Startseite   |  Site map   |  A-Z artikel   |  Artikel einreichen   |   Kontakt   |  
  


physik artikel (Interpretation und charakterisierung)

Transistor

Hiroshima


1. Atom
2. Motor

Die Auswirkungen einer Atombombe Wenige Tage nach der Atomexplosion von Hiroshima am 6. August 1945, erfolgte der erste Atomanschlag gegen Menschen - der Abwurf auf die japanische Stadt Nagasaki.
Die erste internationale Konferenz zur Ächtung der Atom - und Wasserstoffbomben fand am 6. August 1955, also genau 10 Jahre nach der Tragödie von Hiroshima, statt.




Bild 9,5 * 4,5 schräg liegend











Das ist "Little Boy", die für Hiroshima vorgesehene Atombombe.
Sie war 3,20 Meter lang, hatte einen Durchmesser von etwa 70 cm und wog 4500 kg.
Der zylindrische Mantel umfaßte einen ballgroßen, 60 kg schweren Urankern.
Im Vergleich zu den heute einsatzbereiten Nuklearsprenkörpern eine kleine Atomwaffe, die aber stark genug war, eine ganze Stadt zu vernichten.
Drei Atombomben waren im Sommer 1945 einsatzbereit, zwei davon wurden gegen Japan eingesetzt.

Eine Chicagoer Wissenschaftsgruppe hatte noch einen letzten Versuch unternommen, den Einsatz von Atombomben gegen Japan zu verhindern oder zumindest zu vergrößern.
In einem Brief an Präsident Truman schrieben die 18 Wissenschaftler:
"... mit allem Respekt bitten wir, den Einsatz von Atombomben, besonders gegen Städte, in Ihrer Instanz als Staatsoberhaupt nur unter folgenden Bedingungen zuzulassen:
1. Den Japanern muß zuerst Gelegenheit gegeben werden, unter Bedingungen zu kapitulieren, die ihnen die Möglichkeit eines friedlichen Fortlebens in ihrem Mutterland gewährleisten.
2. Zuvor muß eine überzeugende Warnung ausgesprochen werden, dass einer Ablehnung der Kapitulation die Anwendung der neuen Waffe folgen wird.
3. Unsere Verbündeten müssen die Verantwortung für die Anwendung von Atombomben mittragen.
Die letzte Chance, auf die Anwendung der Atombombe zu verzichten wurde wohl durch die Faszination, eine Waffe, von noch nie dagewesener Zerstörungskraft in den Händen zu halten.
Ein violetter Blitz, die Explosion entwickelte in Bruchteilen von Sekunden einen Feuerball von mehr als 500 m Durchmesser, die Temperatur im Inneren erreichte 55 Millionen Grad Celsius.
Noch in einer Entfernung von 14 km entzündet die Wärmestrahlung des Feuerballs ein Blatt Papier.
Etwa 50% der Opfer von Hiroshima sind auf thermische Energie zurück zu führen. Die freigesetzte Hitze vernichtete Menschen und Gebäude durch direkte Strahlung und nachfolgenden Feuerstürmen.
30% wurden durch Nuklearstrahlung getötet und 20% verloren ihr Leben durch die entstandene Druckwelle.








12,5 * 16 16cm gehen hinunter!!




























Auswirkungen der Explosion von Hiroshima

Nach der Explosion "regnete" es vom Himmel kleine dunkle Kügelchen, die sich durch Wasserverdampfung im Explosionszentrum und anschließende Kondensation gebildet hatten. Die Menschen sprachen vom "schwarzen Regen", der auf sie herunterfiel. Dieser Niederschlag enthielt auch radioaktive Stoffe.
Der Regen war klebrig und die Bewohner Hiroshimas glaubten damals, dass Öl abgeworfen worden sei. Man sagte, dass der Fluß so schwarz war, als ob man chinesische Tinte hinein geschüttet hätte.
Viele Menschen froren mitten im Sommer, da die Temperaturen während des großen Regenfalls stark sanken.
Tote Fische wurden im Fluß überall dort gefunden, wo der Regen niederging.
Das Vieh, das von dem schlammigen Regen verseuchtes Gras fraß, bekam Durchfall.
Auch viele Einwohner, die 3 bis vier Kilometer westlich des Epizentrums lebten, klagten über Durchfall.

