Startseite   |  Site map   |  A-Z artikel   |  Artikel einreichen   |   Kontakt   |  
  


geschichte artikel (Interpretation und charakterisierung)

Die usa am vorabend des sezzessionskrieg - ein schwelender konflikt



Nachdem die USA den Wirren des Unabhängikeitskrieges entflohen waren, stieg die Bevölkerung steil an. Aus 13 Staaten waren anno 1860 34 geworden, aus 3 Mio. Bürgern 30 Mio. geworden. Die Siedler expandierten weiter nach Westen, da immer mehr Einwanderer aus Europa nachströmten.
Die klimatischen Verhältnisse teilten aber das Land. Während sich im Norden eine junge Industrie entwickelte, die Menschen in die Städte zogen, und die Farmer eigenständige Familienbetriebe aufbauten, entwickelte sich im Süden aufgrund des milden subtropischen Klimas eine grosse Plantagenwirtschaft die von einer grossen, sehr reichen Oberschicht, den Plantagenbesitzern geführt wurde. Diese Elite mit ihrer aristokratischen Lebensweise war auf billige,gute Arbeitskräfte angewiesen, die sich in Form von Leibeigenen offenbarten. Das System war ganz einfach: Die Sklaven gehörten ihren Besitzern, hatten keine Freiheit, sie erhielten Kost und Logis und mussten dafür auf den Plantagen arbeiten. Diese Sklaven waren die Nachkommen, der im 18 Jh. in die USA verschleppten Afrikaner, da sich die Indianer nicht als effiziente Arbeitskräfte zeigten. Der Süden war völlig auf den Export von Baumwolle und anderen Naturalien nach Frankreich und England angewiesen, um die Industriegüter, die aufgrund mangelnder Industrie und Infrastruktur nicht vorhanden waren, einzuführen. Die Plantagenbesitzer erreichten beträchtlichen Reichtum, da sie über die Sklaven als billige Arbeitskräfte verfügten und so grosse Mengen zu niedrigen Kosten produzieren konnten.
In den Nordstaaten hingegen existierte die Sklaverei nicht, sie war sogar untersagt. Den Arbeitsbedarf deckten die europäischen Einwanderer . Der Konflikt war immer da, jedoch wurde er immer wieder heruntergespielt, doch durch das enorm starke Bevölkerungswachstum und die damit verbundene Ausdehnung der Territorien wurde das Gleichgewicht der Industrie-und Sklavenhalterstaaten empfindlich gestört. ( bis dahin 15:15). Im Jahre 1820 sah man sich erstmals gezwungen Maßnahmen zu ergreifen. Durch den Missouri-Kompromiss, der durch die Frage des Eintritts Missouris in die Union erfolgte, wurde erstmals eine Westost Grenze gezogen ( 36°,30") nördlich derer die Sklaverei verboten wurde. Dieser Kompromiss wurde ein Musterbeispiel zur Beilegung von Nordsüd-Konflikten in den nächsten Jahrzehnten. Erst als in den nächsten Jahrzehnten, nach dem amerikanisch-mexikanischen Krieg die Grenze des Landes bis zum Pazifik verlegt wurde, brach der Konflikt in verschärfter Form wieder auf. So schlug der damalige Präsident Taylor vor, das sklavenfreie Kalifornien mit in die Union zu übernehmen, was viel Verwirrung und Diskussion auslöste. Nach vielen, teils sehr heftigen Diskussionen, fand sich eine Mehrheit für Taylors Vorschlag, die sich im " Kompromiss von 1850" niederschlug. Das bis dahin ungebundene Kalifornien wurde als sklavenfreier Staat in die Union aufgenommen, während das übrige Gebiet in die Territorien New Mexiko und Utah aufgeteilt wurde. Über den Status dieser Gebiete sollten die Siedler nach dem Grundsatz der Volkssouveränität selber bestimmen. Auch für den Columbia-Distrikt wurde die Sklaverei verboten. In beiden Lagern wurde der Kompromiss begrüsst und sogar als endgültige Lösung angesehen.
Doch trotz dieser Kompromisse hatte sich die Union verändert, der Süden beherrschte den US Kongress nicht mehr, sah dessen Maßnahmen mit wachsender Sorge. Der industriereiche Norden verlangte zur Sicherung der Wirtschaft die Einführung eines Schutzzolles, der die Wirtschaft vor Dumpingpreisen aus Europa schützen sollte. Ausserdem verlangte dieser auch zahlreiche Subventionen für die Infrastruktur, sowie Land für neue Siedler. Doch der Süden lehnte dies mit der Begründung, dies wären Begünstigungen für den Norden, ab. Das so entstandene Spannungsverhältnis zwischen den Regionen förderte die immer mehr anschwellende Kritik der Nordstaaten an der Sklaverei der Südstaaten. Mehrere der Nordstaaten setzten sich über den sogenannten " Fugitiv Slave Act" hinweg, der die Wiederergreifung entflohener Sklaven regelte. Doch als 1854 das Territorium Kansas-Nebraska in die Union eingefügt werden sollte, wurde durch die Anerkennung der Volkssouveränität der Missouri-Kompromiss "expressis verbis" aufgehoben. Diese Veränderung löste in den Nordstaaten eine Protestwelle aus, die zur Entstehung der Republikanischen Partei führte. 1857 wurde dann durch ein Urteil des Obersten Gerichts im Falle des entflohenen Sklaven Dred Scott der Missouri-Kompromiss zwar nicht Wortwörtlich aber doch sinngemäß für verfassungswidrig erklärt. Somit verlor der Kongress das Recht in den Territorien über Eigentum und Besitz der amerikanischen Bürger zu bestimmen.
Erst durch Harriet Beecher Stowes Roman " Uncle Tom`s Cabin", in dem die Zustände in den Südstaaten dargestellt wurden, war die Bereitschaft für eine Auseinandersetzung mit dem Thema sprunghaft gestiegen. Nachdem der fanatische Prediger John Brown nach einem Putschversuch hingerichtet wurde und so im Norden die Rolle eines Märtyrers einnahm, war die kritische Haltung der Industriestaaten gegenüber der Sklaverei abermals gesteigert, so dass die Republikanische Partei Abraham Licoln, einen entscheidenden Gegner der Sklaverei als Präsidentschaftskandidaten aufstellte. Die Demokraten zerbrachen bei dem Versuch, ein für die ganzen Staaten wirksames Programm zu schaffen, in zwei selbständige Teile.
So gewann am 6.11.1860 Abraham Licoln als erster Republikaner die Wahl zum Präsidenten Dieser vertrat nach dem Wahlergebnis nicht die Mehrheit des Volkes, war aber nach der Verfassung zufolge legitimer Präsident.
Im Süden hingegen erkannte man die Wahl Lincolns nicht an. Man sagte sich, dass eine Trennung von der Union besser sei als ein Konflikt innerhalb der Union. Das Wahlergebnis festigte, die Überzeugung die Unabhängigkeit anzustreben nur noch, so daß am 20.12.1860 South Carolina sich als erster Staat von der Union lossagte und die Unabhängigkeit erklärte. Zu Beginn des neuen Jahres traten auch die Staaten Mississippi, Florida, Alabama, Georgia und Lousiana aus der Union aus. Sie gründeten im Februar 1861 in Montgomery, Alabama die " Konföderierten Staaten von Amerika", deren Verfassung teile der US-Konstitution enthielt, aber die Sklaverei beschützten, lediglich ein Import von Sklaven wurde untersagt. Man hoffte im Süden, dass andere Staaten bald nachziehen würden, und schätzten das Risiko , das der Norden für die Nationale Einheit kämpfen werde als sehr klein ein. Auch schien die Unterstützung durch Frankreich und England, als Baumwollabnehmer gesichert, so dass die Lage am 4.3.1861 als Licoln in sein Amt eingeführt wurde, für die Konföderation sehr günstig war. In seiner Antrittsrede machte Lincoln klar, dass die Union die Sklavenhaltung in den Südstaaten anerkennen würde, das aber eine Trennung von der Union auch durch Waffengewalt verhindert würde. Die Rede schuf Platz für Verhandlungen - doch bevor die Unterhändler einen Kompromiss fanden, eskalierte die Lage.
Die Union hatte schon zahlreiche militärische Stützpunkte im Süden geräumt und wollte auch das im Hafenbecken von Charlestown gelegene Fort Summer räumen, doch am 12.4.1861 nahmen Küstenbatterien des Staates South Carolina das Fort unter Beschuss. Dieser Gewaltakt wurde im Norden als tiefe Kränkung empfunden und so berief Präsident Lincoln 75000 Freiwillige zu den Waffen, nachdem Tausende auf den Strassen, des Nordens Gegenmaßnahmen forderten. Die Union wollte die Rebellion gewaltsam beenden. Daraufhin mussten sich die Grenzstaaten entscheiden, auf welcher Seite sie kämpfen wollten. Virginia, Arkansas, Tennesee und Norh Carolina zogen auf Seiten der Konföderierten in den Krieg, Maryland, Kentucky, Delaware und Missouri wären ebenfalls von der Union abgefallen, wurden aber unter Waffengewalt daran gehindert. Kansas schloss sich hingegen der Union an.
Der ideologische Konflikt war zu einem Krieg geworden.

