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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Umbruch 19./20.jahrhundert


1. Drama
2. Liebe



Umbruch 19./20. Jahrhundert: / · Impressionismus( 1890-1910)

· Impression= anderes Wort für Eindruck

· Ursprung in Frankreich

· Rebellion gegen:

· Dunkle Farben/ festen Aufbau und Flächen/ klare Linien/ feste Strukturen

· " Naturalismus"

· Darstellung durch:

· Helle Farben/ kleine Detailgetreue Darstellung/ Bild wirkt in der Gesamtheit nicht im Detail/ Bild zusammengesetzt aus Punkten und Strichen/ kaum Vermischung der Farben/ natürliche Lichteinflüsse/ Farbenspiel/ Entmaterialisierung

· Monet (1840-1926)

· Literatur:

· Bevorzugt in Dichtung: Lautmalerei/ Ausdeutung von Farben/ Einfangen des Momentes/ Konzentration auf Äußerliches/ Rhythmen

· Arthur Schnitzler, H. von Hofmannsthal, Arno Holz

· Expressionismus:

· Erstmalige Erscheinung Anfang des 20. Jahrhunderts

· Typisch deutsche Erscheinung um 1911- 1924

· Realität wird nicht weiter beschönigt, sondern es wird grausame Wirklichkeit, die zu der Zeit herrschte, dargestellt

· Figuren haben übertriebene Gesichtszüge, machen einen groben und rauen Eindruck, wirken fratzenhaft oder karikaturhaft, Farben wirken schreiend



· Bilder wirken meist bedrohlich

· Bilder dienen nicht mehr dem ästhetischen Genuss

· Der Expressionismus entstand als eine Reaktion auf den Naturalismus und Impressionismus, ebenfalls auf Antwort auf den Beginn des 1. Weltkrieges

· Galt auch als eine Wiedergeburt des Sturm und Drang dh das Gefühle durch die Natur ebenfalls wiedergespiegelt werden

· Auch literarischer Expressionismus weist Neuerungen auf z.B. die Auflösung der Sprachlogik, Überbelichtung des Einzelnen, gehetzte Sprache, Disparatheit (unvollständige Sätze), Wortneuschöpfungen etc.

· Prägte sich besonders in Lyrik und Dramatik aus

· 1. zynisches Entsetzten (Gottfried Benn)

· 2. schwermütige Klage (Georg Trakl)

· 3. hymnischer Weltjubel (Franz Werfel)

· expr. Lyriker: Georg Heym, Theodor Däubler, August Stramm...

· expr. Dramatiker: Bertolt Brecht, R. Goering, Fritz von Unruh...

· expr. Prosa: Gottfried Benn, Alfred Döblin, L. Frank...

· expr. Künstler: Vincent van Gogh, George Grosz, Otto Dix...

· Symbolismus:

· Symbolismus war eine von Frankreich ausgehende literarische Strömung zum Ende des 19. Jahrhunderts

· Richtete sich gegen den Geist des Materialismus und Rationalismus



· Künstler begriffen ihre Ideen als eine Antithese zur Aufklärung und standen in ständigem Widerspruch zu den anerkannten Kunstauffassungen der Zeit, die von realistischen und naturalistischen Tendenzen bestimmt wurden

· Arbeit der Symbolisten gilt als Wegbereitend für den Jugendstil und den Surrealismus

· Stil: Man malte nicht mehr vor dem Motiv, sondern aus der Erinnerung der Vorstellungskraft/Wenige Gemeinsamkeiten der Bilder waren, dass die Frau als rätselhaftes verhängnisvolles Wesen in zahlreichen Symbolgestalten erschienen, eine satte unwirkliche Farbwahl sowie oft flächige Malweisen mit nur spärlichen Konturen

· Es zeigt sich jedoch als weitgehend unmöglich Symbolismus allein stilistisch zu definieren

· Gemeinsamkeiten der Bilder liegen mehr im thematischen, in einem bestimmten Lebensgefühl der Künstler, als auf einer stilistischen Ebene

· Themen: in ihren Bildern erschienen irrationale Themen wie kosmische Landschaftsbilder, nächtliche Szenen, Visionen und Beschwörungen, Vergänglichkeitsbilder, Tod und Eros in direkter Gegenüberstellung sowie rätselhafte Traumbilder

