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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Verbreiteter größenwahn



Die stabilen Umweltbedingungen, besonders die Wärme ermöglichen es einigen wirbellosen Tieren riesig zu werden. Beispiele finden sich in allen Regenwäldern der Erde, etwa der Atlasspinner, Vogelfalter, Vogelspinnen, Hundertfüßer, Tausendfüßer, Planarien und Käferarten, wie Herkules-, Goliath- oder Nashornkäfer.
Die Regenwaldwirbeltiere sind dagegen meist klein. Eine Ausnahme ist der Goliathfrosch, die weltweit größte Froschart.

Typische Insekten des Kronenbereichs sind die Vogelspinne, der Morpho-Falter und der Nashornkäfer.
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(c) Erwin Patzelt

Vogelspinne

Vogelspinnen der Gattung Avicularia sind von Chile bis in die südlichen USA verbreitet. Die ausgezeichneten Springer jagen meist nachts zwischen dem Pflanzenbewuchs und fressen ihre Beute auf einer Gespinstdecke. Große Arten erbeuten selbst kleine Wirbeltiere, wie Eidechsen, Frösche oder Mäuse. Auch der eine oder andere Vogel dürfte darunter sein. Die Gifte der Vogelspinnen sind in der Regel eher schwach, die Giftdrüsen klein, so daß die Beute mechanisch getötet werden muß. Unangenehmer können kleine Härchen werden, die sich die Spinnen bei Bedrohung vom Hinterleib abstreifen und die beim Einatmen zu Entzündungen in Hals, Rachen und Lunge führen können. Die etwa 800 Vogelspinnen-Arten, meist sechs bis zehn Zentimeter groß, gehören zu den Webspinnen und können bis 20 Jahre alt werden.

Morpho-Falter

Rund 80 Arten, meist schillernd blau, gehören der neuweltlichen Tagfaltergattung Morpho an und sind zwischen Mexiko und Südbrasilen verbreitet. Die größten Arten erreichen eine beeindruckende Flügelspannweite bis zu 20 Zentimetern. Als Lebensraum bevorzugen sie die Baumkronen. Dort finden sich auch die häufig Brennhaare tragenden Raupen, bevorzugt gesellig auf Leguminosen. Die leuchtende blaue Farbe des Schmetterlingflügels entsteht nicht durch eingelagerte Pigmente, sondern ist eine Strukturfarbe. Sie entsteht durch Streuuung von Lichtwellen an besonderen Strukturen. Je kleiner diese Partikel, desto mehr wird blaues, je größer, desto mehr wird rotes Licht gestreut. In den Flügelschuppen von Morpho-Faltern sind Chitinlamellen so angeordnet, daß sie einen \"Blauschiller\"-Effekt erzeugen. Für einen Verfolger im Dunkel des Waldes wird die Flugrichtung des Falters nur beim Durchfliegen eines Lichtstrahls durch einen Lichtblitz angezeigt. Ohne direktes Licht ist der Morpho-Flügel eher durchscheinend, fast unsichtbar.


Nashornkäfer

Dies Nashornkäfer-Männchen (Megasoma elephas) aus Costa Rica ist wie unsere einheimische Art Oryctes nasicornis Angehöriger der Blatthornkäfern-Unterfamilie Dynastinae und wird ohne Horn über acht Zentimeter lang. Megasoma elephas ist in Tieflandregenwäldern von Südmexiko bis Venezuela und Kolumbien verbreitet. Das Nashorn dient den Männchen als Waffe im Kampf um die Weibchen und um Nahrungsressourcen - Säfte, die manche Baumarten absondern. Die Entwicklung vom Ei bis erwachsenen Käfer beträgt drei bis vier Jahre und findet in großen Baumstämmen statt, in denen die Larve lebt. Die Größe der Käfer ist keine Luxusbildung der Natur, sondern eine Anpassung an eine nährstoffarme oder giftige Nahrung, die mühsam aufgeschlossen und angereichert werden muß. Deshalb die lange Entwicklungszeit der Larve. Die ständige Vernichtung von Regenwaldflächen und auch der angeblich schonendere selektive Einschlag nur von großen Stämmen bringt die Populationen von des Megasoma-Nashornkäfers immer mehr in Gefahr, weil keine geeigneten Bäume für die Käferlarven bleiben.

 
 

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