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geschichte artikel (Interpretation und charakterisierung)

Novemberrevolution und entstehung der demokratie (1918 - 1919)



- aufgrund der schlechten Kriegslage drängte die Oberste Heeresleitung (OHL) am 29.09.1918 auf die Unterbreitung eines Waffenstillstandsangebots an die Alliierten und die Bildung einer Regierung auf parlamentarischer Basis

- Reichskanzler Prinz Max von Baden erfüllte diese Forderungen, es erfolgte eine Regierungsbildung unter der Beteiligung der Mehrheitsparteien des Reichstages und am 04.10.1918 wurde das Waffenstillstandsangebot unterbreitet

- der amerikanische Präsident Wilson forderte am 23.10.1918 die Beseitigung des Obrigkeitsstaates und indirekt die Abdankung Wilhelms II

- daraufhin erteilte General Ludendorff eigenmächtig den Befehl zur Fortführung des Kampfes mit äußerster Kraft

- am 28.10.1918 kam es zu einer Verfassungsreform durch die Einführung der Verantwortlichkeit des Reichskanzlers und seiner Minister gegenüber dem Parlament

- als die Seekriegsleitung selbständig den militärisch sinnlosen Befehl zum Einsatz der Hochseeflotte gegen England gab, begannen die Matrosen am 29.10.1918 in Wilhelmshaven zu meutern

- es folgten in Kiel Demonstrationen und offener Aufruhr der Matrosen und Werftarbeiter und am 04.11.1918 wurden hier die ersten Arbeiter- und Soldatenräte, nach sowjetischen Vorbild, gewählt

- der revolutionäre Funke sprang in die anderen Hafenstädte und dann in die Großstädte des Reiches über

- in den folgenden Tagen stürzten überall im Reich die Throne ohne Gegenwehr und die vollziehende Gewalt übernahmen die neu gebildeten Arbeiter- und Soldatenräte

- am 09.11.1918 kam es zu spontanen Aufständen in Berlin, Reichskanzler Prinz Max von Baden erklärte ohne Wissen des Kaisers dessen Thonverzicht und übergab Friedrich Ebert (SPD) die Reichsregierung

- gegen Eberts Willen rief Philipp Scheidemann (SPD) um 14 Uhr die Republik aus und kam somit der radikal-sozialistischen Linksgruppierung um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg (Spartakusbund) zuvor, welche um 16 Uhr eine "freie sozialistische Republik" ausriefen

- Wilhelm II. trat, da er keinen Bürgerkrieg riskieren wollte, zurück und ging nach Holland ins Exil

- am 10. November bildeten SPD und USPD eine Übergangsregierung, den Rat der Volksbeauftragten

- in der Folgezeit war umstritten, ob eine verfassungsgebende Nationalversammlung oder die in sich nicht einheitliche Rätebewegung die Neuordnung des staatlichen Lebens in Deutschland bestimmen sollte

- nach dem Austritt der USPD aus der Regierung und der Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) am 01.01.1919 erhoben sich die Spartakisten vom 5. bis zum 12. Januar in Berlin

- mangels durchdachter strategischer Führung konnten sie ihre anfängliche Überlegenheit nicht ausnutzen, und Freikorpsverbände schlugen den Aufstand nieder

- am 15.01.1919 wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg von Freikorpssoldaten brutal ermordet

- die am 19.01.1919 gewählte Nationalversammlung trat am 06.02.1919 in Weimar zusammen und verabschiedete eine demokratische Verfassung (Weimarer Verfassung)

- es kam zur Bildung der Weimarer Koalition aus SPD, Zentrum und Deutscher Demokratischer Partei (DDP), welche dreiviertel der Stimmen auf sich vereinigten

- in Opposition zur Weimarer Koalition standen auf der rechten Seite die Deutschnationale Volkspartei (DNVP), auf der linken Seite die USPD und die aus dem Spartakusbund hervorgegangene KPD

- am 10.02.1919 trat der Rat der Volksbeauftragten zurück und übergab die Regierungsgeschäfte an die neu gewählte Koalition

- erster Reichspräsident wurde Friedrich Ebert und erster Ministerpräsident Philipp Scheidemann

- die Verfassung wurde am 19.08.1919 von Friedrich Ebert unterzeichnet

à die Verfassung der Weimarer Republik war eine Mischform aus dem bisherigen präsidialen System und einem parlamentarischen Staatsaufbau

à sie zeichnete sich aus durch die starke Stellung des Reichspräsidenten: Er war befugt, die Reichsregierung zu ernennen und auch zu entlassen, den Reichstag aufzulösen und mittels Notverordnungsrecht (§ 48) zu regieren à der Reichstag auf der anderen Seite war im Vergleich zum Parlament des Kaiserreiches deutlich aufgewertet worden: Er verfügte nun über das Gesetzgebungs- und das Budgetrecht , und ihm war die Reichsregierung verantwortlich

 
 

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