Auswirkungen am Beispiel eines 25 jährigen Mannes:

Am 14. Tag nach der Detonation trat Haarausfall auf.
Am 21 Tag fühlte er sich fiebrig und einen Tag später zeigten sich Petechien
(= punktförmige Hautblutungen).
Am 25. Tag Übelkeit, Kopfschmerzen und Zahnfleischschwellungen.
Diese Schwellungen nahmen noch zu und waren am 29. Tag sehr schmerzhaft für den Patienten. Eine Woche später blutete das Zahnfleisch, aber die Schleimhäute begannen bald darauf wieder zu heilen.
Vom 26. Tag an, litt der Mann an zunehmenden Halsschmerzen, die am 32. Tag so stark waren, dass er keine Nahrung mehr zu sich nehmen konnte.
Am nächsten Tag stellte sich eine krampfhafte Kieferklemme ein und an den Mundwinkeln erschienen flache Geschwüre.
Am 27. Tag stieg die Temperatur stark an und erreichte einen Tag später 40, 3 Grad.
Erst am 41. Tag stellten sich wieder normale Werte ein.
Der Patient konnte am 59. Tag entlassen werden.

Die für die Medizin neuen und ungewöhnlichen Krankheitsbilder wurde durch Neutronen - und Gammastrahlung, die bei der Atomexplosion freigesetzt wurden, verursacht.
Auch heute noch nicht erforscht sind die möglichen Folgen der Bestrahlung für die menschliche Erbmasse.
Wenn die Chromosomen durch Bestrahlung beschädigt wurden, kann es noch in der zweiten und dritten Generation zu Mißbildungen kommen.
In dem Buch "Atomkrieg - Atomfrieden" heißt es zu den möglichen Veränderungen der Erbmasse:
" Die Gammastrahlen verändern die Gene in der Keimzelle, so dass sie falsche Informationen speichern und in den nachfolgenden Generationen ernsthafte Erbschäden auftreten werden. "

Zu den Spätfolgen, die sich erst dreieinhalb Jahrzehnte nach dem Abwurf der Atombombe zeigten, gehörten alle Arten von Krankheiten, vor allem Krebs.
Es blieb zum Beispiel der Zusammenhang zwischen radioaktiver Strahlung und den in Hiroshima verstärkt auftretenden Fällen von Mikrozaphalie, mehr als 2 Jahrzehnte lang unentdeckt. Mikrozaphalie bedeutet kleiner Kopf, wobei auch das Gehirn, und nicht nur der Schädel stark verkleinert ist.



Erzählung vom 6. August 1945:


