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sport artikel (Interpretation und charakterisierung)

Taekwondo






Bedeutung:

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Tae = der Fuß


Kwon = die Faust


Do = der Weg



Es bedeutet soviel wie: Der Weg des Fußes und der Faust



Taekwondo ist sowohl eine uralte koreanische Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung als auch ein relativ neues modernes Kampfsystem. Wandmalereien in Gräbern im Norden Koreas (ca. aus dem Jahre 37 v.Chr.) zeigen heute noch übliche Taekwondo Techniken und dokumentieren, dass zumindest ähnliche Kampfpraktiken bereits vor über 2000 Jahren in Korea bekannt waren. Man geht jedoch davon aus, dass es Taekwondo bereits seit der Gründung Koreas im Jahre 2333 v.Chr. gibt. Durch das Auf und Ab der zahlreichen koreanischen Dynastien war die Kampfkunst mal mehr, mal weniger populär, hielt sich aber immer wieder aufrecht Dabei wurden manchmal mehr Schwerpunkte auf die Fausttechniken, manchmal mehr Schwerpunkte auf die Fußtechniken gesetzt.



Neu systematisiert und unter dem Namen Taekwondo vorgestellt wurde es allerdings erst 1955 von dem koreanischen Generalmajor Choi Hong Hi. Er entwickelte die Hyongs, die heute noch praktiziert werden. Taekwondo erinnert auf den ersten Blick etwas an das japanische Karate, unterscheidet sich davon jedoch z.B. durch weniger tiefe Stellungen und im besonderen durch die stärkere Betonung der Fußtechniken.

Zusammengefasst ist Taekwondo eine Art der unbewaffneten Selbstverteidigung. Sie kann jeder Menschen jeden Alters, männlich oder weiblich erlernen und bietet demjenigen eine Vielzahl von Techniken an, die man erlernen kann. Diese Vielseitigkeit wird von keiner artverwandten Disziplin erreicht.



General Choi Hong Hi nennt in seinem Buch folgendes als Grundsätze des Taekwondo:



· Höflichkeit

· Integrität

· Durchhaltevermögen

· Selbstdisziplin

· Unbezwinglichkeit


Im Kampf werden eine Reihe von Körperteilen als Schlag- und Stoßwaffen angewendet. Jedoch gehen alle Bewegungen vom Grundgedanken der Selbstverteidigung aus.

Die Ausrüstung des Vollkontakt-Taekwondo-Sportlers besteht im Wesentlichen aus folgenden Artikeln:

· Weißer Baumwollanzug, weit geschnitten, reicht bis zu den Knöcheln


· Genitalschutz

· diverse Schoner für die Unterarme und Schienbeine


· Schutzweste


· Zahnschutz


· Kopfschutz


· Spannschützer



Der Wettkampf beim Taekwondo wird in Vollkontakt und Leichtkontakt unterschieden.




Vollkontakt

Auf einer 12 x 12 m großen Matte (Kampffläche: 8 x 8 m) stehen sich die beiden Kontrahenten gegenüber. Im Taekwondo existieren diverse Gewichtsklassen, Männer und Frauen treten getrennt voneinander an. Durch Tritte, Hiebe oder Schläge wird versucht, den Gegner in den festgelegten Trefferzonen zu berühren. Beim Vollkontakt-Taekwondo setzt sich die Trefferzone aus bestimmten Kopf- sowie Rumpfpartien zusammen. Ein Mattenleiter und vier Kampfrichter beurteilen anhand eines Punktsystems die korrekten Angriffs- und Abwehrtechniken der Kämpfer. Gewonnen hat derjenige, der nach 3 Runden die meisten Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte - bei identischem Punktstand siegt der Sportler, der durch Fußtritte die meisten Punkte erreichte. Als leichte Verfehlungen gelten u.a.:

· der Kontrahent wird fest gehalten

· der Kampfsituation wird mit Absicht ausgewichen

· Verletzungen werden vorgetäuscht


· Kniestöße

· allgemeines unsportliches Verhalten


Schwere Verfehlungen sind u.a.:


· Kopfstöße

· bewusste Attacke nach der Unterbrechung

· ein gestürzter Gegner wird angegriffen

· bewusste Attacke auf Rücken oder den Hinterkopf


· grob unsportliches Verhalten




Leichtkontakt-Taekwondo

Im Gegensatz zum populäreren Vollkontakt beschränkt sich die Sicherheitsausrüstung der Leichtkontakt-Wettkämpfer auf Handschuhe, spezielles Schuhwerk und Schienbeinschoner. Weitere Unterschiede sind u.a.:

· leichter Körperkontakt ist gestattet

· der Kopf ist für Fausttechniken ein erlaubtes Ziel

· alle Angriffs- bzw. Abwehrmaßnahmen sind vor dem gegnerischen Körper zu stoppen













Zum Schluss nun noch ein paar Daten zum Taekwondo




11.04.1955

der Begriff Taekwondo wird von Choi Hong Hi vorgestellt

29.10.1963

Taekwondo war erstmals Disziplin bei den jährlich stattfindenden Nationalen Sportfestspielen


1965

Taekwondo kam nach Deutschland

22.03.1966

die ITF (International Taekwondo Federation) wurde gegründet


1968

die erste deutsche Meisterschaft

28.05.1973

die WTF (World Taekwondo Federation) wurde gegründet


25.-27.5.1973

die 1. Weltmeisterschaften in Seoul

1976

die 1. Europameisterschaft in Amsterdam


09.04.1976

erfolgt die Anerkennung durch das International Military Sports Council (CISM)

17.06.1980

Anerkennung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Moskau


24.07-02.08.1981

die 1. World-Games in Santa Clara/USA

03.-05.07.1986

1. World Cup in Colorado Springs/USA


17.-20.09.1988

Vorführungsdisziplin bei den 24. Olympischen Spielen in Seoul

2000

Taekwondo ist olympische Disziplin und nimmt an den Olympischen Spielen in Sydney teil

 
 



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