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geschichte artikel (Interpretation und charakterisierung)

Eine revolutionäre frau versteckt sich hinter ihrer weiblichkeit -bettina von arnim





Bettina Brentano wurde am 4.Mai in Frankfurt/Main geboren. Nach dem frühen Tod der Mutter kam mit neun Jahren zur Erziehung in ein Ursulinenkloster und lebte nach dem Tod des Vaters bei ihrer Großmutter Sophie von La Roche. Diese verband eine lange Bekanntschaft mit Goethe. Doch der Familie erschien Bettinas Verhalten für eine künftige Ehefrau nicht angemessen und man wollte sie an häusliche Pflichten gewöhnen. Auch wandte sich die Familie gegen ihre Freundschaft mit der jüdischen Goldstickerin Veilchen, und Bettina mußte schmerzlich erkennen, dass sie in ihrer Familie keinen Rückhalt hatte.

     Bettina wurde nicht respektiert, weil die sich nicht in die Gesellschaft einleben konnte und auch nicht wollte. Ihr Bruder Clemens nahm Bettina gegenüber die Rolle des Erziehers an und brachte sie mit den Brüdern Schlegel sowie mit Tieck und Novalis in Kontakt. Durch Clemens lernt Bettina auch ihren späteren Ehemann Achim von Arnim kennen und ihre Freundin Karoline von Günderode lernt Bettina ihre eigene Andersartigkeit kennen und in produktive Bahnen zu lenken. Während ihrer Ehe gebar sie allerdings in kurzen Abständen sieben Kinder und hatte kaum Zeit sich ihrer schriftstellerischen Ader zu widmen. Erst nach dem Tod des Mannes 1831 trat sie als Schriftstellerin selbst hervor. Sie begann zuerst Briefwechsel zu publizieren, wie etwa "Goethes Briefwechsel mit einem Kinde" oder "Die Günderode".

     In ihren Schriften sprach sie die gesamten sozialen Probleme in der Gesellschaft an und ihre anerkannte dichterische Stellung erlaubte ihr sicherlich größere Freiheiten. Aber Bettina schrieb ihre Schriften nur versteckt provokant und sie bleibt uns eher als exzentrische Romantikerin in Erinnerung, ihr politisches Engagement wie etwa durch ihre Kontakte zu Vertretern des "Jungen Deutschland" gerät oft in Vergessenheit. Da ihre Bücher als Kunst galten, wurden sie vor der Zensur bewahrt. Sie veröffentlichte zum Beispiel in allen großen Tageszeitungen einen Aufruf, Mitteilungen über das Armenwesen zu machen, da sie ein ausführliches Werk über die Zustände der Armen vorbereitete. Zu der Veröffentlichung ihres "Armenbuches" kam es zu ihren Lebzeiten jedoch nicht, da die Schrift wahrscheinlich den Verdacht der Behörden erhärtet hätte, Bettina habe sich mit den aufständischen Webern verschworen. Bettinas soziale Anliegen waren vielen ihrer Zeitgenossen und den meisten ihrer Verwandten ein Stein des Anstoßes.

    

 
 




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