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kunst artikel (Interpretation und charakterisierung)

Umschlagen und umstülpen






1.) Umschlagen Der Bogen wird nach dem Schöndruck gewendet (Wendeachse senkrecht zur Greiferkante). Die Anlage am Bogen bleibt unverändert; die Seitenmarke in der Maschine wechselt auf die andere Seite.
Der große Vorteil des Umschlagens liegt darin, daß Größendifferenzen des Druckpapiers sich nicht auf das Register zwischen Schön- und Widerdruck auswirken.
Für den Schöndruck benutzt man meist die Seitenmarke auf der Bedienungsseite der Maschine, weil man hier die Bogenanlage besser beobachten kann. Die Seitenanlage für den Widerdruck erfolgt dann auf der Antriebseite der Maschine.
Von dieser Regel (Anlage für den Schöndruck auf der Bedienungsseite, Anlage für den Widerdruck auf der Antriebsseite der Druckmaschine) wird abgewichen, wenn drucktechnische oder buchbinderische Belange dies erfordern.




2.) Umstülpen
Nach erfolgtem Schöndruck wird der Bogen gewendet (Wendeachse parallel zur Greiferkante). Für den Widerdruck kommt also die entgegengesetzte Papierkante zur Anlage. Für ein gutes Druckregister müssen alle Druckbogen gleich groß, also mindestens dreiseitig beschnitten sein.



Umschlagen und Umstülpen sind Fachbegriffe für Wendemöglichkeiten des Druckbogens, unabhängig davon, ob Schön- und Widerdruck mit der gleichen Form oder mit verschiedenen Druckformen ausgeführt werden.

Begriffserkärung nach DIN:
Schöndruck:....................Der erste Druck, wenn der Bedruckstoff zweiseitig bedruckt werden soll.
Widerdruck:...............Bedrucken der Gegenseite eines bereits einseitig bedruckten Bedruckstoffs.
Register:................Genaues Aufemanderstehen des Vorder- und Rückseitendrucks eines Bogens.
Passer:...............Beim Mehrfarbendruck der genaue Übereinander- oder Nebeneinanderdruck der
einzelnen Farben.

Schön- und Widerdruck können sowohl beim Umschlagen als auch beim Umstülpen
(A) mit der gleichen Druckform erfolgen
(B) mit zwei verschiedenen Druckformen erfolgen


(A) Umschlagen mit einer Druckform
Schön- und Widerdruck erfolgen mit der gleichen Druckform, die alle Seiten des Druckerzeugnisses enthält. Der fertige Druckbogen enthält zwei Drucknutzen und wird in der Mitte auseinandergeschnitten.


(B) Umschlagen mit zwei Druckformen
Schön- und Wiederdruck erfolgen mit zwei verschiedenen Druckformen, die sich zu Vorder- und Rückseiten des Erzeugnisses ergänzen.

Im Gegensatz zum Umschlagen hat das Umstülpen Nachteile: Zwei Greiferkanten, dreiseitig genau geschnittenes Papier. Umstülpt wird auf Druckmaschinen, die sich nicht auf Schön- und Widerdruck umstellen lassen nur, wenn aus Formatgründen das Umschlagen nicht angewendet werden kann.

(A) Umstülpen mit einer Form
Schön- und Wiederdruck erfolt mit einer einzigen Druckform. Der fertige Druckbogen enthält zwei Derucknutzen und wird in der Mitte auseinandergeschnitten(parallel zur Greiferachse)


(B) Umstülpen mit zwei Formen
Das Umstülpen mit zwei Formen wird nur verwendet beim Druck auf umstellbaren Schön- und Widerdruckmaschinen. Diese umstellbaren Offsetdruckmaschinen können den Bogen entweder einseitig nur im Schöndruck, beispielsweise mit zwei Farben, bedrucken oder den Bogen nach dem ersten Druckwerk umstülpen (wie es die Abbildung zeigt) und mit dem zweiten Druckwerk den Widerdruck ausführen. Im Unterschied zum Umstülpen für einen zweiten Druckgang muß bei den Schön- und Widerdruckmaschinen das Papier nicht dreiseitig beschnitten werden, da es nach dem Umstülpen nicht neu angelegt wird. Die Maschinen \"schlucken\" eine Größendifferenz bis etwa 3 mm ohne Registerdifferenz.

3. Eindrehen (Umdrehen)

Beim Umdrehen bleibt die Bogenseite oben, das Papier wird lediglich um 180° gedreht. Man benutzte es früher hauptsächlich für Tabellen, die im Bleisatz schwierig zu setzen waren. Man machte einen Längs- und einen Quersatz und druckte beide mittels Umdrehen zusammen. Damit der erste und zweite Druck aufeinander passen, muß das Papier genau beschnitten sein. Ferner sind zwei Greiferkanten zu berücksichtigen.
Der zweite Druckgang ist kein Widerdruck !!!

 
 




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