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geographie artikel (Interpretation und charakterisierung)

Verteilungspolitische aspektefehler! verweisquelle konnte nicht gefunden werden





Bei knappen Ressourcen stellt sich die Frage nach einer effizienten Verteilung, die bestimmt und erreicht werden soll. Ausgehend von einem Modell mit Bedingungen für eine optimale Allokation kann festgestellt werden, daß ein rein marktwirtschaftlich ausgerichtetes System keine optimale Allokation hervorbringt. Es existiert Marktversagen. Die Wohlfahrtsökonomie schafft hier einen Rahmen für mögliche Aufgaben des Staates. Der Staat wird dabei vom Marktversagen aus gesehen, das es zu beheben oder im Sinne einer Besserstellung zu verändern gilt (BRÜMMERHOFF 39).

A. Ziele der FinanzpolitikFehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.

Drei Zielbereiche werden in der Finanzpolitik unterschieden: in der Allokationspolitik wird über den Einsatz und die Verwendung der volkswirtschaftlichen Ressourcen ent¬schie¬den, damit ein anderes Ergebnis erreicht wird als in einem reinen Marktsystem. Die Verteilungspolitik zielt auf eine Veränderung der Voraus¬setzungen und Ergebnisse - wie sie marktmäßig entstanden wären - be¬sonders in der Einkommens- und Ver¬mögens¬verteilung. Die Stabili¬sie¬rungs¬politik umfaßt die Glät¬tung" der durch marktwirtschaftliche Aktivitäten entstandenen Schwankungen (BRÜMMER¬HOFF 6).

B. Mittel der FinanzpolitikFehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.

Zwei Mittel der Finanzpolitik sollen hier hervorgehoben werden: Realtransfer und Einkommensumverteilung. Unter Realtransfers wird die Bereitstellung von Gütern durch den Staat verstanden. Daneben kann auch die unentgeltliche Nutzung des staatlichen Sachvermögens (Straßen, Verwaltungsgebäude) dazu¬gehören (BRÜMMERHOFF 16). Daneben besteht die Möglichkeit der Ein¬kom¬mens¬umverteilung, um eine Angleichung der Einkommens- und Ver¬mögens¬ver¬teilung zu erreichen.

C. Allokation oder Distribution?Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.

Bei meritorischen Gütern stellt sich das Problem, warum der Staat durch Realtransfers oder durch Einkommenstransfers umverteilen soll. Da RICHTER und WEIMANN nun Realtransfers zu einem eigenständigen staatlichen Umverteilungsinstrument erklären , ist folgender Gedankengang möglich: steht der Verteilungsaspekt meritorischer Güter gleichberechtigt neben einer Einkommens¬umverteilung, bedeutet das, daß sich meritorische Umverteilung genauso an einer sozialen Wohlfahrtsfunktion maximieren läßt wie die Einkommensumverteilung. Die Frage lautet, welche Bedingung muß eine soziale Wohlfahrtsfunktion erfüllen, damit meritorisches Handeln eine Maximierung zur Folge hat (RICHTER/WEIMANN 121 ff.).

Das Konzept der PARETO-Effizienz hilft festzustellen, welche Verteilung als gerecht oder richtig von den beteiligten Individuen aufgefaßt wird, um dem Ziel einer optimalen Verteilung näher zu kommen (MUSGRAVE 1994 109 ff.). Mit der Einführung der PARETO-optimalen Verteilung wurde es möglich, Umverteil¬ungsaktivitäten auf individuelle Präferenzen zurückzuführen. Die Veränderung des Verteilungsstandes (niemand wird schlechter gestellt) wird sozusagen als öffentliches Gut gesehen (ANDEL 1984 642).

Am Beispiel Tabakkonsum" erläutern RICHTER und WEIMANN ihr Modell. Sie kommen zu dem Schluß, daß meritorische Eingriffe nur dann begründbar sind, wenn die Notwendigkeit interpersoneller Nutzenvergleiche akzeptiert und ge¬währleistet wird. Die Verwendung einer Wohlfahrtsfunktion setzt das voraus. Nun ist ein konkretes Ergebnis möglich: bei gleicher Ausstattung kann der Einkommensgrenznutzen eines Konsumenten für ein meritorisches Gut sozial höher eingeschätzt werden als der Grenznutzen desjenigen, der das Gut nicht konsumiert (RICHTER/WEIMANN 128).

RICHTER und WEIMANN leiten aus ihren Ergebnissen eine Charakterisierung meritorischen Handelns ab, das zweier Säulen bedarf: Die Einschätzung des staatlichen Planers, daß unterschiedliche Konsumentengruppen (Raucher und Nichtraucher) trotz gleichen Einkommens divergierende soziale Grenznutzen des Einkommens aufweisen, und die Annahme, daß aufgrund institutioneller, in¬formationstechnischer oder sonstiger Restriktionen Lumpsum-Transfers kein verfügbares Instrument sind, um diese Divergenzen zur Wohlfahrtssteigerung auszunutzen". Es steht für sie fest: da in den Konsum von Gütern eingegriffen wird, Meritorik keine Einkommensumverteilung bedeutet und somit der Allo¬kation zuzuordnen ist (RICHTER/WEIMANN 127).

 
 




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