· Aufgabe des Malers galt es die "seelische Tiefe" sowie das Hintergründige, Irrationale in seinen Bildern einzufangen, symbolhaft die geheimnisvollen Zusammenhänge zwischen den Dingen und den hinter den äußeren Erscheinungen bildlich darzustellen





· Oft versuchte man auch bestimmte Stimmungen und Gefühle auszudrücken

· Um diese Ziele zu erreichen experimentierten die Künstler mit unterschiedlichsten Mechaniken

· In Bildern herrschte eine schwebende Atmosphäre von Irrealität und Realitätsferne, die Intuition und Fantasie des Betrachters fordern und anregen sollten

· Ziel: die allgemeingültige Vorstellung von Kunst und deren Aufgabe (Wirklichkeitswidergabe in Realismus und Naturalismus) wurde von den Symbolisten radikal infrage gestellt

· Sie versuchten eine unabhängige freie Kunst zu schaffen

· Statt Abbildern der Realität wollten sie die Welten der Fantasie und des Traums, die sich rationalistischer Festlegung entziehen, wiederzugeben

· Vertreter: M.Denis, P.Sérusier, P.Ranson, G. Moreau, P. Doré, H.von Marées, M.Klinger, F. von Stuck

· Jugendstil:

· Blütezeit: Wende des 19. zum 20. Jahrhunderts

· Entstehung: Jugendstil ist eine Ausprägung der Art Noveau und stellt eine Protestbewegung gegen die Industrialisierung da

· Ziel: Jugendstil versucht Alltag und Kunst in Einklang zu bringen/ Er soll Schönes geschaffen werden und somit den Alltag angenehmer machen



· Darstellung: es werden hauptsächlich Natur und Tiermotive dargestellt/ Aber auch Frauen, die als mystische, engelhafte Wesen abgebildet werden sind häufiges Motiv

· Stil: Geschwungene, fließende Linien

· Jugendstil umfasst alle Kunstgattungen: Architektur, Malerei, Plastik, Literatur...

· Maler: Gustav Klimt Architekt: Josef Maria Olbrich

· Autoren: H. von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke

· Hugo von Hofmannsthal: Brief des Lord Chandos:

· Herausgebertext+ Brief--> Übergang undeutlich, lediglich Wechsel der Sprechperspektive, keine Titelform

· Thema: Bekenntnis der Unfähigkeit "irgendetwas zusammenhängend zu denken oder zu sprechen" (7.Abschnitt)

· Zustand davor:

· Einheit von Körper, Seele, Geist

· Einheit von Ich und Natur

· Harmonie erleben

· Zustand seitdem:

· Ein Dasein so geistlos/gedankenlos

· Worte lassen ihn im Stich

· Jede Gleichgültigkeit ist wunderbar, jedoch fehlen beschreibende Worte





1

2

3

4

5

6

7 "mein Fall"--> Feststellung des Jetzt Zustands

8 "Zuerst" --> abstrakter Begriffe verloren

9 "Allmählich" Prozess--> Verlust -->alltägl. Urteilsfähigkeit verloren

10 "Versuch" --> von Anfang an...--> scheitern

11 "Seither" --> seltsame Wahrnehmung

12--> Realitätsverlust/ Distanzverlust/ Verschiebung der Relationen

13--> Verlust von Sinn; innere Leere vs. äußeres Funktionieren

14--> Verlust von Maßstäben

15--> Ernst der Lächerlichkeit--> Paradox/Absurdes (-> "Abgrund d. Jahrhunderte")

16--> Veränderung des Selbst/Aggregatzustände des Innern

17--> Schilderung eines unerklärlichen Zustands

· Der tolle Mensch - Friedrich Nietzsche:

· Tolle Mensch= verrückt

· Fragen--> nachdenken

· Menschen haben Glaube und Werte verloren (Lebenssinn)









· Gliederung:

· 1. Auftritt des tollen Menschen und Reaktionen auf ihn

· 2. Rede des tollen Menschen: Fragen des Lebenssinns--> es ist alles fragwürdig geworden

· Text: Vom Naturalismus bis zum ersten Weltkrieg:

· Am Ende des 19. Jahrhunderts zeichnete sich im geistigen Leben Europas ein Krisenbewusstsein ab

