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geschichte artikel (Interpretation und charakterisierung)

Die chinesische stadt





Traditionelle Elemente : . klassische Elemente im Grundriss der Stadtkerne hauptsächlich noch nachvollziehbar

. Achsialität
. Symetrie
. Orientierung des Stadtgrundrisses nach den Himmelsrichtungen
. Stadt ist ein Abbild des Kosmos : Kreisförmiger Himmel und quadratische Erde

Genese :
. Palast des Fürsten oder des Kaisers im Zentrum (Kaiser ist nach dem hierarchischen Gefüge der konfuzianisch bestimmten Gesellschaft den Himmel, er ist der Himmelssohn [tianzi])
. Um den Palast gruppieren sich Wohnviertel in quadratischer oder rechteckiger Bauweise; Sie sind von innen nach aussen hin abgestuft in der Abhängigkeit von der sozialen Stellung

. Dahiner wiederrum viele Wohnhöfe

. Die Stadt war der Kosmos und somit der Mittelpunkt und Knotenpunkt des Geschehens
. regelmäßige Straßen zumeist gerade
. aber auch diagonallaufende Verbindungsstraßen
. Wohnblöcke ähnlich dem Schachbrettmuster angelegt
. Grosse ,lange Achsen (Ganz durchlaufende Starssen von Nord nach Süd)
. Dies steht im Zusammenhang mit den Leilinien der chinesischen Kultur -> Yin-Yang bedeutet Weiblich(passiv und dunkles Prinzip) - Männlich(aktiv und helles Prinzip ,eben das Gute)
Der Süden ist Sitz des Yang und der Norden des Yin !An der nach Süden verlaufenden Hauptachse sind die wichtigsten Gebäude plaziert (gut ersichtlich an dem Stadtplan der Stadt Beijing (Abb. 1)
Alle Gebäude sind nach Süden gerichtet !
Der Markt lag im Norden ,weil im offiziellen Wertesystem der Kaiserzeit der Handel nicht sehr hoch lag ! Die Kaufleute waren unproduktiv ,weil sie nur anderer Leute Produkte verkauften aber nicht selber herstellten !


Stadtgrundrisse :
. Die beszen Plätze für die Verwirklichund der oben genannten Städte waren die nordchinesische Ebene oder deren westlichen breiten Ausläufer wie z.B. das Wei-Tal ,weil das dortige Relief es zulies (es war flach und Platz vorhanden)
. Rechteckige und quadratische Stadtgrundrisse sind dort besonders häufig anzutreffen
. Südlich des Changjang nimmt der Formenreichtum zu, weil das dortige Relief und die Gewässer- sowie Kanalnetze es nicht anders zuließen
. Städte wie Dadu (Vorläufer von Peking), Suzhou und Chengdu lassen noch immer das strenge klassische Grundmodell in ihrem Grundriß erkennen
. Es gab auch Kreisstädte ,die im Ansehhen niedriger lagen als die rechteckigen und quadratischen Städte. Sie waren komplett ummauert und haten zumeist 4 Tore in die Haupthimmelsrichtungen (Norden,Süden,Osten,Westen). Die Gebäude der meisten Grosstädte aber (Tempel,Märkte,Prüfungshallen) waren hier nicht so zahlreich vertreten ! Es gab aber immer einen Konfuziustempel und einen Tempel des lokalen Stadtgottes. Einige Straßenzüge beherbergten Stände,Gechäfte sowie Gasthäuser und kleine periodische Märkte.Vile Betriebe und Schulen sind von eigenen Mauern umgeben ,was ihre hohe Stellung verdeutlichen soll !
. Sanghai z.B. läßt auch heute noch die traditionellen Elemente einer kaiserlichen Kreisstadt erkennen.
. Die traditionelle,chinesische Stadt war der Mittelpunkt von Herrschaft und Verwaltung aber auch von Luxus,Konsum und Unterdrückung ...
. Die Städte waren eine Stütze der Gesellschftsordnung und der Tradition Chinas

. Eine demokratische Stadtbürgerschaft würde dort keinen Fuss fassen können; Die Städte waren zu sehr auf ihre feudale Gesellschaft etabliert ->
Der gemeine Mann besaß keine rechtliche sicherheit noch bürgerliche Freiheit

Überformung und Ausweitung durch ausländische Mächte :
. Mitte des 19. Jhs wurde durch ausländische Unternehmen und azsl. Kapital die ehemals chinesische Struktur in den Verkehrslich erschlossenen Städten umgeformt ! Es entstanden zuerst räumlich abgegrenzte und von den chin. Städten getrennte Siedlungen. Doch später wurden diese erweitert und so drangen auch europäische Bauelemente wie z.B. moderne Industriebetriebe,europäisch geprägte Wohngebäude,Banken,Kaufhäuser oder Hotels in die chinesischen Altstädte vor ! Man bestaunte dabei ein europäisches wie auch amerikanisches Freilichtmuseum des 19. bzw. frühen 20. Jahrhunderts.