Taeko Matsumoto
Schüler der 6. Klasse, damals fünf Jahre alt

Der 6. August 1945. Das ist für mich ein schrecklicher und kummervoller Tag, den ich nie vergessen werde. Ich war fünf und noch zu klein für die Schule. MEIN Bruder ging in die zweite Klasse der Grundschule von Danbara, in der Nähe des Hauptbahnhofs von Hiroshima. "Wenn er heute noch lebte", sagt meine Großmutter oft," wäre er jetzt im zweiten Mittelschuljahr."
Mein Bruder war ohne seine Schreibpinsel zur Schule gegangen und kam gerade zurück, um sie zu holen, als die Atombombe fiel. Er kam noch bis nach Hause, aber er hatte Verbrennungen am ganzen Körper. Die Explosion hatte unser Haus zum Einsturz gebracht. Meine kleine Schwester Ah-chan war unter der Veranda gewesen, konnte aber unversehrt heraus kriechen, weil sie so klein war. Ich spielte im Nachbarhaus, und meine Großmutter war im Badezimer beim Wäschewaschen. Als das Haus einstürzte, ergriff uns alle Furcht und Schrecken, und wir riefen einander. Schließlich fanden wir alle zusammen. Großmutter war froh, uns alle am Leben und in Sicherheit zu sehen. Die Nachbarin sagte, vielleicht würde noch eine Bombe abgeworfen, darum liefen wir alle zu unserem Onkel, der in Aosaki, etwa zehn Kilometer südöstlich von Hiroshima, wohnte. Auf dem Weg dorthin, sagte mein Bruder, sein Kopf sei so heiß, und er goß sich vile Male Wasser darüber.
Nach vielen Rastpausen kamen wir schließlich gegen drei Uhr nachmittags zum Haus unseres Onkels in Aosaki. Mein Onkel hatte sich große Sorgen um uns gemacht und war so froh, uns alle am Leben zu sehen, dass er weinte. Meinem Bruderging es zusehend schlechter, und er bat immer wieder um Wasser.
Aber irgend jemand sagte, dass Wasser bei Verbrennungen nicht gut sei. Deshalb sagte Großmutter zu meinem Bruder, er solle kein Wasser mehr trinken, weil es nur noch schlimmer würde. Sie befeuchteten die Innenseite seines Mundes mit einem nassen Lappen.
Mein Onkel und meine Tante sorgten gut für meinen Bruder, aber es ging ihm von Tag zu Tag schlechter. Ein Arzt aus Aosaki gab ihm viele Spritzen, aber sie halfen nicht. Seine Hände und Beine und sein Hinterkopf wurden weich und klebrig. Wenn man mit den Fingern an diese weichen Stellen kam, quoll Eiter heraus. Es war furchtbar traurig. Er konnte nichts essen und bat nur um Wasser. Er konnte nicht aufstehen. Einmal sagte er:" Ich möchte nur einmal aufstehen. Bitte, helft mir hoch. Bitte!" Er legte die Hände zusammen, als bete er. Wir versuchten, ihm hoch zu helfen, aber er konnte nicht einmal sitzen. Schließlich gab er auf und lag nur noch da.
Oft sagte er:" Ihr Amerikaner, seht, was ihr mir angetan habt. Wartet nur. Ich werde noch abrechnen mit euch."
Amerika und Japan führten damals Krieg miteinander, darum hasste mein Bruder Amerika. Aber am Ende sagte er: " Ich möchte jetzt meinen toten Vater und meine tote Mutter sehen", und starb um drei Uhr morgens am 14. August.
Jedesmal, wenn ich daran denke, wie mein Bruder leiden mußte, bevor er starb, fühle ich einen tiefen Schmerz in der Brust und muß weinen. Gleichzeitig sage ich mir, dass wir nie wieder Krieg haben dürfen, und bete darum, dass alle Länder der Erde Freunde werden in einer hellen und friedlichen Welt.

 
 

Datenschutz
Top Themen / Analyse
indicator Kunststofffolienkondensatoren:
indicator Tschernobyl - Das wichtige Stromquelle und die Katastrophe
indicator Die Kernspaltung
indicator Entwicklung der Glasfasertechnik
indicator Amorphe Zellen
indicator Baubionik
indicator Energieversorgung in Deutschland
indicator Verschiedene Religionen, verschiedene Kalender:
indicator Le nucléaire militaire:
indicator Satelliten


Datenschutz
Zum selben thema
icon Transistor
icon Energie
icon Schall
icon Einstein
icon Kernfusion
icon Bomben
icon Strahlung
icon Magnet
icon Kohäsion
icon Welle
icon Diamant
icon Newton
icon Blitz
icon Adhäsion
icon Biomasse
icon Gleitreibung
icon Dichte
icon Watt
icon Entwicklung
icon Otto
icon Laser
icon Reaktor
icon Widerstand
icon Kraft
icon Mikroskope
icon Dynamik
icon Turbine
icon Herstellung
icon Elektrizität
icon Gesetz
icon Strahlung
icon Theorie
icon Kapazität
icon Haftreibung
icon Transformator
icon Wirkung
icon Mechanik
A-Z physik artikel:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z #

Copyright © 2008 - : ARTIKEL32 | Alle rechte vorbehalten.
Vervielfältigung im Ganzen oder teilweise das Material auf dieser Website gegen das Urheberrecht und wird bestraft, nach dem Gesetz.
dsolution