· In Deutschland hatten der Sieg und die Reichsgründung von 1870/71 zu einem Aufschwung der Wirtschaft und des staatlichen Machtdenkens geführt, dessen geistige und politische Problematik nicht verborgen blieb

· Dichtung des späteren 19. Jahrhunderts hatte die Neigung zur resignieren Abkehr von einer stürmischen, zum Betrieb und zur Phrase veräußerlichte Entwicklung gezeigt

· Alterspessimismus entstand aus Sorge um die Bewahrung einer an geistigen Werte gebundenen Rechtlichkeit

· Erlöschen einer humanen, auf ideelle Werte gerichtete Bürgerkultur, die auf das Erbe des Idealismus zurückwies stand bevor

· Das deutsche Bürgertum erlag der Ideologie des Fortschritts oder erstarrte in der Enge materiellen Denkens

· Enthusiasmus über nationale Einheit und Stärke in der Reichsgründung schlug in eine "Reichsverdrossenheit" um

· Ein Dokument dieses Gesellschaftspessimismus ist der Briefwechsel von Fontane mit Georg Friedländer 1884 bis 1898





· Anders musste die Jugend antworten, die vom gleichen Gefühl innerer Unstimmigkeit und nahender Katastrophen erregt wurde

· In den letzen Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts vollzog sich eine latente innere Revolution im deutschen Volkskörper, die das geistig- literarische Leben in das Chaos der Verwandlung hineinriss

· Welt wurde als soziales Kräftespiel betrachtet, als eine von Soff und Kraft bestimmte, sich im rücksichtslosen Lebenskampf entwickelnde Wirklichkeit

· Das kulturelle Leben des Bürgertums neigte zu einem unfruchtbaren "Historismus" von dem keine geistige produktiven Wirkungen ausstrahlten

· Dieser Historismus bedeutet eine Flucht in die Unverbindlichkeit einer romantisch- abenteuerlich oder idyllisch behaglich gesehenen Vergangenheit

· Den Historikern ging es um die Bewahrung eines dauernden geistigen udn nationalen Besitztums, um die Erhaltung einer Tradition, die für sie das Wesen der menschlichen Kultur bedeutete

· Einzelne Lebenskreise isolierten sich voneinander

· Das Gefühl einer Kulturzersetzung löste den Glauben an eine sinngebundene Einheit des Daseins ab

· Im radikalen Protest gegen die besehenden Zustände suchte die junge Generation eine Daseinsordnung zu finden

· Sie wollte das Missverhältnis zwischen der geistigen und tatsächlichen Welt aufheben und die Literatur den Fragen der Zeit öffnen



· In ausländischer Dichtung fand Jugend die Stoffe und den Stil ihres Ausdruckswillens

· Der französische Roman hatte mit Schärfe und Intensität des Wirklichkeitssinns längst die gesellschaftlichen Probleme der Zeit ins Auge gefasst und kritisch analysiert

· Widerspruch gegen den Zeitgeist, der Kampf gegen alle Illusionen, das Wissen um menschliches Elend und der Mut, das bürgerliche Lebensbehagen zu zerstören

· Ein neuer Sturm und Drang schien zu beginnen

· Zunächst im Roman der dem neuen Lebensgefühl am meisten entsprach und die geringsten Kunstforderungen stellte

· Doch nicht im Roman, sondern im Drama fand der deutsch Naturalismus seinen eigene Form

· Er wollte die Wirklichkeit, nicht ein schönes Kunstwerk, sondern das Leben ohne Hülle und falsche Scham

· Seine Stoffwahl bestimmte eine sozialer Pessimismus, der auf die Niederungen des Lebens blicke

· Text: Die Ablösung des Naturalismus durch die Wiener Impressionisten:

· Aus dem Naturalismus entwickelte sich, von Nietzsche angeregt und über ihn auf den französischen Symbolismus zurückweisend, der symbolistische Impressionismus als eine entschiedenen Gegenbewegung

· Die Übergänge waren fließend vom Naturalismus in diese neue Lebensbestimmung

· Alles geriet in fließende Bewegungen, suchte Grenzen zu lösen



· Die Dichtung der jetzt anbrechenden Zeit war reich an schöpferischen Versuchen

· Der Künstler war Schöpfer und Deuter aus dem Mysterium des Daseins- "Ideen befreien, Leidenschaften Fesseln"