Überformung und Umwandlung in der sozialistischen Epoche :
. Industrielle Schlüsselstädte wurden während des ersten 5 Jahres Plnes teilweise radikal mit Industrieanlagen und den für die Arbeiter entstandenen Arbeitsdörfer überformt und/oder erweitert !
. Diese Konzentration der Investionen in den Produktiven Bereich Schwerindustrie zwischen 1958 und 1976 (rund 80% der Gesamtinvestionen) führten zu Mängeln und Defiziten in allen sogenannten nicht-produktiven Bereichen ,wie z.B. Wohnungsbau und Verkehrs- sowie besonders der Dienstleistungseinrichtungen ! Ausserdem war die Umwelltbelastung sehr hoch
. Weitere Vorgaben waren in ökonomisch-politischen sowie architektonischen Bereichen festgelegt !
. z.B. standartisierter Wohnungsbau,rationale Flächennutzung,Aufbau eier zellulären Grundstruktur mit räumlicher Zuordnung von Wohnen,Arbeiten und Versorgung.
. Die Städte wurden von ihrer Symetrie her verändert und schachbrettmusterartig gestaltet und wichtige Gebäude wurden hervorgehoben durch russischen \"Zuckerbäckerstil\" z.B. in Beijing (Grosse Halle des Volkes)und Shanghai (zentrale Platzanlagen) !
. Es sollten so viele wie mögliche Stadtbauelemente des Feudalismus umgeformt werden ! Es kahm z.B. vor ,daß in Chengdu die teilweise schon stark verfallenen Bereiche der Palaststadt im Zentrum abgerissen wurde und durch eine Ausstellungshalle sowie ein Mao-Standbild ersetzt wurden !
In Beijing sollte die neue bis zu 120m breite West-Ost-Achse,die Changan Strasse,der alten feudalistischen Nord-Süd-Zentralachsedie dominierende Stellung nehmen.
. Ganze Gebiete der Altstadt wurden Flächensaniert was in vielen Fällen die Zerstörung von städebaulicher-architektonischer Brillianz bedeutete
. So wurden neue Groß-Gebiete mit Plattenbauten geschaffen welche ein uniformes Bild zeigten (monotom und langweilig) aber dafür für Wirtschaftlichkeit und Schnelligkeit stehen sollten ! Diese Monotomie wurde des öfteren durch sowjetische Stadtplanungselemente wie große Parkanlagen,Grünflächen und anderen Platzwegnehmenden Flächen durchzogen, sowie weiteren Sportplätzen und überbreiten Paradestrassen !
. Als man sich in den 60ern dann von der Sowjetunion trennte wurde zwar etwas verändert in der Stadtplanung aber weiterhin sorgten die rechteckigen und standartisierten Straßenführungen für ein monotomes Stadtbild !
. Es entstanden Danweis, das sind durch Mauern umgebene \"Städte in der Stadt\".Auf ihrem Grund befinden sich Wohneinheiten,Fabriken,Schulen,Krankenhäuser,Unis oder Behörden sowie vereinzelt auch Kliniken,Kindergärten,Mensen und Kantinen ! So dienen sie nicht nur als Wohnraum sondern auch als Arbeitsplatz und Versorgungsnetz für die dort ansäßige Bevölkerung. Die Mauern prägen das Städtebauliche Bild sowie auch hauptsächlich die Abschottung der Danweis als fast autonomen

Wohn- und Arbeitsraum.
. Diese Danweis werden durch eine strenge Wohnsitzkontrolle überwacht ,die den jeweiligen Wohnsitzsuchenden auf seine soziale Stellung überpfüfen und ih so den jeweilig ausreichenden Wohnplatz vermitteln !
. Dies kommt teils durch die hierarische Struktur aber hauptsächlich durch den Wohnplatzmangel ! 1965 3,7m² pro Kopf (bezogen auf den Durchscnitt aller Städte).Viele Wohnviertel sind zudem auch noch stark mit Industrie durchsetzt und dort leben besonders viele Einwohner (40% unter 3 m² pro Kopf in Shanghai).Die Verhälnisse haben sich zwar verbessert in den Städten (1990 schon durchschnittlich 6 m² pro Kopf) aber trotzdem müssen noch knapp immer 14% der Haushalte unter Bedingungen die als \"drängend\" bezeichnet werden !


