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geschichte artikel (Interpretation und charakterisierung)

Akkulturationsprozesse der galizischen und bokuwinischen juden in wien



Der erste Schritt beim Prozeß der Angleichung ist die Akkulturation, oder kulturelle Assimilation genannt. Das deutsche Wort Assimilation wird im "Duden Deutsches Universalwörterbuch" als "Angleichung eines einzelnen oder einer Gruppe an die Eigenart einer anderen Gruppe, eines anderen Volkes" definiert.
Akkulturation, darunter versteht man die Annahme, der kulturellen Sitten durch die in unserem Fall jüdische Minorität, führt nicht unausweichlich zur völligen Anpassung an eine Gruppe. Es muß auch nicht sein, daß eine Gruppe verschwindet. Es kann passieren, daß sich eine Gruppe an die kulturellen Gewohnheiten einer Gesellschaft anpaßt, aber an seinen sozialen Akten, wie Freundschaft oder Geselligkeit festhält, und somit ihren Fortbestand sichert. Wie bereits erwähnt, erlangten die Juden ein gewisses Maß an Freiheit.
Die Aufhebung rechtlicher Beschränkungen und die allmähliche politische, wirtschaftliche und soziale Gleichstellung der Juden seit dem späten 18. Jahrhundert ist auch unter dem Begriff "Judenemanzipation" bekannt. Diese Judenemanzipation wurde von der Aufklärung angeregt und von dem Gedanken der Toleranz und der Gleichheit aller Bürger geleitet.
Der Grundstein im schweren Kampf um Gleichberechtigung wurde in der Französischen Revolution 1789 gelegt. Die Schlagworte "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" galten hier erstmals auch für die Juden.
1782 leitete Kaiser Joseph II bereits in Europa. mit einem Toleranzpatent die Emanzipation der Juden im Habsburgerreich ein. Napoleons Heere der französischen Revolution 1792 brachten diese Idee in weite Teile Europas und in Preußen zum Beispiel wurden die Juden im Rahmen der Preußischen Reformen 1812 gleichgestellt. Die jüdische Bevölkerung spaltete sich im 19. Jahrhundert in 2 Teile: die einen versuchten sich anzupassen, indem sie den Gesetzen genüge taten und die anderen bekämpften die Unterdrückung, indem sie sich dagegen wehrten.
Die Judenemanzipation bewirkte auf der einen Seite eine verstärkte Assimilation der Juden, förderte auf der anderen Seite jedoch den Antisemitismus in Europa, der wiederum auf Entstehung und Ausbreitung des Zionismus wirkte und in einigen europäischen Ländern die Emigration der Juden forcierte.

 
 

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