· Lyrik erlebte mit größter Sensibilität und in fruchtbaren Zusammenbrüchen die Ausgesetztheit und Differenzierung des modernen Menschen

· Romane waren eine Kunst der müden. Nach innen gewandten Stimmung, der zarten Gebärde und schwermütigen Halbtöne

· Konversationsspiele mit snobistischen Ironien und nervösen Überfeinerungen der Sinne

· Morbide Dekadenz wurde mit einer rauschhaften, glühenden Ekstase der sinnlichen Eindrücke und seelischen Erregungen vermischt

· Visionen führten in Abgründe des Grauens und des Todesbewusstseins, das sich von persönlicher Gestimmtheit zum Krisenbewusstsein der ganzen Zeit ausweitete

· Ein neuer Aristokratismus des Geistes verlangte nach Aussprache eine einsame Verfeinerung des Selbstbewusstseins

· Man suchte die Schönheit, den Rausch, die Magie der Farben; man vertiefte sich in die subtilen Sensationen und gab sich dem Mysterium der Liebe und des Todes mit einer schmerzlichen Lust und Sehnsucht hin

· Die Melancholie wurde zum Zeichen des seelischen Adels



· Man suchte die Einzigartigkeit des individuellen und intensiven Augenblicks, in dem sich das einer unendlichen Empfängnisbereitschaft geöffnete Lebensgefühl als Rausch und Schmerz, Ekstase und Hingabe zusammendrängt

· Das Seltsame, Unerklärbare, das die Nerven erregt, die Sinne fesselt und das Lebensgefühl zum Unendlichen erweitert, wurde zum Erlebnisfeld einer verinnerlichten und traumhaften Phantasie

· In Wien fand dieser "Impressionismus" seine durch die Kultur der österreichischen Lebensatmosphäre vorbereitete Entwicklung

· Vom Naturalismus löste sich auch de Wiener Arzt Arthur Schnitzler

· Seine frühen, in elegante, graziösem Dialog locker gefügten Spiele spiegeln die Wiener Atmosphäre in ihrer Mischung von Melancholie und heiterer Anmut, von Skepsis und weltmännischer Ironie, von Sentimentalität und Schwermut

· Schein und Wirklichkeit, Ernst und Spiel fließen ineinander

· Immer löst sich Gegenwärtiges in die Erinnerung, die Täuschung, die Verwandlung und in Träume auf

· In der inneren oder erlebten Rede wurde eine Möglichkeit entdeckt, die halb artikulierten, traumartigen Bewegungen und Antriebe in der Seele, die einsamen, nur halb bewussten Regungen, die pausenlos flutenden Assoziationen der verdeckten Innerlichkeit sprachmimisch einzufangen und derart mit äußerster Vergegenwärtigung eine innere Geschichte des Menschen zu geben



· Die innere Rede wurde ein wesentliches Ausdrucksmittel des neuzeitlichen europäischen Romans, die Form einer geradezu mikroskopischen Psychologie des Unterbewusstseins

· Die Dekadenz wurde als neue Romantik genossen, als festlich- schöner Untergang, als ästhetischer Rausch des Sterbens

· Dichtung von dem Mysterium des Todes und der Verbundenheit des Menschen mit allem , was ihn umgibt, aus dem er kommt und in das er übergeht

· In Form des innern Monologs setzt die Darstellung der subjektiv- relativen Zeitlosigkeit des inneren Erlebens ein

· Ein neues religiöses Drama begann sich abzuzeichnen

· Das innere Wesen des österreichischen Menschentum, seiner Geistigkeit und seiner seelischen Artung ist wie im Abschied von einer zerbrechenden Welt in einer großen künstlerischen Persönlichkeit voll zur Entfaltung gelangt

· Im Wiener Dichterkreis des Impressionismus wurzelte als die überragende dichterische Kraft: Hugo von Hofmannsthal

· Es war sein Schicksal, der Erbe einer erlesenen, vielschichtigen Kultur zu sein, mit der er rang, die er zu bewahren und gegen deren Übergewicht er dem eigenen schöpferischen Vermögen Ausdruck zu geben suchte

· Seinen Tod bezeichnete man als den bis auf weiteres definitiven Abschluss der deutschen Bildungskultur

· Ein Europäer von umfassender Bildung, der die Schönheit und Stimmungen vieler alter Kulturen als Erinnerung und Traum aufnahm