Aktuelle Stadtentwicklung :
. Sonderwirtschaftszonen (1979/80) und großräumige Wirtschaftsbereiche enstanden
. Es wurden neue Städte wie z.B. Shenzen und neue Industriezonen oder sogenannte Entwicklunszonen (Economic and Technological Development Zones, ETDZ) innerhlab der Küstenstädte geschaffen
. Es werden seit gut einem Jahrzehnt auch wieder westliche Stilelemente und Bauarten übernommen -ein baulicher Ausdruck eines dem Weltmarkt zugewandtem Modernisierungskonzept- -> Shenzen ist auf den ersten Blick kaum noch zu unterscheiden von Hong Kong
. Auch die modernen ETDZs erinnern nicht mehr an die monofunktionalen und monotomen Industrie- und Wohnviertel der 60er und 70er Jahre. Es werden aufden Aussenhandel spezialisierte Betriebe angesiedelt oder/und multifunktionale auf das ausländische Kapital abzielende Quartiere errichtet,begünstigt durch eine optimale Anbindung an das Verkehrsnetz usw.
Als Beispiel : Hongqiao ETDZ in Sanghai ,65ha gross und auf etwa der halben Strecke zwischen dem Flughafen und dem Stadtkern ! Hotels,Büros,Dienstleistungseinrichtungen(vor allem Banken),internationales Handelszentrum,internationale Ausstellungshallen für Wohnungen und Erholungseinrichtungen ! Hier in Hongqiao sollte besonders das Konsulat- Viertel entstehen oder umgelagert werden !
. Die oberstes Ziel hierbei ist es die Attraktion von ausländischen Investoren und Nutzern
. Dies wird durch eine multifumktionale Mischung und architektonisch angepasste Gebäude an den internationalen Standard versucht zu erreichen !
. Aber in den Städten selber werden zum Wohle der Touristen die Einkaufsstrassen wieder aufgebaut oder renoviert !
. Dies hat eine Differenzierung zu Folge und auch einige Entwicklungsunterschiede zwischen den Städten des Landes und der Küstennähe ! Die Löhne in den ETDZs waren bis zu 1,5 mal so hoch wie in der Stadt Shanghai selber (diese stellte seinerseits die leitende Industriemetropole dar)

Die Stadt heute:
. Einst nahm man an ,daß sich die Städte entlang der Hauptverkehrsachsen ausbreiten würden aber sie taten es entgegen aller Erwartungen Ringförmig um den Stadtkern herum !
. Immer neue Ringstraßen entstehen und die Großwohnsiedlungen breiten sich entlang der Straßen aus genauso wie Industrieanlagen auch.
. Also läßt sich die heutige Chinesische Großstadt am ehersten durch ein ringförmiges Modell beschreiben !Die inneren Bereiche um den Stadtkern sind zumeist Mischgebiet von Wohnungen und Gewerbe! Diese werden duch Straßenbüros in Subeinheiten gegliedert welche sehr häufig ein eigenes Versorgungs- und Dienstleistungszentrum aufweisen !
. In den weiter außen gelegenen Zonen nehmen großflächige Einheiten wie Kultureinrichtungen (auch Unis) sowie Großwohnanlagen oder Industriegebiete almmählich zu ,wobei die Industriegebiete hier oft nur an den Randbereichen liegen und so als eine Art \"Vorreiter\" gelten !
. Nach aussen hin zum Land haben viele Städte hauptsächlich einen Gürtel von Industrie! Aber es existieren auch in den stadtrandlichen Gemeinden viele Mischviertel wo es unter anderem Industrie,Lager,Wohnen,Landwirtschaft und Transporteinrichtungen gibt ! Dies geschieht zumeist am Land-Stadt Übergangsraum !
. Drumherum ist ein intensiver Ring von landwirtschaftlicher Nutzung (\"Gemüsegürtel\") ,weil sich die Städte vorwiegend mit Gemüse selber versorgen !
. Die grösse der Stadt wird unter anderem auch durch die Kapazität der Transporteinrichtungen und die landwirtschaftliche intensivnutzung bestimmt !
. Am Rand des Gemüsegürtels liegen erst die Satellitenstädte !
. Die Bautradition der chinesischen Städte wird nach und nach von der Standardisierung und Internationalisierung überbaut ...

 
 




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