 
 

Datenschutz
Top Themen / Analyse
indicator DER VERSAILLER VERTRAG
indicator Das Leben am Hof
indicator Kommunikation mit Public-Key-Kryptographie
indicator Unterschiedliche Abwehrkonzeptionen 1944: Der Einsatz der Panzertruppe
indicator Wirtschaftliche und politische Folgen der Krise-
indicator Gründung der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands
indicator WIE DIE MACHTHABER DES "ZWEITEN REICHS" DIESES ZU IMPERIALER GRÖSSE FÜHRTEN, WAS DER MASSE DES DEUTSCHEN VOLKES WENIG EINBRACHTE
indicator Ludwig Tieck
indicator Die erste Phase der Revolution (1789-1791)
indicator Ludwig XIV. Biographie


Datenschutz
Zum selben thema
icon Industrialisierung
icon Realismus
icon Kolonialisierung
icon Napoleon Bonaparte
icon Mittelalter
icon Sozialismus
icon Juden
icon Atombomben
icon Pakt
icon Widerstand
icon Faschismus
icon Absolutismus
icon Parteien
icon Sklaverei
icon Nationalismus
icon Terrorismus
icon Konferenz
icon Römer
icon Kreuzzug
icon Deutschland
icon Revolution
icon Politik
icon Adolf Hitler
icon Vietnam
icon Martin Luther
icon Biographie
icon Futurismus
icon Nato
icon Organisation
icon Chronologie
icon Uno
icon Regierung
icon Kommunistische
icon Imperialismus
icon Stalinismus
icon Reformen
icon Reform
icon Nationalsoziolismus
icon Sezessionskrieg
icon Krieg
A-Z geschichte artikel:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z #

Copyright © 2008 - : ARTIKEL32 | Alle rechte vorbehalten.
Vervielfältigung im Ganzen oder teilweise das Material auf dieser Website gegen das Urheberrecht und wird bestraft, nach dem Gesetz.
dsolution