· Gab Dichtungen heraus, in denen die Melancholie der Zeit, eine traumhafte Distanz vom Leben, eine mystische, rauschhafte Hingabe an den Tod gegenwärtig sind

· Eine klassische strenge Verhaltenheit des Stils, verband sich mit weicher, sehnsüchtiger Musikalität

· Das einzige Gesetzt worunter ein Dichter steht:

· Keinem Ding den Eintritt in seine Seele zu wehren und was der Mensch ist, ein lebendiger, der die Hände gegen ihn reckt, das ist ihm, nichts fremderes, der flimmernde Sternenstrahl, den vor dreitausend Jahren eine Welt entsandte und der heute das Auge ihm trifft, und im Gewebe seines Leibes das Nachzucken uralter, kaum mehr zu messender Regung. Wie der innerste Sinn aller Menschen Zeit und Raum und die Welt der Dinge um sie her schafft, so schafft er aus Vergangenheit und Gegenwart, aus Tier und Mensch un Traum und Ding, aus Groß und Klein, aus Erhabenem und Richtigem die Welt der Bezüge.

· Jedes Gedicht ist Ahnung und Gegenwart, Sehnsucht und Erfüllung zugleich

· Ein Grundthema war: der Konflikt zwischen unbegrenzbarer Wandlung und dem Ethos der Treue

· Brief des Lord Chandos ist eine Krise der Sprache, vollzogen im Umschlag aus der Überfülle des Grenzenlosen in die Leere der Vergeblichkeit des nur ästhetischsubjektiven Erlebens

· Im "Jedermann", dem Spiel vom Sterben des reichen Mannes, erneuerte er aus alter christlicher Religiosität das Mysterienspiel des Mittelalter



· In dem "Märchen der 672. Nacht" zeichnete er in einem symbolisch vielschichtigen und sorgfältig stilisierten Sprachgewebe voll Schönheit und Dunkelheit die seelische und existentielle Fragwürdigkeit eines nur ästhetischen Lebensverhaltens parallel dem Chandos- Brief

· Hofmannsthal rang um die Verwandlung des Menschen zu neuer Substantialität der Existenz

· Mit tiefer Erschütterung erlebte Hofmannsthal den Weltkrieg nicht nur als Ende der Donaumonarchie, sondern der lebendigen und geschlossenen Kultur Europas überhaupt

· Das Spätwerk des Dichters ist der Ausdruck des Bemühens im Chaos neue Ordnung zu finden und das Menschliche zu retten

· "Wenn unsere Epoche eine des Untergangs sein soll...wie vieles ist noch da, unverbraucht, in ursprünglicher Reinheit. Es muß gedacht werden, daß auch das untergehende Rom voll solcher intakter Lebenskeime war- und daß es ein Schicksal gibt, ein von außen Herantretendes. Mit diesen Gedanken sind wir schon dort, wo man sich über alles erheben kann."

· Alle Werke Hofmannsthals sind aus religiöser Verinnerlichung mit dem Blick auf das Zeitlose geschrieben

· Aus dem Schwanken und Fragen seiner Jugend fand er zu gültigen Bindungen durch das Christentum, durch eine europäische Mythologie.







· Vergleich traditionellen und modernen Erzählens:

Merkmale traditioneller Romane

Merkmale moderner Romane

· Fabel/ Handlung ist wesentlich

· Handlung ist linear, kontinuierlich und folgerichtig

· Erzähler lenkt den Erzählgang (auktorial)

· Erzähler stiftet Sinn gibt Antworten auf existentielle Frage
· Bedeutung der Fabel lässt nach

· Handlung tritt zurück

· Verlust von Linearität, Kontinuität und Folgerichtigkeit-->

· Psychologischen Interesse, Bewusstseinsströme

· Statt äußeres Geschehen wird innere Handlung bedeutend

· Erzähler verschwindet

· Er ist kein Schöpfer mehr sondern gibt das Erzählen ab an Personen der Handlung-->

· Leser wird selbst zu Lösungen und zur Verantwortung aufgehalten

· Perspektivenwechsel; Reflexionen über Erzähler unterbrechen

· Fragen bleiben ungelöst, Sinn wird nicht angeboten

· Angebote Einzelner behaupten keine Allgemeingültigkeit

 
 




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