült worden war und rettet somit seine Seele. Hierdurch wird Osiris zum Gott der Toten, zum Symbol der Auferstehung und des ewigen Lebens.

Allgemeines:
Das zutiefst gläubige Ägypten kannte eine Vielzahl von Göttern, deren Eigenschaften und Zuständigkeiten sich im Laufe der verschiedenen Epochen verändert haben. Auch hatte jede Region zusätzlich seine eigenen Götter. Beschäftigt man sich mit der ägyptischen Götterwelt, so stellt man sehr schnell fest, dass man nicht einfach jedem Gott eine Funktion zuordnen kann, so wie man es z. B. von den griechischen Göttern kennt. Bei den Ägyptern können mehrere Götter die gleiche Funktion haben, z. B. die Sonnengötter Re und Amun. Hinzu kommt, dass sich der Sonnengott je nach Tageszeit in unterschiedlichen Gestalten zeigt. Am Morgen taucht er in Skarabäusgestalt auf, am Mittag wird er als Re dargestellt (menschlich mit Falkenkopf - nicht zu verwechseln mit dem Falkengott Horus) und abends nimmt er die Gestalt eines älteren Mannes an. Eine \"Sortierung\" der Götter nach Wirkungsbereich bzw. Gestalten ist von daher nicht möglich.
Bevor Ägypten vereinigt wurde, gab es in den einzelnen Siedlungsgebieten sogenannte Ortsgottheiten, die im übrigen Land unbekannt waren. Einige von ihnen konnten sich später im ganzen Land durchsetzen. Trotzdem wurden die lokalen Gottheiten weiterhin verehrt. Im Laufe der Jahrtausende änderten sich die Hauptgötter je nach Zeitalter. So stieg z. B. Amun, der bis zum Mittlere Reich noch recht unbekannt war, im Neuen Reich mit Beginn der 18. Dynastie - u. a. aus politischen Gründen - zum Reichsgott auf.
Einige Hauptkultstätten im alten Ägypten und deren Lokalgötter:








Anubis
Diese schakalköpfig dargestellte Kreatur ist der Gott der Unterwelt und der Toten. Da der Schakal hauptsächlich in der Westlichen Wüste beheimatet war, wurde er mit dem im Westen liegenden Totenreich in Verbindung gebracht. Er war gleichzeitig Gott der Einbalsamierung, führte die Bestattungsriten durch und nahm auch an der Mundöffnungszeremonie teil.




Aton
Die Sonnenscheibe wurde als Gott Aton verehrt.

 
 




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