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deutsch artikel (Interpretation und charakterisierung)

Entwicklung


1. Drama
2. Liebe



3.1 Entwicklung des Berufes

Ende des letzten Jahrtausends gab es für einem Arzt für Stimm- und Sprachkrankheiten einen Bedarf an Fachkräften, die die meisten Tätigkeitsbereiche übernahmen. Diese wurden von dem Arzt selber ausgebildet. Durch die Weiterentwicklung hat sich dieser ehemalige Assistentenberuf zu einem eigenständigen Beruf der Logopädin entwickelt. Im Jahre 1962 wurde in Berlin von Prof. H. Gutzmann jr. die erste deutsche staatlich anerkannte Logopädenlehranstalt gegründet. Heute gibt es in der Bundesrepublik Deutschland mehr als 60 Ausbildungsstätten. Diese Beruf wird meistens nur von Frauen ausgeübt, weil sich diese mehr für die Probleme von den Menschen interessieren. In den letzten Jahren steigt die Anzahl der männlichen Berufskollegen.





3.2 Berufsaussichten




Die Berufsaussichten können allgemein als noch gut bezeichnet werden. Es soll der Berufsabschluss zur Logopädin innerhalb der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gegenseitig als gleichwertig anerkannt werden. Damit besteht für die Logopädin auch die Möglichkeit, ihre Berufstätigkeit auch im Ausland nachzugehen. Unter anderem zur Harmonisierung der Aus- bzw. Weiterbildung und zur Erstellung eines europaweit geltenden Berufes haben sich die nationalen Berufsorganisationen der Logopäden in einer Dachorganisation zusammengeschlossen. Diese wird bezeichnet als CPLOL (Commité Permanent de Liaison des Orthophonistes-Logopédes de l´Union européenne: 2, rue des deux gares, F-75010 Paris, Tel. 33/ (0) 1/40356375).











































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3.3 Einkommen




Das Einkommen der Logopäden ist im Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) und dem Tarifvertrag der Kirchen geregelt. In Krankenhäusern und REHA- Einrichtungen gibt es auch andere Tarif- Vereinbarungen.

Das Anfangseinkommen liegt bei BAT VI b. Diese Stufe wird bei Tätigkeiten von Logopäden vom Arbeitgeber bezahlt, wenn ,, in nicht unerheblichen Umfang schwierige Aufgaben zu bewältigen sind". Zu diesen Aufgaben gehören zum Beispiel die Behandlung von Patienten bei Zustand nach Schlaganfall, nach Gehirn- oder Kehlkopfoperationen und mit geistigen Behinderungen.

Nach einer halbjährigen Tätigkeit in der BAT VI b erfolgt der gehaltliche Aufstieg in BAT V c. Nach dreijähriger Tätigkeit mit ,,überwiegend schwieriger Tätigkeit" erfolgt der Aufstieg in BAT V b.

Bei Lehrlogopäden bzw. besonderes erfahrenen oder in leitender Position tätigen Logopäden sind Aufstiegsmöglichkeiten bis BAT IV a gegeben. Logopäden mit Hochschulabschluss mit entsprechend verantwortlicher Leistungsfunktion könne die Gehaltsstufe bis BAT II erreichen.

Nach diesen Regelungen erhält eine 23jährige Logopädin als Berufsanfängerin in der Vergütungsgruppe BAT Vib, die unverheiratet und kinderlos ist, eine monatliche Bruttovergütung von 1736,27Є. Eine 25jährige verheiratete Logopädin ohne Kinder erhält ein Monatsbruttoeinkommen von 1950,77Є.

Eine 33jährige Logopädin, verheiratet, zwei Kinder bekommt ein Einkommen von 2482,53Є. Eine langjährige berufserfahrene Logopädin, 45 Jahre alt, verheiratet, ein Kind bekommt etwa 3321,86Є monatlich.

Arbeitsplätze in privatrechtlichen Einrichtungen wie eine logopädische Praxis unterliegt keiner tariflichen Bindung. Je nach abgeschlossenem Arbeitsvertrag sind Abweichungen nach unten oder nach oben möglich. Der Deutsche Bundesverband für Logopädie e. V versucht zusammen mit der Arbeitnehmervertretung eine Neustrukturierung zu erreichen, die dem heutigen Tätigkeitsprofil entspricht. Dazu gehören die Forderung nach einer Anhebung der Eingruppierung um eine Stufe, die Einführung eines Regelaufstiegs und die Anerkennung von Weiterbildungsmaßnahmen.

Nach zweijähriger Tätigkeit unter entsprechender fachlicher Leitung kann der Beruf auch in freier Praxis ausgeübt werden.




















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3.4 Interview mit einer Logopädin




Wie gehen Sie vor, wenn Eltern mit ihrem Kind zum ersten Mal zu Ihnen kommen?

,, Nach einer Überweisung durch eine Kinder- oder Hals,- Nasen,- Ohrenärztin führe ich ein ausführliches Gespräch mit den Eltern über die gesamte bisherige Entwicklung des Kindes. Insbesondere frage ich nach seinem Verhalten und der Motorik. Wichtig ist auch, ob das Kind häufig Mittelohrentzündungen hatte, weil es dadurch zu einer Beeinträchtigung des Hörens kommen kann.

