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geschichte artikel (Interpretation und charakterisierung)

Die sowjets bauen die transsib aus.



Den Sowjets war bald klar, dass man die Transsibirische Eisenbahn erweitern musste, um ihr ganzes Potential auszuschöpfen. Bereits 1930 war nach nur 4-jähriger Bauzeit die Turksib fertig gestellt. Diese gewaltige, von Novosibirsk ausgehende Strecke, erstreckt sich über eine Länge von 2531 Kilometer über Semipalatinsk und Alma-Ata bis nach Arys, wo Anschluss an die Transkaspische Bahn bis nach Taschkent besteht. Der Verkehr auf dieser Strecke, zwischen Taschkent und Nowosibirsk, stieg in den nächsten Jahren rasant an. Die Turksib war ein grosser Wurf der Sowjetregierung: Auf der Bahn wurden tonnenweise Holz, Kohle und Erdöl ins damalige Turkestan transportiert, und auf dem umgekehrten Weg genauso viel Wolle, Reis, Obst und Erze nach Sibirien. Sie sollte nicht die letzte "Nebenstrecke" der Transsib sein. Die wohl berühmteste Nebenstrecke der Transsib, ist die 1950 fertig gestellte Transmongolische Bahn, die in Ulan-Ude von der Transsib abzweigt und über die mongolische Hauptstadt Ulaan-Baator direkt nach Peking führt. Heute verkehren die meisten Transsib-Touristen über diese Strecke und sie war auch schon zu Sowjet-Zeiten wirtschaftlich extrem wichtig. Die zwar längste, aber ziemlich unbekannt Nebenstrecke der Transsib führt vom Ural bis in die Stadt Workuta, weit nördlich des Polarkreises. Diese Strecke hatte zwar für den Personentransport kaum Bedeutung, verband aber die im hohen Norden liegenden
Erdöl - und Erdgas Felder mit der Transsib und war natürlich höchst rentabel. In den 1950er und -60er Jahren wurden an der Transsib unzählige "Stichbahnen" nach Norden und Süden verlegt. Dieses Konzept bewährte sich, da es günstig und effizient war. Man verband durch unterschiedlich lange Schienenstränge, die von der Transsib in den Norden oder Süden stachen besonders fruchtbare - oder bodenschatzhaltige Gebiete mit der Transsib. So konnte man rund um den Hauptstrang der Transsib ein riesiges, breites Gebiet verkehrmässig erschliessen. Die Transsib war nicht mehr nur sozusagen ein dünner Stacheldraht, an dem das dafür zu schwere Sibirien hängt, sie war nach und nach mit einem Stahlträger zu vergleichen, der riesige Konstruktionen in Form von Seiten - und Parallellinien, Flüssen, Kanälen, Strassen usw. zu halten vermag. (3)

 
 

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