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biologie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Malaria parasiten



Malaria-Erreger br / Die Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit, an der nach Schätzungen der WHO weltweit mehr als 300 Millionen Menschen jährlich erkranken. Es gibt insgesamt vier verschiedene Malariaerreger, die unterschiedliche Formen der Erkrankung hervorrufen. Die gefährlichste Form ist die Malaria tropica, die unbehandelt sogar zum Tode führen kann. Die Übertragung der Malaria erfolgt über einen Stich der Anophelesmücke. Das charakteristische Symptom der Malaria ist periodisch auftretendes Fieber. Die Diagnose der Erkrankung wird anhand der Symptome und einer mikroskopischen Untersuchung des Blutes erstellt. Zur Behandlung stehen mehrere hochwirksame Medikamente zur Verfügung. Eine Impfung existiert derzeit noch nicht. Zur Prophylaxe gehören zum einen die Vermeidung von Mückenstichen sowie zum anderen die Einnahme verschiedener Medikamente in Form von Tabletten.



Allgemeines

Der Begriff der Malaria (auch Sumpf- oder Wechselfieber) umfasst mehrere fieberhafte Erkrankungen, die durch parasitische Einzeller der Gattung Plasmodium verursacht werden. Der Name leitet sich aus dem italienischen ab und steht in Zusammenhang mit der Vorstellung von krankmachender \"schlechter Luft\" in Sumpfgebieten: \"mal aria\".
Entsprechend dem Erreger unterscheidet man drei Arten der Malaria:
Malaria tropica: Die Malaria tropica gilt als die gefährlichste der Malariaerkrankungen. Unbehandelt führt sie in ca. 30 % der Fälle zum Tod.
Malaria tertiana: Diese Malariaart ist nur in seltenen Fällen tödlich, führt aber zu erheblichen Beeinträchtigungen des allgemeinen Gesundheitszustands.
Malaria quartana: Diese Malariaerkrankung gilt als die mildeste Form der Malaria.


Erreger
Wie erwähnt gibt es vier verschiedene Malariaerreger, die zu drei verschiedenen Malariaformen führen:

Erreger Malariaform
Plasmodium falciparum Malaria tropica
Plasmodium vivax Malaria tertiana
Plasmodium ovale Malaria tertiana
Plasmodium malariae Malaria quartana
Diese vier Erreger unterscheiden sich einerseits in einigen Punkten, haben andererseits allerdings mehrere wesentliche Gemeinsamkeiten. Im Folgenden wird sowohl auf die Unterschiede als auch auf die Gemeinsamkeiten näher eingegangen.

Entwicklungszyklus der Malariaparasiten
Der Entwicklungszyklus aller Malariaparasiten unterteilt sich in einen geschlechtlichen Zyklus, der in der Überträgermücke stattfindet, und einen ungeschlechtlichen Zyklus, der im Menschen abläuft. Man nennt den Wechsel zwischen geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Fortpflanzung Generationswechsel.


Geschlechtlicher Zyklus in der Anophelesmücke
Der geschlechtliche Zyklus verläuft bei allen Malariaparasiten in gleicher Art und Weise. In der Anophelesmücke vereinigen sich die weiblichen und männlichen Plasmodien, die Gameten. Dazu muss die Mücke bei einem Saugakt die Vorstufen dieser Gameten, die Gametozyten, von einem infizierten Menschen aufnehmen. Im Magen der Mücke befruchten die männlichen Gameten die weiblichen Gameten und es folgen mehrere Zwischenschritte der Entwicklung: Gamet - Zygote - Ookinet - Oozyste - Sporozoit, die hier nicht im Einzelnen dargestellt werden sollen. Der Entwicklungszyklus in der Anophelesmücke dauert in Abhängigkeit von der Außentemperatur zwischen 8 und 16 Tagen. Die letzte Entwicklungsphase des Malariaparasiten in der Anophelesmücke, der Sporozoit, gelangt beim nächsten Saugakt aus den Speicheldrüsen der Mücke in das Blut des Menschen und tritt dort in den ungeschlechtlichen Entwicklungszyklus ein.


Ungeschlechtlicher Zyklus im Menschen
Nachdem die Sporozoiten durch den Mückenstich in die menschliche Blutbahn gelangt sind, dringen sie in die Leberzellen ein und entwickeln sich zur nächsten Zwischenstufe, den Schizonten.


Infektionsweg
Die für den Menschen infektiösen Stadien der Malariaparasiten entwickeln sich ausschließlich in Stechmückenweibchen der Gattung Anopheles. Bei einem Mückenstich werden die so genannten Sichelkeime (Sporozoiten) mit dem Speichel der Mücke in das Blut des Menschen übertragen, von dort wandern sie in die Leber, um sich dort innerhalb der Leberzellen zu vermehren. Die Abkömmlinge der Sichelkeime, die man nun Merozoiten nennt, verlassen nach mehreren Tagen die Leberzelle, die dabei endgültig zerstört wird und dringen in die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ein. Auch dort findet eine Vermehrung statt, dabei wird das rote Blutkörperchen aufgebraucht und schließlich aufgelöst. Die freigewordenen Parasiten suchen sich nun \"frische\" rote Blutkörperchen, wandern in diese ein, und der Kreislauf, der immer mit dem Untergang des roten Blutkörperchens einhergeht, beginnt von neuem. Dieser Vorgang der Vermehrung im Blutkörperchen und vor allem der anschließende Untergang des roten Blutkörperchens mit Freisetzung von fiebererzeugenden Substanzen der Parasiten bewirkt die Symptomatik dieser Erkrankung.
Eine Übertragung der Parasiten ist aber auch über Bluttransfusionen und Injektionsnadeln möglich.


Die Inkubationszeit beträgt eine bis mehrere Wochen.

Diagnose
Die Diagnose der akuten Malaria erfolgt durch den mikroskopischen Nachweis der Malariaparasiten im Blutpräparat (Blutausstrich, Dicker Tropfen), das während der Fieberphase angefertigt werden sollte. Aber auch die Symptome - besonders bei einem vorangegangenen Aufenthalt in entsprechenden Gebieten - begründen einen diesbezüglichen Verdacht.


Letalität
Unbehandelt oder zu spät behandelt hat die Malaria tropica eine Letalität von etwa 30%, rechtzeitige Behandlung dagegen beseitigt die Infektion vollständig. Todesfälle aufgrund einer Malaria tertiana oder quartana sind äußerst selten, auch ohne Behandlung kommt es nach zwei bis drei Jahren zum spontanen Erlöschen der Krankheit.

Übrigens: Das wohl prominenteste Opfer der Weltgeschichte ist Alexander der Große, der im Jahre 323 v.Chr. im Alter von 33 Jahren in Babylon sehr wahrscheinlich an der Malaria verstarb.

 
 

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