Nach dieser ersten Diagnostik bespreche ich das Ergebnis mit den Eltern. Manchmal genügt es, ihnen Anregungen zu geben, was sie zu Hause spielerisch mit dem Kind tun können. Nach dieser Beratung vereinbaren wir einen zweiten Termin zur Kontrolle. Wenn eine Therapie erforderlich ist, bespreche ich mit den Eltern den ungefähren Verlauf."


Und wie sieht die Therapie aus?

,, Generell werden in einer Therapie mit Vorschulkindern die Lernziele im Spiel und in der Handlung erarbeitet. Denn Kinder lernen durch ,,Be-greifen" und durch Imitation. Ich erstelle für jedes Kind ein individuelles Konzept- mit Rücksicht auf das Alter. Bei Sprachentwicklungsverzögerungen etwa

,,Be-handeln" wir im Spiel jeweils ein bestimmtes Thema. Dabei geht es um den Wortschatz wie um den Satzbau. Handelt es sich um Lautbildungsfehler, fördere ich besonders die Hörwahrnehmung und Mundmotorik."

In welchem Alter sollte eine Therapie begonnen werden?

,, So früh wie möglich. Bei einer Verzögerung in der Sprachentwicklung schon mit 2½ bis 3 Jahren, bei Lautbildungsfehlern spätestens mit 4 Jahren. Je später mit einer Therapie begonnen, um so länger ist der Weg, den wir gemeinsam nachholen müssen."

Wie lange dauert eine logopädische Behandlung?

,, Das ist natürlich unterschiedlich. Als Richtwert gehen wir bei der Behandlung eines Lautbildungsfehlers von 15 bis 20 Sitzungen aus. Manchmal kann eine Therapie eine kurze Zeit dauern, manchmal aber auch Jahre."

An wenn können sich Eltern wenden, wenn sie die Sprachprobleme bei den Kindern entdecken?

,, Die ersten Anlaufstellen für Diagnostik und Beratung sind meistens der Kinder- bzw. der Hals,- Nasen,- Ohrenarzt. Oder auch das Gesundheitsamt mit Fachberatern für Sprach- und Kommunikationsproblemen, um abzuklären, ob eine Hörstörung für die Kommunikationsprobleme verantwortlich ist."
















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Welche Empfehlungen geben Sie für einen sprachfördernden Umgang mit Kindern?

,, Kinder lernen Sprache auch durch Zuhören, Imitieren und Spielen. Wir Erwachsene sollten deshalb eine altersangemessene Sprache verwenden, bei sehr kleinen Kindern also langsam, deutlich und in kurzen, einfachen Sätzen sprechen. Wichtig ist auch, das sie Eltern auch zuhören, wenn die Kinder reden. Sie lernen durch aufmerksames Hören und plappern von sich aus sowieso vieles nach, was sie mitbekommen. Insgesamt wirkt sich ein liebevolles Verhalten der Eltern positiv auf die gesamte Entwicklung des Kindes aus. Kinder brauchen Liebe. Und sie brauchen Grenzen, die sie nicht in erster Linie einschränken, sondern ihnen Sicherheit geben."

Wie häufig gibt es Sprachstörungen?

,, Wir haben zwischen 1988 und 1992 bei rund 25 Prozent der an der Mainzer Universitätsklinik untersuchten Kinder im Alter von 3½ bis 4 Jahren aus Kindergärten in Mainz und Rheinhessen eine Sprachentwicklungsverzögerung festgestellt. Davon bei je einem Viertel mittelschwere bzw. schwere Störungen entdeckt. Mitte der 70er Jahre hatten nur etwa 4 Prozent Sprachentwicklungsrückständen."

Warum ist diese Zahl so gestiegen?
,, All gemein ist zu sagen, dass in Familien mit Kindern deutlich weniger als früher gesprochen wird. Entscheidend ist das Zusammenwirken mehrerer Faktoren: die familiäre Situation, die Lebensbedingungen und das Umfeld sowie die Entwicklungsbedingungen eines Kindes."

Welche Schwerpunkte gibt es bei Ihrer Arbeit, woran erkennt man eine gute Therapeutin?

,, Bei immer neuen Störungsbildern ist es in unserem Beruf wichtig, sich ständig fortzubilden. Das ist vielleicht ein Kriterium, an dem ich die Qualität messen würde. Manche spezialisieren sich auf bestimmte Bereiche. Da lohnt es sich nachzufragen. Für den Erfolg einer Therapie ist der Ausbildungsweg der Therapeutin sicher nicht das wichtigste Kriterium.

Die Eltern müssen ein gutes Gefühl haben. Sie müssen davon überzeugt sein, dass ihr Kind gut aufgehoben ist. Entwickeln muss sich nämlich die ganze Familie. Die Eltern dürfen das Kind nicht überfordern, aber auch nicht unterfordern. Eine gute Therapeutin fördert das Kind in seiner gesamten Entwicklung und arbeitet mit seinen Bezugspersonen zusammen. Wenn es gemäß seinem Entwicklungsstand angesprochen wird, lernt das Kind schnell und richtig. Was aber auf gar keinen Fall fehlen darf ist, dass das Kind auch viel Spaß bei der Therapie und auch so hat. Außerdem wäre es besser wenn das Kind auch mit einer Therapie einverstanden ist und es von sich aus tut."

 
 




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